So ähnlich geht es mir auch.
Ich lebe zwar mit jemandem zusammen, aber das funktioniert nur, weil Freiräume eingehalten werden, weil man in meinen Bereich nicht so einfach und jeder Zeit hineinplatzen darf.
Freundinnengespräche habe ich gern, aber die dürfen ruhig auch telefonisch laufen. Und sogar hier dosiere ich.
Was mir bei Corona wirklich sehr fehlt sind Anregungen, die von außen kommen: Oper, Theater, Konzert, auch manche Restaurantbesuche.
Aber mir fehlt nicht nur das, was auf der Bühne geschieht, mir fehlt auch das Drumherum, das gemeinsame Erlebnis, das Beobachten der anderen Menschen, die gesamte Atmosphäre.
Mir fehlen auch Reisen, aber witzigerweise weniger als ich vorher gedacht habe.
Wenn ich an die für 2020 geplanten und ausgefallenen Reisen denke, dann ist es nur eine, die mich wirklich traurig stimmt.
Natürlich ist der Plan, sie so bald es geht nachzuholen. Aber ich fürchte, sie hatte Komponenten, die sich nicht so einfach nachholen lassen.
Antworten
Ergebnis 6.001 bis 6.010 von 15092
-
25.11.2020, 11:45Inaktiver User
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
-
25.11.2020, 11:49Inaktiver User
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
Danke, ich fand nämlich auch, das holpert irgendwie...
Vor Corona konnte man es sich halt aussuchen, mit wem man wie lange was machen will. Wenn es da Leute gab, die einen zu mehr gezwungen haben und man das nicht wollte - was ich tatsächlich so noch nicht erlebt habe, obwohl auch nicht so rasend gesellig -, würde ich sagen: falsche Blase, falsche Peergroup.
Meine Blase passte außerhalb von Corona gut zu mir. Aber jetzt gerade ist sie so ziemlich geplatzt. Und damit tu ich mich schwer.
Und ich erlebe in meinem Umfeld tatsächlich niemanden, der das gerade feiert, wie es ist. Und das ist für mich das gesellschaftliche/persönliche Problem gerade.
-
25.11.2020, 11:51
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
Versteh ich immer noch nicht. Ich bin ja auch ein bißchen ein Nerd - mit ein Grund, warum sich meine Freunde so verteilen, meine Interessen sind nicht immer mainstream und ich musste ein bißchen suchen, um Gleichgesinnte zu finden.
Aber weder hat mich jemand für mein Lebensmodell kritisiert (höchstens Schwiegermuttern für den Mangel an Enkeln), noch hab ich selbst Menschen kritisiert, die anders leben als ich - egal, ob geselliger oder zurückgezogener. Jeder soll doch selbst auf die Art leben, die zum eigenen Leben passt.*lost in the woods*
-
25.11.2020, 11:53
-
25.11.2020, 12:05
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
Ich denke, man muß das etwas trennen.
In der Regel merkt man sehr schnell, wie eine Person, mit der man häufiger Kontakt hat, tickt. Eine Kollegin zb. Man erfährt ja durch Gespräche schon mal, was sie als "gelungenes Privat und Freizeitleben als Ausgleich" empfindet und was nicht.
Die eher inteovertierte Person wird sich dann mit der Partymaus Kollegin nicht wirklich anfreunden, weil sie zu verschieden sind - aber sie werden sich, so erwachsen sollte man sein, um gute Zusammenarbeit bemühen.
Man kann sich gut verstehen und ein sehr herzliches Verhältnis zueinander haben, wenn man die Verschiedenheiten akzeptiert. So würde ich die introvertierte Kollegin wohl eher nicht zum ausufernden Geburtstag einladen, wenn ich weiß, dass sie sowas hasst - aber vielleicht zum Essen beim neuen Portugiesen um die Ecke, wenn ich weiß, dass sie die portugiesische Küche genauso liebt wie ich.
Aber die Verschiedenheit allein sorgt doch nicht dafür, dass an einem in einer Tour herumkritisiert wird? Wenn die Eltern, die Lehrer, die Mitschüler früher an einem herumgemeckert haben, ist das eine Sache, die sicher schwierig war - aber wer kritisiert aus heiterem Himmel plötzlich als Erwachsene an mir herum - oder genauer : welche Person, die mir wichtig ist?
Irgendwer hat ja immer irgendwas. Aber : Ob mich ein Internetuser, die Nachbarin oder eine Mitmutter in der Kita Gruppe für "verbesserungswürdig" hält, ist mir doch recht egal? Mich muss doch nicht jeder mögen.
-
25.11.2020, 12:18Inaktiver User
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
Vielleicht könnte man es auch einfach mal so stehen lassen dass Menschen unterschiedlich sind, ihnen unterschiedliche Dinge fehlen und sie mit dem empfundenen Mangel unterschiedlich gut zurecht kommen.
Nur am letzten kann man selbst was drehen, wenn man will.
-
25.11.2020, 12:21
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
Mir persönlich geht es so, dass ich keinen Bock mehr auf sowas habe, weil es ständig von allen Seiten entgegen dröhnt, wie schlimm alles sei, die belegten Krankenhausbetten, das überlastete Personal, die vielen Toten. Wie soll ich eine virtuelle fröhliche Weihnachtsfeier veranstalten, wenn ein paar Meter weiter Menschen sterben. Das kommt mir unmoralisch vor.
Und ja, ich weiß, dass das schon immer so war aber momentan ist es so, dass alle paar Minuten daran erinnert wird. Für mich wird das immer mehr zu einer Belastung, die ich nicht auflösen kann.
-
25.11.2020, 12:37Inaktiver User
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
Ja, aber immer noch wahr. Überstrapaziert ist hier auch dieses "abgerechnet wird am Schluss", frei nach dem Motto "Ich weiß alles schon, was da passieren wird, ich bin so schlau. :-) Auch nicht besser. Ja, wissen wir alle, dass man das ganze erst rückblickend komplett betrachten und daraus lernen kann. Ist immer schon so gewesen.
Unwille.
Wie hätten die stattfinden sollen? Frühjahr = Schulen zu, Sommer = Ferien, Schulen zu.
Jammerei ist ein hartes Wort, aber ja, nehme auch ich so wahr. Aber es gibt ja auch noch andere Foren im Netz. Das ist nicht bri-spezifisch. Hier haben die Menschen die Möglichkeit das alles mal niederzuschreiben. Ist ja ok. Aber beide Seiten müssen eben damit leben, dass auch andere hier schreiben. Und zwar meist ohne die Absicht den anderen zu verletzen.
Ich glaube, dass das alles so gar nicht gemeint ist, dass du es aber momentan vielleicht nicht anders sehen kannst, da du dich in einer solchen Negativspirale befindest.
Niemand fühlt sich dabei überlegen, warum meinst du, dass das so sei? Kann es nicht sein, dass es einfach nur Darstellungen sind, wie andere eben damit umgehen? Dass man daraus auch was mitnehmen kann, damit es einem eben nicht mehr so schlecht geht?
Es ist nicht verboten andere Menschen zu treffen.
Er hätte sagen können, was er will, es würde geplärrt werden.
Stimmt. Mit uns ist immer irgendwas "nicht in Ordnung" Wir sollen uns immer "ändern". Das nervt durchaus wirklich.
Es ist nicht freiwillig, ich war schon immer so (was nicht heißt, dass ich keine Feierlichkeiten mag, ich liebe auch das Gedränge auf dem Weihnachtsmarkt, aber ich brauche es nicht wie die Luft zum Atmen). Leider wurde mir als Kind schon gesgat, ich "sei ja nicht ganz dicht". So habe man nicht zu sein. Und das zieht sich durch, das ganze Leben lang.
Und ich würde mich durchaus in der Mitte sehen, die du ansprichst.
-
25.11.2020, 12:39
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
Reichlich feindselig hier. Das ist doch kein Wettbewerb,wer am meisten leidet oder die schlechtesten Charaktereigenschaften hat.
Ich denke, jeder ist betroffen.
Als Ambivertierte mit psychischem Knacks( ich war in Therapie) kann ich viele Positionen verstehen.
Und : Ja,ich kann mich gut disziplinieren und gut alleine sein (bin aber verheiratet und im Büro,muss das also nicht),aber das ein Jahr zu machen tut mir ja auch nicht nur gut. Ich ziehe mich dann zu sehr zurück.
Also,dass eine "Sorte Mensch" so viel Ablehnung ,abbekommt wie letzte Nacht Introvertierten ,finde ich schade.
Die können nix dafür,dass es die von lola heute morgen genannten Krankheiten nicht gibt.
Und Wissenschaftler können nix für die Fakten.
Das Gegeneinander macht die Situation nur schlimmer,als sie ist.Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
-
25.11.2020, 12:41Inaktiver User



Zitieren



