das ist zu kurzsichtig gedacht und wurde damals eigentlich gründlich diskutiert.
der heilpraktiker heilt dauerhaft, die antibiotika richten auf dauer schaden an.
deshalb wollte man von der chemielastigen behandlung weg kommen beziehungsweise alternativen schaffen für die fälle, in denen die pharmazeutischen lösungen mehr kosten produzieren als sie probleme lösen.
ich würde es sehr bedauern, wenn wir da wieder zurückfallen.
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28.03.2020, 09:26Inaktiver User
AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?
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28.03.2020, 09:28Inaktiver User
AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?
Lageraufträge?
Klar. Gibt hier gesetzliche Pflichtlager für wichtige Medikamente - Privatunternehmen werden entschädigt, diese Lager zu führen. Ist unbeliebt, weil kostend. Und die Politik würde gerne die Entschädigungskosten, die dem Staat entstehen, streichen, weil Staat soll sich a) aus der Privatwirtschaft raushalten, und b) darf eh nichts kosten.
Alternative: Staat mietet die Lagerräume und lässt die Lager durch eigenes Personal führen. Den Aufschrei möchte ich hören, denn das kostet auch. Mit einlagern und Tür zu ist es nicht getan, sondern die Medikamente müssen Durchlauf haben wegen Ablaufdatum (va Antibiotika), sprich, es müssen laufend neue gekauft und die eingelagerten vor Ablauf den Spitälern zum Verbrauch verkauft oder übergeben werden.
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28.03.2020, 09:29
AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?
@ Ambiva
Dass Heilpraktiker dauerhaft heilen, ist nicht immer der Fall.
Und in dem ursprünglichen Beispiel von Horus gestern Nachmittag ging es nicht um die Antibiotika, die großzügig vom Hausarzt verschrieben werden, sondern um lebensrettende Antibiotika.
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28.03.2020, 09:31
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28.03.2020, 09:32Inaktiver User
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28.03.2020, 09:37
AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?
Geändert von Lola-rennt (28.03.2020 um 09:38 Uhr) Grund: Bzw ..... eingefügt
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28.03.2020, 09:45Inaktiver User
AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?
Die „öffentliche Hand“ kann nur Gelder zur Verfügung stellen, die die Politik - die Regierung, aber va das Parlament bewilligt. In einem demokratischen Land entscheidet das Parlament über das Budget und die Ausgabenposten. Und da die Politik, wie gesagt, mehrheitlich das hohe Lied des Staatsabbaus singt und nicht bereit ist, für medizinische Grundversorgung mehr Geld in die Hand zu nehmen, sondern auf Eigeninitiative und Effizienz der Privatwirtschaft setzt, passiert es nicht.
Nein, Pflichtlagermedikamente werde nicht einfach eingelagert und nach Ablauf MHD weggeworfen. Solche Medikamente sind ja nicht exotische Präparate, sondern wichtige Alltagspräparate (Impfstoffe, AB gegen bakterielle Lungenentzündung, starke Schmerzmittel, Desinfektionsmittel...) Das Lager wird gemanagt in dem Sinne, dass Packungen vor Ablauf MHD den Spitälern verkauft und im Lager durch frische Packungen ersetzt werden, so dass immer ein 3-Monats-Vorrat vorhanden ist (oder sein sollte, es wird offenbar nicht eingehalten). Das kostet mehr als die just-on-time-Prozesse, die als Gipfel der Effizienz bejubelt werden. Daher will kein Unternehmen solche Pflichtlager ohne staatliche Entschädigung führen. Und in den Augen der Politik sind diese Entschädigungen unnötige Staatsausgaben.
Achtung: ich sage NICHT, der Staat soll alles übernehmen à la Planwirtschaft. Absolut nicht. Aber Kaputtsparen der staatlichen Gesundheitsversorgung trägt zum Desaster bei, wie wir es jetzt haben, denn nein, die Privatwirtschaft richtet es eben NICHT.
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28.03.2020, 09:46Inaktiver User
AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?
Ich glaube schon dass das besser wäre.
Klar geistern dann wieder Erfahrungen durch die Gegend wie: der Patient bleibt noch und wartet auf den Friseur...das hatte mir mal ne ehemalige Ärztin in einer Fortbildung berichtet.
Na und? Im Vergleich dazu: wenn da ein teures Gerät angeschafft worden ist: dann muss es sich auch amortisieren....
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28.03.2020, 09:52
AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?
Das ist alles richtig. Nur ist eben der 3-Monats-Vorrat in einer Krisensituation wie jetzt, innerhalb kürzester Zeit aufgebraucht. Da der Bedarf nun gleichzeitig überall auf der Welt besteht, kann auch kaum zugekauft werden.
Was hier gerade abläuft, ist ein Schwarzer Peter Spiel, in dem eben keiner die Verantwortung übernehmen will.
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28.03.2020, 09:54
AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?
Wenn Investoren Pflegeheime aufkaufen, um damit Millionen Gewinne zu machen, dann kann man Pflegekräfte nicht gut bezahlen. Erst mal müsste das alles wieder umgestellt werden.
Das betrifft zwar den Pflegeheim Bereich, den ich besser kenne, aber im Krankenhausbereich wird es ja vielleicht ähnlich sein.



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