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  1. Inaktiver User

    Burn out Gefahr und reaktive Depression

    Hallo,

    habe vor 1,5 Jahren einen Hörsturz gehabt und nicht einsehen wollen, dass dieser aus ständiger Überlastung und nicht Verarbeiten von Schicksalsschlägen herrührte.
    Wie auch immer, ich habe es lange verdrängt, den Tod meines Vaters vor 2,5 Jahren, ich hatte "keine Zeit", keine Gelegenheit zum trauern, vor etwas mehr als einem Jahr die plötzliche Trennung von meinem 2.Mann, der mich einfach ausrangierte.
    Nach wochenlanger Apathie habe ich mein Leben in Angriff genommen, gelebt und bin dann wieder ins Nachdenken gekommen. Extremst viel gearbeitet, meine Tochter unterstützt und wohl alles nicht wirklich verarbeitet. Tränen liess ich nicht zu und jetzt beiss ich die Zähne zusammen, wenn sie kommen.
    Schäme mich vor mir selber, zu weinen und weiss doch, wie erlösend es sein kann.
    Habe seit einigen Wochen eine Fernbeziehung, die ich durch "erdrücken" gefährdet habe. Nun habe ich das grosse Glück, einen Mann zu haben, der mir Schwäche zugesteht, der nicht nur eine starke Frau an seiner Seite braucht. Der sofort erkannte, dass ich mehr cool tue, als ich bin.
    Eigentlich sollte ich der glücklichste Mensch der Welt sein und dann bricht auf einmal die totale Erschöpfung über mich herein, völliges Ausgebranntsein.
    Die Diagnose habe ich mir gestern gestellt und heute hat der Arzt sie bestätigt. Hochgradig burnout gefährdet und reaktive Depression.
    Endlich hatte ich den Mut zum Arzt zu gehen und mir, der Perfektionistin, einzugestehen, dass ich Hilfe brauche.
    Mein Partner nimmt mich so an, wie ich bin, das war vlt. der Auslöser.

    Nun beantrage ich eine Kur, habe erstmal ein Antidepressiva bekommen und warte auf die erste Gesprächstherapiesitzung.

    Und das ich, die immer mit allem "klar gekommen ist". Ich, die arbeiten ging, wenn sie krankgeschrieben war, die extremste Anforderungen an sich selber stellt, die allen beweisen wollte, wie gut sie alles schafft.
    Werde einfach "schachmatt" gesetzt und erstmal krankgeschrieben.

    Hatte Angst meiner Chefin zu sagen, dass ich erstmal eine Woche nicht da bin..... und stieß auf tiefstes Verständnis.
    Meine Kollegin sprach mich heute morgen darauf an, ich hatte mir gestern einen Tag Auszeit genommen. Sie fragte mich, wie lange ich noch so weitermachen wollte, ob ich bis zum Zusammenbruch warten wollte..............
    Hatte die Kontakte zu meinen Freundinnen ohne Worte abgebrochen und stieß am sonntag auf so viel Verständnis dafür und auf Hilfe.

    Alle wissen,w as ich die letzten 2 Jahre durchgemacht habe und alle haben Verständnis nur ich habe/hatte bisher keines für mich.

    Auf meinen Wunsch, mich meinem neuen Partner nicht zumuten zu wollen, den Kontakt abzubrechen kam nur: Du hast schlecht geschlafen und wieder zuviel nachgedacht. Tiefstes Verständnis, obwohl er gar nicht die Einzelheiten kennt. Er sieht mich an und weiss, was los ist. Er liest in mir wie in einem offenen Buch. Sagt, er weiss doch woher es kommt......

    Vlt. war er der Auslöser, endlich eine Therapie zu machen, zu lernen, dass ich auch schwach sein darf, dass ich zum aufarbeiten Hilfe brauche, mal ausspannen, nicht funktionieren muss. Diesen wunderbaren menschen nicht zu verlieren.

    Hat jemand vlt. ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich möchte so gerne weinen und schäme mich dafür vor mir selber, beisse die Zähne zusammen, wenn ich alleine bin, weil beide Männer, mit denen ich verheiratet war immer eine "starke" Frau an ihrer Seite brauchten.

    Für Tipps oder einfach das Wissen, das ich mit meinem problem nicht allein bin, wäre ich sehr dankbar.

    Lg Braut

  2. Avatar von LavenderRose
    Registriert seit
    22.01.2009
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    10

    AW: Burn out Gefahr und reaktive Depression

    Liebe Braut,

    Ich kann Dir zwar nicht mit eigenen Erfahrungen weiterhelfen, aber ich möchte Dir trotzdem antworten. Ich arbeite im medizinischen Bereich und kenne dadurch Menschen, die unter Depressionen leiden / litten.

    Ich würde Dir gerne einen Buch - Tipp nennen:


    *Endlich frei* von Josef Giger - Bütler.



    Vielleicht magst Du Dir ja mal eine Rezension durchlesen, um zu sehen, ob Dich dieses Buch anspricht.

    Nach Giger treffen Depressionen ausschließlich Menschen, die ihr ganzes Leben unerbittlich immer nur das Allerbeste zu jeder Zeit von sich fordern, sich kein Ausruhen gönnen und immer zuerst an die anderen denken - eben so lange bis sie nicht mehr können und / oder der Körper, dem nie Ruhe gegönnt wurde, nicht mehr mitmacht.

    (Das Problem ist, dass in unserer Gesellschaft der Begriff Depression geradezu inflationär verwendet wird und jeder meint, kluge Ratschläge geben zu können, weil er ja selbst schon mal irgendwie schlecht drauf war.

    Und dann kommen so grausame Sätze von anderen wie: Du musst Dich zusammenreißen! Menschen werden gerade depressiv, weil sie sich ihr ganzes Leben - weit mehr als andere Menschen - immer wieder zusammengerissen haben und hart gegen sich waren.)


    Das, was Du geschrieben hast, wie Du Dich dargestellt hast, hat mich sehr an Gigers These erinnert!

    Schön, dass Du Dir Hilfe gesucht hast.

    Sei gut zu Dir selbst! Ich freue mich, dass Du Menschen hast, die mit Verständnis reagieren.

    Liebe Grüße, ich wünsche Dir von Herzen alles, alles Gute

  3. Inaktiver User

    AW: Burn out Gefahr und reaktive Depression

    Danke für Deine Worte,

    gegen diese Diagnose habe ich mich lange gewehrt, obwohl ich die Symptome schon einige Zeit "studiert" habe.... burnout hört sich
    zivilisierter an, nicht wahr?!?! lach

    Aber mein Leben war genauso wie Du es in Deinem post beschrieben hast. Und ich sage jetzt bewusst: w a r. Weil ich es so nicht mehr will!!!

    In einem anderen Strang habe ich gelesen:
    Depression ist die Belohnung fürs Bravsein!!!

    Dieser Satz sagt alles aus!!

    Ja, für dieses Umfeld bin ich dankbar. Gerade von der Arbeit her hätte ich es nicht erwartet. Aber wie sagte die Kollegin, wir kennen uns manchmal besser, als den Partner, weil man oft mehr Zeit miteinander verbringt in den unterschiedlichsten Situationen.

    Und ich glaube fest daran, dass alles gut wird. Vlt. schaffe ich es irgendwann meine Träume zu verwirklichen, aber ich gehe jetzt immer nur einen Schritt, versuche es zumindest...

  4. Avatar von LavenderRose
    Registriert seit
    22.01.2009
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    10

    AW: Burn out Gefahr und reaktive Depression

    Liebe Braut,

    Immer nur einen Schritt ... das ist gut.

    Und ich wünsche Dir ganz fest, dass Du Deine Träume verwirklichen kannst!

    Alles Liebe und gute Nacht

    Geändert von LavenderRose (17.02.2009 um 23:53 Uhr)


  5. Registriert seit
    06.12.2008
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    104

    AW: Burn out Gefahr und reaktive Depression

    Hallo Braut, lass dich nicht hängen. Ich bin wegen der selben Diagnose bereits seid November zu Hause und werde so schnell auch nicht mehr Arbeiten können.
    Leider habe ich von der Arbeit keine Unterstützung sondern man hat mich bereits nach einer Woche zum MDK bestellt. Ich wäre ein Simulant;würde blau machen. Das hat mir dann den rest gegeben. Der MDK hatte natürlich die Diagnose meines Doc´s bestätigt.
    meine Kur wurde abgelehnt und leider bekomme ich kurzfristig keinen Termin beim Seelenklemptner. Alles voll bis mitte ende 2009
    Gerne kannst du mir eine PM schreiben wenn dir was auf der Seele brennt. Schreibe es auf, lass es raus und weine wenn dir danach zu mute ist.
    LG

  6. Inaktiver User

    AW: Burn out Gefahr und reaktive Depression

    Danke für den Zuspruch. Und dass ich hier einfach mal drauflos schreiben kann.
    Eine Freundin sagte mir, ebenso wie meine Mutter, ich solle ein Tagebuch schreiben. Mir immer aufschreiben, um was meine Gedanken kreisen.
    Ich weiss nicht, wie ich anfangen soll......

    Ja, Zaubermaus, davor habe ich auch "Angst", dass ich so lange nicht
    arbeiten gehen kann. sicher stehen sie im Moment hinter mir und meine Chefin war total lieb. Ich weiss aber nicht, wie geduldig sie ist, denn sie meinte auch, ich wäre sicher mit meiner Fernbeziehung nicht so zufrieden.
    Nur die Kollegin weiss, was ich alles in den letzten Jahren durchgemacht habe und dass ich in beiden Ehen nur immer stark war, für die anderen und nach aussen hin. Und meine Ursprungsfamilie mich auch in schwierigen Situatione sehr beansprucht.
    Aber ich weiss nicht, so langsam wird es mir egal, was eine/r denkt weil alle, denen ich es erzählt habe, scheinbar schon lange auf den Zusammenbruch gewartet haben.
    Eigentlich tut das sehr gut.
    Sicher kommen existenzielle Ängste dazu, wg. evtl.Krankengeld etc. Aber noch ist es nicht so weit.

    Ich will die Zeit, die ich nun frei habe, nutzen, um mir klar zu werden, wo ich hin will, auch beruflich, vlt. endlich Träume zu verwirklichen, mein Kind ein wenig in die Hände ihres Vaters geben, damit er sich ein wenig kümmert (nach 20 Jahren) glaube, es gibt eine Menge, für das einfach nie die zeit da war, wozu aber auch irgendwie der Mut (Selbstbewusstsein) und zuletzt der Antrieb fehlte.

    Zum Thema Selbstbewusstsein. Ich muss beruflich unter Leute, auch mit höheren Ansprechpartnern verhandeln. Was man da leisten kann und darstellt und niemand merkt, wie man wirklich ist..... oder vlt. will es niemand merken.
    Mein Partner hat es ja auch gemerkt und wir sehen uns nicht oft.

    Naja, ich schaue mal, was der heutige Tag bringt.
    Habe zum ersten Mal eine Citalopram genommen und werde wohl bei dem Sonnenschein den Rat des Arztes befolgen. Raus und laufen.
    Ich walke sehr gerne und es tut sehr, sehr gut, aber meine Lust dazu nahm immer mehr ab.
    Vlt. habe ich noch die kraft mich auch selber ein wenig da rauszuziehen.
    Kur muss ich noch beantragen. Und Thera muss ich heute mittag anrufen. Ist zwar nicht im Ort, aber lt. Doc hat sie meist nicht so lange Wartezeiten.
    Kannst Du Dir nicht jemand anders suchen????

    Liebe Grüße Braut

  7. Inaktiver User

    AW: Burn out Gefahr und reaktive Depression

    Liebe Braut,

    toll was Du schreibst. toll dass Du den Mut hast, das hier zu schreiben.

    Das Eingangsposting war übrigens der Prolog zu Deinem Tagebuch. Druck es aus und klebe es in eine "Kladde". Und schon ist das Schwierigste geschafft, nämlich der Anfang.

    Ich kann im Moment nicht so viel schreiben, nur das, dass ich das fast so wie Du mitgemacht habe. (ok Keine Ehemänner, weil ich ein Mann bin). Aber diese Überforderung. Dieses jahrelange verdrängen. Dieses jahrelange hart und stark sein.

    Wie lange du pausieren musst, ist nicht klar. Ich musste etwa drei Jahre deutlich kürzer treten. Es kommt drauf an, bis wann Du die Mechanismen kapierst. Also ich meine damit, die Fähigkeit z.B. Pause zu machen. Die Fähigkeit "nicht da zu sein".

    Áber ich verstehe Deine Situation perfekt. Und ich bin mir sehr sicher, dass Du diese Zeit überstehst und gestärkt aus der Krise hervorgehst. Bestimmt.

    Die zwei wichtigsten Dinge hast du gemacht. Die Diagnose angenommen. Und Deine eigene Bestandsaufnahme (vgl. Eingangsposting).

    Sehr gerne tausche ich mich mit Dir weiter aus. Und sehr gerne lese ich auch weiterhin, wie es Dir geht.

  8. Inaktiver User

    AW: Burn out Gefahr und reaktive Depression

    Lieber sierre4y,

    danke für Deine lieben Worte.

    Ich habe ja hier schon gemerkt, dass ich mich durch das schreiben etwas öffnen kann. Und wahrscheinlich, nein, ich tue mich wirklich leichter dabei, wenn ich es Menschen anonym erzählen kann, oder eben denen, die mich nicht/noch nicht kennen.

    Jahrelang, fast jahrzehntelang habe ich eigentlich eine Fassade aufrecht erhalten. Die starke Powerfrau, die jung geheiratet, tragisch ihr erstes Kind verlor, beruflich vorwärtsging, glücklich über die Geburt eines gesunden Kindes, weitergearbeitet, sich trennend vom ersten Mann in eine Beziehung und Ehe geht mit einem zweiten. Dort Kinder dazu bekommt, die sie 10 jahre mit grosszieht, "ihm" hilft, dass diese Kinder in seinem Haushalt bleiben können, diese liebt, ihm hilft, sein Haus nach der ersten Scheidung behalten zu können und der sie dann, als die kinder gross sind, sie rauswirft, austauscht.

    Getreu nach dem motto, was uns nicht umbringt macht uns nur noch härter, habe ich gelebt. Der Mensch wächst an seinen Aufgaben. Habe immer nur mein lachendes Gesicht gezeigt, das andere gehörte mir, höchstens meiner Mutter.
    Und dann kommt ein Mann, der mir Schwäche zugesteht, das als menschlich ansieht, der mich lieb hat, weil ich so gefühlvoll bin und ich breche zusammen.

    Ich überlege oft, was ich mir selber damit angetan habe, meine Wünsche zu unterdrücken, nicht auszusprechen, nicht aufzubegehren, nicht zu weinen.
    obwohl... aufbegehrt habe ich in der zweiten Ehe häufiger, aber es wurde alles wegdiskutiert oder argumentiert und manchmal hatte ich das Gefühl, das ich verkehrt bin. Meine Gedanken verkehrt sind.

    Ich weiss, dass ich nicht verkehrt bin, nur dass ich wieder lernen muss, mir zu vertrauen, wieder auf mein Bauchgefühl hören.

    Was ich früher für mein Bauchgefühl hielt, war Wunschdenken. Der Wunsch nach der heilen, funktionierenden Familie mit Harmonie und Nähe. Und wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich da ganz zu Beginn der zweiten Ehe schon ein schlechtes Bauchgefühl.... und immer wurde mir vorgehalten ich sehe nur die negativen Seiten....
    eigentlich bin ich 10 Jahre lang umprogrammiert worden, damit ich meinen "Zweck" erfülle.
    Irgendwann habe ich nicht mehr aufbegehrt, habe resigniert. Als ich meinen ersten wirklich schwachen Moment hatte, als mein Vater so plötzlich starb, da war in dieser Familie, ausser meiner eigenen Tochter niemand für mich da..... Mein Mann konnte mir keinen Trost geben, schleppte mich zum Arzt, damit er mir was gibt, damit ich wieder zu mir komme.....

    Wenn es Dir zuviel wird, sage es... ich will dich nicht als Kummerkasten "missbrauchen".

    Aktuell fühle ich mich ganz ordentlich, habe heute morgen mein Medikament genommen, das eigentlich erst in einigen Wochen richtig wirken soll... aber Einbildung undGlaube hilft sicher auch ein wenig.
    Meinte Tochter (20)hat heute und morgen frei und wir haben Bewerbungen für sie geschrieben, waren zu Fuss in der Stadt, haben Kaffee getrunken und uns unterhalten, über sie, über mich, was wir wollen und das ich wieder auf die Füße kommen muss. Sie hat zum Glück eine sehr starke Persönlichkeit, aber auch die Fähigkeit nein zu sagen, sich zu behaupten, für sich was zu tun .....
    und darin bestärke ich sie sehr. Wir reden einfach offen darüber, was passieren kann, so wie bei mir.
    Einen ersten Gesprächstermin habe ich für Montag, auf Therapie muss man 6 - 9 Monate warten. Vlt. bekomme ich vorher die Kur.
    Muss sagen, dass es mir heute zum ersten Mal echt egal ist, was auf der Arbeit los ist. Habe das Firmenhandy ausgemacht.

    Will in den nächsten Tagen mal meine Ziele und Vorstellungen aufzuschreiben...... und schauen, wann ich was davon und wie verwirklichen kann...

    S. was bedeutet Dein nick, wenn ich fragen darf?

    Meiner nicht viel, nur ein Gefühl, letztes Jahr nach der Trennung, als ich in die bricom kam.

    Als Mann möchte ich Dir eine Frage stellen. Sollte ich meinem neuen Partner, trotz Fernbeziehung, sagen, warum ich im Moment krankgeschrieben bin? Ich habe echt ein wenig scheu davor, dass er denken könnte, ich wäre doch eine psychotante, obwohl er sagt, er wisse doch, woher meine Ausbrüche kommen.


  9. Registriert seit
    06.12.2008
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    Stirnrunzeln AW: Burn out Gefahr und reaktive Depression

    Hallo Braut, mach weiter so, denn wie Sierre4y schreibt --> du bist gerade daran dein Tagebuch zu schreiben Gut so!

    Ich habe in den ersten 14 Tagen das Haus nicht verlassen können vor Angst gesehen zu werden von Kollgen. Bin sehr pflichtbewust und auch bei mir haben die Freunde nur drauf gewartet das ich zusammenbreche. Sie sind alle für mich da. Aber helfen kann mir nur ein Arzt, dass weiß ich jetzt. Denn es steckt ganz tief in mir drin.

    Mein Vater sagte fürher immer: Die ist zu doof, die taugt eh nix, alles was die macht ist falsch. <-- Das tut ganz schön weh und man will kein Dummchen sein. Macht sich lang, gibt alles, ist für jeden da doch man selber??? Man bleibt auf der Strecke. Auch in meinen Beziehungen --> Kaos. Das Fass kam dann zum überlasufen, als ich um 20 000DM erleichtert wurde. Kanz langsam, hast du mal noch Geld ich habe noch keinen Lohn bekommen ect. Ich habe gegeben und dann..ich kam von einer Geschäftsreise nach Hause und er stand mit gepackten koffern in der Tür. Ich wäre Arbeitsgeil, meine Kariere wäre mir wichtiger als er. Und die Tür viel zu und ich stand da wie ein begossener Pudel. Als ich dann ein paar Tage später zur Bank ging hat man mich zum gespräch gebeten. Ähm, ihr Konto und wann wollen sie das mal ausgleichen. Peng!
    Ich habe dann noch mehr gearbeitet, ging nicht mehr weg und habe meine Schulden bezahlt. DAS passiert mir nie wieder und ich war gut 2 Jahre alleine. Wollte von Männerne nix mehr wissen.
    Und auch da kam es wieder rauf, du kannst nix du bist nix! Arbeiten Arbeiten Arbeiten. Beweisen das man was kann, jemand ist!

    Heute habe ich in punkto Partner das beste an meiner Seite was es gibt. Er ist da, steht alles mit mir durch. Wir haben auch 1Jahr eine fernbeziehung gehabt, dann bin ich vom Saarland in den Norden gezogen. Es war das beste was ich je gemacht habe.

    Doch ich kann es nicht abschalten --> dieses :ich mach das, kein Problem ich kümmere mich; Kannst du mal --> ja klar ich mach es.
    kannst du länger bleiben; ein Kunde ist plötzlich gekommen, wäre sie so gut und übernehmen den? Ja klar, mach Ich
    Das alles um gelobt zu werden, anerkennung zu bekommen, weil man denkt : ich bin doof, muß einfach mehr geben als andere.
    Habe in den letzten 6 jahren im Monta eine durchschnittliche Arbeitszeit von 220 Stunden gehabt. Da hat mein Körper jetzt die Bremse gezogen.

    Wie es weiter gehen soll weiß ich derzeit noch nicht, doch ich brauche einen neuen Job und da arbeite ich derzeit dran.

    Mein Doc sagte im November: Du bist deiner seele davon gelaufen. Du bleibst jetzt ertsmal stehen udn ruhst dich aus bis ihr beiden wieder zusammen seid.
    Genau das mache ich derzeit, doch wenn ich so hinter mich schauen...sie ist noch lange nicht in sicht.

    LG

  10. Inaktiver User

    AW: Burn out Gefahr und reaktive Depression

    Zaubermaus: Sehr gut geschrieben. Nur einen Satz den will ich Dir nochmals zum nachdenken geben. Du schreibst, nur der Arzt kann dir helfen. Das ist nur die Hälfte der Wahrheit. Du hilfst Dir selbst. Du alleine. Der Arzt nennt Dir ein paar Dinge. So z.B. das, dass Du Deiner Seele davongelaufen bist. ABer Deine Seele wieder in Deinen Körper zu bringen, das kannst nur Du. Nicht der Arzt.

    Also der Arzt gibt m.E. Hilfe zur Selbsthilfe.

    Braut. mein Nickname bedeutet nichts. Das kommt daher dass ich einen allerweltsvornamen habe, der schon1000 fach belegt ist. Dann habe ich diesen in eine andere Sprache übersetzt und wieder nichts frei. Und danach habe ichein paar der Buchstaben gewürfelt und einen geändert und heraus kam: SIERRE. Das 4y ist nur so ein Gag. So wie das manche Popstars bei CDs machen. Also Sierre hat nichts mit SIE zu tun. oder mit irgendwas BDSM mäßigem so wie Sire, oder so. Einfach ein Buchstabenspiel, das als Nick noch frei war.

    Ob Du das Deinem Partner sagen sollst? Ichkenne Dich noch viel zu wenig. Ich kenne ihn gar nicht. Daher kann ich mir eigentlich kein urteil erlauben. Ich glaube aber, dass Wahrheit und Offenheit immer gut und richtig sind und auch gut tun. Daher denke ich, dass Du es ihm sagen sollst und alles was Du so von ihm geschrieben hast, sagen mir auch, dass Du es ihm sagen kannst. Aber wie gesagt, ich kenne Euch beide zu wenig.

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