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    Attest vom Arzt/Ausnahmen von Allgemeinverfügungen

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das Thema im Berufsforum, oder im Coronaforum besser aufgehoben ist, habe mich aber für Letzteres entschieden, da dort ja alle Themen, die Corona berühren gebündelt aufgeführt werden sollen.
    Habe auch überlegt, ob ich mein Problem im Thema "Maskenpflicht ja oder nein" anhängen soll, habe mich aber dagegen entschieden, da es dort eher um allgemeinen Nutzen, Sinn und Verfügbarkeit von Masken geht, mein Problem aber doch sehr individuell ist:

    Ich habe starke Bedenken, dass, nachdem schon die ersten Städte und Gemeinden in dem Bundesland, in dem ich lebe, eine Mundschutzpflicht per Allgemeinverfügung erlassen haben, bald eine allgemeine Vorschrift zum Tragen von Masken kommt. Damit könnte ich nicht leben:
    Wenn meine Atemwege im Gesicht von außen bedeckt werden, dabei ist es egal, um was es sich handelt, reagiere ich mit einem anhaltenden Brechreiz´(bzw. Erbrechen bei gefülltem Magen) und gleichzeitiger Hyperventilation. Das Problem habe ich schon von klein auf, habe mich aber nie darum gekümmert, da man das längere Abdecken des Gesichtsbereichs ja normalerweise leicht umgehen kann. Ich weiß nicht, warum mein Körper hier so reagiert. Ich habe mir eine Maske organisiert und habe in den letzten Tagen versucht, das Tragen zu üben, habe beim Aufsetzen aber noch Herzrasen dazu bekommen und konnte das Ding nicht länger als ca. 1 Minute aufbehalten.

    Heute habe ich versucht im Personalbüro meines Arbeitgebers das Problem anzusprechen, bin aber dort nicht richtig ernst genommen worden. Mir wurde gesagt, sollte eine Mundschutzpflicht kommen, gelte diese auch für unsere Arbeitsstelle und man erwarte das Tragen selbstverständlich auch von mir (ich arbeite in einem Bereich mit direktem Personenkontakt, in welchem Home Office nicht möglich ist und in welchem derzeit eher wesentlich mehr als weniger zu tun ist. Meine Tätigkeit gilt zwar nicht per se als systemrelevant, aber wir haben derzeit Anwesenheitspflicht und Urlaubssperre).
    Auf meinen Hinweis, dass ich notfalls ein ärztliches Attest bringen würde, wurde mir mitgeteilt, dass mir dieses nichts helfen würde, da die Pflicht per Allgemeinverfügung und Verordnung durchgesetzt würde und ausnahmslos für alle gilt. Ich habe jetzt richtig Panik.

    Für mich bedeutet eine entsprechende Pflicht ohne Ausnahme, dass ich meine Wohnung nicht mehr verlassen kann. Wie soll ich mich denn selbst versorgen? Ich habe niemand der mir freiwillig Lebensmittel bringen würde... Und wenn mein Arbeitgeber sich weigert, das Attest anzuerkennen, stellt sich für mich dann die Frage nach arbeitsrechtlichen Konsequenzen. Ich habe Angst.

    Ich möchte mich hier gerne austauschen - gibt es hier sonst jemand, dem durch ein Attest bescheinigt wurde, dass er bestimmte Coronamaßnahmen nicht mitmachen muss und somit eine Ausnahmegenehmigung erhalten hat (es muss sich dabei nicht um das Thema Mundschutz handeln, es kann auch jede beliebige andere Maßnahme betreffen.)
    Wie bekommt man so eine Ausnahmegenehmigung? Muss man sich mit der Polizei oder dem Ordnungsamt des Wohnortes in Verbindung setzen?

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    AW: Attest vom Arzt/Ausnahmen von Allgemeinverfügungen

    Zitat Zitat von TallyWalhalli Beitrag anzeigen
    Auf meinen Hinweis, dass ich notfalls ein ärztliches Attest bringen würde, wurde mir mitgeteilt, dass mir dieses nichts helfen würde, da die Pflicht mehr Allgemeinverfügung und Verordnung durchgesetzt würde und ausnahmslos für alle gilt.


    Ich bezweifle, dass das die Meinung eines Juristen war, der sich in der Materie auskennt.
    Viel wahrscheinlicher ist es, dass es nicht mehr als eine Meinung war, eine Einschätzung.

    Ich würde mich an deiner Stelle bemühen, mich zu informieren.
    Aber nicht in einem Forum wie diesem hier sondern z. B. in einem speziellen Forum von Juristen.
    Es gibt auch die Möglichkeit, sich online juristischen Rat von Anwälten einzuholen. Die sind meistens deutlich günstiger als ein Anwalt vor Ort.
    Außerdem würde ich den Hausarzt ansprechen. Die werden wahrscheinlich auch was wissen, denn du wirst ganz bestimmt nicht der einzige Mensch sein, der keine Maske tragen kann.

    Es geht um dein Recht! Versuch es so zu sehen. Erkundige dich, welche Möglichkeiten du hast, medizinisch und/oder juristisch.



    Zitat Zitat von TallyWalhalli Beitrag anzeigen
    Und wenn mein Arbeitgeber sich weigert, das Attest anzuerkennen, stellt sich für mich dann die Frage nach arbeitsrechtlichen Konsequenzen.

    Deswegen ist es gut, das juristisch klären zu lassen. Jedenfalls falls dein Arzt in dieser Frage nicht schon informiert sein sollte.
    Auch Arbeitgeber müssen sich an die Gesetze halten.

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    AW: Attest vom Arzt/Ausnahmen von Allgemeinverfügungen

    Möglicherweise könntest Du auch abwarten was passiert?
    Der Gang zur Personalabteilung war m.E. nicht nötig.
    Das ist der zweite Schritt vor dem ersten.
    Es gibt auch eine Seite, wo Du mit einem geringen Einsatz einen Anwalt fragen kannst.

    Vielleicht kannst Du auch das Gesundheitsamt fragen?
    Geändert von Loop1976 (17.04.2020 um 20:45 Uhr)
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

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    AW: Attest vom Arzt/Ausnahmen von Allgemeinverfügungen

    zuhause kannst du dich von freunden / bekannten ( dein vater ? ) versorgen lassen, und wenn du so nicht arbeiten kannst, schreibt dich dein arzt halt krank
    das auge der moderatoren ist ueberall...

    ueber rechtschreibfehler in meinen beitraege bitte ich hinwegzusehen, ich sehe sie aktuell auch nicht richtig...

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    AW: Attest vom Arzt/Ausnahmen von Allgemeinverfügungen

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    zuhause kannst du dich von freunden / bekannten ( dein vater ? ) versorgen lassen, und wenn du so nicht arbeiten kannst, schreibt dich dein arzt halt krank
    Sie hat niemanden der ihr was bringt, schreibt sie.

    Davor fürchtet sie sich auch, vor arbeitsrechtlichen Konsequenzen
    Und welcher Arzt schreibt einen deswegen unter Umständen wochenlang krank?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
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    AW: Attest vom Arzt/Ausnahmen von Allgemeinverfügungen

    Ich habe die Situation in einer Praxis telefonisch geschildert (einen separaten Termin habe ich nicht bekommen). Der Arzt hat mich schnell zurückgerufen und gemeint, das Ausstellen eines solchen Attests sei kein Problem. Die Frage ist eben, was ich mit diesem Attest anfangen kann.
    Ich habe keine Rechtsschutzversicherung, ein regulärer Anwalt kommt eher nicht in Frage.
    Habe aber unverbindlich die Meinung von einer entfernten Bekannten, die bei einem Privatunternehmen in der Rechtsabteilung arbeitet eingeholt. Sie sprach von einem Präzedenzfall und riet mir Erfahrungen von anderen Menschen einzuholen, die derzeit ähnliche Probleme haben. deshalb habe ich meine Frage hier gestellt, da ich auf entsprechende Resonanz hoffe.

    Beim Gesundheitsamt habe ich es noch nicht probiert mich aber schon über die Behörde informiert. Diese ist in unserem Landkreis aufgrund der Coronasituation überbelastet und antwortet nur noch für bestimmte vordefinierte Anliegen. Ich werde hier trotzdem einen Versuch starten.

    Freunde und gute Bekannte sind vorhanden, leben alle in weiterer Entfernung und kommen daher als Unterstützung nicht in Frage. Am nähesten wohnt tatsächlich noch mein Vater (zwei Landkreise weiter), der gehört aufgrund Alter und Konstitution allerdings zur Risikogruppe, kränkelt außerdem sehr. Er sollte das Haus nicht verlassen und wird derzeit von Nachbarn versorgt. Zu meinen Nachbarn und Kollegen besteht kein gutes Verhältnis, auch habe ich hier im Landkreis kein soziales Netzwerk. Ist sehr schwierig für mich.

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    AW: Attest vom Arzt/Ausnahmen von Allgemeinverfügungen

    Niemand der die Einkäufe übernimmt? In ebay Kleinanzeigen und Facebook gibt es zich kostenlose Hilfsangebote.
    Aus psychischen Gründen ist es nicht möglich eine Maske zu tragen, ergo erstellt ein Arzt ein Attest. Wenn der AG das trotz Attest nicht gestatten kann ohne Maske zu arbeiten, dann bist Du abeitsunfähig krank. Phobie halt. Was soll es da denn für Konsequenzen geben, krank ist krank. Eine Ausweichmoglichkeit wäre evtl ein Gesichtsvisier, das liegt nicht direkt auf. Keep calm und warte erstmal ab.
    Alles Gute
    wenn Du in den Seilen hängst,
    schaukel einfach eine Weile

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    AW: Attest vom Arzt/Ausnahmen von Allgemeinverfügungen

    Meine Vorstellung wäre halt eher, dass ich im Fall der Fälle eine Ausnahmegenehmigung bekomme und trotz Corona-Maßnahme in die Öffentlichkeit komme. Dann würde ich gar nicht in die Verlegenheit kommen, zu überlegen wer mich versorgt oder ob ich vom Arbeitgeber Probleme bekommen könnte.

    Wer stellt eine solche Ausnahmegenehmigung aus, von der meine Bekannte gesprochen hat? Weiß das jemand?

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    AW: Attest vom Arzt/Ausnahmen von Allgemeinverfügungen

    mal ganz pragmatisch angesetzt:

    kämst du vielleicht mit etwas schleierartigem, das Mund und Nase nicht so direkt zudeckt, soweit zurecht, dass du tägliche Besorgungen machen kannst? Also für den Fall der Maskenpflicht vielleicht mit einem Niqab rausgehen könntest?

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    AW: Attest vom Arzt/Ausnahmen von Allgemeinverfügungen

    Zitat Zitat von Hypathia Beitrag anzeigen
    mal ganz pragmatisch angesetzt:

    kämst du vielleicht mit etwas schleierartigem, das Mund und Nase nicht so direkt zudeckt, soweit zurecht, dass du tägliche Besorgungen machen kannst? Also für den Fall der Maskenpflicht vielleicht mit einem Niqab rausgehen könntest?
    Nein, Schleier helfen mir nicht weiter, da auch diese regelmäßig mit Nasenöffnungen und Mund in Berührung kommen und bei mir die Beklemmungen und körperlichen Reaktionen auslösen.

    Zitat Zitat von Eva2 Beitrag anzeigen
    --- Eine Ausweichmoglichkeit wäre evtl ein Gesichtsvisier, das liegt nicht direkt auf...
    Alles Gute
    Ich habe das gerade gegoogelt, da ich mir nichts darunter vorstellen konnte. Ich glaube, das ist DIE Lösung, die mir auch körperlich keine Beschwerden bereiten würde. Ich werde meinen Arbeitgeber über diese Möglichkeit informieren. Ich hoffe, ich werde ernster genommen, als bei meiner letzten Vorsprache. Vor allem soll mein Arbeitgeber mir nicht vorwerfen können, ich hätte mir keine Gedanken gemacht, wie mit der Situation umzugehen wäre.

    So ein Gesichtsvisier wäre tatsächlich eine praktikable Lösung. Deshalb liebe ich das Brigitte Forum so sehr: Man bekommt hier zahlreiche verschiedene Meinungen und oft gibt es dann unter den vielen Antworten dann einen Vorschlag, der passt und auf den man nie selbst gekommen wäre.

    Danke Euch allen und bleibt gesund!

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