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    AW: Fragen und Erfahrungen rund um die Corona-Impfung - Nachfolgestrang

    Einigermassen interessant fand ich das öffentliche Statement eines hiesigen Imams (es gibt in CH eine sehr grosse kosovo-albanische Gemeinschaft mit muslimischem Hintergrund), der nicht nur sagte, dass der Islam Impfungen erlaube, sondern sogar, dass sich aus dem Islam eine sehr starke Befürwortung oder gar eine Pflicht zur Impfung herleiten liesse. Das hat er theologisch begründet. Ich teile ja solche theologischen Argumentationen nicht, aber als Religionswissenschaftlerin fand ich es ganz interessant.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  2. Inaktiver User

    AW: Fragen und Erfahrungen rund um die Corona-Impfung - Nachfolgestrang

    Zitat Zitat von LilyHydrangea Beitrag anzeigen
    So ein kleines bisschen war ich wegen der Meldungen über AstraZeneca doch verunsichert, weil die Hirnvenenthrombosen wohl am häufigsten in meiner Altersgruppe vorkamen.

    Letztendlich hab ich aber mehr Sorge gehabt, an Corona zu erkranken und eventuell Long Covid zu kriegen. Dass es Leute gibt, die schon ganz am Anfang der Pandemie erkrankt waren und jetzt immer noch mit Einschränkungen zu kämpfen haben, macht mir nämlich wirklich Sorgen.
    Zumal die Wahrscheinlichkeit im Rahmen einer Coviderkrankung eine Thrombose egal welcher Genese zu entwickeln, deutlich höher liegt.

  3. VIP

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    AW: Fragen und Erfahrungen rund um die Corona-Impfung - Nachfolgestrang

    Ich kenne das Argument, dass der Islam verlangt, den Körper zu achten (als Sitz des höheren Wesens?) und gut zu behandeln. Darunter fällt auch, möglichst nicht krank zu werden.
    So hab ich es von einigen jungen Muslimas damals bei dem Masernzirkus gehört.

    Hier noch was zu verschiedenen fundamentalistischen Gruppen: Rolle der Religion auf dem Weg zur Herdenimmunitat - Impfen und Gottvertrauen
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Fragen und Erfahrungen rund um die Corona-Impfung - Nachfolgestrang

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Eine solche Ausnahmebewilligung hätte keinerlei Bedeutung und schon gar keine "Rechtskraft". Die müsste nämlich entweder eine staatliche Behörde ausstellen oder ein Arzt. Letzterer stellt, wenn er seriös ist, nur dann "Impfbefreiungsatteste" aus, wenn die betreffende Person aus medizinischen Gründen tatsächlich nicht geimpft werden darf. Und die staatlichen Behörden ... warum sollten die eine Ausnahmegenehmigung erteilen, wenn jemand mit einem Schreiben einer religiösen Vereinigung daher kommt, das besagt, dass eine Impfung aus religiösen Gründen nicht mögich sei, etwa, weil sie gegen irgendein Gottesgebot verstossen würde?
    Na, offensichtlich hat sie ja eine Bedeutung. Denn dann wird man bei United Airlines nicht entlassen.

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    AW: Fragen und Erfahrungen rund um die Corona-Impfung - Nachfolgestrang

    Es gibt das Grundrecht der Religionsfreiheit. Die aber, wie jedes Grundrecht, nicht absolut und uneinschränkbar gilt, sondern unter bestimmten Voraussetzungen (die in der Verfassung selbst definiert sind) eingeschränkt werden kann. Ob eine Einschränkung gerechtfertigt ist oder nicht, entscheiden die Gerichte. Wenn jemand geltend macht, seine Religion verbiete die Impfung, dann entscheiden die Gerichte nicht darüber, ob dieses angebliche religiöse Gebot in der betreffenden Religion wirklich existiert bzw. eine religiöse Regelung so ausgelegt werden kann (Gerichte sind keine Theologischen Institutionen), sondern es entscheidet, ob es zulässig ist, diese subjektive religiöse Empfindung des Betroffenen als weniger gewichtiges Interesse einzuschätzen als andere Interessen, etwa die Seuchenbekämpfung und das Recht auf Gesundheit anderer Personen.

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    AW: Fragen und Erfahrungen rund um die Corona-Impfung - Nachfolgestrang

    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Ich kenne das Argument, dass der Islam verlangt, den Körper zu achten (als Sitz des höheren Wesens?) und gut zu behandeln. Darunter fällt auch, möglichst nicht krank zu werden.
    Der Körper nicht als Sitz eines höheren Wesens, sondern als Resultat von Gottes Schöpfung, also Gottes Willen. Daher die Pflicht des Menschen, dieses "Schöpfungsresultat" zu schützen, also auf die eigene Gesundheit zu achten. Daraus lässt sich theologisch tatsächlich ein Appell zur Impfung oder sogar eine Impfpflicht herleiten.

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  7. Inaktiver User

    AW: Fragen und Erfahrungen rund um die Corona-Impfung - Nachfolgestrang

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Und die staatlichen Behörden ... warum sollten die eine Ausnahmegenehmigung erteilen, wenn jemand mit einem Schreiben einer religiösen Vereinigung daher kommt, das besagt, dass eine Impfung aus religiösen Gründen nicht mögich sei, etwa, weil sie gegen irgendein Gottesgebot verstossen würde?
    Weil Religionsfreiheit herrscht, und der Staat sich den Schutz der freien Religionsausübung auf die Fahnen geschrieben hat ?

    Bei allen möglichen anderen Sachen gibt es ja auch Extrawürste. Und z.B. das Kind von Zeugen Jehovas bekommt ja auch keine Bluttransfusion gegen den Willen der Eltern o.Ä.

    Aber ansonsten habe ich in D. tatsächlich auch noch nichts davon gehört mit Bezug zur Impfung.

  8. Moderation

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    AW: Fragen und Erfahrungen rund um die Corona-Impfung - Nachfolgestrang

    Ich bitte darum, jetzt wieder nach Deutschland zurückzukehren, da wir die US-Verordnungen nicht kennen.

    Vielen Dank,

    Charlotte03, Moderation
    Unterstütze gegen Krebs - werde StammzellenspenderIn - DKMS
    Moderatorin "Schule, Uni, Studium & Ausbildung" "Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?" Coronavirus & Userin

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    AW: Fragen und Erfahrungen rund um die Corona-Impfung - Nachfolgestrang

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weil Religionsfreiheit herrscht, und der Staat sich den Schutz der freien Religionsausübung auf die Fahnen geschrieben hat ?

    Bei allen möglichen anderen Sachen gibt es ja auch Extrawürste. Und z.B. das Kind von Zeugen Jehovas bekommt ja auch keine Bluttransfusion gegen den Willen der Eltern o.Ä.

    Aber ansonsten habe ich in D. tatsächlich auch noch nichts davon gehört mit Bezug zur Impfung.
    ich sagte schon: das Grundrecht der Religionsfreiheit ist einschränkbar, wie beinahe* jedes Grundrecht. Nach welchen Regeln und Kriterien, das ist der Verfassung (in D im GG) klar festgelegt. Etwa, wenn die uneingeschränkte Ausübung dieses einen Grundrechts dazu führt, andere Grundrechte und/oder öffentliche Interessen beschränkt werden, etwa die öffentliche Gesundheit oder der Gesundheitsschutz Dritter**. Die Gerichte entscheiden darüber, welche Einschränkung im Einzelfall tatsächlich zulässig ist und welche nicht. Der Massstab, die Kriterien, die die Gerichte dabei anwenden, unterscheiden sich je nach Land. Es gibt keinen absolut gültigen Massstab. Aus dem, was US-Gerichte entscheiden, kann deshalb nicht gefolgert werden, dass dies auch in D oder CH so sein müsse.

    * ganz wenige Grundrechte sind absolut, also nicht einschränkbar, insbesondere das Folterverbot

    ** unter Gesundheitsschutz Dritter fällt längst nicht nur de rSchutz vor COVID, sondern auch, dass das Gesundheitswesen in der Lage sein musss ( = nicht überlastet), Unfallopfer, Schlaganfalloper etc. angemessen medizinisch zu versorgen.


    In der Schweiz bekommt ein Kind von Eltern, die den Zeugen Jehovas angehören, übrigens gegen den Willen der Eltern die Bluttransfusion, wenn die zwingend nötig nötig ist, es gibt Gerichtsurteile dazu.

    Ist das Kind urteilsunfähig, so entscheiden die Sorgeberechtigten für es. Diese Vertretung untersteht aber auch dem Primat des Kindeswohls. Elterliche Vertretungsrechte haben dort zurück zu stehen, wo das Kindeswohl mit der Folge der Vertretung gefährdet würde. Es muss somit eine Abwägung stattfinden zwischen dem Recht der Sorgeberechtigten ihre Rechte wahrzunehmen und dem Anspruch des Kindes an einer förderlichen und gedeihlichen Entwicklung. Soweit eine Bluttransfusion medizinisch indiziert ist, sind zunächst Alternativen zur Bluttransfusion zu suchen. Fehlen solche und würde das Kind ohne Transfusion geschädigt, so habe die Interessen der Sorgeberechtigten zurück zu stehen. Verweigern die Sorgeberechtigten die Bluttransfusion (weiterhin), so ist die Kindesschutzbehörde anzurufen, welche die Einwilligung anstelle der Sorgeberechtigten erteilt bzw. einen Beistand hierfür einsetzt. Ist die Bluttransfusion dringlich und kann der Entscheid der Kindesschutzbehörde nicht abgewartet werden, so entscheidet der Arzt bzw. die Ärztin anstelle der Kindesschutzbehörde im Sinne des Kindeswohls.

    Quelle

    Die "Übersteuerung" religiöser Ansichten einzelner Personen oder Glaubensgemeinschaften durch staatliche oder ärztliche Anordnungen zum Gesundheitsschutz, etwa Impfungen, ist also absolut nicht ungewöhnlich. Im Link von Katelbach inPost #2299 wird ganz am Ende des Artikels darauf hingewiesen, dass auch US-Gerichte das schon so gesehen haben und jemand, der aus religiösen Gründen die damals obligatorische Pockenimpfung ablehnte, vor Gericht abgeblitzt ist.
    Geändert von Horus (29.09.2021 um 14:03 Uhr)

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  10. VIP

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    Zitat Zitat von katelbach Beitrag anzeigen
    Hätte ich auch vermutet, aber die Zeugen sind es ausnahmsweise nicht. Lehnen Jehovas Zeugen Impfungen ab? Oder lassen sie sich impfen?
    Ein Arbeitskollege, Zeuge Jehovas, lehnt sowohl Tests als auch Impfung aus religiösen Gründen ab. Evtl. gibt es bei den Zeugen aber auch Untergruppen mit eigenen Regeln (oder Spalter. ).
    "You should never be a bystander."
    Roman Kent


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