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    Depressionen von Angehörigen

    Hallo.

    Meine Mutter leidet unter Depressionen seit ich Kind bin.

    Heute bin ich 46 und kann nicht mehr. Ich bin mit ausgelaugt, immer wieder auf und nieder, immer wieder ein Tief nach einem kurzen Hoch mit Hoffnung.

    Sie steht unter Antidepressiva aber momentan geht gar nichts. Alles ist schwarz, negativ, schlecht ....

    Ich bin nicht fuer sie da, wenn ich mit Freundinnen etwas unternehme lade ich sie nicht ein (das haben wir hinter uns aber sie belastet alle mit ihrer Depression ..).

    Ich habe aber nicht immer Zeit. Ich arbeite halbtags, habe einen Lebenspartner, einen Sohn und einen Hund, keine Putzfrau, bin also voll ausgelastet.


    Immer wieder habe ich ein schlechtes Gewissen, was kann ich tun?

  2. Inaktiver User

    AW: Depressionen von Angehörigen

    Hallo Martine,

    ich sehe gerade, daß Dir niemand geantwortet hat. Das ist schade.

    Helfen kann ich leider gar nicht, ich wünschte ich könnte.

    Bei mir ist es eine Freundin - diesen Wechsel zwischen Hoch und Tief kenne ich nur zu gut.

    Vielleicht meldet sich doch noch jemand, der weiß was man tun kann?

    Liebe Grüße an Dich!

    EW

  3. Inaktiver User

    AW: Depressionen von Angehörigen

    Zitat Zitat von martine_u Beitrag anzeigen
    Hallo.

    Meine Mutter leidet unter Depressionen seit ich Kind bin.
    Immer wieder habe ich ein schlechtes Gewissen, was kann ich tun?
    In Dir muß die Erkenntnis reifen, dass Du sie nicht heilen kannst und das sie für sich selbst verantwortlich ist. Man kann mitfühlen und helfen, aber vor dem Mitleiden solltest Du Dich schützen.

    Vielleicht brauchst Du auch mal eine Kurzzeittherapie um diesen Kreislauf zu durchbrechen und Dein Gewissen zu befreien.
    Du hast auch ein Recht auf eine Grenze, auf ein Zuviel und auf Deine privaten Freuden.

    Du bist damit aufgewachsen und so hast Du alles verinnerlicht. Ich denke, es ist schwer, da ganz alleine den Kreislauf zu brechen.
    LG
    Finja

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    AW: Depressionen von Angehörigen

    Hallo Martine,

    ich kann mich dem, was Finja geschrieben hat, nur anschließen.

    Warst du immer, all die Jahre mit dem Problem deiner Mutter allein, sprich hast du noch Geschwister, hat deine Mutter einen Partner?

    Du kannst anderen nur helfen, wenn du auch auf dich achtest.

    Liebe Grüße und pass auf dich auf
    Lia Fail

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    AW: Depressionen von Angehörigen

    Meine Schwester (46 J.) leidet seit längerer Zeit an einer Depression.
    Leider ist sie absolut nicht mehr konfliktfähig.
    Nichts kann besprochen oder abgeklärt werden.

    Wenn ich nicht ständig auf sie zu gehe, hätten wir schon
    ewig keinen Kontakt mehr.

    Aktuell habe ich Probleme mit ihrem Sohn. Für sie wieder ein Grund
    mich völlig zu ignorieren, schimmer noch mich zu hassen.

    Wie verhalte ich mich richtig? Alles totschweigen oder immer wieder das Gespräch suchen?

    Leider lösen sich die Probleme nicht von alleine und ein klärendees Gespräch wäre wirklich mehr als nötig.

    Der Rest der Familie behandelt sie wie ein rohes Ei. Hält alles von ihr fern. ???

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    AW: Depressionen von Angehörigen

    Zitat Zitat von langeratem Beitrag anzeigen
    Meine Schwester (46 J.) leidet seit längerer Zeit an einer Depression.
    Leider ist sie absolut nicht mehr konfliktfähig.
    Nichts kann besprochen oder abgeklärt werden.

    Wenn ich nicht ständig auf sie zu gehe, hätten wir schon
    ewig keinen Kontakt mehr.

    Aktuell habe ich Probleme mit ihrem Sohn. Für sie wieder ein Grund
    mich völlig zu ignorieren, schimmer noch mich zu hassen.

    Wie verhalte ich mich richtig? Alles totschweigen oder immer wieder das Gespräch suchen?

    Leider lösen sich die Probleme nicht von alleine und ein klärendees Gespräch wäre wirklich mehr als nötig.

    Der Rest der Familie behandelt sie wie ein rohes Ei. Hält alles von ihr fern. ???
    Ja so geht es mir auch.... und das schon seit Jahren.... ich hab echt die Nase voll...... vorallem die Reaktion meiner Familie....

    Ich hab mich echt zurückgezogen.... und falls sie mir wieder was vorjammert.... dann sag ich nur mehr viel Glück..... Therapie lehnt sie ab.... was soll ich da tun?

    Die Zeiten sind bei mir vorbei wo ich Nächte lang bei ihr gesessen bin, trotzt Job, Mann und Kind und sie erst recht sauer auf einen ist wenn ich "schon" um 24h nach Hause fuhr ... echt ich habs so satt.

    Es ist traurig genug, dass sie alle anderen runter zieht, ich spiel da nicht mehr mit.

    Und wegen ihrem Kind hab ich das Jugendamt eingeschaltet... kann ja nicht sein, dass das Kind die Mutter mit einer Überdosis Tab. findet.
    Das Kind hat durchaus auch ein Recht glücklich zu sein, wie ich und jeder andere auch....

    Dass sie eine verzehrte Wahrnehmung haben ist mir schon seit mehr als 23 Jahren bewusst, das einzige was Hilft ist, nicht auf ihre Spielchen einsteigen..... auch der/die Betroffenen selber muss sich dann wieder um ihre Angelegenheiten kümmern, damit ist die Krankheit net so im Vordergrund.

    Klärendes Gespräch ...... ich seh da schwarz, alle sind so böse und gemein, am Besten man wär nicht mehr da......



    Wünsch dir alles Gute.....

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    AW: Depressionen von Angehörigen

    Hallo Maloni,
    danke für Deine Antwort.

    Deinen Rat mich zu ditanzieren habe mich bereits für einigen Monaten befolgt.
    Leider fühle ich mich nicht sehr wohl dabei, die Geschichte spukt jeden Tag durch meinen Kopf und ich habe ständig das Gefühl ich müsste noch etwas klären.

    Wie Du auch schreibst ist das leider nicht möglich.
    Bisher lief es immer so, dass man nach einiger Zeit wieder ins Gespräch kam, aber nie über die Probleme gesprochen hat.

    Ich liebe sie und mach mir große Sorgen.

    Mein Mann hat schon kein Verständnis mehr, dass ich mich immer wieder verletzen lasse und trotzdem ohne wenn und aber für sie da bin.

    Ist sie wirklich nicht in der Lage Konflikte zu klären oder ist es ihr einfach scheiß egal?

    Ist es der richtige Weg alles für sie klären und vor allem Unangenehmen zu schützen?

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    AW: Depressionen von Angehörigen

    "Ist sie wirklich nicht in der Lage Konflikte zu klären oder ist es ihr einfach scheiß egal?

    Ist es der richtige Weg alles für sie klären und vor allem Unangenehmen zu schützen? "

    Vergiss mal schnell alles,

    glaube sie könnens/wollens nicht wahrhaben, aus welchen Grund auch immer, denke echt, dass sie eine total verzerrte Wahrnehmung haben, zumind. meine Schwester. Daher vergiss das klärende Gespräch.... endet nur wieder damit, dass alle so gemein und böse sind.... zumind. bei mir, und meine Schwester kann gewaltige Ausdrücke verwenden. Sehr verletzend!!!

    Du hilfst ihr in keiner Weise wenn du alles für sie erledigst und sie schützen willst, so hat sie auch keinen Grund etwas zu verändern. oder vielleicht mal mehr nachdenken.

    Sieh auf dich selbst, bleib du stark, mach dir keine Vorwürfe. Sie ist Erwachsen!! merk dir das!
    Du hast einen Mann, läss euer Leben nicht von ihr bestimmen. Vorallem was machst du wenn er dann wegen ihr weg ist???

    Mach dir bewusst, du trägst keine SCHULD!!! jeder Mensch hat ein Recht glücklich zu sein, also ?
    Wenn sie das will, muss sie halt selber mal schauen, wie sie es bekommt.

    Ich habs halt echt satt, es reicht mir, und es tut mir für sie leid, aber es ist ihres, und ich werde deswegen nicht mit - leiden! Über die Jahre, geht da nämlich sehr viel Zeit drauf, wo ich fröhlich hätte sein können. Ich mag nicht mehr. Man sieht sich und damit hat sichs wieder. Alles andere fällt nicht in meinen Bereich.

    Ich wünsch dir wirklich alles Gute!! und drück dich mal, denn auch du brauchst es!
    Geändert von maloni (24.06.2009 um 15:48 Uhr)

  9. gesperrt

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    AW: Depressionen von Angehörigen

    In den meisten Fällen ist es so, dass eine lange Depression von einem Familienangehörigen das Umfeld mit vereinnahmt. Daraus ensteht ein Gewöhnungseffekt für alle Beteiligten, der zu einer sich verselbständigenden Symbiose wird. Ich krank, Du machst jetzt.
    Hierdurch wird der/die Depressive von seiner Eigenverantwortlichkeit (sein Leben selbst zu führen und zu verwalten) entfernt. Nicht selten werden hier die alt bekannten Domestizierungsrituale angewand, die Eltern schon bei der Erziehung verwendet hatten. Wenn Du nicht...dann...
    Es sind die üblichen sozialen Nötigungen, um beim Familienmitglied Schuldgefühle zu erzeugen (schlechte Tochter/Sohn, Mobbing), wenn sich der/die Depressive unterversorgt fühlt.
    Oftmals besteht gar keine Depression mehr, jedoch verhält sich der/die
    "Depressive" weiterhin so, um Ehrerbietung und Aufmerksamkeit weiterhin zu erlangen.
    Wird dieser "Versorgungshahn" zugedreht, sind solche "Depressive" nicht selten Dauergast in Arztwartezimmern und jammern die Mitwartenden damit voll, wie schlecht die eigenen Kinder sind.
    Solche Verhaltensweisen resultieren häufig daraus, in der "Familie" die Bestimmung für sein Leben gefunden zu haben. Verlassen die Kinder das Haus weiß man mit dem eigenen Leben/dem Selbst nichts mehr anzufangen.

    Ich selbst war auch so ein schlechtes Kind, weil ich zwischen Hilfe und Terror gut zu unterscheiden wußte. Wer zu dumm oder zu starrköpfig ist, für den kommt jede Hilfe zu spät, denn er ist nicht therapierbar.
    Darunter hat dann das Umfeld zu leiden.

    L.G.
    Dadda
    Geändert von dadda (28.06.2009 um 10:12 Uhr)

  10. gesperrt

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    AW: Depressionen von Angehörigen

    Zitat Zitat von langeratem Beitrag anzeigen

    Deinen Rat mich zu ditanzieren habe mich bereits für einigen Monaten befolgt.
    Leider fühle ich mich nicht sehr wohl dabei, die Geschichte spukt jeden Tag durch meinen Kopf und ich habe ständig das Gefühl ich müsste noch etwas klären.

    Mein Mann hat schon kein Verständnis mehr, dass ich mich immer wieder verletzen lasse und trotzdem ohne wenn und aber für sie da bin.

    Ist sie wirklich nicht in der Lage Konflikte zu klären oder ist es ihr einfach scheiß egal?

    Ist es der richtige Weg alles für sie klären und vor allem Unangenehmen zu schützen?
    Aus eigner Erfahrung kann ich dir nur empfehlen selber einer Therapie zu machen, weil Kinder oft die Verhaltensmuster der Eltern unbewußt übernehmen.

    Auch wenn du deine Mutter liebst, bist du für ihr Wohlergehen nicht verantwortlich. Dementsprechend hat dein Mann m.E. recht.

    Vielleicht hilft dir eine Therapie den Kindheitsbalast abzulegen und eine neue gesundere Position bzw. Einstellung zu deiner Mutter zu finden.

    Psychisch erkrankte Menschen sind nicht in der Lage, die Welt so zu sehen, wie sie ist und können dementsprechend keine Konflikte lösen.

    Ist es deine Aufgabe als ehem. Kind, deine Mutter vor unangenehmen zu schützen? Hast du vielleicht als Kind auch schon so gehandelt?

    Du bist jetzt erwachsen und jeder Erwachsene sollte alleine in der Lage sein, seine Probleme zu lösen. Kann der Erwachsene das nicht, kann man ihm bis zu einer gewissen Grenze unterstützen, aber dann sollte m.E. Schluss sein. Du bist nicht ihre Mutter ! Vielleicht muss deine Mutter erst wirklich tief fallen, um dann von alleine in die Lage kommen oder gebracht zu werden, etwas zu ändern.

    Ich habe übrigens seid Jahren keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter, weil sie auch so drauf ist wie deine. Meine Mutter versteht nicht warum ich mir gegenüber so verhalte und kann nicht nachvollziehen, wie sie redet und wie sie handelt. Meine Schwestern haben ihr einiges erklärt, aber es ist, als ob man mit einer Kuh franzsösich reden will .

    Lass dieses Gefühl los, dass du ständig bei deiner Mutter was klären musst. Du bist jetzt erwachsen und nicht mehr ein Kind, auch wenn du immer ihr Kind bleiben wirst.

    Alles Gute für dich und deine Familie.

    Wildblume

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