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  1. Registriert seit
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    AW: Bruno ich komme... in die Dordogne

    Liebe Ganda 55 - ja da hast Du absolut Recht - am Anfang waren sogar die Hunde ein wenig verstört und sind dort hingelaufen, wo ein paar Kastanien vom Baum gefallen sind in der Erwartung, etwas ganz ganz Wichtiges entdeckt zu haben. Und man lauscht dieser Stille, sieht manchmal in die Stille hinein.
    Du wohnst auch auf dem Land?
    Danke für Deine Wünsche - die kann ich nur von ganzem Herzen zurück geben!

    Danke Mayali - das ist schön, wenn Dir meine Berichte Freude bereiten. Jetzt nach den Feiertagen trifft man sich wieder öfter und ich freue mich schon auf die Geschichten, die sich in der Zwischenzeit ereignet haben. So eine leise Andeutung hat die Jungbäurin heute beim Wäscheaufhängen schon gemacht
    Dir und Deinen Lieben auch ein schönes und ereignisreiches neues Jahr
    Bis bald!


  2. Registriert seit
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    AW: Bruno ich komme... in die Dordogne

    Also gestern Abend waren wir eingeladen zum Galette des Rois Essen. Das ist so eine Art Dreikönigskuchen aber aus Blätterteig und es gibt ihn in verschiedenen Variationen - Mandeln, Äpfeln oder auch aus Germteig. Diese Galette schmecken einfach nur köstlich und bringen mich als nicht so Süße in meinem Essverhalten regelmäßig zum Träumen. Man isst ihn zusammen mit Fruchtsalat. Dazu trinkt man traditionell hier in der Gegend Cidre aus der Normandie, Crement und Rosé (aus derEigenproduktion). Es ist immer eine kleine Figur drinnen versteckt und wer sie bekommt (und hoffentlich nicht zu fest drauf beißt) bekommt eine Papierkrone aufgesetzt und ist König oder Königin. Man kann sich nicht vorstellen, wie sehr sich erwachsene Menschen (50+ un d mehr) darüber freuen, ein kleines Männchen zu entdecken und mit der Krone auf dem Kopf König/Königin für einen Abend zu sein.
    Mein Mann und ich haben uns einen Spaß erlaubt und eine Königin von den Tagen zuvor mit hineingeschmuggelt. Mein Mann hat sie unbeobachtet in den Mund getan und am Ende waren es halt nicht zwei (bei zwei Galette des Rois) sondern drei Figuren. Jetzt hat das große Rätselraten angefangen, wie so etwas nur passieren konnte - am Ende war wahrscheinlich der Bäcker betrunken (der Arme, dabei ist er grundsolide). Heute werden wir das natürlich aufklären, um seine Ehre zu retten.
    Vorher konnte ich mir nicht vorstellen, Süßes und Herbes (Alkohol) gemeinsam zu sich zu nehmen aber es ist wirklich köstlich. Normalerweise wird er am Dreikönigstag gegessen aber wie bei allem hier sieht man das nicht so streng - mancherorts wird er bis Mitte/Ende Januar genossen. Genauso wie mit den Wünschen für das Neue Jahr - die kann man bis Ende des Jahres übermitteln - das macht es einfacher, wenn man einmal jemanden vergessen hat und das kann ja passieren.
    Die Jungbäurin hat den Tisch wunderschön gedeckt, fünf Hunde haben es sich unter dem Tisch und um den Kamin gemütlich gemacht und wir haben uns, wie immer, köstlich amüsiert. Nach Hause sind wir nach Mitternacht gegangen.
    In diesem Sinne nochmals Bonne Année


  3. Registriert seit
    26.08.2016
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    AW: Bruno ich komme... in die Dordogne

    Also... letzten Sonntag war wieder Markttag (mein Lieblingsmarkt) und es war ganz nebenbei der kälteste Tag dieses "Winters" mit -3 Grad. Ich habe ein paar Sachen gebraucht wie Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten etc. Bei uns am Hügel war es sehr sonnig und man konnte schon spüren, dass sich die Luft sehr bald erwärmen würde. Aber im Tal war es nebelig und da blieb die Kälte immer länger.
    Ich hatte mir keine großen Hoffnungen gemacht, dass der Markt an so einem Tag aufregend ist. Auf dem Weg dorthin haben sich meine Befürchtungen bewahrheitet - ich bin durch eine wahre Nebelsuppe gefahren. Und wie durch Zauberhand, als ich mich dem Ort näherte, ist die Sonne durchgebrochen und nicht nur das - ich habe einen Parkplatz bekommen, obwohl alles voll war. Das hatte ich nicht erwartet.
    Es war geschäftiges Treiben fast wie im Sommer, mit lauten Kinderstimmen, Menschen die zusammenstanden und die neuesten Informationen austauschten, Hunden die gelangweilt neben ihren tratschenden Besitzern saßen oder sich einfach selbständig machten um eine Runde vorzugehen, Tische auf der Straße, an denen sich die Menschen trafen und viele Marktstände. Es war irgendwie irreal aber ich habe mich von dem Treiben mitreißen lassen. Einzelne Händler kennen mich schon und ich werde mit Küsschen links - Küsschen rechts begrüßt, begleitet von einem kurzen "ca va?". Na klar ging es mir gut. Und da hab ich noch das Biobrot mitgenommen, eine Galette des Rois und ein Fläschchen Rosé. Zum Abschluss habe ich auch noch eine Tasse Kaffe getrunken und dem bunten Treiben zugesehen.
    Der Nebel war verschwunden, als ich nach Hause fuhr. Wir haben ein einfaches aber gutes Mittagessen genossen und danach unseren Kaffee in der Sonne auf unserer Terrasse genossen. So einfach und so schön kann Leben sein.
    A bientôt

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