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  1. Inaktiver User

    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Die übliche Standardempfehlung lautet mindestens 3 Monatsgehälter auf der Seite zu haben. Wie gut diese Empfehlung ist, sieht man gerade in Coronazeiten. Wenn dort Kleinselbstständige reihenweise nach nur ein oder zwei Monate pleite sind , muss man klar konstatieren, dass es wohl kein nachhaltiges Geschäftskonzept war und sich die Betroffenen am besten bei nächster Gelegenheit irgendwo anstellen lassen sollten.
    Ich habe jetzt noch von keinem Kleinselbstständigen gehört der pleite ist und weiß auch von vielen, dass die, natürlich - in unterschiedlichem Rahmen - Rücklagen haben. (Die Pleiten bzw. Geschäftsaufgaben, von denen ich hörte, waren eher Firmen im Fitness/Veranstaltungsbereich).

    Das Hartz-4 Angebot an Kleinselbstständige erlaubt, wenn ich recht informiert bin, Rücklagen von 60.000 Euro, das werden wohl für die meisten Selbstständigen und auch Angestellten mehr als 3 Monatseinkommen sein.

    Aber es ist natürlich für viele trotzdem eine ätzende Situation - niemand geht gern an Rücklagen, die ja auch schon für normale Geschäftsrisiken etc. reichen müssen und nicht für ein Quasi-Berufsverbot, dass viele hatten und zum Teil auch noch haben. (begründet, für die Betroffenen aber trotzdem mehr als Schxxxxx).
    Und nicht jeder will gleich Hartz-4 beantragen.

    Trotzdem ist es natürlich gut, dass es das zur Überbrückung geben kann.

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Also hier in dem recht kleinen Ort (18.000 Einwohner) ca. 20km von München entfernt, gibt es kein einziges Haus unter 900.000,-

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Es gibt Branchen, in denen nie viel Rücklagen da sind. In der Gastronomie wird quasi vom Tagesgeschäft gelebt, die Löhne gezahlt, eingekauft... Und je größer der Laden, desto höher die laufenden Kosten.
    Da bleibt nur selten soviel hängen, dass es für große Rücklagen reicht.

    Und "Soloselbständigkeit" war ein Instrument zur Arbeitsmarkt"belebung" bei der Agenda 2010. Damals sind zwar sehr viele Jobs entstanden - aber kaum wirklich gut bezahlte.
    Zeitgleich sind Mieten etc extrem in die Höhe geschossen. Dann ist Rücklagen bilden schon schwierig.

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von maehrie Beitrag anzeigen
    Also hier in dem recht kleinen Ort (18.000 Einwohner) ca. 20km von München entfernt, gibt es kein einziges Haus unter 900.000,-
    Ich bin durch die Hamburger Verwandtschaft meines Mannes ja einige Preise gewohnt... Aber solche Summen erstaunen mich immer wieder.

    Ich habe die halbe Summe für den Rinderstsll aufgenommen und jahrelang schlecht geschlafen. Ein derart hohes Darlehen "nur zum Wohnen" hätte mich wahrscheinlich aus Schlafmangel umgebracht :)

  5. Inaktiver User

    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Und "Soloselbständigkeit" war ein Instrument zur Arbeitsmarkt"belebung" bei der Agenda 2010. Damals sind zwar sehr viele Jobs entstanden - aber kaum wirklich gut bezahlte.
    Zeitgleich sind Mieten etc extrem in die Höhe geschossen. Dann ist Rücklagen bilden schon schwierig.
    Das weiß ich, aber dennoch kenne ich viele, die das tun - manche haben ja auch Glück und was geerbt o.ä. und da ist dann die Soloselbständigkeit mehr Zeitvertreib als Broterwerb.
    Die machen dann eher die Preise für die anderen kaputt.

    Mittelfristig, da bin ich bei Nocturna, sollte man nur bei dem Geschäftsmodell bleiben, wenn man es schafft, Rücklagen zu bilden.

    Aber, ich weiß nicht woher Nocturna die Info nimmt, dass viele Soloselbständige gerade pleite gehen, weil sie keine Rücklagen haben ?
    Die, die ich kenne überbrücken die Zeit gerade mit kreativen Ideen weil sie natürlich weiter Geld verdienen wollen und nicht ihre kompletten Rücklagen aufbrauchen wollen, auch wenn es die gibt. Große Verluste und mangelnde Perspektiven, zum Teil auf Monate bis wenn es schlimm kommt mehr als ein Jahr, haben etliche natürlich trotzdem.

    Es ist ja wohl völlig klar, dass manche Branchen schwer betroffen sind, Selbstständige und Arbeitnehmer auf andere Weise. Es gibt Soloselbständige, die gut verdienen und Angestellte, die unterbezahlt sind.

    Manche Regelungen auf dem Arbeitsmarkt, finde ich trotzdem ungerecht. Jeder Firmenbesitzer zahlt sich selbst ein Gehalt und kann Kurzarbeit beantragen.
    Der Soloselbständige ist doch eigentlich zugleich sein Chef und sein Arbeitnehmer. Ich fand es unfair, dass diese 5000 Euro Soforthilfe, dann auf einmal doch nicht für den Lebensunterhalt verwendet werden durften...

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Kurzarbeitergeld kann man für die Angestellten beantragen, nicht für sich selbst, soweit ich weiß.

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Eine Finanzierung braucht eine solide Grundlage, sonst wird das mit der Rückzahlung nichts. Ohne Einkommen kann niemand ein Haus finanzieren.
    Hier war aber die Rede von "sparen", das seit geraumer Zeit eigentlich aktive Kapitalvernichtung ist.

  8. Inaktiver User

    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Kurzarbeitergeld kann man für die Angestellten beantragen, nicht für sich selbst, soweit ich weiß.
    Ah, ok, interessant, das wusste ich nicht.

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Kommt drauf an.
    Ich bin ja Eltermgeneration. Und nach meinem Gefühl mussten wir uns beim Berufseinstieg nicht erst einmal mit einer Menge Befristungen und eher geringen Einkommen rumärgern.
    ...
    Es kommt immer drauf an, was man studiert hat, wie man abschließt und wie der jeweilige Markt gerade ist. Aber Studium bedeutet gutes Einkommen stimmt nicht in jedem Fall.
    Das Lebenseinkommen ist umso höher, je höher die Bildungsabschlüsse sind. Darüber gibt’s gute Studien, die da nachweisen, beispielsweise hier: https://www.ifo.de/DocDL/sd-2017-07-...2017-04-13.pdf Hat ja schließlich Gründe, warum immer mehr Richtung höhere Bildungsabschlüsse wollen.

    Dass Einzelfälle ausgenommen sind, ist klar. Mit einem Abschluss in ägyptischer Fassbaukunst ist man am Arbeitsmarkt nicht so gefragt, das kann man aber vorher wissen, nimmt das also beim Lebenseinkommen in Kauf.

    Wir kamen ja daher, dass jemand sagte, seine Kinder finden, dass sie länger arbeiten müssen als die Elterngeneration und in der Summe stimmt das einfach nicht. Die schauen halt immer nur auf das Renteneintrittsalter. In dem Alter, in dem heute die meisten in den Beruf starten, haben früher viele schon 5-10 Jahre Arbeiten hinter sich. Jahre, in denen sie Rentenversicherungsbeiträge geleistet und somit für die damaligen Rentner Geld erwirtschaftet haben.
    Geändert von BlueVelvet06 (20.06.2020 um 09:42 Uhr)

    So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar
    dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.
    .

  10. Inaktiver User

    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Wir kamen ja daher, dass jemand sagte, seine Kinder finden, dass sie länger arbeiten müssen als die Elterngeneration und in der Summe stimmt das einfach nicht. Die schauen halt immer nur auf das Renteneintrittsalter. In dem Alter, in dem heute die meisten in den Beruf starten, haben früher viele schon 5-10 Jahre Arbeiten hinter sich. Jahre, in denen sie Rentenversicherungsbeiträge geleistet und somit für die damaligen Rentner Geld erwirtschaftet haben.
    Das stimmt zum Teil, wobei ich den Eindruck habe, dass das sich wieder ändert, junge Leute studieren schneller, Schule kürzer etcpp.
    Und "früher", also noch vor meiner Zeit, wurde das Studium auch auf die Rente zumindest in Form von Zeiten angerechnet, da es ja eine Form von Ausbildung ist.
    Das wurde zwischenzeitlich ganz abgeschafft, jetzt wird es wieder angerechnet, aber sehr viel weniger als "früher".

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