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  1. VIP

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil 4)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Katelbach,
    Du scheinst mir ein recht eremitisch lebender Mensch zu sein, allerdings scheinst Du ja auch in einem externen Büro zu arbeiten, zumindest normal, oder ?
    Nicht wirklich eremitisch. Ich wohne nur allein, was ich extrem genieße, denn der einzige Mensch, den ich auf Dauer um mich haben wollte und konnte, war mein Mann. Und ich mag keine Massenaufläufe, Besuche, bei denen ich mit einer Person verabredet bin und die dann 3 Mann mitbringt. Und ich kann mich über lange Zeit mit mir, meinen Büchern, Musik und vor allen mit meinem Hund beschäftigen. Mir ist nie langweilig, wenn ich ohne Menschen um mich bin.

    Übrigens auch im Isolierzimmer auf der COVID-Station fand ich die 16 oder 20 Quadratmeter eher entspannend - wenn ich mal wach war.

    Ich lebe nicht kontaktfrei, gar nicht. Freunde, Hunderundengeher, Kochkumpels etc. Nur halt sehr ausgesucht und nicht viele auf einmal. Auch während der Kontaktbeschränkungen ... Meinen engen Kreis (= meine Angesteckten hauptsächlich), habe ich immer mal wieder getroffen.

    Gedränge stresst mich mehr als alles andere. Ich brauche Distanz und auch die Konzentration auf mein Gegenüber.

    Ins Büro gehe ich nicht mehr. Da ich lang frei gearbeitet habe, habe ich auf meinem Grundstück ein gut asgestattetes Büro, in dem ich seit letztem Frühjahr arbeite. Ursprünglich habe ich volles Homeeoffice gewählt, weil ich wegen Long Covid immer noch zwischendurch einschlafe, aber ich spare mir die Fahrten, kann länger schlafen, muss mich nicht um die Belegungspläne kümmern, der Hund ist nicht allein bzw. ich muss die Angsttante auch nicht mitnehmen zu den vielen anderen hunden im Unternehmen.
    Und ich räume gerade meinen Schreibtisch für einen Neuzugang. Wir haben zuwenig Platz für zuviele Leute - und niemand will umziehen. Insofern freut sich die Vorstandschaft über solche wie mich.

    Insgesamt spreche ich natürlich für mich - und meine Freunde (also nicht Bekannte) sind großenteils ähnlich gestrickt: Rudeltiere sind wir nicht.
    Geändert von katelbach (22.10.2021 um 14:27 Uhr)
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil 4)

    Ich bin da irgendwie hybrid....

    Ich erkenne vieles, sehr vieles bei mir wieder, was @Katelbach schildert: Dass man total gern allein ist und das total genießt.
    ich habe auch meine "Covid-Gewinne" wie dass ich keine Hand mehr geben muss, dass man mir nicht mehr so auf die Pelle rückt, dass mehr Platz war (wird eh schon wieder weniger in Theatern und Kinos z.B)

    Andererseits hab ich wirklich im Lockdown Winter 1+2 gelitten. Wie stark wurde mir erst klar, als der Winter vorbei war und ich wieder mehr Sachen machen konnte, die ich halt AUCH gerne mache: essen gehen, Kaffeehaus hocken, Leute anschauen, bummeln, Yoga in der Gruppe nicht vor dem Bildschirm (Bspiele)

    Ich mag und brauche beides. Und ich werde unglücklich, wenn nur "eins" geht: wenn ich dauernd mit vielen anderen zusammen sein MUSS genauso, wie wenn ich dauernd nur vor einem Bildschirm hocke und alles zu ist draußen.

    Die Mischung macht es -und dass ich halt könnte, wenn ich wollte. Dann will ich oft eh nicht

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil 4)

    Ist jetzt OT, aber Rokeby, mir geht es ähnlich. Ich bin auch so hybrid. Deshalb habe ich ja auch den für mich perfekten Job. Ein paar Tage pro Woche "Rampensau", an den anderen Tagen Eremit - und immer mal wieder Phasen mit nur Eremit. Dann bin ich nach ein paar Wochen auch wieder reif für "Rampensau".

    Was die menschliche Nähe angeht - ich spür da eigentlich immer hin, ob ich dem Menschen nah sein will und er mir, und halte dann den entsprechenden Abstand oder nicht. Ich hab' einen Kollegen, mit dem ich das Büro teile, mit dem ich auf eine Art ganz eng bin - aber Körperkontakt, niemals. Noch nicht mal ein "gut gemacht"-Schulterklopfen kann ich mir bei dem vorstellen (in beide Richtungen), und das obwohl da keinerlei sexuelle Konnotation dabei ist, da er schwul ist. Aber ich spür', das wäre nichts für ihn und habe auch gar nicht das Bedürfnis, ihn irgendwie "anzufassen". Sein Partner hingegen ist ein Mensch, den muss ich immer knuddeln, wenn wir uns treffen, und der ist auch ein Knuddler.

    Was mich an dieser andauernden Covid-Geschichte da halt so stresst ist, dass diese Signale für mich unklarer geworden sind, weil so viel "Kopf" jetzt mit dabei ist ("darf ich/darf ich nicht/was denkt der Andere von mir"). Oder neulich, als ich mit Teig an den Händen in der Küche stand und sich eine Freundin, die noch mit meinem Mann geratscht hatte, verabschiedete und ich dementsprechend nur winkte, sie das plötzlich als "lieber nicht umarmen" interpretiert hat (also wegen Covid, nicht wegen dem klebrigen Hefeteig).
    Geändert von Tigerente (22.10.2021 um 18:32 Uhr)
    Vielen Dank an Betsi - ich habe endlich ein Avatar

  4. Inaktiver User

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil 4)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...und es gab sehr viele abgesagte und verschobene Operationen , weil die Krankenhäuser voll waren mit Corona Kranken.
    Eine Pflegeperson, die man braucht , um auf Coronastationen auszuhelfen, fehlt in einer anderen Station.
    Geschieht so im Moment in einem Kreis in Baden-Württemberg...
    Ich kenne 2 Menschen, die dringend auf ihre HüftOP warten und immer wieder vertröstet werden, weil das Personal in der Intensivstation zu viele Überstunden haben.

  5. Inaktiver User

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil 4)

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Ungefähr so.

    Ich finde die Möglichkeit, online z. B. zu yogieren, einfach nur traumhaft. Weniger Hetze, Hund ist nicht alleine, nachher tatsächlich in die Wanne oder bald ins Bett ... Kommt mir ungemein entgegen und ich verpasse seither viel weniger Stunden.
    Genau so - ich liebe nach dem Workout ein schönes Bad und dann Bett - mit Buch oder gleich ZZZZZZ

  6. Inaktiver User

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil 4)

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    [...]

    Insgesamt spreche ich natürlich für mich - und meine Freunde (also nicht Bekannte) sind großenteils ähnlich gestrickt: Rudeltiere sind wir nicht.
    gekürzt wegen Länge Zitat

    Mußt du dich auch nicht für rechtfertigen.
    So ähnlich leben wir auch - zwar zu zweit, aber nur ausgesuchte Sozialkontakte.
    Menschen sind Rudeltiere????
    Na ja , eine bestimmte Sorte vielleicht - Lemminge.
    Kommt vielleicht auch drauf an, wo man wohnt und aufgewachsen ist.
    Weder die Süddeutschen noch die Nordlichter scheinen mir allzu sehr rudelaffin zu sein.

  7. Inaktiver User

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil 4)

    Zum Thema ITS:
    Gerade im SWR aktuell - Bericht von Intensivstation am Anschlag, 16 Covid Patienten, 6 beatmet , alle ungeimpft und recht jung.
    Das Pflegepersonal ist trotz Austockung um 50 Personen am Anschlag.

    Aber hier wird nach wie vor von einigen behauptet, dass das alles nicht so schlimm ist.
    Na ja , in Berlin sieht es anscheinend anders aus?

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil 4)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zum Thema ITS:
    Gerade im SWR aktuell - Bericht von Intensivstation am Anschlag, 16 Covid Patienten, 6 beatmet , alle ungeimpft und recht jung.
    Das Pflegepersonal ist trotz Austockung um 50 Personen am Anschlag.

    Aber hier wird nach wie vor von einigen behauptet, dass das alles nicht so schlimm ist.
    Na ja , in Berlin sieht es anscheinend anders aus?
    In meinem Kreis in BW ist es tatsächlich (noch) nicht schlimm, aber das bedeutet nichts: es kann sich täglich ändern.

  9. Inaktiver User

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil 4)

    Zitat Zitat von -franzi- Beitrag anzeigen
    In meinem Kreis in BW ist es tatsächlich (noch) nicht schlimm, aber das bedeutet nichts: es kann sich täglich ändern.
    Bei uns vorort auch noch nicht, aber die Tendenz geht steil aufwärts.
    War ja die Sendung SWR Aktuell von heute.

    Ich krieg nur soo einen Hals , wenn ich dann so manche Verlautbarungen hier im Strang lese.

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil 4)

    Kaum Betten frei - Bayerns Intensivstationen gut ausgelastet


    Auf einigen Intensivstationen in Bayern wird es eng. Vielerorts müssen Patienten auf andere Krankenhäuser ausweichen. Allerdings sind nur acht Prozent der Intensivbetten mit Corona-Fällen belegt. Die Ursachen liegen anderswo.

    Aktuell (Stand: 20.10.) liegen 268 Corona-Patienten auf Bayerns Intensivstationen.


    Erst ab 600 gilt Alarmstufe rot.

    Ich finde den Bericht angenehm unaufgeregt.


    Wie eine Sprecherin des Klinikums Forchheim auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks sagte, hatte es auch schon vor der Corona-Pandemie oft keine freien Intensivbetten gegeben. Das sei aber ein "normaler, kein außergewöhnlicher Vorgang". Während der Pandemie erfahre das lediglich eine größere Aufmerksamkeit.
    Geändert von Macani (22.10.2021 um 21:52 Uhr)

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