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  1. Moderation Avatar von ganda55
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    AW: Bruno ich komme... in die Dordogne

    Zitat Zitat von parismatch Beitrag anzeigen
    ...
    Auch wir haben etwas gefunden, was wir schon lange gesucht haben - einen uralten großen Eisentopf, um in unserem Garten eine Feuerstelle für den Winter zu machen, auf der man Kastanien und Anderes braten kann. Drumherum wird es selbstgemachte Winterstühle geben, damit wir auch in der kühleren Jahreszeit die Landschaft und die Atmosphäre mit unseren Freunden und Nachbarn genießen können.
    Das liest sich aber schön.

    parismatch, ich verfolge deine Berichte auch. Vielen Dank mal dafür. Es beeindruckt mich immer, wie offen du auf dein neues Leben zugehst und wünsch dir ein rundum gelungenes Ankommen.
    Der Adler fängt keine Mücken.


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    AW: Bruno ich komme... in die Dordogne

    Danke ganda55 - ich freu mich immer sehr darüber, dass die Berichte Freude bereiten
    Ja, wenn man in einem fremden Land ankommt ist es wichtig, dass man einfach offen ist und ohne irgendwelche vorgefertigten Meinungen und Vorurteile einfach nach außen geht und wartet, was auf einen zukommt. Meistens ist die Überraschung groß und so wie hier gibt es auch viel zu lachen.
    Mein Mann zum Beispiel - vorher war er ein absolutes "Stadtei" und vom Landleben so weit entfernt wie Helsinki und Rom. Aber er lernt und ist stolz darauf, nicht mehr nur hinter dem Schreibtisch zu sitzen sondern endlich Tätigkeiten ausüben, wie es eben richtige Männer tun: Holz für den Winter vorbereiten, Früchte ernten, Werkzeug ordnen, reparieren etc. Manchmal hab' ich den Verdacht, dass das vielen Männern oft fehlt, sie sich nicht ganz fühlen - aber das schließe ich jetzt nur aus dem Verhalten meines Mannes. Und er ist soooo glücklich darüber, wenn wir am Abend unser selbstangebautes Essen genießen. Und wenn wir ins Bett gehen, schläft er wie ein Stein während ich noch ein wenig den außergewöhnlichen Sternenhimmel beobachte, selbst die Milchstraße ist sichtbar. Da lege ich mich einfach flach in unsere Wiese, schaue nach oben und bin einfach glücklich. So einfach kann Leben manchmal sein.


  3. Registriert seit
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    AW: Bruno ich komme... in die Dordogne

    Ein Sonntag bei Freunden:
    Es ist ja nicht immer selbstverständlich, dass man Freunde unter Einheimischen findet. Wir hatte das große Glück einige sehr wunderbare Menschen kennen zu lernen wie zB ein Ehepaar aus Frankreich, das sich schon vor über 20 Jahren hier niedergelassen hat. Und gestern waren wir eingeladen.
    Ihr Haus ist ein richtiges Schmuckstück - außen diese wunderschönen sonnengebleichten Steine, umgeben von einem Obst- und Blumengarten der mit viel Geschmack und Gespür gestaltet wurde und innen - ein Traum von einem Landhaus.
    In Frankreich werden Einladungen ja immer zelebriert - mit wunderschönen Gedecken, einem Aperitif am Wohnzimmertisch und Überraschungsspeisen, von denen ich noch nie gehört und die ich noch nie gegessen habe. Gestern war wieder so ein Überraschungstag, der bei Einbruch der Dunkelheit geendet hat. Wir haben viel gelacht, über Politik, Kunst und Kinder gesprochen, über das Leben generell und sind dann sehr glücklich und zufrieden nach Hause gefahren.
    Dort haben uns unsere Hunde erwartet und ich habe sie in Verdacht, dass sie ab und zu ganz froh sind, alleine zu Hause zu sein, weil dann das Haus inkl. Couch ihr eigen ist


  4. Registriert seit
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    AW: Bruno ich komme... in die Dordogne

    Ein Männlein steht im Walde und das ist orange - die Jagdsaison ist eröffnet und treibt manchmal merkwürdige Blüten.
    Gleich zu Beginn wurde uns angeraten, am Sonntag Nachmittag nicht mehr in den Wald zu gehen, denn zu Mittag trinken die Jäger zu viel Rotwein und das wirkt sich auf das Schießverhalten aus - hmmm. Also haben wir uns den wohlgeleinten Rat zu Herzen genommen und sind Sonntags zum Mittagessen in die umgebenden Restaurants gefahren - übrigens billig und sehr lecker. Und was haben wir gesehen? Männer und Frauen, die mit oranger Kleidung und Kopfbedeckung und großem Gewehr, einer nach dem anderen, in großer Anzahl am Straßenrand stehen. Aber eben stehen. Und wie ich weiter gehört habe, sind die meisten Jagdversuche nicht von Erfolg gekrönt. Da bleibt mir nur eine Antwort - es ist einfach ein gesellschaftliches Ereignis, der Wald mutiert zum Riesenspielplatz für ältere Jungs an deren Ende man wieder einen Grund mehr hat, zusammen zu feiern, zu essen und zu diskutieren.
    Bei einem Spaziergang durch den Wald mit meinen Hunden ist übrigens ein Jagdhund auf uns getroffen und er war mehr daran interessiert mit meinen Hunden zu spielen als dem Wild nachzujagen - außerdem hatte er beträchtliches Übergewicht, was über sein Jagdverhalten Aufschluss gibt Aber ich habe die Menschen hier sowieso unter Verdacht, dass sie ihre Hunde mehr zur Trüffel- und anderer Pilzsuche ausbilden und diese nur als Jagdhunde getarnt durch die Wälder pirschen.


  5. Registriert seit
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    AW: Bruno ich komme... in die Dordogne

    Von Schafen die glauben eine Kuh zu sein - abgespielt hat sich das vor zwei Tagen vor unserer Haustüre. Da grasen nämlich die Kühe unseres Nachbarn. Alle unglaublich friedlich, zusammen mit ihrem Stier Sarkozy in der Mitte. Sogar wenn einer unserer Hunde glaubt, den großen Macker zu machen und mitten in der Herde hüpft und bellt, würdigen sie ihn keines Blickes.
    Vor zwei Tagen nun hat ein Schaf in der Herde seinen Platz gefunden. Friedlich grast es mit. Um sicher zu gehen, dass alles seine Richtigkeit hat, frage ich doch lieber die Jungbäurin. Ah das ist Caro - das Schaf von Hubert, der leider vor acht Tagen gestorben ist. "Und was passiert jetzt?" - "Sie hat einen ziemlich starken Charakter, sie wird sich einen neuen Besitzer suchen". Aha, ist das hier so? Und warum nehmen sie nicht die anderen Bauern, die doch Schafe haben, auf? Weil sie bereits bekannt ist, auch dafür, dass sie einfach kommt und geht wann sie will und auch wohin. Gestern hat sie noch gegrast aber heute? Sie war nicht mehr da. Mal sehen wo sie letztendlich ihre zweite Heimat finden wird.

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