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    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Ok, wenn du meinst. Vielleicht reden wir aneinander vorbei. Ich hatte eine Land, das schlecht oder gar nicht ausgerüstete Krankenwagen in Einsätze schickt, nicht gerade einem Erste Welt Land zugeordnet.
    ...
    Es gibt sehr viele verschiedene Ausprägungen auf der Welt.
    Allein schon die Kategorisierung in Erste-Welt sagt viel aus über den Blickwinkel. Eine Welt ist es. Erste und Dritte ist schwer überholt, selbst politisch veraltet, tot und göttinseidank vorbei.

    Mit solchen groben Rastern kann man sich den Wirklichkeiten nicht gedanklich annähern.

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    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    Den Begriff Dritte Welt hör(t)e ich öfters, ob überholt / politisch veraltet, auf jeden Fall habe ich ihn bis jetzt verstanden und hautnah erlebt, vielleicht ist "dort" die Zeit stehengeblieben:

    In Kanada werden die Ureinwohner First Nations genannt, in den USA sagt man American Indians.


    Phil Fontaine - 2007

    First Nations people in Canada live in "Third World" conditions, with a lack of access to clean water and decent housing, the national chief of the Assembly of First Nations said Tuesday.

    "We rank no better than a Third World country, and that is simply unacceptable. There is no good reason why our people should be as poor as they are," Phil Fontaine said in Toronto.
    Auszug aus National Post Artikel 2007 / Manitoba

    PAUINGASSI PROFILE

    A 2006 community profile prepared for the department of Indian and Northern Affairs by the community's tribal council, South East Resource Development Corp., lists dismal demographics:

    - 98% of adults are alcoholics. That includes 99% of the community's residential school survivors.

    - 80% of youth up to age 18 are solvent abuse addicts. There are youth suicides.

    - Half of the children under age 18 are child welfare wards, the result of parental neglect and abuse related to alcoholism. Dozens live off reserve in group homes in Winnipeg.

    - 20% of all youth under age 20 are suspected of suffering from varying degrees of fetal alcohol syndrome. There's also epidemic rates of obesity and diabetes.

    - Children as young as 13 and under have sexually transmitted diseases and there are high rates of domestic violence, sexual abuse.



    © National Post 2007


    CTV News October 15, 2013


    A UN indigenous rights investigator said Canada faces a "crisis" when it comes to the situation of the country's aboriginal peoples...

    James Anaya, the UN’s special rapporteur on the rights of indigenous peoples, said Tuesday that one in five aboriginal Canadians lives in a home in need of serious repairs, and the suicide rate among youth on reserves is "alarming" at a rate five times greater than that of all Canadians.

    "One community I visited has suffered a suicide (once) every six weeks since the start of this year," Anaya said during a news conference Tuesday.

    "Canada consistently ranks among the top of countries in respect to human development standards, and yet amidst this wealth and prosperity, aboriginal people live in conditions akin to those in countries that rank much lower and in which poverty abounds," he said.


    Anaya’s comments follow a nine-day mission, in which he was tasked with reviewing the rights of indigenous people and the issue of missing and murdered aboriginal women.

    Since his mission began on Oct. 7, Anaya spent time in Ontario, Quebec, British Columbia, Alberta, Saskatchewan, and Manitoba looking into what have been called "third-world living conditions" for some of Canada’s aboriginal communities.

  3. Moderation

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    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    Es mögen die Begriffe Erste, Zweite, Dritte Welt nicht mehr pc sein, dass es noch erhebliche Unterschiede zwischen Ländern gibt, lässt sich ja objektiv betrachtet, nicht von der Hand weisen. Wenn es einen besseren Begriff gibt, um soziale Unterschiede darzustellen, nur her damit.
    Feinsinn, deine Links zu den Indigenous People sind ja noch mal ein anderes Thema.

    Mein Einwand ein paar Posts eher bezog sich allein auf Maria_H's Kommentar als Antwort auf Jackies Gedanken, dass im Alter auf einmal andere Dinge wichtiger werden könnten und Deutschlands (vermeintliche) Sicherheit auf einmal wieder verlockend wird.
    Maria_H erwähnte ein paradiesisches Feriengebiet, in dem nicht ausreichende medizinische Versorgung dazu führte, dass jemand nach einer medizinischen Notsituation starb.
    Sie wies im Anschluss darauf hin, dass es nicht in Ordnung sei, wenn Auswanderer dann im Alter oder wenn sie krank sind, wieder unter Deutschlands Fittiche schluepfen wollen:

    Und wer keinen Blick mehr darauf hat und es nicht wert schätzen kann, was er hier hat, der soll gerne gehen. Aber dann bleibt auch bitte dort. Und versucht nicht, wenn die Lockerheit aus gesundheitlichen Gründen endet, wieder unter die Fittiche zu schlüpfen. So läuft es nämlich in der Regel ab. Spätestens, wenn die Krankheiten dauerhaft einsetzen, ist dieses "blöde Spießerdeutschland" wieder gut genug für die lockeren Weltenbummler. Dann will man nämlich von der Früchte der Arbeit dieser miesepetrigen Spießer profitieren, die die Krankenhäuser bauen, die Medikamente entwicklen und Pflege gewährleisten.

    Meine Antwort darauf lautete lediglich, dass Menschen, die in Länder auswandern, die keine so entwickelte Infrastruktur und soziale Sicherheit haben, sich schon drüber klar sein sollten, was Ihnen in Ernstfällen passieren kann. Das gilt selbst für Urlauber.

    Daher kam der Begriff 'Vergleich' - natürlich kann man alle Länder vergleichen (muss man sogar, wenn man auswandert, will man in dem neuen Land ein zufriedenstellendes Leben führen), man sollte nur das Ergebnis entsprechend interpretieren, gucken ob das neue Land dem Vergleich mit Deutschland statthält, besser ist oder man mit den negativen Seiten klarkommen kann. Mit anderen Auswanderern sprechen, die schon lang dort leben. Und dann nach seinem besten Gewissen handeln.

    Mein Zitat

    Jackie, manchmal bekommt man in der Ferne aber auch ein falsches Bild von Deutschland. Oder legt sich eines zurecht.
    Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass es dort besser ist als in anderen Laendern mit entsprechender Struktur. Eine 'paradiesische Urlaubsinsel' ist logischerweise kein Vergleich.
    sagt lediglich aus, dass ich nach meinen Beobachtungen und Berichten meiner Familie nicht glaube, dass es in Deutschland unterm Strich heute noch viel besser ist als z.B. in Kanada, Neuseeland, Australien, skandinavische Länder oder Benelux. Selbst Thailand hat zum Teil bessere medizinische Versorgung.

    Und dass es nicht passt, wenn man Deutschland z.B. mit Samoa oder den Seychellen vergleicht, einfach weil die Infrastrukturen und die soziale Wirklichkeit anders sind als in Deutschland. Auch wenn sich die Menschen, die dort aufgewachsen sind, sicher in den meisten Fällen dort wohlfühlen und es ihnen gut geht.

    Den psychologischen Aspekt, dass man im Alter aus sentimentalen Gründen zurück möchte, mal aussen vorgelassen, auch wenn er nicht selten ist. Das kann man sich in Bezug auf Deutschland eh nur leisten, wenn man finanziell sicher steht.
    Im Fall einer nicht so guten Rente oder dickem Sparkonto würde ich eher ein Altersheim in z.B. Australien oder Thailand vorziehen, wenn ich eh schon dort bin. Da ist für mich die Pro-Liste immer noch länger als die Contra-Liste.

    Jackie, ich wünsch dir, dass du die für dich richtige Lösung findest.
    Geändert von frangipani (03.01.2014 um 00:53 Uhr)
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    frangipani und alle

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Es mögen die Begriffe Erste, Zweite, Dritte Welt nicht mehr pc sein, dass es noch erhebliche Unterschiede zwischen Ländern gibt, lässt sich ja objektiv betrachtet, nicht von der Hand weisen. Wenn es einen besseren Begriff gibt, um soziale Unterschiede darzustellen, nur her damit.

    Antwort:Daran wäre ich auch sehr interessiert.

    Feinsinn, deine Links zu den Indigenous People sind ja noch mal ein anderes Thema.

    Mein Einwand ein paar Posts eher bezog sich allein auf Maria_H's Kommentar als Antwort auf Jackies Gedanken, dass im Alter auf einmal andere Dinge wichtiger werden könnten und Deutschlands (vermeintliche) Sicherheit auf einmal wieder verlockend wird.

    Antwort: Ich habe in meinem familiären / persönlichen Umfeld soviele Rückwanderer. Einige sind wg. der "Sicherheit" (Gesundheitswesen, Altersversorgung....) in Deutschland zurückgekehrt z.B. aus San Francisco u. a. Orte in USA, auch Kanada, Ecuador, Australien...


    Maria_H erwähnte ein paradiesisches Feriengebiet, in dem nicht ausreichende medizinische Versorgung dazu führte, dass jemand nach einer medizinischen Notsituation starb.

    Antwort: Das könnte in Kanada auch passieren, dass es keine ausreichende medizinische Versorgung gibt. Kompaktes Thema.


    Sie wies im Anschluss darauf hin, dass es nicht in Ordnung sei, wenn Auswanderer dann im Alter oder wenn sie krank sind, wieder unter Deutschlands Fittiche schluepfen wollen:

    Antwort: Deshalb kommen Rückwanderer meist nicht im letzten Moment zurück. Manche gehen nicht freiwillig, z. B. der Partner möchte zurück.



    Daher kam der Begriff 'Vergleich' - natürlich kann man alle Länder vergleichen (muss man sogar, wenn man auswandert, will man in dem neuen Land ein zufriedenstellendes Leben führen), man sollte nur das Ergebnis entsprechend interpretieren, gucken ob das neue Land dem Vergleich mit Deutschland statthält, besser ist oder man mit den negativen Seiten klarkommen kann. Mit anderen Auswanderern sprechen, die schon lang dort leben. Und dann nach seinem besten Gewissen handeln.

    Antwort: Ohne "Vergleich" geht es gar nicht. Zumindest vergleiche ich und ein großer Teil meiner Verwandten und Bekannten, die Entscheidungen treffen müssen / wollen / können.


    sagt lediglich aus, dass ich nach meinen Beobachtungen und Berichten meiner Familie nicht glaube, dass es in Deutschland unterm Strich heute noch viel besser ist als z.B. in Kanada, Neuseeland, Australien, skandinavische Länder oder Benelux. Selbst Thailand hat zum Teil bessere medizinische Versorgung.

    Antwort: Ich kann nur von meinen / unseren Erfahrungen sprechen und in Deutschland sind unterm Strich in einigen wichtigen Bereichen viel bessere Bedingungen gegeben als in Kanada. So sehen es auch recht viele meiner kanadischen Kontakte


    Den psychologischen Aspekt, dass man im Alter aus sentimentalen Gründen zurück möchte, mal aussen vorgelassen, auch wenn er nicht selten ist. Das kann man sich in Bezug auf Deutschland eh nur leisten, wenn man finanziell sicher steht.

    Antwort: Wie wahr. Da fallen mir einige Deutsche ein, die alles dafür geben würden, nach Deutschland oder in den deutschsprachigen Raum rückwandern zu können. Aber sie können sich das nie leisten.

    2006 fuhr ich in Victoria B.C. mit dem Bus. Mit einem älteren Mann, der neben mir saß, kam ich ins Gespräch und traf ihn später zufällig nochmals.

    Ein ehemaliger Konditor aus Deutschland. Er reiste (damals) vor 46 Jahren nach Kanada. Er erzählte mir wehmütig, dass er schon nach einem Jahr wieder zurückkehren wollte, traf aber eine Engländerin und die beiden heirateten und blieben in Kanada und bekamen vier Kinder. Er führte jahrzehnte eine gutgehende Konditorei / Bäckerei in Victoria. Im hohen Alter trennte sich das Paar und er verkaufte die Konditorei und nahm an, dass er danach gut leben könnte. Nach einigen Jahren änderte sich das dramatisch für ihn. Nach meinem Eindruck könnte er obdachlos gewesen sein oder wohnte ab und zu in einem Wohnheim der Heilsarmee, hatte nach seinen Angaben keinen Kontakt mehr zu seiner Familie. Er durfte sogar schon mal für die Queen Torten und Gebäck zubereiten und berichtete begeistert im Detail von dieser tollen Zeit in seinem
    Leben.

    Mein Stiefvater zeigte mir später sogar einen kleinen Zeitungsbericht, in dem über diesen Deutschen berichtet wurde. Die Namen stimmten überein und das Alter. Er war es! Es las sich alles recht positiv, war aber nicht so. Er lebte von Sozialhilfe und konnte sich höchstens mal eine Stadt-Bus-Fahrt leisten für 2 Dollar, aber niemals ein Ticket nach Europa. Sein Lebenstraum, nach Deutschland oder in die Schweiz zurückkehren und dort mit einer lieben Frau (was er sich von Herzen wünschte) zusammenleben.

    Seine Hoffnung war der Bruder in Deutschland, dass der ihm die Rückwanderung finanziert. Jedesmal, wenn ich diesem ehemaligen deutschstämmigenKonditor später zufällig bei den Obdachlosen in der Douglas Street wieder begegnet war, hatte er das gleiche Outfit an. Ich wünschte dem sehr traurigen Mann viel Glück.


    Im Fall einer nicht so guten Rente oder dickem Sparkonto würde ich eher ein Altersheim in z.B. Australien oder Thailand vorziehen, wenn ich eh schon dort bin. Da ist für mich die Pro-Liste immer noch länger als die Contra-Liste.
    [COLOR="#000000"]Eine kanadische Freundin, Mutter von drei Kindern, geschieden, hat nur die Grundkrankenversicherung (für Notfälle), ansonsten ist sie nicht krankenversichert, weil sie es sich nicht leisten kann. Sie wird höchsten eine Rente von 120 CAD beziehen (aktueller Stand).... Am Flughafen, Läden, Ticket-Schaltern bei Fähren und sonst wo, Parkplatzwächter, Hausmeister, bei Walmart Regale einräumen usw.

    OT

    Ein Länder-Vergleich. Ich weiß nicht, ob es sowas in dieser Weise in Deutschland gibt.
    Ein junger Mann (28 Jahre) von der Royal Canadian Mounted Police verunglückte tödlich mit einem Fahrzeug.


    Thousands of RCMP officers and other uniformed police forces will be marching in Langley, B.C. before Const. Adrian Oliver's funeral on Tuesday afternoon. ...
    Es sieht so aus, als ob fast alle Mounties / Polizisten (auch mit Turbanen) aus der Region von Vancouver und British Columbia bei diesem Trauermarsch mit dabei waren. Bei Minute 11:30 wird Muss i denn zum Städtele hinaus von Dudelsackpfeifern gespielt (Wooden Heart). Vielleicht haben sie Kollegen aus anderen Provinzen geholt, um die Sicherheit in und um Vancouver zu gewähren, während sie ehrenvoll vom RCMP-Officer Abschied nehmen.

    Vancouver - Street life in Vancouver.

    Das ist auch Kanada.
    Geändert von Feinsinn (04.01.2014 um 19:13 Uhr) Grund: ...

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    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    Hallo Ihr Auswanderer -oder nicht.
    Die Tatsache, dass ich ein wenig Afrika-muede werde ist nicht aus Gesundheitsgruenden und auch nicht direkt aus Heimweh.
    Tatasache ist, dass ich mich mit der zunehmenden fehlenden Moral der Einwohner hier nicht mehr identifizeren kann. Normale Verbrechen waren ja schon immer an der Tagesordnung, aber seit einiger Zeit waechst die Grausamkeit bis ins Untertraegliche, selbst liest man es nur in der Zeitung oder hoert's im Radio. Wenn in einem Land alle paar Minuten ein Baby, Kind, eine junge frau oder auch eine sehr alte Frau brutal vergewaltigt und getoetet wird, wird's mir ungemuetlich. Morde bestehen auch nicht mehr aus Mord allein, aber vorausgehender Folter, Augen raus, Glieder abschneiden, Zusammenschlagen. Es ist nicht , dass ich Angst haette selbst betroffen zu warden, das kann ja dann auch nicht geaendert werden, aber das Zusammenleben mit einer solchen Gemeinschaft macht mich kotzen. Gestern ist ein 23 jahriger Mann verurteilt, der ein 6-woechiges Baby vergewaltigt hat. Dieses "Konzept" geht mir, wie allen die ich kenne und euch sicher auch total gegen den Strich, und die Tendenz ist zunehmend. Die Korruption der Regierungsabteilungen incl. des Presidentens laesst einen auch das Land verlassen woollen.Ich werde das nicht hinkriegen, denn hier sind meine Wurzeln, mein Hund, mein Sohn und seine gebrechliche Oma, aber traeumen kann man ja!
    Abgesehen davon duerfte mit all euren Asylanten eine kleine "ehemalige" Deutsche ja nicht weiter auffallen....
    Herzlichst,
    Eure Jackie
    Was ich an diesem Strang liebe ist, dass man auch negative Reaktionen bekommt.
    In der Ruhe liegt die Kraft!

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    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    In Deutschland kommen auf 1000 Einwohner 0,3 Asylbewerber.
    Soviel zu deiner Frage, ob Deutsche hier noch auffallen.

    Die von dir beschriebenen grausamen Taten (Horror!!!), hast du darüber zufällig Zahlen?
    All das gibt es hier auch. Gab es auch früher schon.
    Ich überlege gerade, wo man die Zahlen bekommen könnte...*grübel*

    Kann ich gut verstehen, dass dir die abenteuerliche Kriminalitätsrate in Südafrika ein schlechtes Gefühl gibt. Nachdem ich einmal drei Wochen in Port Elizabeth war, vor vielen Jahren, war ich auch dankbar für den deutschen Sicherheitsstandard hier daheim.
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    Zitat Zitat von monika0304 Beitrag anzeigen

    Komme nicht weiter und bin dankbar für Kommentare.
    Mir fiel mein Beitrag ein, den ich im Winter 2010 hier mal geschrieben hatte:

    Meine heutige 15minütige Begegnung im Bus ist wie "drei schöne Dinge heute" auf einmal.

    Ich fahre sehr selten Bus, aber das heftige Winterwetter zwang mich dazu. Zudem muss ich nicht umsteigen, auch wenn die Fahrt eine halbe Stunde dauert. Bei der zweiten Haltestelle steigt eine kleine, zierliche Frau in den 70ern ein und setzt sich mit einem freundlichen Nicken zu mir. Es ist eng. Der Himmel ist wolkenlos sonnig und wir beiden kommen darüber ins Gespräch. Sie sagt, dass sie froh ist, jetzt nicht mit dem Auto zu fahren, aber doch lieber gerne weiter Auto fährt, aber es nicht riskieren will, den Führerschein "für immer" wegen eines winterbedingten Unfalls loszuwerden. Einige Winter-Vorräte hätte sie schon letzte Woche gekauft für daheim.

    Sie erwähnt, dass ihr "ihr Führerschein" sehr wichtig für sie wäre und sie froh sei, noch mit dem Auto fahren zu können. Dann erzählt sie mir im Schnelldurchlauf einiges über ihr Leben. Sie lebte vor Jahren in Montreal / Quebec und in Ontario mit ihrem verstorbenen Mann. Die beiden hatten dort ein kleines Geschäft und anfangs arbeitete sie in einem Krankenhaus und fühlte sich sehr wohl unter den meist freundlichen und aufgeschlossenen Kanadiern. Sie traute sich lange nicht, Auto zu fahren. Ihre Ehe war irgendwann nicht mehr so gut und das Ehepaar ging deshalb zurück nach Deutschland, auch weil es noch enge ältere Angehörige dort gab, die ihnen nahe standen. Schweren Herzens ging sie dann aus Kanada weg. Sie hätte vier tolle Stellen angeboten bekommen damals kurz vor der Rückreise, aber der Mann wollte unbedingt zurück. Ohne Führerschein war sie verloren und machte im relativ hohen Alter die Fahrstunden und bat den Fahrlehrer, sie nur zur Fahrprüfung anzumelden, wenn sie die Prüfung aufs erste Mal schaffen würde, da sie kaum Geld hatte. Und sie schaffte es und fährt heute noch glücklich durch die Gegend. "Wäre ich doch bloss in Kanada geblieben, seufzte sie."

    Ich erzählte ihr, dass ich in den nächsten Tagen in ihr Lieblingsland fliegen werde und sie schwärmt wieder davon und über besonders glückliche Momente dort. Quebec war zauberhaft und von Ontario hätte sie zu Fuß in die USA spazieren gehen können, so nah wohnte sie an der Grenze und machte herrliche Spaziergänge zwischen den beiden Ländern. Sie erzählte mir über die Herzlichkeit der dortigen Bewohner. Ein Highlight - trotz schlechtgehender Ehe - war eine Fahrt von Kanada nach New Mexico und die Metropolregion Buffalo-Niagara im Staate New York. Sie hatte so große Sehnsucht, Kanada wiederzusehen.
    Ich fragte sie, ob sie nicht doch noch einmal Kanada besuchen möchte. Sie antworte, dass sie das so gerne möchte, aber nicht genug Geld dafür hätte und gerade hohe Zahnarztkosten zu begleichen hätte uvm.

    Sie hätte eine schlimme Krebserkrankung mit Chemo, Bestrahlungen und allem drum und dran überstanden und sei über dem Berg und darüber war sie so froh und dass sie "alte etwas verrückte Frau" einen Weg finden wird, doch wieder nach Kanada
    zu reisen. Das wäre ihr größter Wunsch. Ich sagte ihr, sie soll es unbedingt tun, für sich selber diesen Wunsch erfüllen. Einmal
    was Verrücktes tun, auf andere vernünftige Dinge verzichten oder diese halt später tun.

    Sie sagte mir lächelnd: "Sie haben mir den schönsten Tag bereitet und ich bin so froh, dass ich Ihnen begegnet bin und für die schöne Kanada-Unterhaltung. Ich wünsche Ihnen alles Gute und gute Reise und ganz viel Glück im Leben und Gottes Segen." Ich bedankte mich berührt und wünschte ihr alles Gute und dass sie bald ihre Reise macht, dass ich mich auch sehr gefreut hätte. Die anderen Fahrgäste im Bus hörten wohl interessiert mit und eine blonde ältere Dame vor mir stand auf und grüßte mich freundlich (unbekannterweise) und auch sie lächelte, so wie ich. Die kleine Dame winkte mir beim Aussteigen freudig zu, von draußen nochmals und ich sah sie mit ihrem braunen Kunstpelzmantel und Wollmütze zur S-Bahn-Haltestelle laufen und unter den vielen Menschen verschwinden. Ich weiß nicht, wie sie heißt. Sie muss einige hundert Meter von mir entfernt wohnen.

    Wenn ich an sie denke, muss ich auch lächeln. Sie hatte so eine positive Ausstrahlung und Heiterkeit. In Kanada hatte ich im Bus
    schon viele solcher Begegnungen. Menschen, die neben einem sitzen, sprachen mich an, als ob wir uns schon ewig kannten und
    ich hörte spannende Geschichten von ihnen und sie verschwanden irgendwann bei einer Haltestelle für immer, aber es blieb immer etwas zurück. Noch nach Jahren erinnere ich mich an sie.

    ~

    Ich habe diese ältere Dame nie wieder getroffen.

    Ich drücke dieser kleinen Dame ganz feste die Daumen!

    ...Sie hätte trotz manchmal Minus 40 Grad in extremen Wintern dort fast nie eine Erkältung gehabt, das wiederholte sie mehrmals, auch von einem Jahrhundertwinter, den sie locker überstand. Es bleiben meist nur die besonders
    guten Zeiten in Erinnerung. :)

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    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    isstatvebrechenszahlen -un Stitistiken fuer Suedafrka werde ich findenkoennen und durchgeben. In Einigen Zweigen (Vergewaltigung ), Mord und Totschlag, Raub und Autoentfuehrungen liegen wir mit an der Spitze. Die Menschen sind leicht aufzubringen und nicht mi den allerbesten Moralgrundsetzen versehen wordem, und ueberhaupt auch daran gewoehnt, Alles von den Weissen umsont-zt zu bekommen, wie Wohnung, Verpflegung, Schulgebuehren fur dieKinder, Begraebnisse etc. Die Schwarze Regierung tut sich sehr schwer mit Wohltaetikeit den aermeren Mitmenschen gegenueber, und nun nehmen die Jugendlichen sich eben einfach, was sie frueher sowieso umsonst bekommen haben. IT IS COMPLICATED! Der weitverbreitete UNsinn, dass Sex mit einer Jungrau, auch wenn dieserst1 Jah alt ist, AIDS heilen sollen kann, mcht dem Elend noch mehr Feuer unter dem Hintern. Vorurteile, Stigma und Ignoranz verlangsamen die AUfklaerung auch noch.
    Na ja,nur einige wenige aber wichtige Hinderungsgruende an Friede und Annaeherung der Staemme und Voelker. Da muesse alle noch viel, viel mehr Geduld aufringen, vielleicht mehr als sie Zeit dazu haben werde......
    Herzlichst,
    Jackie
    In der Ruhe liegt die Kraft!

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