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  1. Inaktiver User

    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    Na, so unbeschwert war das da ja wohl auch nicht - denn Du hattest ja immerhin damals gute Gründe, zurück zu gehen.
    Mir scheint, da malt der Pinsel der Erinnerung gerade ziemlich golden bei Dir....

  2. Moderation

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    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    Nachtrag: dieser Satz von Letstalk:

    Du kämst als diejenige dort an, die Du heute bist.
    den halte ich für sehr wichtig.

    Ich hab es selbst erlebt und merke es bei Vielen um mich herum: im Ausland, im neuen Umfeld ohne die gewohnten Stützen um dich, wirst du sehr auf dich selbst und evtl Probleme zurückgeworfen. Probleme, die du in D hattest, werden sich auch im Ausland zeigen, teilweise verstärkt (z.B. Umgang mit unfreundlichen Leuten, Hindernisse im Job).
    Man nimmt sich immer mit.
    Das zu erkennen, kann sich zum Vorteil auswirken oder es kann dich in die Knie bringen.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  3. Inaktiver User

    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    Man nimmt sich immer mit - sehr gut formuliert.

    Und was ist dort so viel besser?

    Freundliche Leute gibt es überall - so wie es in den Wald hineinschallt.....*g*

    Und die Weite? JA mag sein - aber du stehst dort ja auch nicht täglich am Gran Canyon und staunst über die Weite sondern arbeitest (und mal ehrlich, dort gibts nichts geschenkt, die meisten Amis haben zwei und mehr Jobs, keine gute Krankenversicherung, von einer Rente mal ganz abgesehen) Ohne riesig viel Kohle ist das Ausland - egal wohin man geht - auch nur ein Land wo man arbeiten muß.

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    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    Zitat Zitat von monika0304 Beitrag anzeigen

    Ich finde das Leben zwar phasenweise hier okay, wir haben uns eine Existenz geschaffen. Aber dennoch, immer wieder rutsche ich in die Krise und hasse mich dafür, zurückgekommen zu sein. Und je älter ich werde, desto risikoärmer werde ich natürlich. Denke an die Sicherheit hier und die gute Krankenversicherung.
    Ich habe immer ein bisschen ein Problem mit Entscheidungen, denen man jahrelang hinterher trauert. Wenn die Sehnsucht nach Ausland und Auswandern so gross ist, sollte man alle Moeglichkeiten, Risiken, Pros und Cons versuchen auszuloten und eine Entscheidung treffen. Die soziale Absicherung, die wir in Deutschland kennen, gibt es natuerlich nicht in USA.

    Ich habe die vergangenen 5 Jahre in USA gelebt und musste unfreiwillig nach Deutschland zurueckkehren. Das ist mir nicht leicht gefallen und ich kann Deine Punkte pro USA gut verstehen. Mir faellt es momentan schwer, mich hier wieder einzuleben, aber es wird jeden Tag besser und ich sehe ganz langsam auch die positiven Aspekte, die die Rueckkehr mit sich bringt. Das Leben geht weiter und es macht fuer mich keinen Sinn, in der Vergangenheit zu verharren und sich miserabel zu fuehlen. Die Sehnsucht und das Fernweh werden zwar immer bleiben, aber wer weiss schon, was die Zukunft bringt. In der Zwischenzeit sollte man versuchen, aus jeder Situation und egal in welchem Land das Beste zu machen :-)

    lg

  5. Inaktiver User

    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    Ihr habt sicher alle Recht damit, nichts zu überstürtzen und eventuelle andere Grundproblematiken auszuschließen, die sich lediglich in dem Wunsch nach "woanders" manifestieren.
    Aber kennt das keiner von euch (CoolWhip?), daß man ssich durchaus tatsächlich in verschiedenen Ländern unterschiedlich wohl fühlen kann?
    Damit meine ich nicht, in Land A bin ich ein Trauerklos, in Land B permanent gut gelaunt-sondern einfach eine gewisse Grundstimmung.
    Ich habe lange Jahre im Ausland gelebt und bin auch relativ "neu" wieder in Deutschland. So richtig leicht fällt es mir nicht, das Eingewöhnen.
    Der gleiche Mensch bin ich hier wie dort, aber ich denke, daß es einfach Länder oder Städte gibt, die einem passen wie ein gut sitzender Schuh, oder solche die zwicken und zwacken und Blasen verursachen.
    Man muß vielleicht auch in Betracht ziehen, daß die Sehnsucht nach einem bestimmten Lebensumfeld auch darin begründet ist, daß dieses Umfeld einfach gut zu mir passt.

  6. Moderation

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    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    Doch natürlich kenn ich das auch, Mrs Hall.

    Wenn man sich bei Menschen umhört, die in mehreren Ländern gelebt haben, sagen ja ganz viele, dass sie sich "wie zwischen zwei Stühlen fühlen". Ist man hier, sehnt man sich nach dort und umgekehrt. Bei manchen ist es ausgeprägt, bei anderen (so wie bei mir) eher weniger. Mag sich bei mir auch noch ändern, wer weiss das schon.

    Und ja, manche Umgebungen passen einfach besser zu einem als andere, das stimmt.

    Aber ich sehe auch bei so Einigen in meinem Umfeld, dass leicht einer Illusion nachgehangen wird. Man projiziert Dinge in (auf?) das Land, in dem man nicht mehr lebt. Ich kenne Einige, die es nicht mehr aushielten, in ihr Heimatland zurückgingen und dann bös überrascht wurden.

    20 Jahre sind eine lange Zeit, um wieder anzuknüpfen. Und mit 20 oder 30 ist man anders drauf als mit 50. Deshalb halte ich einen längeren Aufenthalt bevor man sich an den Umzug macht, für ganz sinnvoll.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  7. User Info Menu

    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    Hallo zusammen,

    @Mrs Hall: doch, klar gibt es das, ich hab das auch schon erlebt - aber ich habe auch immer zwei Seiten dabei gespürt.
    Als ich mal ein halbes Jahr in einem anderen Land lebte, schienen mir die Menschen zum Beispiel dort viel offener und unkomplizierter als hier in D - dafür war dann aber das Zusammensein auch weitaus unverbindlicher.

    Und die Weite...die kann auf die Dauer durchaus beklemmend werden.

    Aber dann, wenn es mir z.B. mit dem Stress im Job zuviel wird oder wenn mich Spießigkeit, Kleinbürgerlichkeit, deutsche Unhöflichkeit und Alltags-Routine nerven, packt mich die Wut, damals wieder nach Deutschland zurückgegangen zu sein.
    Menschen sind Menschen, hüben wie drüben.
    In USA gibt es ja nun auch durchaus ein paar erzkonservative Gegenden, in denen Schwule in die Hölle kommen und Schwarze erschossen werden.

    Den nervigen Job bist Du dort ganz schnell mal schlicht und einfach los, und das mit der Krankenversicherung IST wirklich kein Klacks.

    Ich will USA damit nicht madig machen, ich würde selber unheimlich gerne mal dorthin reisen -
    aber da zu leben, hat durchaus ein paar Haken, denk ich mir.

    Egal wie ich es wende, ich habe damals mit Mitte 20 den leichteren Weg gewählt und bin heim gefahren
    Hey, sooo leicht war das doch sicher nicht, oder?
    Ich meine, die Ehe war scheinbar nicht so dolle, und es wird noch ein paar andere Gründe für den Rückweg gegeben haben. Freiwillig verläßt man kein Paradies.

    Liebe Monika,
    Du schleppst da eine unheimlich große Sehnsucht mit Dir rum, aber ob sich die Erfüllung wirklich in einem speziellen Land finden läßt?

    Warum warst Du denn dann so lange nicht mehr dort, inzwischen kriegt man die Flüge doch für nen Appel und n Ei?

    Wie wäre es, wenn Du Dir selber sozusagen auf halbem Wege entgegen kommst -
    Du suchst Dir hier in D etwas, worin Du Dich verwirklichen kannst, wo Du mal raus kommst aus der Mühle - ein bestimmter Ort, ein Hobby, eine Fortbildung...und verbringst dann konsequent mindestens einmal pro Jahr einen Urlaub in USA.

    Oder, wahlweise, in wechselnden Ländern, in denen Ihr Euch ein Leben (oder zumindest ein Ferienhaus) vorstellen könnt.

    Alles Gute

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    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    So kann es gehn!

    Wirklich, einer Situation hinterherzutrauern, die 25 Jahre alt ist, ist Quatsch. Diese Situation findest du dort heute auch nicht mehr vor. Sondern eine andere. Und auch du bist eine andere. Sicher, man ist gefühlt immer 25, aber in echt...- doch nicht in der Lage, drei Jobs gleichzeitig zu wuppen usw.

    Und ich denke auch: Wenn das wirklich das ist, was du unbedingt willst, wirst du es auch tun. Ansonsten hast du deine Contras, und die sicherlich auch zu Recht. Wie bisher halt. Aber der Vergangenheit hinterherzutrauern...ehrlich, das macht alt! Von früher reden... Hörmal, das beste liegt VOR uns und wo wir sind ist VORNE.

    Ich kenne übrigens einige Amerikaner, die auch gerne von "früher" schwärmen.
    The original Karla
    est. 2006


  9. User Info Menu

    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    Amerika ist auch nicht mehr so, wie es vor 30 Jahren war. Und ja, damals hätte man was machen können, generell, kann man heute noch mehr machen ohne,wie in Deutschland tausend Kurse, Papiere und Berechtigungen zu haben/einzuholen.

    Und um mit der selbstgemachten Marmelade reich zu werden, muss man auch erst mal genug Geld haben, um dort zu leben - von RV und KV mal ganz zu schweigen.
    Ausserdem ist ja das Thema visa nicht so einfach mal erledigt.

    Oder man muss in ein Land auswandern, in dem die Lebenshaltungskosten so niedrig sind, dass man mit dem angesparten locker leben kann.

    Emotional gesehen, ist es wohl besser, wenn man seine früheren Entscheidungen als solche annimmt, sich selbst vergiebt, wenn man heute denkt es war nicht die richtige Entscheidung.
    Für sich selbst das entdeckt was man denkt man hat verpasst und dementsprechen sich Auszeiten im 'gelobten' Land nehmen, wenn man kann.

  10. User Info Menu

    AW: Unglücklich hier. Zu feige auszuwandern.

    Ja, ich glaube auch dass man erstmal wirklich sicher sein muss, um welche Art des Lebens es dir geht. Dein Wunschleben also. Viele, die ich kenne, sind um die ganze Welt gereist, haben nirgends ideale Zustaende fuer sich selbst vorgefunden, und sind wieder aufgebrochenen zu vermeintlich grueneren Weidefeldern. Im allerletzten Endeffekt haben sie schockiert gemerkt, dass ihr Glueck bei ihrer eigenen Haustuer die ganze Zeit gewartet hat. Und dann war's ja auch gut. Man muss nur versuchen, nicht mit 95 zu diesem Schluss gekommen zu sein, denn dann kann man sein Glueckvielleicht nur noch ein paar Monate geniessen.Gewisse Eile ist daher auch geboten.
    Deine Frage ist sehr komplex und sehr abhaengig von Deiner Geartheit, deinen praktischen Umstaenden und von den jeweiligen Lebensbegleitern. Ich wuerde mich erst mal hinsetzen und eine Liste mit links den Pros und rechts den Kontras aufstellen. Das hat mir bei meiner Einbahmstrassen Auswanderung vor 30 Jahren nach SA geholfen. Ich hatte das Glueck, dass sogar die Kontras noch Pros wurden....
    Jackie
    In der Ruhe liegt die Kraft!

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