Hallo Forum,
ich lebe im Moment im Ausland, will aber eigentlich aus familiären Gründen nach Deutschland zurückkehren, und die Pläne dazu sind auch schon recht konkret. Mir ist allerdings sehr unwohl, wenn ich die tagespolitischen Ereignisse rund um die Flüchtlingskrise verfolge, so wie sie sich vom Ausland aus gesehen darstellen. Ich stelle mir die Konsequenzen für die Zukunft des Landes vor, und sie lassen mich wirklich an meinen Rückkehrplänen zweifeln.
Wenn durch unkontrollierte Zuwanderung absehbar die sozialen Sicherungen und der Rechtsstaat ausgehöhlt werden, wenn ein wachsender Anteil der Bevölkerung nicht mehr die Landessprache sprechen wird und sich Subkulturen bilden, wenn ich als alleinstehende Frau zu den schwächeren und potentiell Leidtragenden dieser Entwicklungen gehöre, dann weiss ich nicht, ob Deutschland noch ein Land ist in dem ich leben möchte. Ich finde es nicht leicht, mir eine Meinung zu bilden, denn die Diskussion in Politik und Medien hat momentan scheinbar nur einen Horizont von Wochen bis Monaten (akukte Fragen wie Unterbringung). Für meine persönliche Entscheidung zur Rückkehr oder nicht muss ich aber über die nächsten dreissig Jahre nachdenken. Denn ich traue den aktuellen Entwicklungen durchaus eine so drastische Tragweite zu, dass ich nicht einfach so tun kann, als wäre das Land in das ich zurückkehren werde noch dasselbe Land, dass ich vor 10 Jahren verlassen habe.
Ich empfinde meine Zweifel einerseits als völlige Überreaktion, andererseits möchte ich über meine inneren Warnlichter nicht einfach hinweggehen. Mir fehlt ein Gradmesser, um meine Befürchtungen richtig einzuordnen. Bisher war mein Standpunkt: Deutschland ist MEIN Land, und wenn meine Landsleute durch schwere Zeiten müssen, dann eben auch ich, und ich will meinen Teil beitragen. Inzwischen bin ich nicht mehr so sicher.
Gibt es noch andere Auslandsdeutsche hier, habt ihr ähnliche Gedanken und wie geht ihr damit um? Wie seht ihr eine Zukunft in Deutschland für euch? Zieht ihr in Erwägung, euch vielleicht für immer von Deutschland zu verabschieden? Und spielt die aktuelle Situation für eure Pläne eine Rolle?
Gruss
Samantha
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05.10.2015, 01:08
Deutsche im Ausland - Flüchtlingskrise Anlass für Zweifeln an Rückkehr?
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05.10.2015, 03:22
AW: Deutsche im Ausland - Flüchtlingskrise Anlass für Zweifeln an Rückkehr?
Ich bin seit 15 Jahren Auslandsdeutsche, habe aber grad keine Pläne, zurückzukehren. Das hat allerdings nichts damit zu tun, dass mich die Situation in D abschreckt, sondern damit, dass ich hier derzeit zufrieden mein Leben lebe, mein kleines Unternehmen habe und es auch für mich persönlich wenig Sinn macht, nochmal neu anzufangen - was angesichts meines Alters (52) dazu auch eher schwer wäre, als Alleinstehende. Machbar, aber nicht mein Plan.
Das war es wahrscheinlich schon nach 2 oder 3 Jahren nicht mehr, zumindest ist das meine Erfahrung gewesen.
Für mich ist klar, dass sich die Welt konstant ändert - dass nichts bleibt, wie es ist. Ich sehe nichts Bedrohliches in unterschiedlichen Kulturen, die (unter einer gemeinsamen Gesetzgebung) relativ normal miteinander leben. Ich leb das seit 15 Jahren. Dass es da ab und zu mal kracht und dass sich das nicht von heute auf morgen einspielt, das ist ja normal.
Ich glaube dir, dass es schwierig ist, sich aus den Medien heraus eine Meinung zu bilden, man muss schon sehr unterschiedliche Quellen nutzen, alles von mehreren Seiten sehen, sich nicht von Agitatoren kirre machen lassen und dann kommt es im Endeffekt nur auf das an, was man für sich selbst draus macht (schwierig rüberzubringen, was ich meine, sorry).
Ich sehe deine Befürchtungen und verstehe gut, dass sie gerade aus der Entfernung schwer zu bestätigen oder zu beschwichtigen sind.
Die ganze extreme Situation ist jetzt wie alt? 4 Wochen? 5? Ich glaube, dass sich so Manches noch einpendeln wird. Klar schwappen jetzt die Wogen hoch, es müssen Positionen gefunden werden, neue Wege. Da ist wohl eher grad keine Zeit, ein langfristiges Bild zu zeichnen und es zu kommunizieren.
Als alleinstehende Frau zu den Schwächeren gehören? Warum? Wenn es einen Grund dafür gäbe (z.B. beruflich, finanziell), wäre es dann nicht in anderen Ländern auch so? Warum leidtragend? Ich sprech dir das Gefühl nicht ab, mich interessiert nur, was dich dazu geführt hat so zu fühlen? Und ob es der Realität entspricht oder mehr ein Gefühl ist.
Ehrlich? Ich glaube, dass so eine Situation heute überall entstehen kann, ich mach da keinen Unterschied zwischen Europa und anderen Ländern.
Selbst hier - wo die Regierung sich vehement weigert, mehr als ein Minikontingent aufzunehmen (was ich nicht gut finde) - kann, wenn der Druck von aussen stärker wird, eine ähnliche Situation entstehen wie grad in Mitteleuropa.
Es kann immer etwas sein, Naturkatastrophen, Atomunfälle, Terrorakte, Kriege. Vielleicht liegt es mit daran, dass ich hier nur mit $2000, 2 Koffern und 5 Umzugskartons gelandet bin, warum ich weniger Angst vor Veränderungen habe als früher. Ich weiss es nicht.
Im Endeffekt kommt es wohl nur drauf an, wieviel Vertrauen du in dich hast, mit Veränderungen klarzukommen (wenn du schon so lang im Ausland lebst, hast du sicher Übung
). Und was dir wichtig ist.
Ich glaube nicht, dass Deutschland wieder in Schutt und Asche versinken wird und all seine guten Seiten über Bord geworfen werden.Geändert von frangipani (05.10.2015 um 07:16 Uhr) Grund: typo
"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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05.10.2015, 06:51
AW: Deutsche im Ausland - Flüchtlingskrise Anlass für Zweifeln an Rückkehr?
Ich lebe momentan in Asien und freue mich auf die Rückkehr. Und ich zweifle keinen Augenblick daran, dass ich im Grunde in "meine" Heimat zurückkehren werde.
In den 80er Jahren sollte ein Austauschschüler zu uns kommen, das wurde abgesagt, weil die Eltern in ihr Kind nicht in das "von Unruhen geschüttelte" Deutschland schicken wollten. Die Eltern hatten im Fernsehen die Berichterstattung über die Demonstrationen der Friedensbewegung und gegen die Startbahn West gesehen. Für uns damals eine völlig unverständliche Reaktion, in unserem schwäbischen Umfeld gab es höchstens mal eine Minidemonstration.
Ebenso wird es mit den Flüchtlingen sein. Momentan kommen sehr viele Flüchtlinge, ja. Aber die werden sich verteilen und Deutschland hat wahrlich die Ressourcen hier zu helfen. Und mittelfristig werden Lösungen gesucht werden. Meine Mutter hat mir von den Zügen der Flüchtlinge nach dem Krieg erzählt, ich denke, zuerst sollte man hier helfen, und anschließend sich endlich, endlich um Syrien kümmern. Für viele dieser Menschen werden sich ihre eventuellen Hoffnungen auf ein leichteres Leben nicht erfüllen und viele werden dann zum Schluß kommen, dass sie es in ihrer Heimat leichter haben werden, wenn dort Frieden herrscht (oder werden gegangen).
Um auf Deine Fragen direkt einzugehen: nein, ich sehe keinen Grund, nicht nach Deutschland zurückzukehren. Ich weiß nicht, in welchem Land Du gerade bist, aber es gibt wenige, in denen es sich (meiner bescheidenen Meinung nach) sicherer lebt, insbesondere was die Absicherung im Alter und im Gesundheitsbereich angeht.
Eine wirkliche Verschlechterung der Sicherheitslage für alleinstehende Frauen durch Ausländer sehe ich auch nicht. Himmel, es gibt durchaus deutsche Männer, vor denen man sich in Acht nehmen muss.
Du bist vielleicht schon länger nicht mehr in Deutschland gewesen? Denn was sich in Deutschland in erster Linie massiv verschlechtert hat, ist der Journalismus. Unsere Medien sind sensationsgierige, dummdreiste Panikmacher geworden, die sich der Meinungsmache gewisser Schichten verschrieben hat. Es fällt mir deshalb schwer, auch nur die Hälfte des Dramas zu glauben. Und natürlich schlagen momentan die Wellen hoch, aber dies ist eine ganz neue Situation, die selbstverständlich auch zu Diskussionen führt. Leider sehr emotional geführten.
Wenn Du Dir so unsicher bist, solltest Du unbedingt ein paar Wochen "nach Hause" fliegen und es Dir ansehen. Denn wenn sich solche Ängste erst einmal eingenistet haben, dann kann man sie kaum loswerden. Du solltest Dir ein eigenes Bild vor Ort machen. Dann klappt es auch mit der Entscheidung viel besser.
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05.10.2015, 14:28
AW: Deutsche im Ausland - Flüchtlingskrise Anlass für Zweifeln an Rückkehr?
Wir haben dieses Thema aus dem Politikforum hierher verschoben.
Wir möchten darauf hinweisen, dass wir darauf achten werden, dass dieser Strang beim Thema bleibt und nicht zu einer allgemeinen Diskussion über die Flüchtlingsproblematik wird, dazu gibt es im Politikforum ausreichend Gelegenheit, sich zu äussern.Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.
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05.10.2015, 15:03
AW: Deutsche im Ausland - Flüchtlingskrise Anlass für Zweifeln an Rückkehr?
Warum willst Du denn zurückgehen ? Wenn Du in D eine gute Perspektiven bezüglich Arbeit , Wohnung und soziale Kontakte hast sehe ich kein Problem. Und es hängt evtl auch etwas davon ab, wo Du hingehen willst.
Ich lebe in einer westdeutschen Großstadt , habe beruflich und ehrenamtlich mit Flüchtlingen zu tun aber für mein Leben oder meine Zukunft macht mir das keine Angst.
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05.10.2015, 15:12
AW: Deutsche im Ausland - Flüchtlingskrise Anlass für Zweifeln an Rückkehr?
Dramateuses Vorschlag, einfach mal Dtl. besuchen und ein eigenes Bild machen, halte ich für sehr gut. Insbesondere die Region, in der Du leben willst.
Hier, wo ich lebe, haben wir so viele Flüchtlinge aufgenommen, wie der Verteilungsschlüssel vorsieht und dabei wohl auch "Glück gehabt", denn es sind viele Familien dabei, fast 50 % Kinder und nicht nur junge alleinreisende Männer. Weitere, auf eigene Faust durch Dtl ziehende Flüchtlinge verirren sich eher nicht in unsere weniger bekannte und nicht so gut an die ÖV angeschlossene Gegend. Daher habe auch ich mich von der Berichterstattung beeindrucken lassen.
Als ich dann während einer Dienstreise am Münchener Hbf vorbei kam, an dem ja lt. Nachrichten ein Sonderzug nach dem anderen einrollte war ich doch ein wenig überrascht, wie ruhig dort alles ablief - ja, Rettungswagen etc. waren zu sehen, aber keine Menschenmassen, kein Lärm, ich musste nicht mal den kleinsten Umweg wegen einer eventuellen Absperrung machen.
Dann war die Messe Leipzig in den Schlagzeilen wegen Unruhen zwischen den Flüchtlingen und ach so großem Polizeiaufgebot - beim Besuch der Messe 2-3 Tage später konnte aber lediglich die Halle 4, in der die Flüchlinge untergebracht sind, nicht genutzt werden, der Messebesuch verlief reibungslos und "wie immer" - kein besonderes Aufgebot an Sicherheitskräften / Ordnungspersonal zu sehen. Die Flüchtlinge, die man sah, beobachteten das Treiben, saßen auf der Wiese, oder waren in einen Zeltlager - ja, sie sind da, aber selbst an in den Schlagzeilen zu findenden Orten erhöhen sie nicht unbedingt das Gefühl einer Unsicherheit.
Wie sich die Integration so vieler Menschen nun tatsächlich auf das solziale System auswirken wird, ist noch nicht abzusehen. Sicher abzusehen was die Zukunft bringt ist aber nirgends möglich.
Bei uns steht aktuell die Entscheidung im Raum, ob wir evtl. den anderen Weg gehen - also aus Dtl. weg. Allerdings rein aus Gründen der beruflichen Perspektive und dass die woanders z.Z. besser ausschaut hat nichts mit der aktuellen Flüchtlingskrise, sondern mit der dt. Bildungspolitik zu tun.
Wenn deine Rückzugsplanung schon so konkret ist, dann ist sie ein Stück weit fortgeschritten - sicher auch schon mit Job etc. Damit sollte die Perspektive in Dtl. gesichert sein und wenn sich tatsächlich etwas ungünstig entwickeln sollte, dann kann jemand mit deiner Auslandserfahrung auch wieder geplant neue Wege gehen.
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08.10.2015, 22:57
AW: Deutsche im Ausland - Flüchtlingskrise Anlass für Zweifeln an Rückkehr?
Danke an alle für eure Denkanstösse.
Hallo frangipani,
Ich bewundere deine Haltung, und ähnliches sage ich mir mir eigentlich auch. Ich bin jetzt 35 und die nächsten paar Jahre sind irgendwie so eine Weggabelung für mich. Wenn ich "daheim" in Deutschland nochmal ein neues Leben anfangen möchte, dann lieber jetzt als mit 40. Und so eine Lebensplanung aus einer Illusion der Sicherheit heraus über den Haufen zu werfen kommt mir auch irgendwie dumm vor.Ehrlich? Ich glaube, dass so eine Situation heute überall entstehen kann, ich mach da keinen Unterschied zwischen Europa und anderen Ländern.
Es kann immer etwas sein, Naturkatastrophen, Atomunfälle, Terrorakte, Kriege. Vielleicht liegt es mit daran, dass ich hier nur mit $2000, 2 Koffern und 5 Umzugskartons gelandet bin, warum ich weniger Angst vor Veränderungen habe als früher. Ich weiss es nicht.
Andererseits, wenn ich irgendwann in 20 Jahren am Existenzminimum lebe, weil die Szenarien von Steuern und Niedriglöhnen und knappem Wohnraum (als Single trägt man ja alle Kosten allein) wahr geworden sind, und wenn ich mich an meinem Wohnort fremd fühle, weil die Hälfte der Leute in der Öffentlichkeit nicht mehr Deutsch sprechen, sondern mir unverständliche Sprachen - werde ich dann wünschen ich hätte einen andern Weg gewählt?
Wenn die Sozialgemeinschaft auseinanderbricht, wird die Familie für Schutz und Versorgung wieder wichtiger werden, so wie es früher war. Ich habe keine Familie. Die Zuwander schon. Ja, ich fühle mich in dieser Hinsicht verwundbar. Ganz zu schweigen von den frauenfeindlichen Realitäten in den Herkunftsländern, die sicher nicht an der Grenze abgegeben werden.Als alleinstehende Frau zu den Schwächeren gehören? Warum?
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08.10.2015, 23:05
AW: Deutsche im Ausland - Flüchtlingskrise Anlass für Zweifeln an Rückkehr?
Hallo Dramateuse,
sicher ist es so, dass in den Medien einiges "dramatisiert"Du bist vielleicht schon länger nicht mehr in Deutschland gewesen? Denn was sich in Deutschland in erster Linie massiv verschlechtert hat, ist der Journalismus. Unsere Medien sind sensationsgierige, dummdreiste Panikmacher geworden, die sich der Meinungsmache gewisser Schichten verschrieben hat. Es fällt mir deshalb schwer, auch nur die Hälfte des Dramas zu glauben.
wird. Allerdings ist es ja auch Aufgabe der Presse, auf Entwicklungen hinzuweisen, die vielleicht nicht sofort in ihrer vollen Wirkung sichtbar sind, sondern erst in einigen Jahren. Wenn jetzt bereits Zahlen kursieren, dass man mit 10 Millionen Zuwanderern rechnen muss (was ich angesichts der Worte unserer Kanzlerin gestern abend nicht für unrealistisch halte) - dann sind das genauso viele Zuwanderer wie die gesamte derzeit in Deutschland lebende Bevölkerungsgruppe der 20-30jährigen. Das ist durchaus dramatisch, mir macht es Angst! Ich bin bereit, mich dieser Angst zu stellen und man passt sich neuen Situationen ja auch an, aber trotzdem, es macht mir Angst.
Ich werde bald nach Hause fliegen, allerdings nur für einige Tage. Einige Wochen? Du musst Studentin sein
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08.10.2015, 23:13
AW: Deutsche im Ausland - Flüchtlingskrise Anlass für Zweifeln an Rückkehr?
Hallo taggecko,
Wegen der Eltern. Ich will noch ein paar gute Jahre mit ihnen verbringen, würde bereuen wenn ich erst wieder Zeit für sie hab wenn sie 85 sind und am Rollator gehen. Ich gehe nach Ostdeutschland. Dort löst die Flüchtlingssituation ja derzeit explosivere Reaktionen aus als noch im Westen, wahrscheinlich weil dort mehr Menschen leben die so schon verwundbarer sind und weniger Optionen haben als Leute in den alten Bundesländern.Warum willst Du denn zurückgehen ? Wenn Du in D eine gute Perspektiven bezüglich Arbeit , Wohnung und soziale Kontakte hast sehe ich kein Problem. Und es hängt evtl auch etwas davon ab, wo Du hingehen willst.
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08.10.2015, 23:27
AW: Deutsche im Ausland - Flüchtlingskrise Anlass für Zweifeln an Rückkehr?
Hallo Anubias,
danke für deinen Bericht und deinen unaufgeregten Blick auf die Flüchtlingskrise. Die Pläne werden in den nächsten Wochen konkret werden, eine berufliche PErspektive habe ich, aber sie ist weniger sicher und attraktiv als die hier im Ausland. Ich tausche also tatsächlich ein ganzes Ende Wohlstand und Sicherheit gegen Heimat und Loyalität gegenüber den Eltern. Ich bin bereit, diesen Preis zu zahlen, überlege mir nur gerade ob er vielleicht - langfristig gesehen - höher ausfällt als ich bisher realisiert habe.
Aber du hast recht - Garantien gibt es sowieso keine im Leben, ich muss in mich gehen was mir wichtig ist - wenn ich meinem Herzen folgen dann kann ich nachher auch mit den Konsequenzen umgehen. Besser als "alles richtig machen", aber dann bereuen, die scheinbaren Notwendigkeiten wichtiger genommen zu haben als den Lebensweg den man im Herzen hat.


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