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  1. Inaktiver User

    AW: Exit aus dem Lockdown - wann, wie, ob

    @sprachlos
    Danke
    Als ich das Papier vor ein oder zwei Wochen zum ersten Mal gelesen hab, war ich entsetzt und dachte nur: „Das liest sich wie das Drehbuch zu dem schlechten Film, in dem die Welt in Medien und Politik derzeit zu leben scheint, die aber so überhaupt gar nix mit meiner realen Welt hier im „von Covid-19 schwer betroffenen“ Süden zu tun hat.“

    Es wäre wirklich witzig, wenn es nicht so gruselig wäre.

  2. Inaktiver User

    AW: Exit aus dem Lockdown - wann, wie, ob

    Hier übrigens eine Statistik von offizieller Seite (Statistisches Bundesamt) zur Sterblichkeit im Monat März in D im Vergleich zu den Vorjahren, insbesondere 2018, man scrolle einfach zur ersten Kurve nach unten:

    Sonderauswertung zu ersten Sterbefallzahlen des Jahres 2020 - Statistisches Bundesamt

  3. Inaktiver User

    AW: Exit aus dem Lockdown - wann, wie, ob

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Ich hatte bei der "Heute-show" von diesem Papier gehört und war mir nicht ganz sicher, was davon Satire war. Die Realität ist aber wirklich übel und ich finde nicht, dass wir Deutschen eine solche Kommunikationsstrategie verdient haben:

    4 a. Worst case verdeutlichen!

    [...]
    Und genau aufgrund solcher (Kommunikations-)Strategien bin ich gegenüber der Regierung so misstrauisch und stellte die Maßnahmen in dieser Form, wie sie vor den Lockerungen bestand, in Frage.

    Aber es funktioniert ja, wie man sieht. Viele Menschen sind stark verunsichert und gehen lieber vom Worst-Case-Szenario aus und verurteilen schlimmstenfalls noch diejenigen, die das differenzierter sehen.

    Und beim anderen Extrem funktioniert es dann gar nicht. Schade, dass nicht einfach ehrlich kommuniziert wird. Den gesunden Mittelweg, den ich für mich z. B. freiwillig definiert habe, schon bevor es die Maßnahmen offiziell gab, gibt es dann wohl kaum noch. Dieser Mittelweg beinhaltet das Szenario, das wir aktuell ungefähr haben. Abstand, Masken beim Einkaufen oder im ÖPNV... und ansonsten das Leben weiterhin versuchen, bestmöglich zu genießen mit Spaziergängen in der Natur z. B., ohne 24/7 nur noch Corona-Corona-Corona zu denken.

    Ich habe gestern z. B. eine Auswertung auf der Teletext-Seite des NDR gesehen, in der unser Bundesland 12 Infizierte weniger hatte als am Vortag. Ich müsste das über andere Seiten nochmal verifizieren. Aber das ist doch ein positives Signal, wenn die Zahlen teilweise sogar wieder runter gehen.

  4. Inaktiver User

    AW: Exit aus dem Lockdown - wann, wie, ob

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (Noch) nicht sehr aussagekräftig, da besagte rote Kurve nur Zahlen bis einschließlich 15.03.20 liefert...

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    AW: Exit aus dem Lockdown - wann, wie, ob

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (Noch) nicht sehr aussagekräftig, da besagte rote Kurve nur Zahlen bis einschließlich 15.03.20 liefert...
    Doch, der Verlauf der roten Kurve ist jetzt schon aussagekräftig. Insgesamt sind ca 5000 Menschen an/mit Corona verstorben.
    Der Ausschlag nach oben wird also moderat ausfallen.

  6. Moderation

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    AW: Exit aus dem Lockdown - wann, wie, ob

    Sprachlos, danke auch von mir. Das sind grausame, aber sehr wirksame Begründungen dafür, dass wir aufpassen sollten wie die Wachhunde.


    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    ...
    Um eben genau diese von Dir beschriebene Verwirrung zu entwirren, bedarf es nunmal Daten, Daten und nochmals Daten. Alle Daten, die irgendwie irgendwo verfügbar sind, MÜSSEN gesammelt und aggregiert werden. Auch wenn es eben aufwändiger ist.
    Wie z.B. in dem von Malaita gestern Abend verlinkten Artikel der Tagesschau, in dem steht, dass die Befunde (also Daten) der an/mit Covid-19 Verstorbenen nun bei der RWTH Aachen gesammelt werden.
    Sehe ich genauso. Das mit den Obduktionen hatte ja ich ins Spiel gebracht und bin Malaita für den ergänzenden Link sehr dankbar.

    Als weitere Maßnahme sehe ich die Tests. Wird auch von den Fachleuten unterschiedlich gewertet. Aber mir scheint logisch, dass breitgefächerte Tests - auch wenn sie oft negativ sind - viel über Ansteckungswege und -lage und -bewegung aussagen. Dafür wäre auch eine bessere Kooperation und Vernetzung nötig; ich glaube, die haben wir auch noch längst nicht.

    Als nächstes die App, die versprochen war und vor Mai nicht kommt.


    Es bräuchte noch viel mehr, was ich als Laie nicht ausdrücken kann.

    Prof. Dr. Wieler ist mit Sicherheit ein Experte auf seinem Gebiet und ein guter Geschätsführer.
    Aber dass er eben genau diese Wichtigkeit der Daten WOCHENLANG nicht erkannt hat - also keine valide Datenbasis in den verschiedenen Bereichen geschaffen hat bzw die "Schaffung" dieser unterschiedlichen Datenbasen nicht veranlasst und/oder ausgelagert hat - ist für mich schlichtweg kein professioneller Umgang mit der momentanen Situation.
    Aus jetziger Sicht war das ein Dilettantismus ohne Ende - von der fehlenden Schutzkleidung über zögerliche Maßnahmen bis zum Abstreiten, dass Obduktionen notwendig sind.
    Der Adler fängt keine Mücken.

    Schauen wir nach vorn, solange wir noch sehen können. [< München Mord]

    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
    Arnulf Rating

  7. Inaktiver User

    AW: Exit aus dem Lockdown - wann, wie, ob

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (Noch) nicht sehr aussagekräftig, da besagte rote Kurve nur Zahlen bis einschließlich 15.03.20 liefert...
    Das stimmt: man beachte auch den Text:

    Die ersten vorläufigen Daten für das Jahr 2020 geben aktuell noch keine Hinweise auf eine Übersterblichkeit durch COVID-19 mit auffälligen Abweichungen nach oben. Im Januar 2020 starben nach dieser Auszählung etwa 85 000 Menschen. Im Februar 2020 waren es mindestens 79 000 Personen. Auch in der ersten Märzhälfte ist bislang kein auffälliger Anstieg der Sterbefallzahlen erkennbar. Da die Grippewelle 2020 seit Mitte März als beendet gilt, könnte ein möglicher Anstieg von Sterbefallzahlen im weiteren Verlauf des Jahres 2020 in einem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen.
    Hervorhebung von mir.

    Pro Monat sterben also deutschlandweit mehrere zehntausend Menschen. Ich bin gespannt, wie sich die Kurve retrospektiv - sagen wir mal - im Juni liest... ich vermute (!), sie wird nicht sehr aufregend aussehen.

  8. Inaktiver User

    AW: Exit aus dem Lockdown - wann, wie, ob

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das stimmt: man beachte auch den Text:
    Und weiter:

    Für die Jahre 2019 und 2020 werden erste vorläufige Daten dargestellt – hierbei handelt es sich um eine reine Fallzahlauszählung der eingegangenen Sterbefallmeldungen aus den Standesämtern ohne die übliche Plausibilisierung und Vollständigkeitskontrolle der Daten. Durch gesetzliche Regelungen zur Meldung von Sterbefällen beim Standesamt und Unterschiede im Meldeverhalten der Standesämter an die amtliche Statistik sind aktuelle Aussagen zur Zahl der Sterbefälle mit einem Verzug von etwa vier Wochen möglich. Durch die verzögerten Meldungen können sich die ersten Ergebnisse für das Jahr 2020 noch leicht erhöhen.

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    AW: Exit aus dem Lockdown - wann, wie, ob

    Zitat Zitat von Lola-rennt Beitrag anzeigen
    Doch, der Verlauf der roten Kurve ist jetzt schon aussagekräftig. Insgesamt sind ca 5000 Menschen an/mit Corona verstorben.
    Der Ausschlag nach oben wird also moderat ausfallen.
    Erstens sind die 5000 noch nicht in der Kurve drin, sondern nur die bis zum 15. März erfassten (laut Worldometer 13!).
    Zweitens sind die 5000 auch nur die nachgewiesenen Todesfälle, also mit Labornachweis. Die Übersterblichkeit ist im Allgemeinen deutlich höher, zum Vergleich die gern herbeigezogene Grippe-Saison 2017/2018: "nur" 1'674 Tote mit Influenza-Nachweis, aber eine Übersterblichkeit von 25'000.

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    AW: Exit aus dem Lockdown - wann, wie, ob

    Ich versteh ehrlich gesagt nicht, was an dem von Sprachlos verlinkten Papier so unerwartet, in den Grundfesten erschütternd oder verschwörungstheoretisch relevant sein soll?

    Die Regierung will den worst case verdeutlichen, damit die Leute das Ganze ernst nehmen und sich an die Massnahmen halten.

    Ja. Was ist daran so aussergewöhnlich oder schlimm?

    Würde die Regierung nicht den worst case verdeutlichen, würden eben viele sich nicht an die Massnahmen halten und es käme zur gefürchteten Überlastung des Gesundheitssystems.

    Und dass der worst case möglich ist, haben ja Italien, Spanien, Frankreich gezeigt (in Europa). Wieso soll da die Regierung also nicht drauf hinweisen, was ein Land schlimmstenfalls erwartet?

    Im Gegenteil finde ich das sogar richtig.

    Einzelne Sätze im Papier mögen etwas furchteinflössend formuliert sein, aber insgesamt kann ich echt nix wirklich schlimmes daran finden.

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