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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Zitat Zitat von LilyHydrangea Beitrag anzeigen
    Okay, aber in Italien und Österreich (wie ist das jetzt in Frankreich?) dürfen die Leute doch zum Spazieren auch raus? Oder ist das da jetzt auch schon gestrichen worden?

    Das würde einer Ausgangssperre ja nicht widersprechen, zumindest nicht, wenn sie so aussähe wie dort.
    In Spanien darf man nicht spazieren gehen.

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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Zitat Zitat von LilyHydrangea Beitrag anzeigen
    Ich glaube, DAS wäre es auch, was mich am meisten an einer Ausgangssperre stören würde. Mein Nachbar hört unfassbar laut grausame Musik. Ich hatte ihn mal drauf angesprochen, daraufhin wurde sie etwas leiser, aber halt nur etwas. Die Wohnung ist auch so schlecht schallisoliert, dass man jedes Geräusch aus dem Treppenhaus hört. Eigentlich müssten das doch auch alle anderen wissen, trotzdem führen andauernd Leute ihre Privatgespräche im Flur so laut, dass das ganze Haus mithören kann.
    Wahnsinn, oder?
    Das mit dem Stiegenhaus habe ich auch - es führt an meinem Wohnzimmer vorbei - mehrmals täglich hab ich den Eindruck, dass Hannibal mit seinen Elefanten hier durchzieht.
    Das mit der Musik hab ich auch ... im Sommer war es noch orientalische Musik - finde ich ok, allerdings nicht das atonale Mitgesinge.
    Gestern früh um 8:00 ging es los: ein älterer Herr (wohl einer der Besucher oben) sang mit den Kindern - er selbst klang, als ob er drei Promille intus hätte.

    Es zehrt an meinen Nerven und meiner Lebensqualität - danke, dass du mir zeigst, dass da nicht nur ich "empfindlich" bin.

    Ich hab in den anderen Strängen die Sache mit deinem Job mitbekommen. Ich hoffe es ist okay, wenn ich jetzt hier sage, dass ich dir alles Gute wünsche!
    Das ist sehr lieb von dir, danke! Ich werde ja weiterhin berichten, ohne Bricom geht ja nix
    *** live as if you were to die tomorrow - learn as if you were to live forever. (Gandhi) ***

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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Zitat Zitat von hawaiianstarline Beitrag anzeigen
    Wahnsinn, oder?
    Das mit dem Stiegenhaus habe ich auch - es führt an meinem Wohnzimmer vorbei - mehrmals täglich hab ich den Eindruck, dass Hannibal mit seinen Elefanten hier durchzieht.
    Das mit der Musik hab ich auch ... im Sommer war es noch orientalische Musik - finde ich ok, allerdings nicht das atonale Mitgesinge.
    Gestern früh um 8:00 ging es los: ein älterer Herr (wohl einer der Besucher oben) sang mit den Kindern - er selbst klang, als ob er drei Promille intus hätte.

    Es zehrt an meinen Nerven und meiner Lebensqualität - danke, dass du mir zeigst, dass da nicht nur ich "empfindlich" bin.



    Das ist sehr lieb von dir, danke! Ich werde ja weiterhin berichten, ohne Bricom geht ja nix
    Ich denke, wir sind da definitiv nicht die Einzigen, die "empfindlich! sind!

    Was mich halt wirklich wundert: Das Problem mit dem lauten Treppenhaus und den dünnen Wänden habe ja nicht nur ich. Alle anderen müssten doch auch jedes Geräusch von dort hören. Trotzdem scheinen nur die wenigsten hier daran zu denken.

    Mein Nachbar hört Hardcore-Techno und manchmal auch Rap. Einmal kam er auf die Idee, die Musik um ein Uhr nachts plötzlich aus dem Nichts aufzudrehen, bis die Wände gewackelt haben. Ich dachte, ich bin im falschen Film. Da haben sich aber tatsächlich dann auch mal die anderen Nachbarn aufgeregt.

    Ich glaube, viele Menschen würden so reagieren wie wir beide.

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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Ich habe das Haus zwischen 2010 und November 2018 wegen einer Angsterkrankung praktisch nicht verlassen, inzwischen bin ich wegen einer physischen Erkrankung dauerhaft für den Rest meines Lebens in ziemlich strenger Quarantäne (heißt: Außer meinem Mann hat niemand Zugang zu mir, sollte sich der Kontakt mit anderen Menschen überhaupt nicht vermeiden lassen, müssen die sich komplett steril verpacken und dürfen mich nicht berühren) - die Situation, die Einige jetzt ängstigt, ist also mein ganz normaler Alltag.

    Und nein, es ist nicht wirklich schlimm.
    Wichtig ist, daß man eine Wohnung hat, in der man querlüften kann, also Fenster in verschiedene Himmelsrichtungen hat. Dadurch bekommt man alle Jahreszeiten fast so perfekt mit, als stünde man tatsächlich irgendwo im Wald oder auf einer Wiese - ein sanfter Luftzug in der Wohnung verhindert zumindest bei mir, daß ich mir wie lebendig begraben vorkomme.

    Dank Internet muß heute auch Niemand mehr auf Kultur jeglicher Couleur verzichten - ich fröhne meinem geliebten Fußball mittels Sport-ABo im Pay-TV (eine Karte für ein Spiel meines Lieblingsverein zu bekommen, ist im realen Leben ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit ), lerne Schwedisch auf verschiedenen Wegen im Netz und mit den neuen VR-Brillen rückt "das Leben draußen" nochmal ein ganzes Stück weiter zu mir in die Wohnung hinein.
    Sprich: Es ist nahezu egal, womit man sich geistig oder körperlich fit halten möchte; solange ein funktionierender Internet-Anschluß vorhanden ist, muß man eigentlich auf nichts verzichten.

    Und, was ein nicht zu unterschätzender Vorteil des isolierten Lebens ist: Der alltägliche Streß reduziert sich ganz erheblich. Wenn man nicht für Kinder oder andere Angehörige verantwortlich ist, dann kann man tatsächlich dem eigenen Biorhythmus gemäß leben (gibt ja keine Termine mit Drittbeteiligung, die man einhalten muß) und das ist wirklich eine extrem feine Sache.
    Ich bin oft bis zum Morgengrauen wach und schlafe dann dafür am späten Vormittag. Oder ganz anders. Aber eben immer genau so, wie es mir gerade zumute ist. Was für ein Luxus, das so zu können.

    Langer Rede kurzer Sinn: Meiner langjährigen Erfahrung nach, ist das jetzt keine Situation, die man fürchten muß.
    Ganz im Gegenteil: Nutzt diese erzwungene Entschleunigung, um herauszufinden, was Euch wirklich gut tut und wer Ihr eigentlich seid.
    Die Chance, sich so ohne (Zeit-)druck mit sich selber und den eigenen Bedürfnissen zu befassen, werden viele Menschen nicht sehr oft im Leben bekommen.
    *** Als ich die Hand eines Menschen brauchte, reichte mir jemand seine Pfote ***

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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Hasse Frau:
    Vielen Dank für deinen tollen Beitrag! Besonders der letzte Satz hat mir gerade wirklich eine andere, positive Sichtweise auf die bevorstehende Zeit gebracht! Danke!
    Und alles Gute für dich!!!

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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Vielen lieben Dank für eure Beiträge

    Ich bemühe mich, weitestgehend darauf einzugehen.

    Ich hatte es so verstanden dass man gar nicht mehr raus dürfe. Joggen werde ich dann jeden Tag, auch in den Wald, an die Luft. Yoga zuhause mache ich auch, und ich hab auch Hobbys die ich zuhause machen kann. Am schlimmsten ist für mich dass es unbestimmt ist, niemand weiß, wie lange das gehen wird. Und es kam so plötzlich. Ich verliere mit jedem Tag mehr Mut, jeden Tag sehe ich immer schmilmmere Nachrichten, im Büro ist niemand mehr, zuhause habe ich Angst vor dem was kommt.

    Dass Kekulé dagegengehält finde ich auch gut, aber man weiß nicht, ob sie letztlich auf ihn hören. Und diese Ungewissheit. In Frankreich hat Macron gestern Ausgangssperre verhängt. Diese grausige Rhetorik.

    Mich wochenlang mit Beruhigungsmitteln zudröhnen ist m.E. kein guter Weg, zumal man davon so matschig in der Birne wird, dass es nur noch schlimmer wird.

    Ich schreibe morgen noch mehr. Ich muss jetzt los, solange ich noch arbeiten kann und rausgehen kann, mache ich das.

    Dass Menschen ihre Jobs verlieren finde ich übrigens auch sehr schlimm.

  7. Inaktiver User

    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Zitat Zitat von Hases_Frau Beitrag anzeigen
    Nutzt diese erzwungene Entschleunigung, um herauszufinden, was Euch wirklich gut tut und wer Ihr eigentlich seid.
    Die Chance, sich so ohne (Zeit-)druck mit sich selber und den eigenen Bedürfnissen zu befassen, werden viele Menschen nicht sehr oft im Leben bekommen.
    Ist das so bei den meisten?
    Bei mir geht die Arbeit im Home Office ganz genauso weiter wie bisher: Skype-Meetings, Deadlines, gleiches Arbeitspensum.
    On Top kommen Fragen der Alltagsorganisation, die es erst mit Corona gibt.

    Von einer erzwungenen Entschleunigung kann m.E. nur die Rede sein bei Leuten, die jetzt ihre Arbeit verlieren, und Leuten, die vor Corona viel Freizeit in Gruppen verbracht hatten.

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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Zitat Zitat von hawaiianstarline Beitrag anzeigen
    Dass ihr überhaupt noch Banken habt ... bei uns schließt eine nach der anderen.

    Aber mein Beileid - man ist ja hinter dem Schalter allem ausgesetzt. Die Leute im Handel tun mir auch leid. In meinem Diskonter war heute alles wirklich tipp topp, ich war wirklich erstaunt, dass ich so ziemlich alles bekommen habe, außer Flüssigseife.
    Danke Dir. Beruflich wünsche ich Dir alles Gute. Bin ganz erschrocken, als ich von Deiner Situation las. Oder Sasapi.

    Schlimm. Mir persönlich gefällt der englische Weg besser. Aber das wird sich nach der Krise zeigen.
    Ausgangsstopp für viele, oder nur für die wirklichen Risikopersonen.
    Zitat Zitat von hawaiianstarline Beitrag anzeigen
    Psychoterror sind auch die Nachbarn über mir: unfähig, ruhigen Schrittes zu gehen, Türen leise zu schließen, oder der Versuchung zu widerstehen, permanent die Großfamilie inklusive Kleinkinder zu Besuch zu haben. Dauernd fällt was runter oder müssen Möbel in der kleinen Butze gerückt werden.

    Den gestrigen Tag hab ich großteils mit Ohropax verbracht, was leider null gegen dumpfe Geräusche durchs Gemäuer hilft.
    Vielleicht wären die Kopfhörer von Bose etwas für Dich: bose noise cancell, die können tatsächlich Geräusche von außen unterdrücken. Besonders tiefe Frequenzen.

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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Zitat Zitat von LilyHydrangea Beitrag anzeigen
    Was mich halt wirklich wundert: Das Problem mit dem lauten Treppenhaus und den dünnen Wänden habe ja nicht nur ich. Alle anderen müssten doch auch jedes Geräusch von dort hören. Trotzdem scheinen nur die wenigsten hier daran zu denken.
    Ja gell - manchmal drehe ich aus Protest meine Anlage dann auch ganz laut auf, um zu verdeutlichen wie sehr man alles durchhört. Die Message kommt aber nicht an.

    Mein Nachbar hört Hardcore-Techno und manchmal auch Rap. Einmal kam er auf die Idee, die Musik um ein Uhr nachts plötzlich aus dem Nichts aufzudrehen, bis die Wände gewackelt haben. Ich dachte, ich bin im falschen Film. Da haben sich aber tatsächlich dann auch mal die anderen Nachbarn aufgeregt.
    Gut, da würde ich aber in der Sekunde die Polizei rufen, warum macht ihr das nicht? Und zwar jedes einzelne Mal. Und dem Vermieter bescheid geben.
    Bei mir ist es leider so, dass ich Eigentümerin bin und die Wohnung über mir ist vermietet - ich bin locker befreundet mit den Eigentümern, die mir seinerzeit gesagt haben, sie haben ein "total nettes Pärchen" für ihre Wohnung gefunden - und das sind jetzt diese Asozialen.
    Und jetzt kommen die Ausreden, dass sie nichts machen können. Im Endeffekt ist es ihnen egal, wie es mir damit geht.

    Zitat Zitat von Hases_Frau Beitrag anzeigen
    Langer Rede kurzer Sinn: Meiner langjährigen Erfahrung nach, ist das jetzt keine Situation, die man fürchten muß.
    Ganz im Gegenteil: Nutzt diese erzwungene Entschleunigung, um herauszufinden, was Euch wirklich gut tut und wer Ihr eigentlich seid.
    Die Chance, sich so ohne (Zeit-)druck mit sich selber und den eigenen Bedürfnissen zu befassen, werden viele Menschen nicht sehr oft im Leben bekommen.
    Dass du in deiner Situation alles so annimmst, bewundere ich sehr! Kannst du dich wenigstens durch die Wohnung bewegen?

    Für mich wäre es schon schlimm, nicht mehr raus an die Luft zu können, mich nicht mehr ausreichend bewegen zu können.

    Zitat Zitat von Hair Beitrag anzeigen
    Danke Dir. Beruflich wünsche ich Dir alles Gute. Bin ganz erschrocken, als ich von Deiner Situation las. Oder Sasapi.

    Vielleicht wären die Kopfhörer von Bose etwas für Dich: bose noise cancell, die können tatsächlich Geräusche von außen unterdrücken. Besonders tiefe Frequenzen.
    Danke - an die Kopfhörer dachte ich auch schon, frage mich aber, warum ich mich zurückziehen und "ergeben" soll. Gottseidank habe ich neue Nachbarn, denen der Krach auch schon aufgefallen ist, ich hoffe, dass sich das Problem einmal von selbst erledigen wird. Und werde mich bis dahin weiterhin wehren - vor wenigen Tagen habe ich erneut mit der Polizei gedroht, das nächste Mal ist es dann auch so weit.
    *** live as if you were to die tomorrow - learn as if you were to live forever. (Gandhi) ***

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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Hases_Frau, danke für Deinen Beitrag, der vieles, was hier angesprochen wird, ins Verhältnis setzt. Ich finde es toll, wie gelassen Du mit Deiner Situation umgehst und wünsche Dir, dass Du Deine Lebensfreude immer behältst.

    AE90, ich kann Deine Sorgen zwar nicht nachempfinden aber verstehen. Ich denke, es ist immer wichtig, sich positive Aspekte zu suchen, an denen man sich ein wenig "festhalten" kann. Ich habe mir eine Liste gemacht mit Dingen, die ich zuhause machen kann und zu denen ich sonst nie komme. Das gibt mir das Gefühl, etwas Schönes vorzuhaben und nicht in eine Leere zu fallen. Vielleicht fallen Dir auch ein paar Dinge ein, die Du schon immer mal tun wolltest, von Pullover stricken bis Küchenschränke entrümpeln.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.


    "In Deinem Alter..."
    "Ich bin nicht in meinem Alter!"


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