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  1. User Info Menu

    AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?

    Zitat Zitat von KittySnicket Beitrag anzeigen

    Ich würde mir wünschen, dass alle Details/Informationen genauestens aufgezeichnet werden, das könnte sehr aufschlussreich sein und damit effektivere Maßnahmen ermöglichen!
    Man ist dabei. Es wird allerdings- wie leider vieles andere- sicher noch dauern, bis da nähere Kenntnisse kommen.
    Zudem sind es (zum Glück) sehr kleine Fallzahlen, was es sicher nicht leichter macht.

  2. Inaktiver User

    AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Das bedarf aber einer Zusatzerklärung:
    die spanische Grippe trat gegen Ende des 1. Weltkrieges auf. Man vermutet, dass der Virus in den Schützengräben von Flandern zuerst auftrat. Soldaten unterernährt, dauerhaft im Dreck der Schützengräben liegend, zusätzlich mit Leichen, die nicht geborgen werden konnten. Bei der übrigen Bevölkerung Unterernährung ( Stichwort: Steckrübenwinter) und zumindest in den Arbeitervierteln feuchte, kaum beheizbare Mietwohnungen, außerdem völlig überbelegt (Stichwort: Vermietung der Betten an Alleinstehende).
    Danke,
    darüber habe ich aber wirklich viel gelesen, nur eben nicht zum Ende.
    Es erschien mir wie: plötzlich weg, ohne die Erwähnung eines Medikaments.

    Also - insofern ist mir mit der Erklärung geholfen.

  3. User Info Menu

    AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich dachte immer, die sei nicht genetisch bedingt, sondern ernährungsbedingt (und das dann wieder armutsbedingt). Auch da ist das ja schon schwer zu trennen.

    Ist die Neigung zu Diabetes bei "Oberschicht-African-Americans" auch erhöht?
    So genau weiß ich das nicht und ich glaub, generell niemand - sie forschen wohl noch dran. Die Grenzen sind einerseits fließend, wie du sagst, andererseits war das Thema wohl aus verschiedensten Gründen ein Nogo.
    Allerdings scheint es tatsächlich eher mit 'akquirierten' Faktoren zu tun zu haben (mehr Armut > schlechtere Ernährung > Übergewicht, bzw auch weniger Zugang zu gesundheitlicher Versorgung?) - hab grad gegoogled, da war ich mittlerweile dem aktuellen Wissensstand hintennach.

    Die Faktoren, von denen ich las, beruhten tw. eher auf Spekulation - etwa die 'Slavery Hypertension Hypothesis' (offenbar mittlerweile entkräftet bzw. gibt keine wirklichen Anhaltspunkte).

    Wird schon OT, aber es sind halt ähnliche Phänomene - bei beiden gilt: Fakten sind extrem wichtig, niemandes Agenda darf sich da in den Weg stellen.

  4. Inaktiver User

    AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Übrigens starb wohl ein nicht geringer Teil der Opfer der spanischen Grippe an bakterieller Lungenentzündung, daran würden heute dank vorhandener Antibiotika deutlich weniger Menschen sterben.
    Zudem gibt es heute eine Impfung gegen bakterielle Lungenentzündung, die oftmals als Komplikation, also Sekundärinfekt nach einem viralen Infekt der Atemwege (z.B. einer Grippe) auftreten kann. Der Impfstoff schützt nicht vor einer direkt durch ein Virus hervorgerufenen Lungenentzündung - jedoch, wie gesagt, vor einer durch Bakterien hervorgerufene.

  5. VIP

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    AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was das Kawasaki-Syndrom betrifft, so scheint das "normale" Kawasaki-Sydrom in Japan (und vielleicht generell in Asien?) besonders gehäuft aufzutreten. Auch in den USA tritt es (gemessen an der Bevölkerungszahl) auch in normalen Zeiten deutlich häufiger auf als z. B. in Deutschland.

    Dort gibt es m. E. auch mehr asiatischstämmige Einwohner als in Deutschland.

    Kann also schlichtweg was genetisches sein.
    Ich hab vor dem Wochenende eine Zusammenfassung und das Original einer italienischen Beobachtung in Bergamo zwischen Januar und April 2020 verlinkt. Die Autoren nennen es Kawasaki-like Syndrome. Es war häufiger, als die Kawasaki-Syndrome (in vergleichbarer Umgebung) und ein bisschen anders. Die Kinder waren durchwegs älter, schwere Verläufe und sie hatten mehrheitlich Antkörper gegen Covid. Kleine Stichprobe zwar, aber interessant in Zusammenschau mit den Häufungen anderswo.

    edit: Xarin war schneller.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  6. VIP

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    AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?

    Es gibt wohl soziale Komponenten, die bei dem Krankheitsverlauf eine Rolle spielen. Hier ein Ausschnitt aus einem insgesamt lesenswerten Artikel:

    Gerade Patienten, die zu Minderheiten gehören und sozial schwach sind, sind bei der Morbidität und der Mortalität am stärksten betroffen. Sie werden also verhältnismäßig öfter krank und sterben öfter an der Krankheit. Das haben Studien in Ländern wie den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Norwegen gezeigt und das sieht man auch im Mikrokosmos Krankenhaus.

    Corona-Arzt uber obdachlose Patienten und Lungenschaden
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  7. Inaktiver User

    AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?

    Zitat Zitat von KittySnicket Beitrag anzeigen
    UK ist sehr dicht besiedelt, recht alte und generell nicht besonders gesunde Bevölkerung)
    Hm, alt eigentlich nicht. 18,4% der Bevölkerung ist 65+, der Durchschnitt der EU ist höher und Deuschland liegt nochmal höher. „Nicht besonders gesund“ ist auch das, was ich spontan gesagt hätte, jedenfalls im Vergleich zu Deutschland und Österreich, aber ich weiß es nicht. Dass es in U.K. ab einem bestimmten Alter keine Herzschrittmacher etc. mehr gibt, wird allgemein gesagt, aber so richtig nachlesen wird man das nicht können.

    Ich fürchte, es gilt mit fortschreitender Pandemie umso mehr: nichts genaues weiß man nicht
    Da bin ich dabei.

    Edit: hier Quelle für den Altersdurchschnitt

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    AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?

    Ja, prozentual wie Österreich (ca. 18%), da heißt es ja auch oft: überaltet, es gibt zuwenig Nachwuchs. Nun, alles ist relativ

    Ich meine aber eben in Verbindung: alt und nicht besonders gesund. Ganz sicher im Vergleich zu DE/AT (deren Gesunheitssysteme unserem weit voraus sind). Alt und krank zu sein empfiehlt sich hier nicht. Grad mal eines von den beiden (und auch da hat man besser privat vorgesorgt).
    Und was die Kombination bei Covid heißt, sehen wir ja eh leider.

  9. User Info Menu

    AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Das bedarf aber einer Zusatzerklärung:
    die spanische Grippe trat gegen Ende des 1. Weltkrieges auf. Man vermutet, dass der Virus in den Schützengräben von Flandern zuerst auftrat. Soldaten unterernährt, dauerhaft im Dreck der Schützengräben liegend, zusätzlich mit Leichen, die nicht geborgen werden konnten. Bei der übrigen Bevölkerung Unterernährung ( Stichwort: Steckrübenwinter) und zumindest in den Arbeitervierteln feuchte, kaum beheizbare Mietwohnungen, außerdem völlig überbelegt (Stichwort: Vermietung der Betten an Alleinstehende).

    Die Ausbreitung der spanischen Grippe betraf aber auch Südostasien und vor allem Afrika. Möglicherweise durch rückkehrende Soldaten aus den Kolonien. Das Gebiet ist unerforscht.

    ZEIT
    Stimmt nur teilweise - ursprünglich kam die spanische Grippe wohl aus den USA. (Und auch die Idee des Lockdowns wurde dort in einigen Städten bereits erfolgreich durchgeführt)
    Doch wegen der der Zensur während es Krieges wurde darüber kaum berichtet, nur im damals liberalen Spanien. Deshalb kam man auf den Namen "spanische Grippe."
    Ich darf Videos nicht direkt verlinken, möchte aber in diesem Zusammenhang auf den youtube- Kanal von "Mr.Wissen to go" verweisen. Dort unter "Pandemien" bzw. "Spanische Grippe" nachschauen - wirklich interessantes Geschichtsvideo.

  10. User Info Menu

    AW: Coronavirus - ist die Aufregung gerechtfertigt?

    Zitat Zitat von KittySnicket Beitrag anzeigen
    Ich meine aber eben in Verbindung: alt und nicht besonders gesund. Ganz sicher im Vergleich zu DE/AT (deren Gesunheitssysteme unserem weit voraus sind). Alt und krank zu sein empfiehlt sich hier nicht. Grad mal eines von den beiden (und auch da hat man besser privat vorgesorgt).
    Und was die Kombination bei Covid heißt, sehen wir ja eh leider.
    Hervorhebung von mir.

    Nicht besonders gesund ist richtig. Das liegt jedoch nach meiner Auffassung nicht am Gesundheitssystem, sondern an den Lebensbedingungen.

    GB ist eine Insel, die geographisch so liegt, dass die klimatischen Bedingungen weder für den Anbau von Obst und Gemüse, noch für die Synthese von Vitamin D gut geeignet sind.
    Importierte Frischware ist zudem teuer.
    Somit liegt der Griff zu Fast Food und Konserven nahe, deren Inhaltsstoffe und Zubereitungsart (oft hocherhitzt oder frittiert) dem Körper zusätzlich Nährstoffe entziehen und Dysbiosen im Verdauungstrakt begünstigen.

    Auch sonst bzw. sicherlich mit diesen Tatsachen einhergehend ist die einheimisch-britische Küche nicht für besonders nährstoffreiche Gerichte bekannt, und die typische Lunchbox kam mir selbst auch einige Male unter: Sandwiches aus Weißmehl mit irgendwas Fettigem belegt, ein Apfel, eine kleine Türe Chips und/ oder eine Süßigkeit und ein süßes Getränk im Tetra-Pak.

    Mangelzustände sind da m.E. vorprogrammiert.

    Die Briten - natürlich ist das eine Verallgemeinerung, die nicht allen gerecht werden kann - sind schon lange "berühmt" für den desolaten Zustand ihrer Zähne. Die Zähne sind aber nicht durch (schlechte oder fehlende) zahnärztliche Behandlungen so geworden, sondern sie spiegeln meiner Auffassung nach vor allem die Tatsache wieder, dass der Körper Probleme hat, überhaupt gesunde und widerstandsfähige Zahnsubstanz aufzubauen.
    Und das ist dann wiederum ein Spiegel dafür, wie es um den gesamten Organismus steht.

    Ich erinnere mich an einen vielseitigen Artikel in der Zeitschrift PM, in dem Familien aus aller Welt ihren Wocheneinkauf an Nahrungsmitteln präsentieren sollten, der gleichzeitig repräsentativ für die typische Nahrungsmittelzusammenstellung des jeweiligen Landes sein sollte.

    Die Tatsache im Hinterkopf, dass es sich dabei natürlich nicht um eine wissenschaftliche Studie im engeren Sinne handelte, war dennoch auffällig, dass der britische Wocheneinkauf der mit Abstand ungesündeste war: fast nur Convenience und Snacks, daneben ein bisschen Alibiobst.
    Da konnte selbst der Einkauf der durchschnittlichen US-Familie kaum mithalten.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Ein derart schlecht genährter Organismus ist natürlich der ideale Nährboden für alle möglichen Krankheiten.

    ... ist natürlich nur ein Erklärungsansatz von vielen; allerdings ein ziemlich logischer, wie ich finde.
    Geändert von alles_anders (19.05.2020 um 06:21 Uhr)
    "When you judge others, you do not define them, you define yourself." - Earl Nightingale

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