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  1. Avatar von huppsi
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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Dass einen Roman lesen nicht hilft, ist mir auch klar. Ich habe den nur als Beispiel genannt dafür, sich auf andere, positivere Dinge zu konzentrieren, statt sich jetzt ständig Horrormeldungen im Fernsehen oder auf Facebook anzuschauen.
    Ja da hast du recht. Ich bezog mich einfach auf das Ursprungsthema Ausgangssperre und deren Auswirkungen auf die Psyche. Die Horrorszenarien sind nochmal was ganz Anderes. Sicher schwierig für Angstpatienten

    Badnerin, ich wünsche euch eine tolle Wanderung! Wohnst du in Baden? Das ist meine Heimat (Ecke Freiburg) und ich wäre jetzt auch grad gerne dort.


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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Zitat Zitat von huppsi Beitrag anzeigen
    Ja da hast du recht. Ich bezog mich einfach auf das Ursprungsthema Ausgangssperre und deren Auswirkungen auf die Psyche. Die Horrorszenarien sind nochmal was ganz Anderes. Sicher schwierig für Angstpatienten

    Badnerin, ich wünsche euch eine tolle Wanderung! Wohnst du in Baden? Das ist meine Heimat (Ecke Freiburg) und ich wäre jetzt auch grad gerne dort.
    Ich wohne im Nordschwarzwald. Ich weiß noch gar nicht wo wir hingehen, aber heute wird es überall schön sein :-). Wahrscheinlich irgendwo entlang der Schwarzwaldhochstraße.

  3. Avatar von Hases_Frau
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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Von Herzen vielen lieben Dank an Alle, die gstern so freundliche Worte für mich und meine Situation gefunden haben .
    Ich merke allerdings, daß mir peinlicherweise die Empathie für andere Menschen gerade abhanden kommt *schäm*, so Einiges, was hier im Strang als Problem definiert wurde, kommt mir als Jammern auf allerhöchstem Niveau vor, weshalb ich beschlossen habe, mich an dieser Diskussion nicht mehr zu beteiligen.

    @Hawaiianstarline: Ich bin ganz entsetzt darüber, wie sich das bei Dir beruflich entwickelt hat, gerade, nachdem Du um diese Stelle, bzw Deine Rückkehr dahin ja wirklich hart gerungen hast. Es tut mir sehr leid, daß das so gekommen ist und ich wünsche Dir von Herzen, daß sich da schnell eine sensationell tolle Lösung für Dich auftut.

    Lieber@Michael_Collins, Dein Posting #120 hat mich zutiefst berührt.
    Wie furchtbar, daß es Dir so schlecht geht (das hätte ich Dir neulich schon fast per PN geschrieben, ich lese Dich hier seit vielen Jahren so gerne und bin schockiert darüber, was für harte Zeiten Du hinter Dir hast bzw aktuell durchmachen mußt) und ich wünschte, es gäbe irgendetwas, was man für Dich tun könnte, damit Deine Tage wieder leichter werden.

    Einiges, von dem , was Dich so plagt, kenne ich aus meiner eigenen Krankheitsgeschichte - chronische rezidivierende Depressionen schwerster Ausprägung waren mit der Hauptgrund, weshalb ich vor 12 Jahren in EU-Rente geschickt wurde.
    Mir ist klar, daß damit nichts mehr ist, wie es einmal war und zumindest in meinem Fall hat diese sch.. Erkrankung nur noch Schweizer Käse da hinterlassen, wo einmal mein gar nicht sooo blödes Hirn saß.

    Aber - und das ist der eigentliche Grund, weshalb ich das so ausführlich erzähle - ich hatte das ganz große Glück, daß ich zwischen meinem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr jeden Monat zwei bis drei Gedichte auswendig gelernt habe und als ich mich dann ab dem Herbst 2018 nicht nur dauerhaft im Bett wiederfand (das geht bei mir schon seit 2017 so), sondern obendrein plötzlich auch nicht mehr sitzen konnte und wochenlang auch noch der rechte Arm ausfiel, da hat mich dieser "interne Wissensfundus" davor bewahrt, beim hilflos an die Decke starren völlig wahnsinnig zu werden.
    Ich habe mir tage- und nächtelang all die auswendig gelernten Gedichte aufgesagt, zumindest in den Zeiten, in denen ich nicht ohnehin so mit Schmerzmitteln zugedröhnt war, daß ich eh nix mehr mitbekommen habe.

    Ich sage nun nicht, daß Gedichte immer Mittel der Wahl sein müssen, aber ich denke, daß es nicht falsch ist, sich Rüstzeug zuzulegen für Zeiten, in denen man komplett auf sich selbst gestellt ist und nicht auf äußere Zerstreuung bauen kann.
    Früher war das total üblich, für die langen Winterabende, als es noch kein Radio oder Fernsehen gab und ich weiß z.B. auch, daß der große Heinrich George sich selber und seine Mitgefangenen in russischer Kriegsgefangenschaft vor der Resignation bewahrt hat, weil er mit ihnen Faust II einstudiert hat, den er komplett auswendig konnte.

    Vielleicht findest Du ja auch für Dich etwas, was Dir als "inneres Rüstzeug" taugt und Dir so die Angst vor Isolation warum auch immer nimmt.


    @All: Ich habe lange überlegt, ob dieser Beitrag hier zum Thema paßt und ob ich ihn nicht besser als PN an Michael_Collins schicken sollte. Allerdings sind hier ja doch Viele von dieser Angst vor Isolation betroffen, weshalb ich das dann doch öffentlich geschrieben habe und es so auch stehenlassen möchte.
    Letztendlich gilt das für uns Alle - wir können immer, jederzeit und aus den unterschiedlichsten Gründen in die Lage kommen, daß wir emotionalintellektuell komplett auf uns selber zurückgeworfen werden (reicht schon ein stundenlanger Stau nachts auf der Autobahn nach einem Unfall) und da ist es, meiner Meinung nach, extrem hilfreich, wenn man weiß, wie man die Zeit mit sich selber gut übersteht, ohne völlig am Rad zu drehen.


    Euch Allen von Herzen alles Liebe - bleibt gesund !
    *** Als ich die Hand eines Menschen brauchte, reichte mir jemand seine Pfote ***


  4. Registriert seit
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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    na ja und eines ist immer möglich in der nicht freiwillig gewählten Isolation telefonieren und Mails schreiben, surfen und auch hier in der Bri quatschen....
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  5. Avatar von Michael_Collins
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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    @Hases_Frau

    Há gente que fica na história
    Da história da gente


    Ja zur EU

  6. Avatar von Michael_Collins
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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    na ja und eines ist immer möglich in der nicht freiwillig gewählten Isolation telefonieren und Mails schreiben, surfen und auch hier in der Bri quatschen....
    Genau. Und wir sollten uns wirklich nicht so anstellen mit unseren Wohlstandswehwehchen.

    Du kannst dir wohl echt nicht vorstellen, dass man schneller als man selber will an einen Punkt kommt, an dem einfach nichts mehr geht. Wo man eigentlich vom Verstand her weiß was man tun könnte, machen müsste etc.

    Aber man kann es einfach nicht mehr, es geht einfach nichts.

    Ganz ehrlich, lass es einfach. Es ist echt nicht schön deine empathielosen und belehrenden Beiträge zu lesen.
    Lass es bitte sein uns zu erklären wie blöde wir sind wenn wir uns in einem Hamsterrad drehen und den Ausgang nicht finden.
    Stell dir vor, das wissen wir selbst.

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    Ja zur EU


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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    @Hases_Frau: Danke für den Beitrag!

    @Veranoazul: Möglich. Ich brauche aber Ablenkung zum Beispiel. Ich hab eine Traumafolgestörung, wo der Deckel drauf gehalten werden muss. Meine Therapeutin wagt sich nicht an die Traumatisierung ran, weil mich das vollkommen aushebeln könnte. Ich lebe seit Jahren damit und das so, dass ich mich vollpacke, damit ich kaum in Kontakt mit mir selbst und meinen Schmerzen komme. Da hilft telefonieren überhaupt nicht. Ich brauch wirklich einfach einen gut strukturierten Tag, der mich am Leben hält, volles Programm. Und gerade bin ich vollkommen auf mich zurückgeworfen, alles, was sonst gut für mich war, geht nicht. Das ist ziemlich bescheiden. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, aber ich denke tatsächlich, dass die ganze Situation für vorbelastete Menschen gerade wirklich nicht so gut ist.


  8. Registriert seit
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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Ich glaube, Veranoazul wollte nicht belehren, sondern Auswegsmöglichkeiten anzeigen.
    Aber ich verstehe das (und war auch schon in dieser Situation), wenn man gerade in einer aktuell depressiven Stimmung ist, ist es ja eben diese Antriebslosigkeit, die hemmt, die "nichts möglich macht". Tipps von anderen helfen da eben überhaupt nicht, die ärgern nur, weil man ja eben selbst weiß, was man könnte oder sollte.


    Ich bin in Österreich in der "Ausgangsbeschränkung "(und ich gehe sehr, sehr stark davon aus, dass das auch für Deutschland der "worst case" sein wird, eben möglichst nicht raus gehen, aber allein spazierengehen und einkaufen ist erlaubt) und erlebe es als positiv.
    Ich leiste einen Beitrag -indem ich zurückschalte, grad mal nicht tausend Sachen tun "müsste".

    Ich glaube, die Angst (und die hatte ich in den letzten Wochen) war weitaus schlimmer als die Situation jetzt.
    Jetzt weiß ich, dass ich "sicher" bin, ich muss mich dieser Virenbelastung (die es in meinem beruflichen Umfeld massiv gibt) für eine Zeit nicht aussetzen, kann zurückschalten.
    Und wenn ich komplett am Rad drehen sollte, kann ich mich aufs Rad schwingen und eine Runde drehen.

  9. Inaktiver User

    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    @Molito + @Azilal: Einfach mal kurz Rechner ausmachen, Kopf unter die Dusche - und mal 2 Stunden was andres tun...
    Peace!
    Lieb von Dir @ blue, aber ich habe mehr als genug zu tun, so lange das Netz noch funktioniert.
    Vodafone hat meines Wissens nach bereits erste Warnungen ausgegeben, dass das Netz bald zusammenbrechen wird, durch die nun erzeugte Überlastung.

    Da wäre es ja ein Anfang, wenn sich manche aus den "social Media " zurückziehen würden (in denen ich mich grundsätzlich nicht aufhalte, außer hier), um das Netz für die funktionsfähig zu halten, die es zum Geldverdienen brauchen (HO, Freiberufler, Selbständige), oder, noch wichtiger zum System erhalten. Und da ich das ja immer anmerken soll, nein, das ist keine Ironie.
    Meiner Meinung nach sollte man auch niemanden dazu anhalten müssen, denn das ist ja ein Gebot der Vernunft, wenn man mal ganz kurz nachdenkt.

    Im Übrigen habe ich grade gelesen, dass der Chef der Ärztekammer von einer Ausgangssperre abrät, im Sinne des Themas hier hört sich das doch ganz gut an, finde ich

  10. Avatar von Sintonia
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    AW: Ausgangssperre nicht ausgeschlossen, wie psychisch überstehen

    Zitat Zitat von badnerin67 Beitrag anzeigen
    Ich hoffe allen hier geht's einigermaßen.... und an die Hiobsbotschafter die dringende Bitte: Postet doch bitte eure "In Spanien ist das aber so!" und "das geht bis mindestens August!" anderswo. Hier brauchen wir Hoffnung.
    Immerhin sind diese "Hiobsbotschafter", also auch ich, diejenigen, die wirklich sagen können, wie es sich anfühlt.
    Wir haben heute Tag vier der Ausgangssperre. Ich habe meinen Einkauf auf morgen verschoben, da das frische Brot tatsächlich noch einen Tag länger ausreicht.
    Ich merke, dass mein Mann und ich etwas gereizter werden, da man nicht mal eben für zwei Stunden mit einer dritten Person etwas unternehmen kann, und wir nun 24/7 aufeinander hocken. Nun sprechen wir darüber und versuchen uns bewußt nicht aneinander aufzureiben. Homeoffice ist eh in getrennten Räumen, da mein Mann ein Büro hat.

    Wir haben viel Kontakt über Telefon und Whatsapp mit anderen Leuten, und die Abende verbringen wir am TV oder mit Backgammon spielen. Haus ist sauber, Wäschekorb ist leer, alles ist aufgeräumt. Und wir zählen eben rückwärts.

    Es ist nervig, aber zu überstehen.
    Die Problemzone ist bei den meisten Menschen nicht der Bauch, die Beine oder der Po...
    sondern viel mehr der Kopf

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