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  1. Registriert seit
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    AW: Bruno ich komme... in die Dordogne

    Liebe Missani,
    ja ich schätze mich wirklich glücklich und genieße die Zeit sehr bewusst ich liebe die Menschen und die wunderschöne Landschaft. Die Menschen sind sehr einfach und überraschen mich immer wieder mit ihrem sehr feinen Humor, ihrem leichten Sarkasmus und einer leichten Sicht auf das Leben - leben und leben lassen

    Liebe Utetiki,
    bevor wir hierher gezogen sind, ist es mir auch immer so gegangen. Da war immer diese Sehnsucht in mir, sie hat mich oft unbewusst begleitet und ich habe sehr lange darauf gewartet, bis sich dieser Traum erfüllt hat.
    Das mit dem Französischen geht schnell, wenn man Kontakt mit den Menschen hat - zu Beginn hat mir immer geholfen, dass ich mir ganz einfache Bücher in französischer Sprache gekauft und laut gelesen habe - einfach, um ein wenig zu träumen.
    Am Anfang war für mich der Dialekt ein wenig gewöhnungsbedürftig, der in der Aussprache anders ist. Die alten Leute sprechen noch occitane, eine galloromanische Sprache. Und ein wenig erinnern mich die Menschen hier auch an ein kleines Dorf in Gallien Heute ist der Altbauer vorbei gekommen um mir die leeren Schüsseln vorbei zu bringen - ich hatte ihm und seiner Frau noch eine Mahlzeit vom Geburtstagsessen mitgegeben, damit sie einmal weniger kochen müssen. Wenn ich ihm meine Küsschen geben, ist er immer ganz glücklich und lacht von einem Ohr zum anderen. Einfach süß


  2. Registriert seit
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    AW: Bruno ich komme... in die Dordogne

    Heute haben wir von der Marie die Mitteilung bekommen, dass am Montag die Schwarztrüffelsaison eröffnet ist und dass alle Einwohner zu diesem besonderen Ereignis herzlich eingeladen sind.
    Das kleine Nest, in dem wir wohnen hat ja ganze 850 Einwohner ist aber das Zentrum des Trüffels in Frankreich
    Natürlich werden wir uns das Ereignis nicht entgehen lassen - schließlich ist viel Prominenz da , einige französische Fernsehsender, viele Fachleute und ... sogar unser Nachbar, der Altbauer geht hin. Und der kennt sich wirklich aus. Ich werde mich mit ihm dort treffen und an seiner Seite ein wenig glänzen (mit Wissen das ich nicht habe). Mal sehen vielleicht kann ich ein ganz kleines Stückchen ergattern - zu einem Preis den ich mir leisten kann - und das berühmte Trüffelomelette machen. Morgen am 21.11. kommt ja der Nouvelle Beaujolais heraus, was überall in Frankreich ein Großereignis ist, das würde gut zusammenpassen mit dem Trüffel - mal sehen.
    Hier soll sich ja fast in jeder Familie ein Trüffelhund befinden (die Nachbarn haben sogar zwei) und irgendein Familienmitglied bei jeder Gelegenheit durch die Eichenwälder streifen, von denen es hier einige gibt. Das wird spannend, vielleicht schleiche ich ihnen ganz diskret nach


  3. Registriert seit
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    AW: Bruno ich komme... in die Dordogne

    Liebe parismatch, ich verfolge die Beschreibungen deines Lebens im Perigord sehr gerne. Da wir im September diesen Jahres im Perigord Urlaub gemacht haben, kann ich deine Schilderungen gut nachempfinden. Tatsächlich haben uns die Bücher von Martin Walker inspiriert in das Perigord zu reisen. Wir haben in Le Bugue gewohnt und dort auch zufälligerweise Martin Walker gesehen, sogar 2 Mal. Ich hatte nicht den Mut, ihn anzusprechen. Im Nachhinein tut es mir leid, denn ich hätte ihm gerne gesagt, dass er mir nochmit seinen Büchern schln sehr viel Freude bereitet hat. Nach Le Buegue haben wir noch einige Tage in Limeuille gewohnt. Ich behme an, dass du nicht weit davon entfernt wohnst, denn hier fliessen die Dordogne und die Vezere zusammen. Das hattest Du auch einmal beschrieben. Ein herrlicher Flecken Erde!
    Ich hoffe, du hast den schwarzen Trüffel geniessen dürfen! Herbstliche Grüße, Tangostern


  4. Registriert seit
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    AW: Bruno ich komme... in die Dordogne

    Liebe Tangostern
    erstmal danke und wie schön, dass Du diese Gegend kennst ja tatsächlich leben wir genau in dieser Gegend - 2/3 Minuten von Limeuille, 6/7 Minuten von Le Bugue und 4/5 Minuten von Sainte Alvère entfernt. Ein wirklich schöner Flecken mit allen Annehmlichkeiten und man sagt sogar, dass sich das sogenannte Savoir vivre der Franzosen genau hier abspielt.
    Martin Walker soll super nett sein - Du hättest ihn ruhig ansprechen können denke ich - er spricht sogar sehr gut deutsch aber vielleicht kommst Du ja wieder her und man weiß nie.
    Im Moment haben wir wunderschönes Herbstwetter und ab morgen hat es wieder für einige Zeit zwischen 14 und 16 Grad, das ist sehr angenehm und man kann richtig schöne Wanderungen unternehmen.
    Ja ich konnte ein winziges Stückchen Trüffel erwerben - für ein Omelette hat es tatsächlich gereicht, denn der Geschmack ist sehr intensiv.
    Wenn man hier wohnt, ist man sehr überrascht wie viele Aktivitäten es auch im Winter gibt, bei denen die Menschen zusammen kommen, essen, trinken, tanzen, reden und einfach Freude haben.
    Bis bald


  5. Registriert seit
    26.08.2016
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    AW: Bruno ich komme... in die Dordogne

    Die Ereignisse brechen auch im Herbst nicht ab und es gibt wieder jede Menge Überraschungen.
    In unserer Nachbarschaft hat ein Haus die Besitzer gewechselt. Eine alte Dame, die seit einiger Zeit Witwe ist, ist wieder in ihre Heimat England zurückgekehrt und eine Französin, die in Bolivien gelebt hat, hat das Haus gekauft. Aber leer dh die alte Dame musste alles loswerden und wie hat ihren ganzen Nachbarn angeboten, sich alles nehmen zu können, was man braucht. Um es kurz zu machen - es waren wunderschöne Sachen dabei. Wir haben gearbeitet wie die Bienchen und es war für alle was dabei - wunderbar - ganz im Sinne von Nachhaltigkeit. Wir haben uns gegenseitig geholfen und zum Abschluss das Haus gereinigt und der Dame einen schönen Blumenstrauß geschickt. Eine kleine Feier dufte auch nicht fehlen - so wie immer.
    Der alte Bauer ist 81 Jahre alt geworden und es war eine wunderbare, lustige und seehr lange Geburtstagsfeier - schon lange nicht mehr so viel gelacht.
    Und zu guter Letzt stehen jetzt viele Arbeiten im Garten an - Bäume und Sträucher schneiden. Gemüse- und Blumensamen sortieren, kleine Instandhaltungsarbeiten tätigen und ... für einen Permakulturkurs habe ich mich auch angemeldet:)
    Am Nikolaustag hat ein kleines Restaurant einen Bouillabaisse-Abend veranstaltet. Es war voll und das Menü war köstlich. Na ja - müssen ja nicht immer Nüsse und Nektarinen mit Glühwein sein.
    Da habe ich auch zum ersten Mal eine typische Krippe aus der Region gesehen. Wunderschön und mit sehr viel Liebe gebaut.
    Mit der Zwangsbeglückung von Weihnachtsmusik und Weihnachtsfilmen werden wir zum Glück noch weitgehend verschont aber wenn am Abend das Feuer im Kamin brennt und wir Walnüsse (vom eigenen Baum) essen kommt schon eine Grundstimmung auf und morgen werde ich Kekse backen und mit der Nachbarschaft teilen - da kann ich dann alle überraschen und hoffentlich ein wenig beeindrucken:)
    A bientôt

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