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  1. Avatar von Morgain
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    AW: Keine Ösi-Frauen über 50 hier?

    Die kühleren Tage werden fürs Brotbacken genützt. Mein erstes Sauerteigbrot vorige Woche ist ein Erfolg gewesen und so habe ich mich - auch um das vorhandene Anstellgut zu verarbeiten - heute bzw. gestern an einen neuerlichen Durchgang gemacht. Leider war ich beim Aufheizen des Gusseisentopfs offenbar etwas zu ungeduldig, was ich jetzt büßen muss. Der Teigling blieb am Topfboden kleben - ich hoffe, dass das Brot nach komplettem Abkühlen der Rein besser raus geht. Also, Daumen halten. Damit der Rest vom Anstellgut - ein neues habe ich bereits begonnen - auch zum Großteil genützt wird, habe ich dann noch eine Art Ciabatta mit sehr langer Teigführung (12 - 24 Stunden) angesetzt. Das wird dann morgen gebacken. Bin schon gespannt, wie das sein wird, da ich für das Weizenbrot meinen restlichen Roggensauerteig verwendet habe.

    Mit den sinkenden Temperaturen heißt es für mich jetzt auch aufpassen mit den Balkonpflanzen. Zu früh will ich sie auch nicht ins Winterquartier bringen, aber vor allem die Jungpflanzen, die ich von den Kernen der Wollmispel gezogen habe, möchte ich doch gerne über den Winter bringen. Ist ein Experiment.

    Kulturell tut sich auch bei mir ein bisschen. Mit einer Nachbarin habe ich ein Abo für sechs Konzerte im Musikverein erworben. Der Start war mit Bruckners 8. Symphonie - nicht unbedingt mein Komponist und bei diesem Werk versteh ich auch, warum die letzte Aufführung Mitte der 90er Jahre war. Kommenden Sonntag geht's ins Burgtheater zur "Edda" - bin schon sehr gespannt auf diese Aufführung.

    Einen schönen Sonntag euch allen!
    Erfahrung ist wie eine Laterne - im Rücken.
    Sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir hinter uns haben.
    (Konfuzius)


  2. Registriert seit
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    AW: Keine Ösi-Frauen über 50 hier?

    Beide Daumen sind gehalten,das Brot wird sicher köstlich schmecken!
    Mein langjähriges Abo wird heuer wohl der Vergangenheit angehören;eine Freundin hat es mir immer besorgt.Sie wohnt direkt in St.Pölten und hatte Zeit und Muße die Abo s direkt zu holen.Im Frühling hat sie mich gefragt,ob ich denn noch interessiert wäre und auf mein ja,kam dann sehr zögerlich ihr okay.Nun hat sich unsere Freundschaft in eine Bekanntschaft verändert und damit auch alles,was Freundschaften ausmacht,ein wenig verändert.Das Abo war auch weg und alleine mochte ich es nicht mehr beantragen,die Musik,die ich dort immer gehört habe,ist für einen einzelnen Menschen nicht gerade humorfördernd.Deswegen habe ich auch beim Bruckner geschmunzelt,er ist wirklich nicht ein Behübscher der positiven Gehirnwindungen...
    Dass die Freundschaft sich langsam beendet,tut jetzt nur mehr ein wenig weh,war aber anfangs heftig.Diese Frau kenne ich aus Zeiten vor meinen Krebserkrankungen,da gibt es einige,sehr wenige Menschen die mich damals fast täglich im Krankenhaus besuchten und mich behätschelten.Deswegen trenne ich mich wohl so zögerlich und ungern,es geht aber mit uns zwei Frauen im selben Alter (sie ist drei Jahre älter und hat solche gesundheitlichen Troubles nicht erlebt) nicht mehr so wie es mal war.Wir sind einfach zu unterschiedlich,waren es immer schon und konnten uns doch jahrelang sehr intensiv austauschen.Ihre zwei Töchter sind erwachsen,klug,hübsch und erfolgreich und sie als Mutter,sonnt sich ihm Glanz dieser Kinder.Was mir zunehmend weh tat,hat sie doch erlebt wie schwer mein Weg mit meinen Kindern war und ist.Solange wir uns nicht austauschen mußten über Oberflächlichkeiten wie Wohnung und Freizeitverhalten unserer Brut konnten wir gut miteinander umgehen,aber nun geht gar nichts mehr.Wenn ich sie wöchentlich treffe,höre ich nur mehr wie toll alles um sie ist und sie so wundervoll lebt,total glücklich.Um mir nach fünf Minuten immer und immer wieder die selbe Leier vorzutragen:sie hätte nur für die Familie gelebt und deswegen auf eine Karriere verzichtet.Sie war längere Jahre als Hausfrau zugange,hat aber soviel gearbeitet,also vor den Geburten und nach der Teenagerzeit der Brut,nun stehe sie mit einer kleinen Rente da.Um mir fünf Minuten später wieder zu erklären wie zufrieden sie doch sei und wie toll ihr Leben.Das ist für mich keine Gesprächsbasis mehr,hab ihr auch gesagt dass das für mich kein Austausch ist und ich über die Vergangenheit nicht ausufernd reden will.Vor allem nicht über Dinge,die man nicht ändern kann zu fantasieren:was wäre gewesen wenn man es anders gemacht hätte,z.B.Damit komme ich mir vor wie der Ochs vorm neuen Tor,die Vergangenheit ist vergangen,im besten Falle lernt man daraus.
    Es tut mir leid um diese Freundschaft,aber ich komme da nur sehr frustriert raus wenn es so weiter laufen würde.

    Für die Buben habe ich gestern eine CD von Willi Astor gekauft,der Mann ist wirklich ein Wortfindungsgenie.Wie käme er sonst zu einem Wort wie "Pharmazie"---bei ihm kommt es von ..."Farmer,zieh..(sagt der Ochs zum Bauern,er soll ihn aus dem Schlamm ziehen).Ausser die lustige Seite hat er uns sehr sehr berührend von seinen Gefühlen am 9.November 1989 erzählt.Diese Erinnerungen teile ich gerne mit den Menschen,die berühren mich auch sehr tief.Fassungslos war ich damals,voller Glückseligkeit über dieses Wunder und wieviel Hoffnung hatten wir in uns.
    Am Ende des Programms spielte er so meisterhaft auf der Gitarre,einfach wieder mal ein ganz gelungenes Wochenende mit ungeheuer viel von dem,was mir die Seele wärmt.

  3. Avatar von Funkelperlenaugen
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    31.10.2019
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    6

    AW: Keine Ösi-Frauen über 50 hier?

    Hm ich frage mich gerade:
    es heisst hier Brigitte-Forum,
    sind eigentlich auch Männer hier?
    nur mal so nicht das ich einen suchen würde
    Funkelperlenaugen


  4. Registriert seit
    01.05.2011
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    5.328

    AW: Keine Ösi-Frauen über 50 hier?

    Im Ösi-Strang sind keine Männer,wir sind eine sehr überschaubare Kleingruppe.Aber gewiss gibt es Männer im Brigitte-Forum.


  5. Registriert seit
    21.01.2016
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    581

    AW: Keine Ösi-Frauen über 50 hier?

    Hallo, ihr Lieben!

    Da tut sich ja wieder so einiges bei euch!
    Morgain, ich nehme an, dein Brot schmeckt wunderbar. Vielleicht werde ich in meiner Pension dann auch noch eine begeisterte Bäckerin, bis jetzt fehlt mir die Zeit und auch die Begeisterung. Brot habe ich noch nie gebacken, und Kuchen backe ich notgedrungen nur, wenn es einen speziellen Anlass gibt. Hast du dich schon ein wenig erholen können?

    Heidpofferl, du schwelgst ja in kulturellen Genüssen! Bruckner ist auch nicht unbedingt mein Lieblingskomponist, obwohl meine Mutter immer sehr stolz darauf war, dass er aus ihrer Urheimat stammte. Aber deine beschriebenen Konzerte waren sicher ein Erlebnis!

    Das ist immer sehr schade, wenn eine langjährige Freundschaft immer mehr zu einer Bekanntschaft wird. Man hat sich oft nicht mehr wirklich etwas zu sagen, und der Kontakt schläft langsam ein.
    Mir ist es ähnlich mit meiner ehemals besten Freundin gegangen. Wir waren seit der Studiumszeit ganz dicke Freundinnen, auch wenn sich unser Wohnort geändert hat.
    Dann hat sie mit über 40 einen Buben adoptiert, und von da an gab es ständig Ausflüchte, warum man sich nicht treffen konnte. Auch wenn wir lange Zeit immer wieder stundenlang telefoniert haben, zu einem Besuch bei mir schien sie keine Zeit mehr zu haben. So habe ich auch meine Besuche reduziert und schließlich ganz eingestellt. Auch jetzt, wo der "Bub" längst erwachsen und selbständig ist, findet sich kein Tag, an dem sich ein Besuch ausginge, obwohl immer wieder betont wurde, wie wichtig ihr die Freundschaft und unsere "Seelenverwandtschaft" ist.
    Wenn es so sein soll, ist es halt so.

    Ganz schön kalt ist es geworden. Bei den ohnehin relativ kurzen Hundespaziergängen in dicker Jacke kriecht mir trotzdem die eisige Kälte in die Knochen. Letzte Woche habe ich mir durch den eisigen Wind eine Ohrenentzündung zugezogen, die aber wieder verheilt ist. So habe ich zumindest einmal meine neue Hausärztin kennen gelernt. Mein langjähriger Arzt ist in Pension gegangen, und in meiner Ortschaft hat sich kein Nachfolger gefunden. So bin ich jetzt zu einer jüngeren Ärztin in Amstetten abgewandert. Sie ist sehr nett und nimmt sich sehr viel Zeit, auch wenn das Wartezimmer voll ist. Dabei hat sie mich über meine ganze Lebensgeschichte ausgefragt - da ich doch etliche Jahre am Buckel habe, dauert das halt seine Zeit
    Wir haben wegen unserer Personalknappheit nun doch kurzfristig eine Reserve bekommen - eine sehr liebe blutjunge Kollegin. Jetzt wird es wirklich Zeit der Jugend Platz zu machen. Die junge Frau ist jünger als meine jüngste Tochter...

    Ich wünsche euch eine schöne Woche - Freitag ist ja Landespatron - Tag und damit habe ich frei - Juchhuh!!! Liebe Grüße aus dem "Wilden Westen" von Honey sen.

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