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  1. Avatar von Nubia
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    Chronisch krank und somit "Risikopatientin" - Aussichten?

    Hallo zusammen,

    zu diesem Thema habe ich hier noch keinen Thread gefunden, habe jetzt aber auch nicht die gesamte Bri durchsucht.

    Ich habe Asthma. Zur Zeit leide ich sogar besonders an Atemnot, warum das so ist, weiß ich nicht genau. Natürlich war ich deshalb beim Lungenarzt, der mit etwas verschrieben hat, was hoffentlich helfen wird, aber das dauert natürlich ein wenig.

    Mir macht die derzeitige Diskussion Angst, zum Beispiel der Vorschlag, dass demnächst alle wieder ihrem Alltag nachgehen, die Risikopatienten aber isoliert bleiben sollen. Klingt super, wenn man im Großen und Ganzen gesund ist oder wenn man bereits positiv getestet und demnächst bis auf Weiteres immun sein wird.
    Aber was sollen die Menschen machen, denen es ähnlich geht wie mir?

    Und: Wer entscheidet eigentlich, wer Risikopatient ist? Kurz nachdem die Schulen bereits geschlossen hatten, musste ich noch an einer Maßnahme des Arbeitsamtes teilnehmen (ja, ich bin auch noch arbeitslos seit Anfang Februar und weiß nicht, wie ich meine Miete zahlen soll). Da hat es keinen interessiert, dass ich Asthma habe. Okay, inzwischen wissen viel mehr Menschen viel besser Bescheid. Trotzdem: Alles ist sehr ungewiss.

    Wie wird das Leben aussehen für Menschen wie mich in den nächsten Wochen, Monaten, Jahren?

    Lasst uns mal drüber sprechen.
    Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

  2. gesperrt
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    AW: Chronisch krank und somit "Risikopatientin" - Aussichten?

    Zitat Zitat von Nubia Beitrag anzeigen
    Wie wird das Leben aussehen für Menschen wie mich in den nächsten Wochen, Monaten, Jahren?

    Lasst uns mal drüber sprechen.
    Ich habe Asthma, Diabetes und Bluthochdruck.
    Für alles habe ich Medikamente, Ärzte suche ich im Moment nicht auf.
    Mein Leben hat sich fast nicht geändert, ich gehe 5 bis 6 Tage in der Woche zur Arbeit, danach kehre ich nach Hause zurück und lebe mit der Familie mein Familienleben. Freunde treffe ich natürlich nicht, Aktivitäten außerhalb finden nicht statt.
    Aber meine Krankheiten stoppen mich ganz sicher nicht.


  3. Registriert seit
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    AW: Chronisch krank und somit "Risikopatientin" - Aussichten?

    Hallo Nubia,

    ich selber habe auch Asthma seit über 30 Jahren. Ich nehme wie üblich jeden Tag morgens und abends mein gewohntes Asthma-Spray (mit Cortison und einem lungenerweiternden Bestandteil) und dazu jeden Abend eine Tablette Montelukast (Leukotrin-Hemmer, soll die allergische Reaktion in der Lunge verhindern).

    Damit ist normalerweise mein Asthma stabil unter Kontrolle. Allerdings ist es eigentlich bei jedem Infekt und jeder Erkältung so, dass diese schnell nach unten wandert, und in diesen Fällen verdoppele ich die Dosis des Sprays. In früheren Zeiten hatte ich nach einem Infekt oft wochenlang, einmal monatelang Husten.

    Das letzte Mal war ich im November bei meiner Lungenfachärztin zur Kontrolle und da war soweit alles ok. Normalerweise muss ich nur ein Mal im Jahr dort hin und gehe sonst, wenn etwas ist, zum Hausarzt.

    Darf ich fragen, wie alt Du bist? Ich bin 59 und gehöre wohl wegen des Alters und des Asthmas auch zu einer Risikogruppe.

    In meinem einen Beruf arbeite ich im Home Office am häuslichen PC und in meinem anderen Beruf muss derzeit alles ausfallen bzw. kann ich nur versuchen, per Skype zu arbeiten, was aber sehr anstrengend und nicht allzu effizient ist.

    Wegen des Risikos versuche ich, die Angst vor Ansteckung möglichst wegzuschieben und nicht zu viel darüber nachzudenken. Ich versuche auch, nicht zu oft die Nachrichten zu hören oder zu viele Artikel zu Corona zu lesen, denn wenn ich mich zu viel damit beschäftige, merke ich auch, dass ich ängstlich werde.

    Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du gesund bleibst!

    P.S. Einen gewissen Bluthochdruck habe ich seit einiger Zeit auch und nehme daher seit ein paar Wochen ein Blutdruckmedikament. Ich wusste gar nicht, dass das auch ein Risiko sein kann?
    Wenn Du es eilig hast, gehe langsam!

    Die wahre Achterbahn findet im Herzen statt!


  4. Registriert seit
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    AW: Chronisch krank und somit "Risikopatientin" - Aussichten?

    Ich habe auch Asthma und Bluthockdruck. Gegen das Asthma habe ich einen Spray bei Bedarf (Atembeschwerden sind momentan nur schwach), der Bluthochdruck wird kontinuierlich behandelt und ist somit ok.

    Ich für mich habe beschlossen, dass ich mich nicht als Hochrisikopatientin sehe (sehen will) und deshalb einfach die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen beachte.

  5. Avatar von Nubia
    Registriert seit
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    AW: Chronisch krank und somit "Risikopatientin" - Aussichten?

    Danke für eure Antworten.
    Ich bin 53 Jahre alt. Mein Asthma habe ich auch schon seit mindestens 30 Jahren. Von früher kenne ich lange Phasen, in denen ich mein Asthma gar nicht bemerkt habe. Mit Medikamenten natürlich. Aber in den letzten Jahren kommt es immer wieder vor, dass ich phasenweise stark huste oder, so wie jetzt, einfach an Atemnot leide.
    Ich frage mich einfach, wie es weitergehen soll, wenn irgendwann wieder der Alltag einkehrt (wobei der sicherlich auch nicht so sein wird wie vor der Corona-Krise). Auch wenn man von der "Durchseuchung" der Bevölkerung ausgeht - Ich bin dann immer noch Risikopatientin und muss extrem aufpassen.

    Montekulast hilft mir leider gar nicht. Das ist so ein Medikament, das bei manchen Patienten wirkt, bei anderen nicht, und kein Mensch weiß genau, warum.
    Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams

  6. gesperrt
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    AW: Chronisch krank und somit "Risikopatientin" - Aussichten?

    Zitat Zitat von Azilal Beitrag anzeigen

    Ich für mich habe beschlossen, dass ich mich nicht als Hochrisikopatientin sehe (sehen will) und deshalb einfach die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen beachte.
    So bin ich auch vorgegangen.

  7. Avatar von Nubia
    Registriert seit
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    AW: Chronisch krank und somit "Risikopatientin" - Aussichten?

    Zitat Zitat von Azilal Beitrag anzeigen
    Ich habe auch Asthma und Bluthockdruck. Gegen das Asthma habe ich einen Spray bei Bedarf (Atembeschwerden sind momentan nur schwach), der Bluthochdruck wird kontinuierlich behandelt und ist somit ok.

    Ich für mich habe beschlossen, dass ich mich nicht als Hochrisikopatientin sehe (sehen will) und deshalb einfach die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen beachte.
    Klar, jede*r muss selbst entscheiden. Ich selbst gehe auch noch manchmal einkaufen, weil ich sonst einfach verrückt werde. Ob das klug ist, weiß ich nicht.

    Wenn du außer einem Akut-Spray keine weiteren Medikamente gegen Asthma nimmst, bist du vielleicht auch nicht so gefährdet (ob das stimmt, weiß ich natürlich nicht wirklich).
    Bei meiner akuten Atemnot möchte ich aber nicht wissen, was das Virus mit mir machen würde... Aber so richtig in Quarantäne mag ich mich dennoch nicht begeben. Ist vielleicht unlogisch.
    Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.
    Douglas Adams


  8. Registriert seit
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    AW: Chronisch krank und somit "Risikopatientin" - Aussichten?

    Zitat Zitat von Nubia Beitrag anzeigen
    Wenn du außer einem Akut-Spray keine weiteren Medikamente gegen Asthma nimmst, bist du vielleicht auch nicht so gefährdet (ob das stimmt, weiß ich natürlich nicht wirklich)
    Das kann sein. Es kann aber auch anders sein. Abgesehen von der sehr tiefen Mortalität hierzulande gibt es kerngesunde junge Menschen, die sterben und alte Asthmatiker und Kettenraucher, die überleben. Das Immunsystem wird auch sehr von der Psyche mitbeeinflusst und so gehe ich davon aus, dass ich dieses Virus überleben werde, wie auch schon viele andere Viren.

  9. gesperrt
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    AW: Chronisch krank und somit "Risikopatientin" - Aussichten?

    Es ist ja im Moment auch aufgrund des Frühlings und der Pollenaktivitäten eine schwierige Zeit für Asthmatiker.

    Mir geht es jedes Jahr von Ende Februar bis April/Mai ziemlich schlecht und ich erlaube mir eine Woche im März, in der ich komplett aussteige und mich pflege. Die ist aber vorbei und nun muss mentale Stärke mich durch den Rest der schlimmen Zeit bringen.


  10. Registriert seit
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    AW: Chronisch krank und somit "Risikopatientin" - Aussichten?

    Leider habe ich außer dem Asthma und dem neuen Bluthochdruck auch noch andere chronische Probleme und mein Immunsystem ist deshalb nicht besonders gut.

    Ich wohne mit meinem Mann zusammen und unsere Kinder sind erwachsen und leben weiter weg.

    Wir haben zu zweit für uns jetzt einen ganz guten Rhythmus gefunden: Von frühmorgens bis mittags arbeiten wir beide im Homeoffice, dann essen wir etwas und machen einen längeren Spaziergang in der Natur, wo kaum Menschen unterwegs sind.

    Danach geht es weiter mit Arbeit, Hausarbeit oder anderen häuslichen Beschäftigungen, und am Abend drehen wir meist auch nochmal eine kleine Runde.

    Mir hilft die körperliche Bewegung und die frische Luft sehr, die innerliche Anspannung abzubauen. Zwar habe ich seit Anfang Januar wegen der Frühblüher-Pollen auch eine Laufnase und entzündete Augen, aber es hilft nichts - im Verlauf des weiteren Jahres bessert sich das meist.
    Wenn Du es eilig hast, gehe langsam!

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