Antworten
Seite 146 von 384 ErsteErste ... 4696136144145146147148156196246 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1.451 bis 1.460 von 3834
  1. User Info Menu

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil3)

    Auch die Kriegsgeneration ist eine heterogene Gruppe.

  2. User Info Menu

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil3)

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Ich verstehe schon, worauf du hinaus willst - und ich hatte tatsächlich die gleiche Assoziation wie du. Nur finde ich zum einen nicht, dass die Diskussion um die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen und um die "Kollateralschäden" nicht geführt werden dürfte - sie wird doch geführt, hier und anderswo. Kein Tag, wo man nicht etwas darüber hören oder lesen würde, dafür bräuchte man noch nicht einmal in die Bri zu schauen. Und zum anderen wissen wir tatsächlich nicht, was den Zustand der alten Dame, die Daliah erwähnt hatte, verursacht hat; dass dieser etwas mit den Corona-Maßnahmen zu tun haben könnte, was reine Vermutung der Userin. Ansonsten: Siehe das von Horus in #1404 Gesagte.
    Es ist einfach so, dass ich seit Anfang der Pandemie eine Einseitigkeit und auch Bigotterie bei vielen Menschen feststelle, und das Thema hat mich gerad mal wieder sehr getriggert. Überspitzt gesagt:

    Wenn man sich Sorgen im Zusammenhang mit Corona macht, ist man solidarisch. Macht man sich Sorgen wegen der Kollateralschäden und um die Menschen, die davon betroffen sind, ist man egoistisch.

    So kommt die allgemeine Stimmung bei mir an, und das ärgert mich.
    Ich bin tatsächlich nicht sicher, ob ich es für verhältnismäßig halte, dass einem Großteil gesunder und junger Menschen die Existenz geraubt wird, die Vereinsamung vieler (anonymer) Menschen in Kauf genommen wird etc. pp, damit ein sehr geringer Teil der Bevölkerung nicht erkrankt. Ja, das mag sozial-darwinistisch klingen. Aber ich sehe das pragmatisch. Sterben tun wir alle irgendwann. Und der Mensch ist nun einmal nicht Gott. Er kann nicht alles verhindern. Ich halte die Maßnahmen in dieser Form nicht mehr für angebracht, erst recht nicht, so lange die großen Infektionstreiber wie z. B. das Reisen, weiter möglich sind. Sie machen einfach viel zu viele Menschen in welcher Form auch immer kaputt.

    Und nein, hier geht es nicht um meinen Egoismus. Ich würde mich ohne Lockdown nicht viel anders verhalten als jetzt schon. Allerdings wäre meine emotionale Grundstimmung optimistischer, wenn wenigstens Licht am Ende des Tunnels wäre. Das sehe ich allerdings unter den gegenwärtigen Umständen nicht. Ich hab gestern das erste Mal den realistischen Gedanken, dass ich in dieser Welt nicht mehr leben möchte, weil ich nicht weiß, ob es überhaupt jemals wieder "normal" werden wird. Irgendeine positive Perspektive wäre mal toll. Und ehrlich gesagt, sehe ich diese in der Impfung gerade nicht, wenn ich z. B. die Schlagzeilen um AstraZeneca lese... aber das gehört in den anderen Strang.

    Und dann liest man gefühlt in regelmäßigen Abständen "Stell Dich nicht so an!" Und ja, ich bin noch privilegiert. Und das macht mich erst recht fertig, weil ich das gefühlt nicht mal schätzen kann.

  3. User Info Menu

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil3)

    Das Problem ist, dass der Teil der Menschen, die schwer an COVID-18 erkranken, größer wird, je mehr Menschen sich insgesamt infizieren.
    Also muss die Ausbreitung irgendwie eingedämmt werden.
    Dass die Maßnahmen zum Teil erhebliche Auswirkungen auf alle Menschen haben, das bestreitet meinem Gefühl nach aber auch kaum jemand.

  4. User Info Menu

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil3)

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Meine Schwiegermutter (83, Kriegskind, Flüchtlingskind) sieht das ähnlich,

    [.........]

    .....fährt jetzt mal wieder ein paar Tage zur erwachsenen Tochter (die aus beruflichen Gründen viele Kontakte hat), und zwar mit dem Zug.
    Weihnachten war ihr das Zugfahren doch noch zu gefährlich oder war das deine Mutter?

  5. User Info Menu

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil3)

    Zitat Zitat von Anky-2 Beitrag anzeigen
    ...
    Und nein, hier geht es nicht um meinen Egoismus. Ich würde mich ohne Lockdown nicht viel anders verhalten als jetzt schon. Allerdings wäre meine emotionale Grundstimmung optimistischer, wenn wenigstens Licht am Ende des Tunnels wäre. Das sehe ich allerdings unter den gegenwärtigen Umständen nicht. Ich hab gestern das erste Mal den realistischen Gedanken, dass ich in dieser Welt nicht mehr leben möchte, weil ich nicht weiß, ob es überhaupt jemals wieder "normal" werden wird. Irgendeine positive Perspektive wäre mal toll. Und ehrlich gesagt, sehe ich diese in der Impfung gerade nicht, wenn ich z. B. die Schlagzeilen um AstraZeneca lese... aber das gehört in den anderen Strang.

    Und dann liest man gefühlt in regelmäßigen Abständen "Stell Dich nicht so an!" Und ja, ich bin noch privilegiert. Und das macht mich erst recht fertig, weil ich das gefühlt nicht mal schätzen kann.
    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.

    20 Jahre Bricom - krieg ich jetzt ein Eis?

  6. User Info Menu

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil3)

    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen

    DANKE!!!

  7. User Info Menu

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil3)

    Zitat Zitat von Sariana Beitrag anzeigen
    War er nicht an Weihnachten bei euch?
    Das war auch sein Riesenlichtblick

  8. User Info Menu

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil3)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naja. Die Kriegsgeneration dürfte zum Beispiel Polio durchaus als Bedrohung wahrgenommen haben.
    Und Dyphtherie, Masern, Tuberkulose, Typhus

  9. User Info Menu

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil3)

    Zitat Zitat von Macani Beitrag anzeigen
    Weihnachten war ihr das Zugfahren doch noch zu gefährlich oder war das deine Mutter?
    Nein, das war meine Mutter. Meine Schwiegermutter ist auch an Weihnachten gefahren.

    Meiner Mutter ist es sogar zu gefährlich, dass wir uns zu dritt (Mutter Home-Office, Kinder Home-Schooling) ins Auto setzen und sie für 2-3 Tage besuchen (mit Übernachtung und so).

    Meine Mutter ist auch viel ängstlicher - im Gegensatz zu meiner Schwiegermutter echtes Nachkriegskind, das sein Leben lang immer im gleichen Dorf gelebt hat und schon eine Urlaubsreise mit langer Autobahnfahrt als potentiell tödlich bewertet und bei jeder Verspätung ihres Mannes nach der Arbeit, die länger als 15 min. war, mit einem schlimmen Unfall auf dem Heimweg (10 km, ländlich) gerechnet hat - dabei hat er sich immer wahlweise verquatscht, noch was Dringendes fertig gemacht oder ist mit Kumpels noch in die Kneipe und hat vergessen anzurufen.
    Geändert von Tigerente (27.01.2021 um 16:54 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil3)

    Es hat wohl niemand, selbst die Bundespolitik nicht, eine große Gruppe in der Bevölkerung befragt, wie sie es denn gerne hätte.... Es gibt Umfragewerte, aber auch die sind ja sehr stark davon abhängig, WER befragt wird und wie genau die Fragestellung lautet.

    Auch die Bevölkerung ist ja nun nicht besonders homogen.

    Im Real Life begegnen wir zwar sehr viele Menschen, die laut oder leise murren, sich aber trotzdem vernünftig verhalten - auch wenn sie von den mittlerweile wöchentlichen "Informationen aus Arbeitsgesprächen", die durch die Medien sausen genervt sind und sich durchaus fragen, wo das noch hinführen soll.

    Einige sind aus verschiedenen Gründen stinksauer, andere nehmen es so hin wie Sturmflut und vollgelaufener Keller (kann man nicht ändern, hilft nix ausser Aufwischen), wieder andere hoffen auf die Bundestagswahl und wollen entsprechend wählen, und wieder andere zucken die Schultern und sagen "Mir egal."

    Weder treffe ich auf Querdenker oder Leugner noch auf Menschen, für die es das Wichtigste ist nicht an Corona zu erkranken.
    Selbst bei denen, die deutlich älter als 70 sind.

    "Braucht man nicht" ist die allgemeine Meinung und wenn tatsächlich ein sehr alter Mensch an Covid-19 erkrankt und verstirbt herrscht die Ansicht "Dass das nun auch noch sein musste" vor.

    Wobei : In den mir bekannten Fällen, 4 insgesamt, wurde aufgrund des Allgemeinzustandes, der Vorerkrankungen usw auf eine Intensivbehandlung ohnehin verzichtet.

Antworten
Seite 146 von 384 ErsteErste ... 4696136144145146147148156196246 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •