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02.05.2013, 20:19Inaktiver User
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
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03.05.2013, 12:40
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Habe ich mir nach Empfehlung von Christine Westermann besorgt,aber noch nicht gelesen.Schau mal : WDR 2 Bücher - Judith Taschler - WDR 2
Gestern habe ich ein "nettes" Buch beendet,es fehlt aber noch der 2.u.3.Teil von:Das Lügenhaus:Anne B. Ragde
Und jetzt lese ich dieses :die Betäubung von Anna Enquist
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03.05.2013, 13:05
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Danke AIDA, das klingt wirklich gut!
"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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03.05.2013, 13:47
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03.05.2013, 14:06
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Aber glaubst Du nicht, Fräulein, daß man Seeräuber und Eine-Wirklich-Feine-Dame gleichzeitig werden kann?
Astrid Lindgren / Pippi Langstrumpf
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03.05.2013, 15:04
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Teil 1 und 2 fand ich auch super - Teil 3 habe ich aber auch noch nicht gelesen.
Habe mir heute morgen "Der Junge der Träume schenkte" gekauft. Ich glaube, es wurde hier neulich auch mal drüber gesprochen. Das Cover spricht mich ja so garnicht an, die Empfehlungen hier aber schon und was soll ich sagen, ich habe gerade auf der Terasse in der Sonne mal eben die ersten hundert Seiten gelesen!
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03.05.2013, 18:03
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Mittlerweile bin ich mit 1Q84 komplett durch und kann abschließend sagen: Ist gut und bleibt gut. Obwohl Murakami schon tw. sehr ausschweifend erzählt, wird er mir nicht über, ich finde seinen surrealen Schreibstil außerordentlich fesselnd. Und - das Buch riecht förmlich nach einer Fortsetzung. Ich hoffe drauf.
Mitten drin bin ich grade mit: Francis Spufford - "Rote Zukunft"
Außergewöhnlich. Es ist kein Sachbuch und keine Belletristik, sondern ein Mischmasch aus beiden. Ein gelungener. Er beschreibt episodisch das nachstalinistische Russland. In jedem Kapitel wechseln die Protagonisten. Manche verschwinden dann wieder, manche tauchen wieder auf, teilweise sind das reale Personen (das Buch hat - wie ein Sachbuch - ein Quellenverzeichnis), manchmal erfindet Spufford Figuren.
Obwohl es keine übliche zusammenhängende Romanhandlung gibt: in der Summe erkennt man ein komplettes Bild vom Denken und Fühlen in dieser Zeit. Klasse.
Allerdings bin ich auch ein Fan von skurrilen, ungewöhnlich erzählten Büchern. Möglichst welche, die nichts erklären, sondern einfach anfangen zu erzählen (sozusagen "Inception" zwischen zwei Buchdeckeln) - wer da Tipps hat: Bitte her damit!
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03.05.2013, 19:07
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.
- Robert Bresson -
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03.05.2013, 19:41
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Hej,
Dann mal weiter im Text
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Madame Hemingway – Paula McLain
Ein fein gezeichneter Schmöker über die sogenannte „Paris Wife“ – Hadley Hemingway, die erste Ehefrau des Schriftstellers. Man taucht ganz ein in die „roaring twenties“ in Paris und begegnet auf den Seiten der ein oder anderen schillernden Persönlichkeit dieser Zeit. Der (wenn auch zum großen Teil fiktive) Einblick in diese ungewöhnliche Ehe ist unterhaltsam zu lesen und ja – genauso so könnte es gewesen sein…
Tiere essen – Jonathan Safran Foer
Es ist schwierig, über ein Sachbuch zu schreiben, was die eigene Wahrnehmung so sehr verändert hat. Für mich bleibt nach diesem Buch, dass ich erstmal einige Tage lang nichts anderes lesen konnte (Seltenheit!) weil es mich so sehr beschäftigt hat. Foer schwingt weder eine moralische Keule, noch drückt er auf die Tränendrüse, er präsentiert schlicht Fakten, man merkt dem Buch die intensive Recherchearbeit an. Und aus diesem Grund hat es mich so beeindruckt, denn der Grat, auf dem er wandelt ist verdammt schmal. Bevor ich dieses Buch las, konnte ich mir wirklich nicht vorstellen, etwas in meinem Leben zu verändern, meine Ernährung betreffend. Und doch – nach den letzten Seiten habe ich genau das getan.
Du hast es in der Hand – Werner Tiki Küstenmacher
Auf bewährte Art und Weise stellt Küstenmacher in diesem Buch Lebensbewältigungstipps zusammen. Wer seine Bücher kennt, dem wird das ein oder andere sicherlich bekannt vorkommen, für Neulinge ist die Idee des „Hand-Systems“ eine nette, leicht in den Alltag zu integrierende. Hatte für mich weniger Mehrwert als das klassische Simplify, aber das mag auch daran liegen, dass es eher ein Einstieg ist, weniger konzentriert als sein Standardwerk.
Das Glücksbüro – Andreas Izquierdo
Ich habe eine große Schwäche für verschrobene und schrullige Charaktere. Und Albert, der im Amt für Verwaltungsangelegenheiten seit vielen Jahren Dienst tut (pflichtschuldigst!) und von allen unbemerkt, auch im Amt lebt, hat mein Herz im Sturm erobert! Dieses Buch strotzt vor herrlichen Einfällen, man grinst viel beim Lesen, ein echtes Wohlfühlbuch mit einigen kleinen magischen Einsprengseln und nicht zuletzt einer Liebesgeschichte…!
Die Töchter der Kälte – Camilla Läckberg
Nach langer Abstinenz bin ich endlich wieder in Fjällbacka/Schweden zum Ermitteln und fühle mich gleich wieder heimisch. Solider Kriminalfall, weiterer Ausbau der sympathischen Charaktere, der mich hoffnungsvoll auf die weiteren Bände blicken lässt. Ich fühle mich bei diesen Krimis gut versorgt: Spannung, Lokalkolorit, und Schmöker-Faktor.
Unsere schönste Trennung – David Foenkinos
Diesen Autor erlebe ich sehr unterschiedlich. Hier muss ich gestehen, dass ich mit den Protagonisten einfach nicht warm wurde, einige Wesenszüge und Angewohnheiten die ich schon aus vorigen Werken kannte, fand ich in der Wiederholung nur noch halb so originell…es war nett, plätscherte dann aber doch eher so vor sich hin.
33 Cent um ein Leben zu retten – Louis Jensen
Ein wenig in der Tradition von Janne Tellers „Nichts“ erschien im gleichen Verlag nun dieses Buch, ebenfalls eine Art von Experiment, dem der Leser folgt. Jensen hat es verstanden, durch seine Geschichte zu führen und den Leser aufzurütteln, ihn von seinem bequemen Sofa zu holen. Man fragt sich: wo führt diese moderne Robin Hood Geschichte hin? Denn auch, wenn die besten Gedanken hinter der Idee stehen, so stellt sich doch die Frage: wieviel kann der einzelne tun? Ganz sicher nicht nur für Jugendliche interessant, eine zukünftige Schullektüre und ein Buch zum Darüber-Sprechen.
Je schneller ich gehe, desto kleiner bin ich – Kjersti A. Skomsvold
Was wird aus einem selbst, wenn der geliebte Mann stirbt? Diese Erfahrung muss Mathea Martinsen machen, die hochbetagt nun plötzlich wieder auf sich allein gestellt ist. Ihre Versuche, sich wieder ein Stück der Welt zurückzuerobern, wirken verletzlich und manchmal anrührend, ein wenig spröde, fast eingerostet erscheinen ihre Bemühungen – kein Wunder, war sie doch über Jahrzehnte einzig mit ihrem Liebsten in engerem Kontakt. Dieser kurze Roman, fast mag ich es eine Novelle nennen, hält zudem ein paar feinfühlige Sätze parat, die im Ohr bleiben.
Herr Klee und Herr Feld – Michel Bergmann
Ich liebe die Teilacher! Und diesen dritten Teil…Hach, was für ein Roman! Ich habe zu Anfang soviel gelacht, über die beiden ungleichen Brüder, die sich im Alter eigentlich nur noch mehr in ihren eigenen Sturheiten, Ritualen und Leben festgefahren haben. Das führt zu so einigen fast auswegslosen Situationen, nicht zu vergessen die neue Angestellte im jüdischen Haushalt, die junge Palästinenserin Zamira – Bergman hat hier ein paar unvergessliche Dialoge und Gedanken niedergeschrieben. Und zum Ende hin hat mich das Buch weinen lassen, weil ich das Gefühl hatte, hier gute Freunde zu verlieren. Ganz große Empfehlung, am besten gleich alle drei Bände kaufen!
Anmerkung zur Reihenfolge: "Die Teilacher" "Machloikes" "Herr Klee und Herr Feld"
Logbuch eines unbarmherzigen Jahres – Connie Palmen
Ganz schön harter Tobak, für mein erstes Connie Palmen Buch. Ich wusste ehrlich gestanden nicht viel über sie, mein Verlagsvertreter legte mir aber dieses Buch ans Herz. Ganz klar ist: ich muss unbedingt noch I.M. lesen. Zudem glaube ich, wenn man andere Werke und ihre Geschichte kennt, kann man dieses Buch noch mehr schätzen. Es ist manchmal wie ein Dolchstoß in Herz, die Trauer, die Wut, die Regungslosigkeit. Ein Logbuch sehr dunkler Gefühle und doch immer wieder eine so ausdrucksstarke Liebeserklärung. Nicht leicht zu lesen und doch lohnt sich jede Seite.
Der Liebhaber meines Mannes – Bethan Roberts
Ich kannte bereits ein anderes Buch von ihr, was mir soweit ganz gut gefiel. Bei diesem Roman gab es auch eine Gemeinsamkeit: die Autorin hat die Gabe, eine bestimmte Zeitspanne, die Stimmung einer Epoche sehr plastisch und authentisch rüberzubringen. Trotzdem wirkt ihr Schreiben und ihre Figuren manchmal sperrig, obwohl die Geschichten gut durchdacht sind und sich auch entfalten, bleibt so ein bisschen das Gefühl, hier und da ein wenig ins Straucheln zu geraten. Trotzdem, allein für das Aufgreifen eines Tabu-Themas habe ich das Lesen dieses Romanes nicht bereut.
Die Eulersche Formel – Yoko Ogawa
Was haben japanische Autoren an sich, was mich so glücklich macht? Ich bin total froh darüber, diese Autorin entdeckt zu haben und werde noch mehr von ihr lesen! Mit ganz feiner Tinte zeichnet sie das Portrait eines aussergewöhnlichen Mathematikprofessors und seiner neuen Haushälterin. Eine ungewöhnliche Freundschaft nimmt ihren Lauf – alle 80 Minuten neu. Ein Kleinod und wahrlich ein Buch, was man auch nochmal aus dem Regal ziehen wird.
Suna – Pia Ziefle
Eine Familiengeschichte, eine Suche nach Antworten, durchwachte Nächte, starke Figuren und Schicksale, Eintauchen in andere Lebenswelten und Kulturen – dieses Buch ist wahrlich etwas Besonderes und ihr könnt euch darauf freuen. Habe ich mit großem Genuß gelesen! (und der Lesekreis läuft ja gerade...
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Die Kunst des Feldspiels – Chad Harbach
Ein oft bemühter Ausdruck ist ja „der große, amerikanische Roman“. Aber hier passt er einfach so unheimlich gut. Es ist erstaunlich, wie Harbach rund um den Sport Baseball eine ganz eigene Welt aufgebaut hat, in der die Figuren zwischen Macht, Erfolg, Versagensängsten,persönlichen Krisen und der Liebe hin und hergeworfen werden. Teilweise waren die Spiele so anschaulich beschrieben, dass ich das Buch, ohne besonders bewandert in der Sportart zu sein, kaum weglegen konnte, so spannend war es. Ein sauberer Querschnitt durch eine ganz eigene Welt, die mich völlig absorbierte und ja – es ist wirklich der nächste, große, amerikanische Roman!
Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil – Juli Rautenberg
Ich habe schon länger immer mal wieder nach einem gemütlichen Beziehungsroman gesucht, etwas fürs Sofa, den Urlaub, mit einem gewissen Witz, ohne dabei platt zu sein, wie das ja leider oft passiert. Bei Juli Rautenberg wurde ich fündig: eine frische Schreibe mit Wortwitz, sympathische Protagonisten und der ganz normale (schonungslos ehrlich betrachtete) Beziehungswahnsinn. Hat mir Spaß gemacht!
Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims – Annabel Pitcher
Ehrlich gestanden habe ich mir von diesem Buch mehr erwartet. Das Cover, der Titel, eigentlich alles sprach für ein Jugendbuch nach meinem Geschmack. Warum es nicht gepasst hat? Ich kann den Finger leider nicht genau darauflegen, aber während des Lesens merkte ich: das kommt nicht an mich ran (dabei werde ich es belassen, weil ich dem Leser sonst zuviel vorweg nehmen würde, wenn ich genauer auf bestimmte Stellen eingehe). Insbesondere schade finde ich das, weil eine liebe Freundin dieses Buch sehr mochte und wir häufig den gleichen Lesegeschmack haben.
ZimtfischThat rug really tied the room together. The Big Lebowski
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03.05.2013, 21:15
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
@Zimtfisch - ich habe Connie Palmens "I.M. in margine" vor langem (damals halt als brandneu) gelesen. Und mir sind davon einige beschriebene Situationen noch so sehr präsent ... z.b. wie C.P. erzählt, dass sie die von Ischa gekochte Suppe nach seinem Tod nicht wegschütten kann ... bis das Zeug so richtig schimmelt...
Mir kam neulich ein Interview mit C.P. unter die Finger, in dem es über ihr neues Buch geht. Mal sehen, wann ich mich auf diese Lektüre einstellen kann..."Dummheit ist eine angeborene Begabung"
"Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte" Irisches Sprichwort



Ich glaub, da bin ich schon fast exotisch.
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