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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    In Geschäften mit Einkäufern, die meinen Geschmack treffen, gehe ich aber eben darum gern einkaufen.

    Ich mag mich gerade nicht durch Tonnen von Auswahl kämpfen. Ich will die 5 Sachen nebeneinander stehen haben, die mir gefallen.

    Wichtige Dinge kaufe ich meist so ein, dass ich erst ein Geschäft suche, dass mir sympathisch ist. Und dann etwas aus der dort vorhandenen Auswahl nehme.

    Meine Fahrräder (winziger Laden, führt wenige Marken, alle gefertigt von Enthusiasten), meine Möbel (Kleiner Laden, führt nur skandinavisches Design), sogar meinen Ehering (Goldschmiedin, die mir sympathisch war, Form und Material zusammen ausgesucht) habe ich alle so gekauft.

    Mein derzeitiges Lieblingsgeschäft ( nur Faires und viel Schönes) wird mir alle meine Weihnachtsgeschenke verkaufen.
    Geändert von Minstrel02 (01.11.2020 um 06:16 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen

    Wenn ich einen Wasserhahn will, dann will ich nicht die 08/15-Armatur vom Bauhaus aus der Regalreihe mit den 10 „schönsten“ Modellen. Ich finde auch Möbeleinkauf ziemlich ermüdend. Kenne ich einen Möbelgroßhändler, weiß ich, dass beim nächsten Möbelhändler garantiert zu 65 Prozent die identischen Marken stehen. Im Schuhgeschäft finde ich maximal 5 Paar blaue Sneaker in meiner Größe, im Internet 50 Paar.

    .
    Sehe ich ebenso.

    Der Einzelhandel hat sich vor 15 Jahren durch Vielfalt ausgezeichnet.

    Immer gewinnorientierter wurden mit der Warenwirtschaft dann nur noch Schnelldreher plaziert und dann die Fläche/Regal Meter an Marken verkauft.
    Nischenprodukte oder kleine Marken wurden ausgelistet.
    Zu der Zeit wurde der Onlinehandel noch gar nicht ernst genommen.

    Heute kenne ich viele, tw total banale Dinge, die ich nur noch online kaufen kann, obwohl das Angebot in dem Segment riesig ist.
    Präsentation im Handel geht mittlerweile oft am Bedarf der Käufer vorbei.

    Somit hat der EH mit an seinem Grab geschaufelt... die gierigen Immobilienmakler mit den Fantasiemieten für Läden packen den Deckel drauf.

    Corona beschleunigt jetzt die Marktbereinigung.

    Nur Klamotten kaufe ich der Haptik wegen immer im Laden und auch andere hochwertige Dinge will man sehen, bevor man Geld ausgibt.

    Weihnachtsgeschenke habe ich schon gekauft tw.
    Online. Gab es im Laden gar nicht.
    Geändert von Inaktiver User (01.11.2020 um 06:19 Uhr)

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    I

    Ich mag mich gerade nicht durch Tonnen von Auswahl kämpfen. Ich will die 5 Sachen nebeneinander stehen haben, die mir gefallen.

    .
    Danke für diese Diskussion an Alle.
    Ich stehe gerade an Messersschneide , habe immer Onlinehandel aus mehreren Gründen abgelehnt . Es geht nämlich auch die Exclusivität den Bach runter. Onlineshops werden von China gescannt und 3x umgedreht ,ist man schon kopiert. Das wird man sogar inzwischen offline schneller als man Nudelsuppe sagen kann ,dank Handys.
    Mein Konzept ,sehr Besonderes zu einem guten Preis noch dazu zugewandten menschlichen Kontakt hat mir zwar bei der Coronasituation geholfen , meine Stammkunden haben mich so gut wie möglich unterstützt , aber auch ich merke , ich muss wohl umdenken und mich in den Onlinehandel begeben.
    Dennoch muss ich anmerken ,dass Einkaufen mit dem Erleben von Zugewandtheit das schönere und einprägsame Erleben ist als das Auspacken von bestellter Ware.

    Das merke ich an mir selbst und ich verbinde mit den Dingen ,die ich besitze viele kleine Geschichten ,die wie eine Patina darauf haften und ich erinnere mich immer wieder dran wie und in welchem Zusammenhang ich das gekauft habe.
    klar, technische Geräte,DVDs früher oder Bücher kann ich auch gut online kaufen, aber alles was besonders ist ?
    Wie ist es da bei Euch?
    Worauf ich in diesem Zusammenhang auch unbedingt aufmerksam machen möchte, es gibt seit Corona extrem viele neue Onlineshops und zwar mittlerweile in allen Bereichen deren Firmen man in der Regel nicht kennt ,die aber ganz lustige und recht günstige Ware haben. Nicht erkennbar ,dass das alles "Direkt aus China-Ware " ist. Die Shops sind hervorragend gemacht!
    Wir werden derzeit überzogen damit und es gibt Zwischendepots ,so dass die Lieferungen relativ schnell sind inzwischen (ich habe durchaus mal probe bestellt und war sehr erstaunt).
    Ich fürchte sogar ,dass die Zukunft des Handels gleich mit an China gehen wird , denn was Amazon jetzt ist, versuchen die gerade auch. Geschickt mit sehr vielen besonderen Einzelshops werden Brands suggeriert ,die gar keine sind.Die Designs werden knallhart geklaut ,latent modifiziert und für wenig Geld verkauft.Sehr verlockend,allerdings wird damit dann Deutschland komplett ausgebootet.

  4. VIP

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Lokal kaufen kann man auch online. So kann man das Ladengeschäft auch unterstützen. Haben noch nicht alle, aber viele.

    Viele Restaurants bieten nun Lieferservice an. Wir werden das nun wieder vermehrt nutzen, um hoffentlich unsere Restaurantvielfalt am Ort zu erhalten.

    Wir versuchen bewusst einzukaufen und „Mischen“ die Kaufmöglichkeiten.
    Manchmal kann man nichts machen, außer weiter.

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Lokal kaufen kann man auch online. So kann man das Ladengeschäft auch unterstützen. Haben noch nicht alle, aber viele.

    Viele Restaurants bieten nun Lieferservice an. Wir werden das nun wieder vermehrt nutzen, um hoffentlich unsere Restaurantvielfalt am Ort zu erhalten.

    Wir versuchen bewusst einzukaufen und „Mischen“ die Kaufmöglichkeiten.
    Kann man ,aber angesichts von Umwelt ist das natürlich überhaupt nicht nachhaltig.Den Unterschied ob take away erlaubt ist oder Restaurants geöffnet sind ,sieht man sehr schön in den Städten ,wenn überall die Verpackungen herumfliegen und der Müll nicht mehr reicht .Das Gleiche natürlich bei Waren.Nimmt es der Kunde in seiner Tasche mit oder muss es eingepackt werden und mehrfach transportiert werden?
    Onlinehandel ist nicht nachhaltig diesbezüglich.Wer darauf Wert legt , dem muss klar sein ,dass er nicht nachhaltig lebt ,wenn er online bestellt ,jedenfalls derzeit noch nicht.
    Bei uns im Hof haben sich innerhalb von 2 Jahren die Mülltonnen verdoppelt, wobei der Papiermüll verdreifacht wurde.
    Das sagt doch eine Menge.
    Geändert von going_to (01.11.2020 um 07:47 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Wenn ich hier lese, das Onlinehandel ja das Reindrücken chinesischer Ware ist und so auf einer Ebene gedacht wird, die aus den 80ern stammt, wundert es nicht, dass gerade Selbstständige den Sinn und Zweck des Onlinehandels nicht verstehen.

    Ohne Onlinepräsenz ist man als Firma mittlerweile gar nicht für Andere existent.
    Die Welt informiert sich weltweit, tauscht sich aus (auch über Qualitäten!!! ) und eine Firma ohne Website ist keine ernstzunehmende Firma mehr.

    Das "Böse China" als Feindbild für sich als Händler darstellen, sagt mir nur, dass solche Leute einen Sündenbock für die eigene Ideenlosigkeit und das Scheitern suchen.

    Wer Ideen hat und sich absetzt, wenn es auch nur Sprüche zur Werbung der eigenen Produkte sind, der gewinnt auch.
    Corona ist dabei derzeit der Katalysator.
    Positiv und negativ.

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    An dieser Entwicklung hat der deutsche Einzelhandel aber auch ein Gutteil selbst schuld. Und der deutsche Kunde auch.

    Ich greife mal dein "wenn es was Besonderes ist" auf.

    Mein Mann und ich verlobten uns 1989 und zogen frohgemut zum Ringekauf. Da wir wild entschlossen waren, diese Ringe bis ans Lebensende tragen zu wollen, wollten wir Ringe mit höherem Goldgehalt - allerdings in völliger Unkenntnis der Preise :) Bisherige Schmuckstücke hatte ich meist zu Weihnachten und zum Geburtstag bekommen, als Geschenk bekommen, da beides praktischerweise im Dezember stattfindet, aus der damals üblichen Weihnachtskollektion eines Kaffeerösters, der zu dieser Zeit noch hauptberuflich Kaffee verkaufte und noch nicht jede Woche eine neue Welt :)

    Entsprechend fielen wir bei erster Preisnennung der Verkäuferin, schon mittleren Alters, fast in Ohnmacht. Sie rettete die Situation perfekt, indem sie meinen Mann fragte, was er beruflich mache - wenn sie das sagen dürfe, seine Hände sähen nicht nach Büroarbeit aus. Ach, Sie sind Handwerker? Da tun Sie sich mit einem hohen Goldgehalt so gar keinen Gefallen, das ist viel zu weich. Da nehmen Sie am besten 333er Gold.. (was perfekt im Budget lag).
    Anfang 2019 brachte ich einen gerade mal 3 Wochen alten Ring zum Juwelier, ein Stein war rausgefallen. Dieser Juwelier hatte damals schon geplant, im Sommer 2019 zu schließen, als Grund gab er das Internet an.
    Nicht nur, dass ich einen Monat warten musste, bis der Hersteller sich mal gerührt hatte, ob das nun ein Umtausch oder eine Nachbesserung werden sollte (Reklamieren beim Hersteller hätte ich allein gekonnt), die Verkäuferin benahm sich bei Abholung auch noch blöd.

    Während ich darauf wartete, dass man meinen Ring im Lager fand, betrachtete ich sehr hübsche, schmale Ringe mit einem kleinen Stein (ich hielt diese in meiner Naivität für Silberringe), die in den Vitrinen lagen. Eine unserer Nichten wurde im Frühjahr konfirmiert und sowas wäre ein schönes Beigeschenk gewesen. Auf Nachfrage erklärte man mir, dies wären Antragsringe (was man heute alles zum Heiraten braucht....) und würden bei 800 Euro aufwärts liegen. Fassungslos ob dieses Preises fragte ich, wieviel denn Eheringe kosten würden.. Nun, die gingen bei ihnen ab 2000 Euro pro Ring los. Billiger gäbe es nix. Ich hielt ihr meine rechte Hand, an der sie gerade den umgetauschten Ring aufgesteckt hatte, hin und erklärte :" Hier. 150 DM. Hält immer noch."
    Nun, sagte die Dame mit angeekeltem Gesichtsausdruck, das sei aber schon seehr minderwertiges Gold... "Aber robust und langlebig, wie unsere Ehe. Und der Laden, in dem wir die gekauft haben, besteht immer noch. Der hat keine Probleme mit dem Internet!" sagte ich, warf den Kopf in den Nacken, die Nase in die Luft und stolzierte mit aller mir möglichen Hochnäsigkeit davon.

    Sowas braucht man auch nicht....

    Und im Punkt Kleidung - entweder, die Verkäufer stehen mir total in den Hacken und versuchen mir zu der Hose auch gleich noch alles vom BH bis zur Socke anzudrehen oder, passiert gerne bei Läden wie C und A, sie sind wie ein Phantom - man ahnt, dass sie da sind, aber man sieht sie nicht, weil sie das "Achtung, Kunde droht mit Auftrag" Spiel spielen :)
    Richtig "gute" Verkäufer gibt's nur noch selten.
    Da gehe ich dann gern hin und kauf lieber weniger, aber gebe dann für dad einzelne Teil mehr aus.

    Ausdrücklich loben möchte ich hier ein inhabergefuhrtes Textilkaufhaus, ziemlich gross.
    Im Sommer begann Tochter 2 eine neue Ausbildung und brauchte dafür einen "Business casual" Look. Diese junge Frau ist ein "Hauptsache, ich habe was an" Typ und hasst Anprobe außerordentlich.
    Es half nichts, es musste eine Grundausstattung her.
    Es dauerte zwar eine Stunde, kostete mich 600 Euro, aber das von uns beschäftigte Verkaufspersonal schaffte es, ohne dass die Tochter eine Nervenkrise bekam - auch, wenn dieser Einkauf etwas von der Szenerie in Pretty Woman hatte.

    Da habe ich dann gerne einen zusätzlichen Schein in die Kaffeekasse des Teams gesteckt. Darauf kam es nicht mehr an - und geschonte Nerven sind unbezahlbar :)

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich hier lese, das Onlinehandel ja das Reindrücken chinesischer Ware ist und so auf einer Ebene gedacht wird, die aus den 80ern stammt, wundert es nicht, dass gerade Selbstständige den Sinn und Zweck des Onlinehandels nicht verstehen.

    Ohne Onlinepräsenz ist man als Firma mittlerweile gar nicht für Andere existent.
    Die Welt informiert sich weltweit, tauscht sich aus (auch über Qualitäten!!! ) und eine Firma ohne Website ist keine ernstzunehmende Firma mehr.

    Das "Böse China" als Feindbild für sich als Händler darstellen, sagt mir nur, dass solche Leute einen Sündenbock für die eigene Ideenlosigkeit und das Scheitern suchen.

    Wer Ideen hat und sich absetzt, wenn es auch nur Sprüche zur Werbung der eigenen Produkte sind, der gewinnt auch.
    Darum geht es überhaupt gar nicht , dass ich hier irgendwem was reindrücken möchte. Ich teile hier nur meine Beobachtungen mit und ich arbeite seit 35 Jahren international mit verschiedenen Manufacturen in Cooperationen und habe aber auch meine selbst angelernten Leute in Asien ,die wie meine Familie sind und für die ich finanziell genauso sorge. Die aber eben bestimmte Designs sichern und damit für die Kunden besonders machen.
    Ich kenne mich aber in vielen Segmenten aus und erkenne Erfinder und Kopierer und ich kenne die Märkte bezüglich bestimmter Waren schon allein, weil ich selbst in verschiedenen Segmenten gearbeitet habe und auch eine Menge Kollegen habe, die das tun.

    Das war nur ein Nebenaspekt ,der mir dazu einfiel .
    Das ist auch gar nicht mehr zu stoppen, ich habe schon die Schneisen in den nicht europäischen Ländern gesehen ,die da landschaftlich geschlagen werden ,um die Logistik herzustellen.

  9. Inaktiver User

    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    Zitat Zitat von going_to Beitrag anzeigen
    Das ist auch gar nicht mehr zu stoppen, ich habe schon die Schneisen in den nicht europäischen Ländern gesehen ,die da landschaftlich geschlagen werden ,um die Logistik herzustellen.

    .. Und wenn die Verbraucher auf der Suche nach billig sind und die Marken für die Outlettcenter selber qualitativ abgespeckte Ware produzieren.

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    AW: Zukunft und Aussichten nach Corona - Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekt

    @sasapi
    Klar hat auch jeder mal einen Verkäufer erlebt ,der nicht kulant ist oder schlecht gelaunt . Und ich gebe zu ,auch ich bin da nicht vor gefeit. Wer sich bei mir großkotzig und unfreundlich verhält ,den lasse ich auch manchmal je nach Tagesform auflaufen , aber für allen Anderen mache ich alles möglich ,was nur geht.Das ist mein eigener Anspruch, dass ich Kunden habe ,die meine Dinge lieben und schätzen, Die mit meinen Geschenkvorschlägen richtig liegen und möglichst nicht umtauschen müssen ,denn all das sichert mir einen wunderbar gutgelaunten freundlichen Job und sehr nette Leute ,die immer wieder kommen.Ich kenne von vielen Kunden sämtliche Failienverhältnisse und kann sie mir auch merken ,weil ich diese Menschen schätze.Und ich bin nicht nur Verkäufer sondern auch die Schöpferin ,der Dinge, die ich verkaufe, was eben für die Kunden sehr persönlich macht.

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