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    AW: Corona - wie lebt ihr euren Alltag?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eigentlich nur einen kleinen Teil der Familie, die meisten habe ich seit Wochen nicht mehr gesehen.
    Wir überlegen auch, ob Familienbesuche bei uns sogar gehen.

    Wir sitzen beide im Homeoffice, die Gefahr dass wir uns irgendwo angesteckt haben ist minimal, zumindest einige Familienmitglieder gehen auch nicht häufiger aus als wir. Da sehe ich die "Kosten" von seltenen Besuchen nicht, auch wenn wir uns bisher zurückgehalten haben.

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    AW: Corona - wie lebt ihr euren Alltag?

    Zitat Zitat von Zuza. Beitrag anzeigen
    Mein Leben ist eigentlich gar nicht sehr viel anders alfs vor Corona, aber es fühlt sich vollkommen anders an.

    [........]

    Ich sag mir immer: Komm Zuza, sei froh, es geht dir gut. Wir sind gesund und hoffen es zu bleiben, wir haben keine finanziellen Sorgen. Wir dürfen vor die Tür. Und das Wetter ist wenigstens schön (mir manchmal schon fast zu schön, man kann ja nix machen).

    Aber es fühlt sich einfach alles grundlegend falsch an. Unecht. Unfrei.
    Genau so.

    Objektiv gesehen geht es mir gut. Haus, Garten, viel Natur vor der Tür.

    Subjektiv fühle ich mich oft schlecht, weil ich vieles nicht tun kann, was sonst normal ist.

    Am schwersten fällt es mir, mein Enkelkind nicht zu sehen. Der Besuch an Ostern, die Woche, die es bei uns verbringen sollte, findet nicht statt.
    Und ich weiß nicht, wie lange das noch so weiter geht. Die Ungewissheit ist schlimm.

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    AW: Corona - wie lebt ihr euren Alltag?

    Mein Alltag ist meinem Alltag zu 50-60% der Zeit sehr aehnlich. Normaler Weise arbeite ich auch im home office, habe allerdings viele regelmaessige Auslandsreisen, die jetzt natuerlich komplett wegfallen. Momentan komme ich damit noch klar, weil gerade das letzte halbe Jahr zuvor sehr sehr intensiv war bzgl Reisetaetigkeit, aber ich denke in 3-4 Wochen werde ich schon anfangen, das zu vermissen, da damit auch der spannendere Teil der Arbeit verbunden ist.

    Was meinen home office Alltag jetzt anders macht, ist, das auch saemtliche Kollegen, die sonst von den verschiedenen weltweiten Bueros unserer Firma aus arbeiten, daheim sind und viele daher mehr Redebedarf haben als sonst - hoffe das legt sich jetzt langsam ;) Und natuerlich bin ich sonst auch mehrmals die Woche unterwegs gewesen, sei es um Freunde zu treffen, am Strand zu spazieren oder auf dem Markt einkaufen zu gehen. Jetzt bin ich im Haus, im Garten und laufe maximal noch vor zur Recyclingstation oder mache einen kurzen Spaziergang hier im Dorf. Einkaeufe habe ich durch Lieferdienste ersetzt und war seit einem Monat nirgendswo mehr.

    Mit vielen meiner engsten Freunde kommuniziere ich eh schon immer ueber Skype oder WhatsApp, da sie auf der ganzen Welt verstreut sind. Aber jetzt melden sich auch Freunde, mit denen ich maximal einmal im Jahr oder so telefoniere oder wo der Kontakt die letzten Jahre gaenzlich ueber WhatsApp-Nachrichten verlief. Ist natuerlich ganz schoen, aber gepaart mit der Redebeduerftigkeit meiner Kollegen, war ich jetzt gefuehlt 3 Wochen am Stueck hier quasi permanent mit Kopfhoeren unterwegs ;) So nett das ist, darf es jetzt gerne wieder weniger werden.

    Was Familie betrifft: die wohnt auch in einem andern Land und meine alten Eltern aus der Ferne zu unterstuetzen, ist ueberraschend gut moeglich. Wenngleich man schon merkt wie weit hinten dran Deutschland noch ist mit so Sachen wie Online-Supermarkt und Bezahlmoeglichkeiten. In der Region meiner Eltern gibts schlicht nicht einen Supermarkt der Online-Shopping und Lieferdienst anbietet (bei einem kann man telefonisch bestellen und bekommt es dann geliefert, muss aber bar bezahlen und ist fuer einen normalen Einkauf sehr aufwendig verglichen mit einem Online Supermarkt). Ich konnte ihnen zwar ueber REWE etwas bestellen (die liefern per DHL), aber natuerlich keine frischen Sachen. Da muss dann ein Bekannter helfen, wo ich dann wenigstens die Bezahlung per Ueberweisung machen kann (ich will echt nicht, dass meine Eltern zum Bankautomaten gehen). Ansonsten, alles was sich online bestellen laesst, erledige ich fuer sie von hier aus.
    "Warum soll ich nicht beim Gehen" -
    sprach er "in die Ferne sehen?
    Schön ist es auch anderswo,
    und hier bin ich sowieso."

    Wilhelm Busch

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    AW: Corona - wie lebt ihr euren Alltag?

    Mir geht es inzwischen überhaupt nicht mehr gut 😔. Die Rahmenbedingungen sind zwar vergleichsweise „komfortabel“, wie haben einen Garten, wohnen im Grünen und im Grunde bin ich auch nicht jemand, der ständig Menschen um sich braucht. Aber ich habe dieses Schuljahr ein Jahr Auszeit genommen, wollte endlich ein bisschen reisen, nachdem die Kinder seit August alle aus dem Haus sind. Mein erstes Reiseziel ist dann mehr oder weniger verbrannt und ich wollte der schon so belasteten Umwelt nicht noch eine weitere Touristin zumuten. Dann kam Corona und meine ganzen Pläne sind hinfällig. Ich sitze also daheim und meditiere. Meine Kinder und mein erstes Enkelkind, das im Dezember auf die Welt kam, sind nur 7 km entfernt, aber uns trennt eine Landesgrenze, die im Gegensatz zu der von Herr Laschet sehr rigoros abgeriegelt wurde. Da gibt es sogar einen doppelten Zaun 😏.

    Also sitze ich hier, mache jeden Tag Sport, wäre demnächst wahrscheinlich fit für einen Triathlon und poliere inzwischen die Grashalme und mäste meinen Mann, der im Home Office arbeitet. Er findet das ganze total entspannt, genießt den kurzen Arbeitsweg (vom Schlafzimmer in mein Arbeitszimmer, welches ich ihm zur Verfügung gestellt habe, ist es tatsächlich nicht weit) und kann gar nicht verstehen, warum meine Stimmung immer mehr in den Keller fällt.

    Ich mag nicht eingesperrt sein. Inzwischen geht mir Corona mordsmäßig auf den Geist. Es deckt auf, wie krank unsere Welt eigentlich ist. Was ist wichtig. Für was ist Geld da und für was investieren wir unsere Zeit. Könnte gerade einfach 🤮. Sorry, für die Ausdrucksweise, aber ich mag grad gar nicht mehr.

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    AW: Corona - wie lebt ihr euren Alltag?

    Ich lebe allein in einem Haus auf dem Land. Es tut mir gut, jeden Tag einen Spaziergang machen zu können. Manchmal mit einer Freundin oder meiner Schwester und natürlich mit Abstand, meistens allein.
    Meine Kinder wohnen alle weit weg und sie und vor allem meine Enkel fehlen mir schon sehr.
    Wir versuchen aber jeden Tag kurz in unsere Familiengruppe zu schreiben. Für mich eine Beruhigung wenn ich weis, es geht ihnen gut. Ende Mai sollte ein grosses Familientreffen bei mir sein ,das habe ich nun schweren Herzens abgesagt.

    Meinen kleinen Minijob war ich recht schnell los, das hat mir die erste Zeit sehr zu schaffen gemacht.

    Ich versuche das Beste aus dieser merkwürdigen Zeit zu machen und das gelingt mir mal besser, mal schlechter.

    Das wunderbare Wetter hilft mir da im Moment sehr.
    Reisen ist tödlich für Vorurteile (Mark Twain)

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    AW: Corona - wie lebt ihr euren Alltag?

    Ich lebe allein und bin auch im normalen Leben sehr auf mich allein gestellt. Als Rentnerin hab ich aber noch einen kleinen Job in der Firma, in der ich fast 30 Jahre arbeite. Nun mache ich Homeoffice, was ich erstens anstrengender finde und mir fehlt halt dieser regelmäßige Kontakt zu den Kollegen. Am meisten aber belastet es mich, dass ich meine Enkel nicht sehen kann. Ich habe sie immer sehr regelmäßig übers Wochenende bei mir gehabt und viel mit ihnen unternommen. Das fehlt sehr.

    Ich hatte mir von Anfang an vorgenommen, den Tag einigermaßen zu strukturieren und regelmäßig zu kochen, auf gute Ernährung zu achten und mache fast täglich meine Fitnessübungen. Ich gehe in den Wald, wo mir auch plötzlich viel mehr Menschen begegnen als normalerweise. Jetzt, wo es wärmer geworden ist, radele ich auch gern mal über die Feldwege. Ich gehöre zu den glücklichen, die viel Platz haben, bewohne ein ganzes Haus und habe einen Garten. Da ist auch immer etwas zu tun. Einkäufe mache ich einmal wöchentlich.

    Meine Tochter, auch Single, hatte überlegt, ob sie mich zu Ostern besucht. Das wäre möglich, obwohl die Landesgrenze schon sehr kontrolliert wird. Aber es bleibt irgendwie doch ein mulmiges Gefühl. Wobei sie meint, dass es jetzt vielleicht besser ist als später, wenn es nach und nach zu Lockerungen kommt. Sie macht jetzt auch seit 4 Wochen Homeoffice aber wenn sie erstmal wieder ins Büro geht und das Leben in der Millionenstadt, in der sie lebt, wieder anläuft, ist es vielleicht noch riskanter, mich zu besuchen. Ich gehöre vom Alter her und mit einer Vorerkrankung zur Risikogruppe. Diese Entscheidung ist nicht leicht und wir überlegen noch.

    Ich merke jetzt, dass ich mich schon vor Corona sehr zurückgezogen habe. Ich habe mir vorgenommen, wieder mehr Leben ins Leben zu lassen, wenn es wieder möglich ist. Ich möchte dann meine Verwandten häufiger besuchen und die Freundschaften besser pflegen. Bis dahin versuche ich, meine Zeit so angenehm wie möglich zu verbringen. Manchmal mach ich mir laute Musik an und tanze und singe.
    Ich bin mein eigenes Projekt!

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    AW: Corona - wie lebt ihr euren Alltag?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Wir überlegen auch, ob Familienbesuche bei uns sogar gehen.

    Wir sitzen beide im Homeoffice, die Gefahr dass wir uns irgendwo angesteckt haben ist minimal, zumindest einige Familienmitglieder gehen auch nicht häufiger aus als wir. Da sehe ich die "Kosten" von seltenen Besuchen nicht, auch wenn wir uns bisher zurückgehalten haben.
    Aber ihr könntet euch anstecken...!?
    Für immer ab jetzt!
    "Weißt du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein.
    Bei allem was du machst. Und wenns so richtig Scheiße ist dann ist
    wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle, wo es am Allerschönsten ist,
    da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment." ♫



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    AW: Corona - wie lebt ihr euren Alltag?

    ich mag die ruhe, die im moment hier herrscht.

    alle sind ruhiger, es ist keine hektik, man rennt nicht aneinander vorbei- sondern geht langsam, auf distanz, an einander vorbei. es sind wesentlich weniger autos unterwegs. man/frau geht bewusster mit den mitmenschen um. es ist friedlicher. das gefällt mir.

    und da graut es mir davor, wenn wieder alles "auf normal" läuft.


    und kontakte- die waren schon immer auch über verschiedene medienkanäle vorhanden.
    zwischen briefe schreiben, email, whatsapp bis telefonieren- es ist bewusster.

    weil es eben nicht selbstverständlich ist.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Corona - wie lebt ihr euren Alltag?

    Ich habe nicht sonderlich viel zu tun im Moment:
    Meistens sitze ich nach dem Aufstehen 2 Stunden auf der Terrasse, lese und trinke Kaffee. Heute war das Wetter schlecht und ich habe den ganzen Tag im Bett verbracht.
    Regelmäßig gehe ich spazieren und einmal die Woche für mich und meine ältere Verwandtschaft einkaufen.
    Ich habe ein bisschen angefangen aufzuräumen aber mir fehlt dafür gerade die Lust.
    Gemüse, Salat und Kräuter habe ich letzte Woche ausgesät und zu mehr kann ich mich auch nicht aufraffen.
    Zur Arbeit gehe ich etwa einen Tag die Woche. Da erledige ich das allernötigste. Mehr geht nicht, wir haben nur Notbetrieb und Homeoffice ist nicht umsetzbar. Ich fahre derzeit mit dem Auto anstatt mit den Öffis.
    Manchmal treffe ich eine Person. Das ist hier erlaubt. Mal aus der Familie, mal aus dem Freundeskreis.
    Ansonsten telefoniere und schreibe ich mehr.
    Ich versuche, mir jeden Tag etwas vorzunehmen. Heute hat es nicht geklappt. Es ist Ostern und schlechtes Wetter und ich bin zu deprimiert. Gestern war das Wetter schön, da lief es viel besser. Da habe ich etwa 1/3 meiner Klamotten aussortiert und in Säcke verpackt.

    Klingt eigentlich alles nett und entspannt. Aber allein bei der Vorstellung, dass das jetzt noch länger so weiter geht, wird mir Angst und Bange.

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    AW: Corona - wie lebt ihr euren Alltag?

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen

    und da graut es mir davor, wenn wieder alles "auf normal" läuft.

    Es wird zwar nicht wieder alles "af normal" laufen, aber ich genieße die jetzige Zeit sehr.
    Gerade auch, weil ich weiß, dass es etwas Vorübergehendes, ja fast "Kostbares", ist.
    Wahrscheinlich werde ich es in meinem ganzen Leben nie wieder so erleben dürfen.

    Es ist ein wenig Traurigkeit in mir, weil es eben bald vorbei ist.
    Aber ich weiß auch, es muss auch vorbei gehen. Es geht nicht anders.

    Die Einschränkungen nehme ich gerne in Kauf. Man kommuniziert halt anders und öfter.
    Selbst auf der Arbeit ist es ruhiger, obwohl die Menge der Arbeit sich nicht geändert hat.

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