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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Das hat wohl der Letzte kapiert. Augenscheinlich ist genau das, nämlich das Virus, sehr vielen Menschen längst nicht so wichtig wie Anderes.

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Vermutlich Corona bei mittlerweile sehr vielen Menschen nicht mehr Prio 1. Wäre auch nur normal und verständlich.
    Es ist einfach dumm.
    Ok, Dummheit ist auch normal.
    Dem Virus sind unsere Grundrechte egal.
    (Oliver Welke)

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Vom Prinzip her sind Anti - Rassismus Demo ja sehr richtig aber geht das im Jahr 2020 nicht auch anders? 15000 auf dem Alexanderplatz sind halt zuviel.
    Abstand hielten die natürlich auch nicht.
    Ehrlich, Leute...
    So ging es mir heute auch. Das Anliegen ist unglaublich wichtig und hat jede Menge Demos verdient, überall auf der Welt. Aber wir haben halt immer noch Pandemie - es ist nicht weg. Und dem Virus ist es leider egal, ob irgendwelche Schwachmaten einen Rave in Berlin veranstalten oder mit einem wichtigen politischen Anliegen demonstrieren.
    *lost in the woods*

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Sasapi, zum sich wehrenden Blutabzunehmenden: ist mir hinlänglich bekannt, deshalb schrieb ich zur Wirkung der richterlichen Anordnung „meist“. Nicht nur Du kennst Dich aus.

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Wobei der Vergleich mit einer Aids Infektion nicht passt. Da wird nur bestraft, wer wissentlich eine Ansteckung anderer in Kauf nimmt bzw sogar beabsichtigt.

    Nicht, wer nicht wusste, dass er HIV positiv ist.
    Naja, wer das nicht sicher weiss, aber damit rechnet, handelt bedingt vorsätzlich oder fahrlässig.
    Fahrlässige Körperverletzung ist auch strafbar.


    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Das hat wohl der Letzte kapiert. Augenscheinlich ist genau das, nämlich das Virus, sehr vielen Menschen längst nicht so wichtig wie Anderes.
    Mir ist auch anderes wichtiger, schließt Vorsichtsmaßnahmen aber nicht aus.
    Der Zweck heiligt die Mittel nicht.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Ich bin zurück vom Dienst im Ehrenamt. Eine ruhige Schicht, wie fast immer in den letzten Wochen. Sollte eigentlich erfreulich sein.
    Ist es aber nicht.
    Zwei Patienten, die am vergangenen Wochenende von uns geliefert wurden, sind kurz danach verstorben. Beide älter, mit bekannten Herzproblemen, die sich verschlechterten. Das kommt immer mal vor, aber eigentlich hatten die meisten Patienten gelernt darauf zu achten, sich rechtzeitig beim Arzt zu melden.

    Jetzt nicht. Jetzt wird der Notarzt geholt, weil irgendein Familienmitglied genug hat. Dann stellt sich heraus - das geht eigentlich schon vier Wochen so. Aber man will nicht ins Krankenhaus, weil man dann keinen Besuch bekommen kann. Und wegen Corona, am Ende steckt man sich noch an.

    Wenn zu Jahresende 2019 ein Bewohner in einem Pflegeheim unter Lungenentzündung litt, dann kam er ins Krankenhaus, es wurde in Ruhe besprochen, was weiter geschehen soll. Jetzt haben wir Corona und wie vorgeschrieben geht dann ein Heidenzirkus los: Notarzt, ein Riesentatütata und Gesumse, es KÖNNTE Covid 19 sein, mit Alarm zum Krankenhaus, die Stäbchen im Galopp in Hals und Nase gerammt und ran ans Beatmungsgerät, da kann der Patient noch so oft gesagt haben, ich will das nicht. Und das sagen sie oft.
    Es ist gruselig, wie diese Gesellschaft mit Tod und Sterben umgeht.

    Die Onkologen sehen weniger Tumore im Frühstadium, dafür die Chirurgie mehr Blinddarmdurchbrüche.

    Ach ja, einen kleinen Jungen mit Atemnot hatten wir heute auch. Er hat Asthma und war vier Wochen ohne Asthmaspray. Da irgendwer irgendwo geschrieben hat, dass diese Medikamente die Gefahr für einen schweren Verlauf von Covid 19 erhöhen, haben die Eltern das lieber mal abgesetzt. Und die Facharzttermine abgesagt, weil man ja nicht weiß, ob das jemand mit Corona im Wartezimmer sitzt.
    Aber das kommt davon, wenn man erst der Bevölkerung ganz ordentliche Angst einjagt, garniert mit Bildern von Leichenwagen und täglichen Pressekonferenzen mit ständigen Ermahnungen.

    Im Spiegel gibt es einen Artikel, der ähnliches beschreibt. Ist ein Abo Artikel, daher verlinke ich ihn nicht, er heisst "Das Sterben der Anderen".

    Wir sind vor Corona gestorben, wir werden auch nach Corona sterben. Und alle die, die entweder hochbetagt, Diabetiker, Herz Kreislauferkrankungen haben, BMI über 30...Und was man sonst noch an Erkrankungen haben kann, haben ein deutlich höheres Risiko, an irgendeiner anderer schweren Erkrankung (Krebs, Infarkt, Schlaganfall) zu versterben als an Covid 19.

  6. VIP

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Genau sowas habe ich schon zu Beginn des Lockdowns befürchtet. Die Menschen trauen sich nicht zum Arzt, sie trauen sich nicht ins Krankenhaus, obwohl teilweise massive Beschwerden vorliegen, die mit Corona gar nichts zu tun haben.

    Man las ständig davon, dass nicht lebensnotwendige OPs verschoben wurden, dass Krankenhäuser freie Kapazitäten schaffen müssen usw. usw.
    Wagt es der "kleine Kassenpatient" dann noch, Beschwerden wegen seines Herzens oder seiner Hüfte anzumelden, wenn er doch im Krankenhaus mit Corona infiziert werden könnte?

    Die meisten Maßnahmen waren nötig, um die Corona-Pandemie in Schach zu halten und das ist ja in Deutschland auch recht gut gelungen... aber ich frage mich, ob diese mediale Art der Panikmache nötig war, die - wie sich jetzt zeigt und im nachhinein wohl noch deutlicher zeigen wird - auch viele "Kollateralschäden" hervorgerufen hat.
    (Von aufgezwungener Einsamkeit, Isolation, von älteren und alten Leuten daheim oder in Heimen und psychischen Problemen gar nicht zu reden.)

    Mich hat - witzigerweise - ausgerechnet mein Gynäkologe wieder geerdet. Ich hatte einen vor Corona vereinbarten Vorsorgetermin und fragte verunsichert an, ob der denn wohl stattfinden könnte.
    "Ja natürlich" hieß es. Er hat lediglich seine Praxisorganisation etwas umgestellt... und alles lief problemlos ab.
    Wir haben uns dann - nie hatte er mehr Zeit als bei diesem Termin - noch gut unterhalten und er hat mir manche gedankliche Sorge abnehmen können.

    Das ermunterte mich, auch meine weiteren, bereits vereinbarten Arzttermine wahrzunehmen und siehe da, sie konnten alle stattfinden. Zum Teil unter veränderten Umständen, aber die ärztliche Versorgung ist gegeben.

    DAS wurde aber viel zu wenig kommuniziert.

    Es gab wochenlang in den Medien nur Panik Panik Panik... und die Ärzte saßen in leeren Praxen, weil sich niemand mehr hintraute.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Vor Corona riefen viele Leute den Rettungsdienst, weil das günstiger war als ein Taxi und man in der Notaufnahme nicht so lange warten musste. Und man tauchte auch gern Freitags um 20 Uhr dort auf, weil man schon seit drei Wochen Husten hat, aber nun hätte man gerade Zeit.... Das war schrecklich.

    Jetzt kommt es mir vor wie in den späten 80gern, als die Leute sich oft nicht trauten den Notruf zu wählen, wenn man nicht mindestens ein abgesägtes Bein oder einen ordentlichen Herzstillstand vorzuweisen hatte... Und das ist noch schrecklicher.

    Dieses seltsame Land kann anscheinend nur Extreme.

    Es gab übrigens angeblich (ich habe im Rettungsdienst davon gehört, im Spiegel Artikel steht auch etwas davon, habe es aber selbst nicht gelesen) ein Papier fürs Gesundheitsministerium, wo seitens irgendwelcher Experten "Millionen von Toten" in Deutschland befürchtet wurden und das deutliche Vor Augen führen möglichst drastischer Bilder dringend empfohlen wurde.
    Das hat ja nun toll funktioniert.

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Dieses seltsame Land kann anscheinend nur Extreme.
    Puhhh.

    Viel Respekt für Dich, den habe ich.
    Meine ich ehrlich, voller Achtung, was Du Dein Leben lang, so ich es mitbekam, leistest/geleistest hast.


    Dankeschön Sasapi.
    Maxïmo Park: "The reason I am here".

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Danke, aber... Ich versuche, mein Leben zu genießen, so gut und so lange es geht. Dazu gehört alles, was ich gerne tue. Der Rettungsdienst gehört dazu.

    Und hat vielleicht dazu geführt, zwar Respekt, aber keine Angst vor diesem Virus zu haben. Es gibt sehr viele andere Erkrankungen, an denen man schwer leiden oder versterben kann, die wir auch noch nicht behandeln oder früh genug erkennen können. Gerät gerade in Vergessenheit, irgendwie.

    Wirkliches Mitgefühl habe ich für alle diejenigen, die aufgrund anderer Erkrankungen bei einer Infektion in Lebensgefahr geraten. Für diese Personen gab es schon vorher genug Gefahren.
    Aber beim "Durchschnittspaniker" frage ich mich schon - was tut er oder sie, wenn es keinen Impfstoff oder / und keine wirksamen Medikamente geben sollte?

    Ich gehe auf keine Hygiene Demo, vermeide potentiell ansteckungsträchtige Situationen und wasche mir wie vorher häufig die Hände, halte Abstand und trage Schnutenpulli, auch wenn er nervt.

    Das muss reichen.

  10. VIP

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    AW: Persönliche und gesellschaftliche Einschränkungen durch Corona

    Ich gehe auf keine Hygiene Demo, vermeide potentiell ansteckungsträchtige Situationen und wasche mir wie vorher häufig die Hände, halte Abstand und trage Schnutenpulli, auch wenn er nervt.
    Genau, das mache ich auch.

    Ich gehe auf keine Massenveranstaltung (gibt es derzeit sowieso nicht), meide auch den immer vollgedrängten Wochenmarkt, gehe im Supermarkt zu den vorauss. publikumsschwachen Zeitpunkten einkaufen... und wasche und desinfiziere mir die Hände. Viel mehr kann ich nicht tun.

    Und so langsam bin ich das alles leid.

    In mir kämpft gerade Gefahr gegen Einsamkeit.

    Ja, die Gaststätten machen verzögert wieder auf... aber bei den Auflagen bleiben auch die Gäste weg, weil sie das heimische Sofa als bequemer empfinden, als mit Maske ins Lokal, ohne Maske am Tisch, aber wiederum mit Maske zum Klo oder zum Rauchen nach draußen.

    Und wenn unter diesen Umständen die Gäste wegbleiben, ist ziemlich schnell der Laden endültig zu.

    Was für so manche Gäste nicht unbedigt eine Unterbrechung der Getränkezufuhr bedeutet (der Supermarkt ist nicht weit weg), aber für viele einfach das Ende mancher Kommunikation bedeutet.
    Und nein, man hat nicht von jeder Kneipenbekanntschaft, mit der man sich oft, gerne und lange untehalten hat, die Telefonnummer. Man konnte ja nicht ahnen, dass der übliche Treffpunkt von heute auf morgen dicht ist.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



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