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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Ich finde grade Corona hat wieder gezeigt das dann, wenn es ans Eingemachte geht, die kleineren Strukturen wieder in den Vordergrund rücken. Zuerst mein Land (z.B. was medizinische Ausrüstung angeht), mein Bundesland (was gemeinsame Maßnahmen angeht) und meine Familie (was Klopapier angeht).
    Ich sehe das auch und betrachte die Entwicklung mit Sorge. Vor noch gar nicht langer Zeit konnte man tiefenentspannt von der polnischen Ost- bis zur französischen Westküste fahren, von Sizilien bis Norwegen, kreuz und quer. Und heute machen einzelne Bundesländer die "Grenzen" dicht, wollen keine Reisenden aus anderen Bundesländern sehen, Menschen mit Autokennzeichen aus Gütersloh oder Warendorf berichten von verkratzten Autos, in manchen Gegenden wurden in den stärksten Lockdownphasen "auswärtige" Kennzeichen angezeigt.

    Ist das wirklich das Leben, das wir jetzt wollen? Steckt dieses "wir" und "alle anderen" so tief in so vielen Menschen drin?
    Mir macht das Angst.
    *lost in the woods*

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Ist das wirklich das Leben, das wir jetzt wollen? Steckt dieses "wir" und "alle anderen" so tief in so vielen Menschen drin?
    Mir macht das Angst.
    Aus meiner Sicht ja.
    Ich glaube das "wir alle" eine Schönwetterhaltung ist.
    Wenn es wirklich schwierig wird, ist der eigene Clan (vielleicht sogar evolutionär bedingt) wichtiger, als der Nebenclan.
    Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht.
    Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

    - Henry Ford -

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Ich sehe das auch und betrachte die Entwicklung mit Sorge. Vor noch gar nicht langer Zeit konnte man tiefenentspannt von der polnischen Ost- bis zur französischen Westküste fahren, von Sizilien bis Norwegen, kreuz und quer. Und heute machen einzelne Bundesländer die "Grenzen" dicht, wollen keine Reisenden aus anderen Bundesländern sehen, Menschen mit Autokennzeichen aus Gütersloh oder Warendorf berichten von verkratzten Autos, in manchen Gegenden wurden in den stärksten Lockdownphasen "auswärtige" Kennzeichen angezeigt.

    Ist das wirklich das Leben, das wir jetzt wollen? Steckt dieses "wir" und "alle anderen" so tief in so vielen Menschen drin?
    Mir macht das Angst.
    Genau. Und da sollte man anfangen, nicht mit dem Verschenken von Milliarden, die man gar nicht hat. An Länder, die nur noch Mitglied der EU sein wollen, wenn wir genau das tun, damit sie weiter machen können wie bisher.
    Make love - not war!

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Ich glaube nicht, dass „wir“ das wollen.
    Aber das nimmt Eigendynamik an, da greifen teilweise Urreflexe: zuerst mal die eigen Horde und dann lange nichts mehr.

    Gefällt mir auch nicht. Wobei ich differenziere zwischen staatlich verordneten Massnahmen, wie Grenzschliessungen, und Selbstjustiz (Auto zerkratzen). Letzteres geht gar nicht, wir sind Menschen und sollten unsere Reflexe /Instinkte kontrollieren können.

    Grenzschliessungen mag ich auch nicht, aber ich kann den Sinn nachvollziehen. Und es ist nicht „für immer“, sondern mal „für eine Weile“. Nein, niemand kann sagen, was eine „Weile“ ist. In unserer kurzlebigen Zeit sind wir gewohnt, dass 3-4 Wochen schon sehr lange sei. Das ist aber eine sehr moderne und ungeduldige Sicht der Dinge.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Aus meiner Sicht ja.
    Ich glaube das "wir alle" eine Schönwetterhaltung ist.
    Wenn es wirklich schwierig wird, ist der eigene Clan (vielleicht sogar evolutionär bedingt) wichtiger, als der Nebenclan.
    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, dass „wir“ das wollen.
    Aber das nimmt Eigendynamik an, da greifen teilweise Urreflexe: zuerst mal die eigen Horde und dann lange nichts mehr.
    Ist für mich unglaublich schwierig nachzuvollziehen. Ich hab keine sonderlich enge Bindung an meine Familie, überhaupt keine zu dem Ort, in dem ich lebe aber dafür eine ziemlich global verteilte Horde von Freunden. Mein US-amerikanischer Brieffreund steht mir emotional deutlich näher als Bäckereifachangestellte Lieschen Müller, die zufällig im gleichen Ort wohnt und meinetwegen über 10 Ecken mit mir verwandt, mit der ich aber überhaupt nix zu tun habe.
    Schwierig.

    Zitat Zitat von Belllatrix Beitrag anzeigen
    Genau. Und da sollte man anfangen, nicht mit dem Verschenken von Milliarden, die man gar nicht hat. An Länder, die nur noch Mitglied der EU sein wollen, wenn wir genau das tun, damit sie weiter machen können wie bisher.
    Ja, klar. Weil das auch in einem Land mit einer exportgetriebenen Wirtschaft so unglaublich sinnvoll ist, wenn in den Staaten rundum die Wirtschaft zusammenbricht.
    *lost in the woods*

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Mit "eigene Horde" meine ich nicht Blutsverwandte. Sondern die kleine soziale Gruppe, in der man sich bewegt und in der man sich aufgehoben fühlt.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Okay, aber auch die ist bei mir weit verteilt, über ganz Deutschland und auch außerhalb davon.
    Ich kann generell mit Abgrenzung wenig anfangen, das ist mir einfach fremd.
    *lost in the woods*

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Verstehe ich.

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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Nur kurz, weil ich fürchte es ist zu OT ...

    Ich persönlich halte es für unrealistische Panikmache, wenn jemand behauptet ohne eine EU in dieser Form hätten wir hier demnächst wieder kriegerische Auseinandersetzungen. Sowas würde ich eher befürchten, wenn man versucht etwas mit Druck zu vereinen, was nicht zusammen gehört.
    Das ehemalige Jugoslawien ist ein trauriges Beispiel dafür.
    Wir haben heute andere Zeiten und andere politische Verhältnisse als früher. Man kann auch unter souveränen Staaten friedlich miteinander kooperieren und gemeinsamen Handel treiben.
    Ich glaube eben nicht, dass die Menschen nach tausenden Jahren voller Kriegen daraus in den letzen 75 Jahren dazu gelernt haben. Und Jugoslawien ist noch viel kürzer her.

    Wenn man liest, wie die Stimmung bei den Italienern umgeschlagen ist - zum negativen gegenüber uns Deutschen, weil sie medienwirksame Hilfe aus China, Russland und Kuba - aber vordergründig nicht von uns - dann sieht man, wie schnell es gehen kann, wenn entsprechende Demagogen an die Macht kommen. Insoweit ist der Brexit ja nur ein kleiner Schritt.

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Ist für mich unglaublich schwierig nachzuvollziehen. Ich hab keine sonderlich enge Bindung an meine Familie, überhaupt keine zu dem Ort, in dem ich lebe aber dafür eine ziemlich global verteilte Horde von Freunden. Mein US-amerikanischer Brieffreund steht mir emotional deutlich näher als Bäckereifachangestellte Lieschen Müller, die zufällig im gleichen Ort wohnt und meinetwegen über 10 Ecken mit mir verwandt, mit der ich aber überhaupt nix zu tun habe.
    Schwierig.

    Ja, klar. Weil das auch in einem Land mit einer exportgetriebenen Wirtschaft so unglaublich sinnvoll ist, wenn in den Staaten rundum die Wirtschaft zusammenbricht.
    Das ist eine andere Sache und ob das passieren würde weiß ich nicht, wahrscheinlich aber in einzelnen Ländern ja, weil es schon vor Corona danach aussah. Und wir exportieren ja nicht nur nach nebenan.
    Vielleicht geht es einfach nicht so weiter wie bisher, soll es aber und dazu noch immer mehr, höher, weiter, größer, schneller - Wachstum eben.

    Wenn das aber alles so logisch ist wegen des Exports, wenn alles nur danach geht und sich danach richtet, dann werden wir ja für immer und ewig erpressbar sein. Und da es ja so schön funktioniert geben sich entsprechende Staaten auch überhaupt keine Mühe, etwas anders zu machen, Reformen einzuführen etc.. Geht doch auch so. Und andere könnten dem folgen und es genau so machen. Funktioniert doch. Was einmal festgelegt worden ist in Verträgen der EU, wen juckt es?
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