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    AW: Frage zu IQ-Tests in den Niederlanden: Welche Skala ist üblich?

    Noch ein Gedanke zum Thema "Eigenlob stinkt":

    Meine Mutter ist und war auch immer schon eine sehr lebensfrohe, "warme" Frau. Ich kann mich daran erinnern, dass sie sich durchaus auch selbst gelobt hat, ausdrücklich. Wenn ihr etwas gut gelungen ist, aber auch wenn ihr z.B. ein Kleidungsstück besonders gut stand, o.Ä., hat sie das erwähnt und andere auch darauf aufmerksam gemacht.
    Was sie dann häufiger sagte, und was ich mir gemerkt habe: "Wenn mich sonst keiner lobt, muss ich mich eben selbst loben." Ich mag den Satz. Ich finde, da ist total was dran.

    Es gibt viele Punkte, in denen ich mit meiner Mutter hadere, oder in denen wir uns unterscheiden, aber diese positive, total bejahende Sicht auf "Eigenes", dieses Bekenntnis zum Eigenlob und die Selbstfürsorge, die irgendwie daraus spricht, das finde ich toll.
    >>Das Leben ist ohne Probleme auch nicht leichter.<< (August Geiger)
    🐧

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    AW: Frage zu IQ-Tests in den Niederlanden: Welche Skala ist üblich?

    Ha, Prilblume, über den Aspekt habe ich auch noch einmal nachgedacht! Dazu erzähle ich einfach ein bisschen von mir, das erläutert es vielleicht am ehesten.

    In meiner Brust wohnen zwei Seelen – zum einen die preußisch protestantische, die mir von meiner Mutter vorgelebt wurde, zum anderen die rheinische katholische, die ich im Rheinland in meiner Kindheit erlebte. Daher kenne ich durchaus das Freuen über Eigenes und kann inzwischen sogar formulieren, dass ich bestimmte eigene Sachen toll finde (z.b. wenn mir ein Strickteil besonders gut geglückt ist, weil mein Design einfach gut war, kann ich das richtig laut loben!) und zum anderen habe ich das ehrgeizig Verkrampfte in mir, das gut sein will, bei dem es auf Pflichterfüllung und Erfolg ankommt.

    So wie du dich beschrieben hast, denke ich "sie ist Rheinländerin durch und durch! " (nach meiner Definition oder Beobachtung von Rheinländern), und vor allem hast du bestätigt, dass du diesen Wesenszug von deinen Eltern mitbekommen hast, speziell von deiner Mutter.
    Es ist ein angenehmer Wesenszug, der einem (dir) das Leben ein wenig leichter macht und lockerer sein lässt.
    (Im Gegensatz zu deinem Date.)

    PS schön, dass es ein netter Abend war, und schade, dass es nicht gefunkt hat.
    PPS und die unwichtig der IQ war!

  3. Moderation

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    AW: Frage zu IQ-Tests in den Niederlanden: Welche Skala ist üblich?

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Was sie dann häufiger sagte, und was ich mir gemerkt habe: "Wenn mich sonst keiner lobt, muss ich mich eben selbst loben." Ich mag den Satz. Ich finde, da ist total was dran.

    Es gibt viele Punkte, in denen ich mit meiner Mutter hadere, oder in denen wir uns unterscheiden, aber diese positive, total bejahende Sicht auf "Eigenes", dieses Bekenntnis zum Eigenlob und die Selbstfürsorge, die irgendwie daraus spricht, das finde ich toll.
    Das ist doch mal eine schöne und "andere" Sicht auf die Dinge.

    Klar, der Grat zwischen stolz auf irgendwas sein und damit rumprahlen kann schmal sein, aber manchmal finde ich dieses anerzogene Licht-unter-den-Scheffel-stellen wirklich nervig, das in mir auch drin steckt. Und es gibt auch ein Zuviel an fast schon kokettierend zur Schau getragener Bescheidenheit. Alles eine Frage der Dosis und des "Rüberbringens".
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

  4. Moderation

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    AW: Frage zu IQ-Tests in den Niederlanden: Welche Skala ist üblich?

    Ich fürchte bei Eigenlob immer die Nemesis, die die Hochmütigen zurückstutzt.

    Was manchmal gut ist, aber meistens ist es blöd, denn die Leute glauben einem was man über sich selber sagt (außer sie wollen ganz dringend, daß es anders ist, und die wenigesten haben Interesse daran, daß man nicht gut stricken kann). Wer im rechten Maß darauf hinweist, in etwas gut zu sein, wird als gut darin gesehen, und wenn er es dann tut und es ist OK, wird es wohlwollend betrachtet. Wen eine(r) sich ständig klein hält und tut dann etwas und es ist OK, wird es kritisch betrachtet. Idealerweise schaffen andere für einen den "Ruf", aber die müssen auch erst mal angetriggert werden -- zum Beispiel, indem man mal gesagt hat, "laß mich mal ran, ich kann das" und es dann funktioniert. (Es gibt Leute, die glauben heute noch, ich könnte Autos reparieren...)

    Aber mit einer Zahl um sich zu werfen ist noch mal was anderes als zu sagen, "ich kann mich schnell auf neue Situationen einstellen, ich liebe Rätsel und Komplexitäten, ich lerne schnell", oder so.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Frage zu IQ-Tests in den Niederlanden: Welche Skala ist üblich?

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Noch ein Gedanke zum Thema "Eigenlob stinkt":

    Meine Mutter ist und war auch immer schon eine sehr lebensfrohe, "warme" Frau. Ich kann mich daran erinnern, dass sie sich durchaus auch selbst gelobt hat, ausdrücklich. Wenn ihr etwas gut gelungen ist, aber auch wenn ihr z.B. ein Kleidungsstück besonders gut stand, o.Ä., hat sie das erwähnt und andere auch darauf aufmerksam gemacht.
    Was sie dann häufiger sagte, und was ich mir gemerkt habe: "Wenn mich sonst keiner lobt, muss ich mich eben selbst loben." Ich mag den Satz. Ich finde, da ist total was dran.
    Ich sag dir was: Wir Frauen sind viel zu bescheiden! Und wenn sich eine andere Frau lobt, hüpfen wir auf das an und finden das ganz fruchtbar und eingebildet und und und....

    Davon sollten wir uns verabschieden. Es führt zu weniger Geld, mehr Unzufriedenheit, immerwährender Sehnsucht nach Lob, verschämtes Fishing for compliments, es raubt Energie.

    (Das ist natürlich sehr verallgemeinernd geschrieben, aber genau das möchte ich manchmal ganz laut in die Welt rausschreien)
    Never be afraid, never.

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    AW: Frage zu IQ-Tests in den Niederlanden: Welche Skala ist üblich?

    Danke Prilblume für das Dating-Update - schade, aber es war wenigstens nicht unangenehm
    Think before you print.

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    AW: Frage zu IQ-Tests in den Niederlanden: Welche Skala ist üblich?

    Ich finde, das mit dem hohen IQ hat gar nicht so viel mit Eigenlob zu tun. Deshalb schrieb ich auch "Poser". Das fällt für mich eher in die Kategorie Angeberei (wie Name Dropping oder wie die Jungs, die sich mit Segelyachten und Porsches ablichten lassen in Singlebörsen). Der IQ ist ja an sich erst mal nix. Wichtig ist, was man draus macht. Wenn man sowas aber schon vor einem Treffen fallen lässt, hat das für mich einen Beigeschmack. Das führt die potenzielle Partnerin doch direkt in diese "Wow, dass ich Dich überhaupt kennenlernen darf" Rolle.

    Wenn jemand schlau oder klug ist, dann merkt man das doch sowieso früher oder später. Das gehört für mich nicht ins erste Date, sondern ist was für später mal, wenn überhaupt. Und ich hätte den Verdacht, wenn man damit hausieren geht, dann hat man wohl nicht viel anderes zu bieten. Böse, ich weiß.

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    AW: Frage zu IQ-Tests in den Niederlanden: Welche Skala ist üblich?

    Zitat Zitat von ja-aber Beitrag anzeigen
    Wenn jemand schlau oder klug ist, dann merkt man das doch sowieso früher oder später. Das gehört für mich nicht ins erste Date
    Das sehe ich genauso
    Betrunken flirten ist wie hungrig Einkaufen gehen.

    Man geht mit Sachen nach Hause, die man eigentlich gar nicht will
    .

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    AW: Frage zu IQ-Tests in den Niederlanden: Welche Skala ist üblich?

    Zitat Zitat von -franzi- Beitrag anzeigen
    Ha, Prilblume, über den Aspekt habe ich auch noch einmal nachgedacht! Dazu erzähle ich einfach ein bisschen von mir, das erläutert es vielleicht am ehesten.

    In meiner Brust wohnen zwei Seelen – zum einen die preußisch protestantische, die mir von meiner Mutter vorgelebt wurde, zum anderen die rheinische katholische, die ich im Rheinland in meiner Kindheit erlebte. ...!
    Ja, kann ich sehr gut nachfühlen. In die Richtung habe ich auch schon mal gedacht.
    Witzigerweise ist mein Vater der Rheinländer (und der ist, was Lob und Eigenlob angeht deutlich ... befangener). Meine Mutter kommt ganz woanders her. Katholisch sind sie aber beide. (Meine DNA ist übrigens zu 60% rheinisch-väterlich, und zu 40% russisch/polnisch-mütterlich, hab ich mal bei so einem Online-Ahnenforschungsportal eingeschickt.

    Womit man wieder einen Bogen geschlagen hätte zur thematischen Ausrichtung des Unterforums.)

    Vielleicht ist's das katholisch-Sinnenfrohe, keine Ahnung.
    >>Das Leben ist ohne Probleme auch nicht leichter.<< (August Geiger)
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