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10.01.2021, 17:51
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
Lieber im Regen tanzen, als auf die Sonne warten.
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10.01.2021, 17:54Inaktiver User
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
Naja, Katastrophen von diesem Kaliber passieren doch den wenigsten in ihrem Leben. Ich erlebe in meinem Umfeld in den letzten Jahren eine Menge Leute, die schon vom Sterben ihrer über 80-jährigen Eltern heftig getroffen werden, wo das die erste "Katastrophe" in ihrem Leben ist (obwohl das nun mal der Lauf der Welt ist - die Katstrophe ist ja normalerweise, wenn das Kind vor den Eltern stirbt).
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10.01.2021, 18:04Inaktiver User
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
Also meine große Liebe ist mit 25 gestorben und auch danach hatte ich noch Einiges ,was mich persönlich mehr getroffen hat als jetzt Corona und ich sitze eben auch nicht gerade im Büro bei vollem Gehalt und bin aber vielleicht deshalb auch stark genug um damit angemessen umzugehen?
Also man hat schon Glück ,wenn man so durchkommt und statt das so zu empfinden, ist man nur sauer ,weil einem das Leben mal temporär negativ ereilt?
Ich verstehe das durchaus zeitweise , das sind eben die üblichen up and downs . Aber konsequent damit zu hadern ?
Da einen Anspruch abzuleiten? Insofern ist das eben auch genau das ,was ich anfangs meinte.Es hilft vielleicht doch Einigen das wertzuschätzen ,was wir vorher als Normalität gesehen haben.
Auch Normalität ist nicht immer normal.
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10.01.2021, 18:05Inaktiver User
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
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10.01.2021, 18:08
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10.01.2021, 18:10Inaktiver User
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
Das geht mir genauso. Im März 2020 hieß es überall, es würde mindestens 12-18 Monate dauern bis zum Impfstoff - im optimistischsten Szenario. Seitdem sind noch keine 12 Monate verstrichen, und es wird schon geimpft, das ist super. Ich schaue mir gern täglich den Impffortschritt an, auch den der anderen Länder, die dort gelistet sind. Schön zu sehen, dass es an vielen Orten der Welt vorangeht.
Ansonsten ist die Stimmung bei mir mal gut, mal schlechter, mal besser. Dass unerwünschte Einflüsse von außen zum Leben gehören und man nur versuchen kann, so gut wie möglich damit zurechtzukommen, halte ich für keine bahnbrechende Erkenntnis. Das dürfte jedem klar sein. Die viel interessante Frage ist für mich: Wie lässt sich trotz Pandemiesituation möglichst viel Lebensfreude in den Alltag bringen, wenn vieles von dem, was in normalen Zeiten Glücksmomente hervorruft, gerade nicht möglich ist?
Sport kann glücklich machen klick. Lernen und Lernfortschritt heitern mich auf. Musik. Konkrete Erfahrungen von Menschen, die durch widrige Lebensumstände durch mussten: was hat ihnen geholfen?
Und vieles mehr. Es schwankt je nach Tagesform.
Mich tröstet auch der Gedanke, dass auch alle anderen durch die Pandemie durch müssen.
Keiner kann sich auf eine Insel der Glücksseligkeit zurückziehen, auf der er nicht betroffen ist.
Ich muss mich also nicht fühlen wie aus dem Paradies vertrieben, während für den Rest der Welt dort Milch und Honig fließen. Das kreative Potenzial von Milliarden Menschen wird für ein gemeinsames Ziel angeregt.
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10.01.2021, 18:11Inaktiver User
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10.01.2021, 18:15Inaktiver User
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
Eine Pandemie ist ebenfalls der Lauf der Welt.
Dass wir seit 70 Jahren grösstenteils davon verschont ist, DAS ist das Aussergewöhnliche.
Ja, es gibt Glückseligkeitsblasen, in denen weder man selbst noch jemand aus seinem Umfeld sehr lange keine grösseren Katastrophen erlebt. Sitzt man selber in einer solchen, gewinnt man den Eindruck, das sei normal. Andere, die in anderen Blasen sitzen, haben einen ganz anderen Blick - bei mir ist es umgekehrt: in meinem engen Umfeld sind deutlich mehr Leute, die bereits grössere Katastrophen erlebt haben (ich meine damit nicht den Tod der Eltern), als solche, die so was noch nie erlebt haben.
Ich halte Katastrophen im Leben für normal, im Sinne von: Normaler Lauf der Welt. Und ich halte den Menschen für fähig, damit fertigzuwerden, sowohl auf der individuellen als auch auf der gesellschaftlichen Ebene. Denn sonst wäre die Menschheit längst ausgestorben.
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10.01.2021, 18:18Inaktiver User
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10.01.2021, 18:21Inaktiver User
AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona (Teil2)
Damit hätte ich interessanterweise gar kein Problem, wenn ich mich nur um mich kümmern müsste. Aber das Gefühl, da auch noch für das Wohlbefinden der gesamten Familie zuständig zu sein, und dadurch gar keine Möglichkeiten zu haben, für sich selbst solche Glücksmomente zu schaffen, weil z. B. die Kinder gerade was ganz anderes brauchen, schwer aus dem Tief herauszuholen sind und nebenher auch noch für Frustmomente bei der Familie zuständig zu sein (ja, es ist ein Unterschied, ob Lehrer sich durch ihre Aufgaben unbeliebt machen oder Eltern im HomeSchooling als Erfüllungsgehilfen der Lehrer zuständig sind).
Das klingt immer so toll. Wäre ich alleine, würde ich nur noch kochen, was ich mag, alle Rezepte ausprobieren, die ich immer schon mal ausprobieren wollte, alle Bücher lesen, die ich schon immer lesen wollte, jeden Tag anderswo einen laaaangen Spaziergang machen, riesige Puzzles puzzlen, so viel Klavier üben, wie ich will (wäre ja niemand da, den das nervt) und meine Kontakte telefonisch pflegen. Das wäre Ausgleich zur Arbeit und würde Glücksmomente schaffen.
Und ich denke, Wolkenschaf geht's da ähnlich.



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