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  1. User Info Menu

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Corona ist für uns alle ein Risiko... aber komischerweise sollen sich immer "die anderen" einschränken.

    Denkt mal darüber nach.
    Empfindest du das so? Ich denke eher, dass fast alle gerade starke Einschränkungen haben, nur in unterschiedlicher Form. Der Single ist einsam, die Eltern vermissen die Zeit für sich. Der eine verliert den Job, der nächste dreht am Rad vor lauter Mehrarbeit. Natürlich sind die Leute unterschiedlich (stark) betroffen, aber doch nahezu alle massiv.

  2. User Info Menu

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Wer bitte schaut auf die einsamen/alten/vergessenen Menschen, die sich kaum noch vor die Tür trauen und ganz sicher nicht zur Party gehen?

    Vielleicht sollte man auch mal über den eigenen Tellerrand schauen, auch wenn es erschecken könnte.

    Corona ist für uns alle ein Risiko... aber komischerweise sollen sich immer "die anderen" einschränken.

    Denkt mal darüber nach.
    Vielleicht könnten die alten Menschen sich wieder mehr vor die Tür trauen, wenn die jüngeren Menschen weniger Party machen würden?

  3. User Info Menu

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Corona ist für uns alle ein Risiko... aber komischerweise sollen sich immer "die anderen" einschränken.
    Das gilt für manche - aber für die meisten doch nicht. Die Leute halten sich doch an die Regeln, und machen vieles nicht, auch wenn es erlaubt wäre, um Kontakte zu reduzieren.

    Bei mir ist es z.B. so, dass in vielerlei Hinsicht mein Leben völlig auf den Kopf gestellt ist (zumindest empfinde ich es so) und ich corona-bedingt im Beruf viel mehr Arbeit habe. Dafür keine Einkommenseinbußen.
    Und es sind eine Reihe von Familienfesten ausgefallen, und werden es noch. Ist wirklich schade, aber so ist es derzeit halt.

    Ich finde Corona doof, ich fühle mich eingeschränkt, aber ich akzeptiere die Einschränkungen völlig und klage nicht. Und so sehen es doch viele, ich würde sogar sagen, die meisten.

  4. Inaktiver User

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Rotfuchs, meinst du mich? Wir sollen hier ja direkt Kritik äußern und nicht pauschal.
    Ich bin alleine in einer Stadtwohnung, habe einen Balkon, den ich wegen Home Office nicht einmal genutzt habe.
    Bin seit einem halben Jahr nicht bei meinen Eltern gewesen und versuche sie von hier aus zu unterstützen und Ängste zu nehmen.
    Helfe wo ich kann.
    Daher finde ich dein pauschales Urteil problematisch, wo nach persönlichen Erfahrungen gefragt wird.

  5. Inaktiver User

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Rotfuchs, meinst du mich? Wir sollen hier ja direkt Kritik äußern und nicht pauschal.
    Ich bin alleine in einer Stadtwohnung, habe einen Balkon, den ich wegen Home Office nicht einmal genutzt habe.
    Bin seit einem halben Jahr nicht bei meinen Eltern gewesen und versuche sie von hier aus zu unterstützen und Ängste zu nehmen.
    Helfe wo ich kann.
    Daher finde ich dein pauschales Urteil problematisch, wo nach persönlichen Erfahrungen gefragt wird.
    Du bist die letzte , die sich rechtfertigen müßte. Und schon gar nicht für deinen Balkon, das ist einfach lächerlich.
    Was du seit dem Anfang der Pandemie alles wegstecken mußtest , das reicht für eine ganze Menge mehr als nur dich.

    Dich anzugreifen, daß du mit der Situation im Moment klarkommst, ist einfach undenkbar.

  6. Moderation

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Ich hab Rotfuchs' Kommentar und das 'User' eher allgemein verstanden, denn wir wissen ja wirklich nicht, wer hier so alles mitliest und wie dessen Situation ist.

    Ich hab zwar einen Balkon und das hat mir im ersten Lockdown gut geholfen, zumal es da noch warm war, aber jetzt im Winter war ich froh, dass ich raus durfte und Freunde in deren Garten treffen oder irgendwo in der Natur. Ich möchte aber nicht drüber nachdenken, wie es zB den Menschen jetzt grad in Melbourne in den Sozialwohnungssilos geht, die nicht rauskönnen. Aber das wäre ja auch wieder Kopf in den Sand stecken.

    In den Medien wurde hier schon relativ häufig auf die Situation der Singles hingewiesen, aber ich hab es im Freundeskreis schon hin und wieder bemerkt, dass man gar nicht gross drüber nachdachte, wie es zB mir als Single geht, wenn man in der Wohnung festsitzt und keinen richtigen Kontakt haben darf (weshalb ich echt schwer hoffe, dass wir in Sydney um den zweiten Lockdown rumkommen). Wenn man sich nicht mit dem normalen Familienalltag ablenken kann oder den sogar besonders geniesst, weil man endlich mehr Zeit hat.
    Einer Freundin ging das so, Haus, Garten, Homeoffice für einen, Schichtdienst für den anderen, Teenager Tochter, die haben den Lockdown zelebriert, neue Rituale kreiert, viel geredet, etc.
    Ich hab mich mit Telefonaten, Zooms und Messages 'gerettet', wenn ich Redebedarf hatte. Und der Bri. :)

    Singledasein in Pandemiezeiten hat natürlich auch Vorteile, keine Ehekräche, keine Kleinkinder, die vor Energie nicht wissen, wohin. Hat alles seine zwei Seiten. Wie immer.

    Ich stelle mich auch langsam drauf ein, dass der jetztige Zustand – abwägen, was geht und was nicht geht und die Massnahmen entsprechend anpassen – uns noch das nächste Jahr begleiten wird, vielleicht wird der Pool von dem was geht, grösser sein.
    Geändert von frangipani (04.08.2020 um 03:03 Uhr)
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  7. Moderation

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    [...]
    Jetzt, angesichts einer eher abstrakten Bedrohung, die einem selbst aber viele Einschränkungen abverlangt, um Schlimmes für alle (aber nicht zwingend für einen selbst, es ist also keine "keine andere Chance-Situation" für die Einzelperson) zu verhindern, tun sich viele/einige (?) sehr schwer, das zu akzeptieren. Ich finde das menschlich spannend.

    Keine Ahnung, ob ich das richtig rüberbringen kann. Ich meine das überhaupt nicht werten, sondern wirklich rein "wissenschaftlich" aus Interesse.
    Doch, ich denke, ich hab verstanden, wie du es meinst. Es ist im Grunde ein Test für die Gesellschaft, einer für alle, alle für einen. So einen Test hatten wir noch nicht, vor allem nicht in den Ländern, die lange keinen Krieg oder andere Katastrophen durchmachen mussten. Ich finde es in manchen Momenten, wenn ich gut drauf bin, auch spannend zu sehen, wie sich die unterschiedlichen Gesellschaften verhalten. Wo es auf die Handlung des Einzelnen ankommt, damit es allen gut geht. Abseits von all dem soften 'Inspiration-Porn' auf Pinterest und Instagram.
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  8. Inaktiver User

    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    Ich frage mich auch schon die ganze Zeit, was für Faktoren es bedingen, dass einer gut damit klarkommt und der andere überhaupt nicht. Resilienz wurde ja schon hoch und runter diskutiert, ich glaube inzwischen, dass es mehr bzw was anderes als das ist.
    Bestimmte Erfahrungen? Ja, mag sein.

    Vermutlich ist es ein Mix. Fände ich interessant rauszufinden Auch für die Zukunft; entweder für das Leben "mit Corona" oder für andere Situationen, die vergleichbar sind. Denn ich glaube, da kommt noch so einiges, nicht zwingend Viren, aber plötzliche Veränderungen/Schocks.

    Edit: Das klingt so ein bisschen blöd, aber ich bin da etwas vorbelastet beruflich. Ich meine das ganz neutral und finde es einfach spannend.
    Ich finde das auch super-spannend und füge dem Mix eine weitere Komponente hinzu:
    Metaprogramme

    Das ist ein Begriff aus dem NLP, der individuelle Denk-, Orientierungs- und Wahrnehmungsmuster bezeichnet. Es geht hier nicht um Inhaltliches, wie z.B. bei Glaubenssätzen, sondern um automatisierte Filtermechanismen.
    Metaprogramme sind i.d.R. angeboren (manchmal auch erlernt) und können, sofern Leidensdruck erzeugend, auch verändert werden. Bereits die Bewusstmachung, welcher Mechanismus bei einem gerade abläuft, kann Extreme abschwächen.
    Aus den Dutzenden identifizierten Metaprogrammen liste ich hier einige, die beim Umgang mit Krisen zum Tragen kommen:

    - Glas ist halb voll vs. halb leer (= Situationen werden automatisch nach dem individuellen Programm bewertet)
    - Optional vs. prozedural (= Man entscheidet unter Berücksichtigung aller Optionen oder rein reaktiv)
    - Hin-zu- vs. Weg-von-Orientierung
    - Fokus auf Details/individuelle Situation vs. Fokus auf Globales
    - Fokus auf Chancen vs. Fokus auf Risiken
    - Zeitorientierung In-time vs. Through-Time, d.h. Fokus auf Gegenwart vs. ganzer Lebenszeitlinie
    usw.


    @Rotfuchs,
    bitte lass Dir sagen, dass Du m.E. in einer unguten Schleife festhängst.
    Dein Anliegen verstehen wir voll und ganz, das hast Du ja gut erklärt.
    Aber dass Du das in bisher gefühlt weit über 100 nahezu inhaltsidentischen Posts immer wieder ausbreitest, ohne jemals in die Lösungssuche zu gehen, sieht nach blindem Fleck aus.
    Eine Option wäre, das Thema Kontakte nicht so ausschließlich an die wegfallenden Begegnungsstätten zu knüpfen. Spaziergänge zu zweit im Freien mit Abstand waren und sind möglich; Du könntest Deinen Bekannten vorschlagen, dies als Alternative zur Kneipe zu nutzen.
    Du könntest darüber nachdenken, wo und wie sonst "Sozialleben" noch stattfinden kann.
    Du könntest auch grundsätzlich darüber nachdenken, was Du gegen Deine Einsamkeit tun könntest, dies wiederum in mehrere Richtungen, z.B. quantitative Erweiterung des Bekanntenkreises oder qualitative Erweiterung im Sinne von Intensivierung von Kontakten oder schauen, wo Menschen Deine Hilfe benötigen.
    Und und und.

    Ich weiß, wovon ich hier spreche, denn bzgl. Optionen hatte ich lange selbst einen blinden Fleck, sie kamen in meinen Denkmustern einfach nicht vor.
    Irgendwann konnte ich das drehen, und jetzt ist es ein Automatismus, dass ich bei jeder Bewertung einer Situation immer mögliche Handlungsalternativen im Kopf habe.

  9. VIP

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    Empfindest du das so?
    Ja.

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Das gilt für manche - aber für die meisten doch nicht. Die Leute halten sich doch an die Regeln, und machen vieles nicht, auch wenn es erlaubt wäre, um Kontakte zu reduzieren.
    Ich halte mich ja auch an die Regeln (auch an die, die ich für nicht effektiv halte), aber es geht mir halt nicht gut damit. Zumal kein Ende abzusehen ist und die steigenden Zahlen nicht auf ein absehbares Ende hinweisen, sondern eher auf eine erneute Verschärfung.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Rotfuchs, meinst du mich?
    Nein Schweinderl.

    Ich hatte lediglich ein Zitat von Dir aufgegriffen.

    Ich meine niemanden persönlich und wollte und will auch niemanden persönlich angehen und auch keinen "Wem geht es schlechter"-Wettbewerb ausrufen.

    Entschuldige bitte, wenn das so rüberkam.

    Mein Frust ist eine Mischung aus dem, was ich - nicht nur hier - lese und im Alltag erfahre.

    Ich habe mein persönliches Empfinden geschildert.
    Vielleicht - wie Galah ja deutlich sagt - bereits zu oft, wenn es mich nach einem leeren Tag mal wieder packt.

    Ich suche durchaus aktiv nach Lösungen für mich, habe aber noch keine sinnvolle gefunden.

    Stundenlange Spaziergänge in der Natur - wie seit März gerne und oft empfohlen - sind zumindest für mich keine Hilfe.
    Geändert von Rotfuchs (04.08.2020 um 06:09 Uhr)
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Ich finde Corona doof, ich fühle mich eingeschränkt, aber ich akzeptiere die Einschränkungen völlig und klage nicht. Und so sehen es doch viele, ich würde sogar sagen, die meisten.
    Zwischen in den Umfrsgen „die Einschränkungen und Maßnahmen gut finden“ und „sie dann selbst konsequent für sich umsetzen“ scheint es aber eine gewisse Diskrepanz zu geben, wenn man sich an öffentlichen Plätzen und im ÖPNV mal so umschaut.
    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

    Life is better at the finish line. (unbekannter Sportler)

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