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  1. Inaktiver User

    AW: Und auch das ist Corona: Entlarvend und beschaemend

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    So war es doch schon immer, wenn ich mich richtig erinnere ...
    Pearl Harbour ...alle Japaner wurden interniert,
    in der Nazizeit ...alle menschen wurden mit Misstrauen beäugt ...Juden wurden gemieden und verpönt ..
    Aidsärzte, Aidsschwestern ...gemieden und verhöhnt ...
    Pflegepersonal auf infektiösen Stationen, Isolierstationen ..gemieden udn weitrumig umgangen ...
    mehr fällt mir gerade nicht ein.
    Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch die aufopfernden Helfer dieser Coronazeitmit den missbilligenden Aspekten anderer beäugt werden.
    Die ganzen Dankesbekundungen an alle Helfer sind für Rubbel die Katz ...lieber sollten sie die Fernsehwerbekosten an die Helfer verteilen...…….
    Seh ich genauso, ganz im Sinne des Threadtitels, es ist eben einfach entlarvend.
    Die Menschen kehren ihr innerstes nach außen.

    Und beschämend, aber zum Glück nur für diese Menschen.
    Fremdschämen hilft ja nix, man kanns nur selber besser machen, wie immer.

    Bislang habe ich sowas noch nicht im RL mitbekommen.
    Würde ich bei sowas Augenzeuge sein oder Ohrenzeuge, würde ich direkt den Mund aufmachen.
    Hab ich aber auch schon immer, in vergleichbaren Situationen.

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    AW: Und auch das ist Corona: Entlarvend und beschaemend

    Zitat Zitat von ambiva2 Beitrag anzeigen
    der fall in dem artikel ist krass, aber nicht einzigartig.

    viele menschen scheinen so zu ticken. sichtbar wird es derzeit auf dem land, wo man keine menschen aus der großstadt anfeindet, wenn die ihre "landsitze" aufsuchen.

    Alles in der Großstadt auch zu beobachten...dieses feindliche, hysterische Kreischverhalten etc..
    Hatten wir auch alles schon zig mal in der Geschichte dieses ach so hoch gebildeten Landes hier, daß Straßenseiten gewechselt werden, Leute denunziert und bedroht werden, verjagt werden.
    Die Geschichte wiederholt sich. Jetzt ist es eben der wirkliche oder angebliche Covidvirus, der dieses unreflektierte Verhalten auslöst, Massenverhalten.
    Die Leute sind auch verdummt durch TV. Da hilft auch keine Bildung, kein Abitur, kein Studium.

    Die stehen echt auf dem Balkon und klatschen. Haben halt eine an der Klatsche.

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    AW: Und auch das ist Corona: Entlarvend und beschaemend

    Sowas kommt von sowas.

    Menschen sind nicht von Haus aus dumm. Aber sie lernen oft nicht, ihr Gehirn zu benutzen. Unser Schulsystem bringt einem das leider nicht bei, denn es missachtet Grundregeln des Lernens.

    Kinder werden in unserer Gesellschaft NICHT geschützt. Sie sind ihren Familien vollkommen hilflos ausgeliefert. Sehr viele Kinder machen Gewalterfahrungen. Das bleibt nicht folgenlos. Und auch hier: Die Gesellschaft, die Nachbarschaft, Kindergarten-Fachkräfte, Lehrer, Angehörige, Kollegen, Freunde schauen weg, tun nichts, oft aus Angst, "Denunziant" zu sein oder einen Fehler zu machen, denn psychische Gewalt hinterlässt keine sichtbaren Narben.

    Dennoch könnte jeder als Erwachsener selbstbestimmt beginnen gegen zu steuern, Dinge zu ändern, Erfahrungen nach zu holen, sich Hilfe suchen, Verantwortung für das eigene Wohl übernehmen. Bleibt das aus, kann auch gesellschaftlich im Miteinander vieles nicht funktionieren.

    Das macht mich gleichzeitig traurig, wütend und erzeugt so eine zornige Hilflosigkeit. Wir sehen nur diese Blüten - die dornigen Leben dahinter, die ignorieren wir allzu oft.

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    AW: Und auch das ist Corona: Entlarvend und beschaemend

    Da stehen immer wieder Werke wie "The Crucible" auf den Lehrplänen der Schulen, ganz zu schweigen von anderen Themen, und der Bogen ins reale Leben wird dann doch nicht geschlagen.

    Ich nehme an, da laufen einerseits einfach archaische Muster ab, die nicht reflektiert werden.
    Zudem könnte ich jetzt noch etwas vom Quantenfeld erzählen, welches von unserer Umgebung erzeugt wird und welches uns bezüglich Empfindungen und Verhalten unbewusst beeinflusst, welches wir aber eben auch selbst erzeugen; aber dann würden viele hier wohl schlicht nicht weiterlesen.

    Auch in solchen Ereignissen kann man eine Chance sehen, nämlich zu ergründen, welche Muster wir selbst gespeichert haben und die uns dann reagieren lassen; entweder auf die Objekte von Massenhysterie und Hexenjagd, weil wir dieser selbst aufsitzen (betrifft die Schreiber in diesem Strang vermutlich weniger), oder eben auf diese Reaktionen.

  5. 14.04.2020, 10:57

    Grund
    Link zu unseriöser Quelle gelöscht und OT-Beitrag entfernt.

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    AW: Und auch das ist Corona: Entlarvend und beschaemend

    Was mich am aller-wütendsten macht, ist, dass Pflege- und Krankenhauspersonal nicht mal selbst genügend geschützt sind. Und dasss die dann noch draussen ausgegrenzt werden ... schlägt dem Fass den Boden aus.

    Diese Anfeindungen kann man doch schon seit geraumer Zeit beobachten? Beispielsweise gegen Rettungskräfte? Woher kommt das?

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    AW: Und auch das ist Corona: Entlarvend und beschaemend

    Ich habe eine Kollegin mit einer querulatorischen Ader. Für sie ist diese Krise eine willkommene Gelegenheit, mal wieder auf alle möglichen Versäumnisse und angeblichen Fehler anderer Leute
    hinzuweisen.
    Davon gibt es viele: Querulanten und schwierige Menschen haben in solchen Situationen eine Bühne.
    Heute ist die gute alte Zeit von morgen (Karl Valentin)

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    AW: Und auch das ist Corona: Entlarvend und beschaemend

    Man hat mittlerweile die Gewalt gegen Rettungskräfte näher untersucht.

    Spielt sich fast immer zwischen 17 Uhr abends und 5 Uhr morgens ab, fast immer sind Alkohol und/oder Drogen im Spiel, die Täter sind zu 70 Prozent zwischen 19 und 25 und männlich, gleichermaßen mit und ohne Migrationshintergrund, und zu 73 Prozent ist der Angreifer der Patient.

    Deckt sich mit meinen persönlichen Erfahrungen, zumindest größtenteils. Wobei ich sagen muss, ich bin nur selten außerhalb der Wochenenden (und dann abends) im Einsatz, deshalb ist das nicht repräsentativ.

    Meine persönliche Theorie ist - heute wird der Rettungsdienst für Dinge gerufen, die vor 30,35 Jahren allein geregelt wurden.

    Fritz schlägt im betrunkenen Kopf eine Scheibe und hat oberflächliche Schnittverletzungen? Man schafft ihn mit vereinten Kräften nach Hause, irgendwer verpasst ihm einen Verband, schließlich war man im Ersthelferkurs, am nächsten Tag kann überlegt werden, ob ein Arzt das sehen muss.

    Irgendjemand gerät alkoholbedingt in Rage? Es finden sich schon einige, die ihn zu Boden ringen und an die Luft befördern.

    Jemand ist total voll und liegt in der Ecke? Man schleppt ihn nach Hause und legt ihn ins Bett.

    Das fand niemand "toll" oder "cool", aber nach dem ersten Schreck fand sich jemand, der sagte : Los, wir machen jetzt das oder das...

    Ich treffe oft auf eine ganze Horde völlig überforderter junger Leute, die mit dem Benehmen ihres im Normalzustand ganz anders agierenden Kumpels so gar nicht klar kommen.

    Das ist nicht "besser" "oder" schlechter", nur anders.

    Aber warum das so anders ist kann ich nicht sagen.
    Mir fällt nur der Unterschied auf.

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    AW: Und auch das ist Corona: Entlarvend und beschaemend

    Zitat Zitat von KlaraKante Beitrag anzeigen
    Kinder werden in unserer Gesellschaft NICHT geschützt. Sie sind ihren Familien vollkommen hilflos ausgeliefert. Sehr viele Kinder machen Gewalterfahrungen. Das bleibt nicht folgenlos. Und auch hier: Die Gesellschaft, die Nachbarschaft, Kindergarten-Fachkräfte, Lehrer, Angehörige, Kollegen, Freunde schauen weg, tun nichts, oft aus Angst, "Denunziant" zu sein oder einen Fehler zu machen, denn psychische Gewalt hinterlässt keine sichtbaren Narben.
    Solange Familien im geschützten (rechtsfreien?) Raum schweben, wird sich da auch nichts ändern. Die Familie ist staatlich verordnet der Hort der Heimelig- und Glückseligkeit. Würde das endlich mal offen anders debattiert und Familien als durchaus transparent zu sehende Lebensgemeinschaft angesehen, würden sich auch mehr kinderbetreuende Institutionen (oder auch unmittelbare Nachbarn) trauen, Entsprechendes in die Wege zu leiten, wenn offenbar wird, dass Kindern Leid angetan wird.

    Und so lange wird sich zurückgezogen mit der Losung: Das geht mich nichts an, das ist deren (Familien-)Sache.

  10. Moderation

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    AW: Und auch das ist Corona: Entlarvend und beschaemend

    Zitat Zitat von Chambord Beitrag anzeigen
    Solange Familien im geschützten (rechtsfreien?) Raum schweben, wird sich da auch nichts ändern. Die Familie ist staatlich verordnet der Hort der Heimelig- und Glückseligkeit.
    Das ist ein Thema, das mir am Herzen liegt und das ich nicht wirklich verstehe. Da wir doch eigentlich intuitiv das Beschützen von Kindern in uns „eingebaut“ haben, erkläre ich mir den Mangel an Schutz und Interesse, gerade auch für kleine Kinder, damit, dass viele Erwachsene es nicht aushalten, der Realität ins Auge zu sehen. Eventuell, um auch persönliche Erfahrungen nicht erinnern zu müssen.

    Wenn man sich alleine nur die inzwischen gut zwanzig Jahre alte ACE-Studie von Felitti und Anda anschaut, die auch in zahlreichen Spinoffs den Zusammenhang zwischen „adverse childhood experiences“ in der Familie und dem deutlich erhöhten lebenslangen Krankheitsrisiko gezeigt hat, müsste man ganz anders tätig werden.

    Aber das ist vermutlich off-topic, wenngleich ich schon Zusammenhänge zwischen Ausgrenzung, Verrohung und Mangel an Zivilcourage und dem oben genannten sehe.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  11. User Info Menu

    AW: Und auch das ist Corona: Entlarvend und beschaemend

    Das mag ja alles sein. Aber es würde auch nichts besser machen. Denn solange Kinder in der Öffentlichkeit gemobbt werden können, also auch in Schulen, ist auch die Öffentlichkeit nicht in der Lage, die Kinder zu schützen.

    Die Menschheit ist generell irgendwie unter entwickelt.
    Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

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