Es hat ein bisserl gedauert, aber da bin ich wieder! Nach einer ausgiebigen Balkonarbeit ist dieser so halbwegs aus dem Winterschlaf und -dreck erwacht und harrt nun der wärmenden Sonnenstrahlen. Der Rosmarien hat einen neuen, größeren Topf bekommen in der Hoffnung, groß und stark zu werden. Eine Topfpflanze von letztem Sommer - wie die heißt, weiß ich nicht mehr - hat ebenfalls eine größere Behausung bekommen, nachdem sie voller neuer Ranktriebe ist. Ich lass mich überraschen, ob da etwas draus wird und vor allem, ob sie wieder die prächtigen, roten, trompetenartigen Blüten bekommen wird. Die Kärntner Minze treibt auch wie wild und das schaut aus wie stramme kleine Zinnsoldaten. Von einer Nachbarin habe ich griechische Minze bekommen, nachdem diese bei ihr überhand genommen hat. Bei den Blumen warte ich noch ab, ich trau dem jungen Frühling noch nicht so ganz.

Die letzten zehn Tage waren äußerst ereignisreich! Angefangen mit der akadem. Abschlußfeier für meine Tochter in München, der ich als stolze Mutter natürlich beiwohnen musste. Wie gut erinnere ich mich noch an das erste Semester, gefolgt von periodisch wiederkehrenden Prüfungszeiten, wo Sylvia am Nervenkostüm ihrer Familie und besonders ihres Freundes rüttelte, bis hin zu den Abschlussprüfungen, wo der prüfungsbedingte Krisenmodus fast schon Gewohnheit war. Aber nur fast. Und jetzt sind diese 3 1/2 Jahre vorbei, der Abschluss mit Bravour geschafft und sogar eine Anstellung in einer Klinik ab kommenden Monat erlangt. Das atemlose Bangen ist einem tiefen Durchatmen gewichen - und ein bisschen Wehmut und eine gewisse Leere ist nicht zu leugnen.

Und mit dem neuen Arbeitsplatz ist es nun endgültig und amtlich, dass unsere Tochter in Bad Reichenhall ihren Lebensmittelpunkt haben wird. Die nötigen amtlichen Schritte sind erfolgt. Auch eine etwas eigenartige Situation für uns ebenso wie für sie. Aber wir werden uns auch daran gewöhnen.

Klein Kilian ist zum Glück wieder gesund und seine Mama beginnt demnächst mit ihrer Mechatronik-Ausbildung. Leonie war letztes Wochenende auch wieder einmal bei uns und hat mich dann Sonntag-Abend einigermaßen erschöpft verlassen. Ich gebe zu, ich liebe meine Enkel und freue mich sie zu sehen, bin aber ebenso froh, wenn sie wieder zu bzw. mit ihren Eltern nach Hause gehen. Das Bedürfnis nach Pausen und etwas Ruhe gebe ich unumwunden zu. Aber wem sag' ich das - gell Heidpofferl.

Ich wünsche euch allen ein schönes, frühlingshaftes Wochenende!