Familien verbringen viel mehr Zeit als sonst miteinander, das gewohnte Verhalten muss komplett geändert werden. Da kommt neben Unsicherheit und Langeweile auch oft Frust auf, die Nerven liegen bei einigen zunehmend blank. Eine der Folgen ist, dass die Gefahr häuslicher und sexualisierter Gewalt, vor allem gegen Kinder und Frauen wächst. Bitte haltet Augen und Ohren auf und scheut euch nicht, Beratungsstellen zu kontaktieren, und/oder Behörden (Jugendamt/Polizei) zu informieren.
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22.03.2020, 12:12Inaktiver User
Häusliche Gewalt in Corona-Zeiten
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28.03.2020, 12:11Inaktiver User
AW: Häusliche Gewalt in Corona-Zeiten
Inzwischen warnen auch Expert/innen:
Gerade auch für Kinder könnten die Ausgangsbeschränkungen gefährlich werden, warnt die Leiterin des Lehrstuhls Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität des Saarlandes, Tanja Michael. "Die Täter haben jetzt viel mehr Zugriff auf die Kinder, und die Kinder haben weniger Möglichkeiten, nach außen Signale zu senden, dass etwas nicht stimmt." Und: Die Täter seien vermutlich in der derzeitigen Situation "noch schlechter gelaunt als normalerweise", so Michael.
Erste Untersuchungen habe man in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan durchgeführt - dem Ort, an dem Corona das erste Mal auftrat. Dort hätten Frauenhäuser in der Quarantänezeit dreimal so viele Opfer häuslicher Gewalt registriert. Außerdem habe die Polizei doppelt so viele Notrufe von Frauen bekommen wie sonst, berichtet Michael. Quelle
Die Frauenhäuser müssen zunehmend Opfer wegen Überfüllung ablehnen, in einigen Großstädten wurden bereits Hotelzimmer für Schutzsuchende angemietet. Hier ein paar wichtige Infos und Hinweise der Geschäftsführerin der Frauenhauskoordinierung in Deutschland, wie man reagieren kann, wenn man Übergriffe z. B. in der Nachbarschaft mitkriegt: Häusliche Gewalt – Wie damit umgehen in Corona-Zeiten?
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28.03.2020, 12:26Inaktiver User
AW: Häusliche Gewalt in Corona-Zeiten
das ist leider nichts neues.
faszinierend, welche missstände den leuten all die jahre nicht aufgefallen sind...
man kann wenig machen, fürchte ich. vielleicht augen und ohren offen halten? aber wenn ich einer misshandelten frau oder einem misshandelten kind zuflucht bieten würde, wär das ja schon gegen die vorschriften, oder?
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28.03.2020, 12:33Inaktiver User
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28.03.2020, 12:46Inaktiver User
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28.03.2020, 12:56Inaktiver User
AW: Häusliche Gewalt in Corona-Zeiten
Das Problem ist unter anderem, dass Betroffene derzeit gar nicht die Gelegenheit haben, Hilfe zu suchen, weil ihr Peiniger die Wohnung nicht mehr verlässt und sie selber auch nicht alleine rauskommen.
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28.03.2020, 12:57Inaktiver User
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28.03.2020, 13:04
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28.03.2020, 13:47Inaktiver User
AW: Häusliche Gewalt in Corona-Zeiten
das eben dadurch dass menschen mehr in ihren wohnungen sind, mehr mitbekommen von den nachbarn.
dass durch die momentanen verhältnisse da viel mehr vorkommen wird (psychische belastung, enge, die kinder usw) - da ist ein pulverfass.
und auf der anderen seite menschen, die jetzt vielleicht mehr mitbekommen.
und hoffentlich handeln. und bei der polizei anrufen!
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29.03.2020, 09:59Inaktiver User
AW: Häusliche Gewalt in Corona-Zeiten
Keine Ahnung, warum das jetzt auseinander gepflückt werden muss. Ich will ganz sicher keine Diskussion über Anzeigeverhalten oder wissentliches Wegschauen bei häuslicher/sexualisierter Gewalt vom Zaun brechen. Ich möchte ganz einfach nur an alle appellieren, gerade jetzt besonders aufmerksam zu sein und aktiv zu werden, wenn Kinder sich nicht durch Schulbesuch und diverse Freizeitaktivitäten einem gewaltgeprägten häuslichen Umfeld entziehen können, wenn Frauen z. B. aufgrund von Arbeitsplatzverlust rund um die Uhr unter der Kontrolle von Gewalttätern stehen, die eine Kontaktaufnahme zu Hilfseinrichtungen verhindern.
Einfach nur mal kurz überlegen, ob es kindliche Toberei/geschwisterliches Nerven/laute Diskussion, oder doch etwas anderes ist, was da aus der Nachbarschaft zu hören ist, und gegebenfalls Beratungsstelle, Jugendamt, oder Polizei anrufen. Ja, das sollte man sonst auch tun, in diesen Zeiten ist es aber sicher kein Fehler, noch bewusster darauf zu achten.


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