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  1. User Info Menu

    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Vielleicht hilft es, dir bewusst zu machen, dass es gerade ganz vielen Menschen ebenso geht. Dann fühlt es sich nicht ganz so alleine an.
    Es heißt ja, geteiltes Leid ist halbes Leid.

    (Mir ging es in einer persönlichen Trauersituation so, die vom 11. September eingeholt wurde. Plötzlich war die halbe Welt in Aufruhr und ich nur noch eine von vielen.)

  2. Inaktiver User

    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Ich weiß genau, was Du meinst, AE90, weil ich diese Panik-Anflüge ebenfalls spüre.
    Eigentlich genau seit heute.

    Den bisherigen Antworten in diesem Strang entnehme ich, dass diese User das nicht nachvollziehen können - denn es geht hier nicht um rationale Ängste, und auch nicht um den Unwillen oder die Unfähigkeit, Unannehmlichkeiten auszuhalten.

    Ich wohne in einer Stadtwohnung ohne Balkon und arbeite derzeit im Home Office; ich habe wenig Sitzfleisch und brauche viel Bewegung.
    Mein Bewegungsradius wird in den nächsten Wochen nicht wirklich anders sein als an bisherigen Home-Office-Tagen: Ich ging und gehe nach wie vor mehrmals täglich nach draußen, mindestens in der Mittagspause und abends, je nach verfügbarer Zeit länger spazieren oder bei Zeitmangel zumindest kurz um den Block.
    Das wird ja trotz Ausgangssperre noch möglich sein.
    Das weiß AE90 sicherlich auch.

    Und trotzdem ist da die irrationale Verknüpfung des Schlagworts "Ausgangssperre" mit einer aufkommenden Panik.

    So interpretiere ich das:
    Corona macht mir meine Verletzbarkeit in Aspekten bewusst, die ich bisher gar nicht auf dem Schirm hatte, z.B., dass im Falle (irgendeiner) schweren Erkrankung womöglich keine medizinische Versorgung mehr gewährleistet ist, dass die Weltwirtschaft jetzt zusammenbricht, usw.
    Das rationalisiere ich in meinem Alltag erfolgreich weg.
    In meinem Unterbewusstsein ist diese Rationalisierung aber nicht flächendeckend angekommen, so dass sich die Verunsicherung ein Ventil suchen muss - und daher beim kleinsten Anzeichen, dass mein Bewegungs- und Freiheitsdrang nicht mehr ausgelebt werden könnte, Stresshormone ausschüttet (bis hin zu *Panik!*).
    (Nichts anderes sind die Hamsterkäufe bei anderen Menschen, da ist das Ventil: "Hilfe, ich werde verhungern.")

    So gehe ich damit um:
    Heute habe ich entschieden, dass ich noch mehr rausgehen und mir trotz Arbeit die Zeit dafür nehmen werde, weil ich damit dieser Panik entgegenwirke.
    Die Sedierungs- und Ablenkungstipps aus diesem Strang bringen mir dagegen gar nichts, da es mir an Einfallsreichtum, wie ich schöne Me-Time zuhause verbringen kann, niemals mangelt.

    AE90, könnte Dir das helfen, der Panik zu trotzen durch RAUSGEHEN und LAUFEN?

  3. User Info Menu

    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Es macht die Sache aber definitiv nicht besser, wenn man sich und anderen die Dinge so darstellt, wie sie nicht sind, Stichwort „man darf überhaupt nicht raus, kein Sport draußen, keine Freiheit, zuhause eingesperrt wie ein Tier im Käfig“ etc.
    Die Fakten realistisch betrachten und nicht übertreiben.

    Die Wohnung meiner Katzen ist total schön.
    Ich darf alles mitbenutzen und wir verstehen uns super.
    .

  4. Inaktiver User

    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Um deine aufkommende Panik im Zaum zu halten, solltest du dir bewusst machen, dass eine Ausgangssperre nicht gleichbedeutend mit einer Quarantäne ist.

    Du wärest nicht „eingesperrt“, du dürftest einen Spaziergang machen, zum Supermarkt gehen, den Arbeitsplatz aufsuchen.


    Und nun überleg dir, warum du solch Panik bekommst...

    Würden dir die eingeschränkten Kontakte fehlen?
    Dann verabrede Rituale mit deinen Freunden/deiner Familie - Skype/Facetime an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit, mit einem Becher Milchkaffee.

    Dir würde die Decke auf den Kopf fallen, weil du nicht mehr arbeiten könntest?
    Strukturiere deinen Tag - feste Aufstehzeit, Morgenroutine, jeden Tag ein Projekt (Kleiderschrank ausmisten/Steuer/Ablage/Großputz/Aquarell zeichnen lernen/Leseliste abarbeiten/whatever...) abschließen, in Ruhe kochen.


    Und wenn du tatsächlich nicht alleine sein kannst:
    Gibt es jemanden, mit dem du eine *Krisen-WG* bilden kannst?

  5. Moderation

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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Sorry, Galah, aber glaubst du wirklich, dass die TE und du gerade allein sind mit Panikanfällen?

    Wir alle müssen damit zurecht kommen, mit den rationalen und den irrationalen Anteilen.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

  6. Inaktiver User

    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Sorry, Galah, aber glaubst du wirklich, dass die TE und du gerade allein sind mit Panikanfällen?

    Wir alle müssen damit zurecht kommen, mit den rationalen und den irrationalen Anteilen.
    Die genannte Ausprägung war den Verfasserinnen der zehn Folgebeiträge offenbar nicht bekannt.
    Aber grundsätzlich hast Du natürlich recht, irrationale Anteile haben wir alle, bei sehr vielen ja z.B. im Hamstern manifestiert.

    Die von AE90 geschilderte und bei mir ebenfalls vorliegende Variante ist typisch für Menschen mit einem Übermaß an Vata-Energie (--> Ayurveda) bzw. einem Ungleichgewicht von Wurzel- und Kronenchakra.
    Bei den Hamsterern ist eher Kappa oder Pita im Spiel.

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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Zitat Zitat von Chilirose Beitrag anzeigen
    Ich bin grad zwischen Faulheit und Haushaltsübereifer (ok, es war mein erster Wochentag in quasi-Quarantäne). einkaufen oder sonst das Haus verlassen hab ich mir heute gespart, ich hab aber einen Balkon (und einen Garten)
    Wie gehts euch damit?
    Ich habe mir schon letzte Woche einen großen Sack Erde gekauft, der nun auf meiner Loggia seines Einsatzes harrt.

    Heute gab es bei Hofer jeweils zehn Narzissenstängel um € 0,69 - da hab ich "zugeschlagen", ich will es mir zumindest weiterhin schön wohnlich machen.
    Ausgemistet und weite Teile abgestaubt habe ich gestern, heute waren der Großeinkauf, Saugen und die Wäsche dran. Für meine ältere Nachbarin war ich auch einkaufen. Dazwischen unzählige Male mit meinen KollgInnen telefoniert, da wir alle vor den Kopf gestoßen sind.

    Mir die Tage zu strukturieren, damit habe ich kein Problem, auch trainiert und yogiert wird zuhause.

    Ich bin eher froh, zuhause bleiben zu DÜRFEN und mich nicht der Gefahr aussetzen zu müssen.
    *** live as if you were to die tomorrow - learn as if you were to live forever. (Gandhi) ***

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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Stimmt, wenn man mit der Kündigung nicht rechnet, ist man wirklich einige Zeit out of order.
    Ging mir ja im letzten November so. Das Datum - 08.11.- werde ich wohl so schnell nicht vergessen. Ich habe mich etwa zwei Wochen gefühlt als wäre ich vor den Bus gerannt oder so... Ich musste mich erstmal sortieren. Und habe mir am ersten Abend nach der Info gedacht, ich gebe meinem Leben einen Gin. Hat gut getan.

    Alles Gute für Dich und Deine Kollegen!

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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Ich hab auch richtig Angst, dass mir die Decke zu Hause auf den Kopf fällt.
    Aber irgendwie müssen wir es überstehen, wenn der Fall entritt.
    Ich brauche auch meine Freiheit draußen in der Natur , da hoffe ich ja immer noch, dass das nicht ganz verboten wird, dann ist es auch auszuhalten wenn man raus kann,wenn auch allein.
    Ansonsten waren hier doch schon ganz annehmbare Tipps dabei.
    Man muss halt von Tag zu Tag leben und darf nicht zu weit in die Zukunft sehen, das macht einen verrückt
    --Manchmal gewinnst du und manchmal lernst du.--

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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Ich habe mir Anne Will in der Mediathek angeschaut.

    Dort habe ich es so verstanden, dass die Bundesregierung auf die Ratschläge der Virus-Experten hört.
    In der Sendung war auch der Herr Kukule von der Uni Halle, der in der Bri schon mehrfach zitiert wurde. Er hält die Anordnung anderer Länder, nicht vor die Tür gehen zu dürfen, für falsch.
    Abgesehen von den psychischen Folgen, die eine Ausgangssperre für Menschen hätte:
    Er sagt, dass nichts dagegen spräche, dass eine Familie einen Spaziergang im Park unternimmt. Sondern im Gegenteil: das Immunsystem wird gestärkt und da draußen richten die Viren nichts an (wenn die Familie unter sich bleibt dort draußen im Park).

    Ich finde, man sollte den Teufel nicht an die Wand malen und abwarten. Dieses: was wäre wenn, ist Panikmache.

    Außerdem (wie schon gesagt wurde) würde man zur Arbeit gehen können und zum Supermarkt (sogar sonntags, wie ich das verstanden habe).

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