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03.01.2010, 12:25
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Willst du für eine Stunde glücklich sein, so betrinke dich. Willst du für drei Tage glücklich sein, so heirate. Willst du für acht Tage glücklich sein, so schlachte ein Schwein und gib ein Festessen. Willst du aber ein Leben lang glücklich sein, so schaffe dir einen Garten. (aus China)
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03.01.2010, 17:58
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
ich lese gerade Das Auge des Leoparden von Henning Mankell. Eines seiner Afrika-Bücher.
Es geht um einen jungen Mann aus Schweden, der mit Mitte 20 das erste Mal nach Afrika fährt und dann ca. 20 Jahredort bleibt. Parallel zu der Geschichte in Afrika wird die Jugend dieses Mannes in Schweden erzählt. Seine Zeit in Afrika beginnt 1969, kurz nachdem viele afrikanische Staaten unabhängig wurden. Thema sind die Änderungen im Verhältnis von Weißen und Schwarzen, die sich dadurch entwickelt haben.
Mir gefällt es sehr gut. Besser wie die Wallander -Krimis.Ein Dummer auf Reisen, wird manchmal zum Weisen;
Ein Dummer zu Hause, bleibt sicher Banause. (W. Cowper)
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04.01.2010, 01:34Inaktiver User
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Ich mag beides gleich gerne, seine Krimis und die anderen Romane.
Im Moment lese ich Der Stadtfeind Nr.1 davor habe ich vom gleichen Autor schon Mein fast perfektes Leben gelesen.
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04.01.2010, 09:04Inaktiver User
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Ehrensenf, ich kann Dir fast versprechen, dass das Buch nicht wirklich besser wird. Ich habe es irgendwann aus der Hand gelegt, obwohl es nicht mehr soooo viele Seiten waren bis zum Ende. Es ist auch eines der wenigen Bücher, das meine Bücherwand verlassen musste.
Wie Du schreibst, fand auch ich die Charaktere unsympathisch, sowohl den Professor als auch seine Tochter, als auch die Angestellten...
Beim Lesen hab ich oft gedacht "das ist ein typischer Roman eines Weißen in Afrika". Hatte für mich einen schalen Beigeschmack, das Ganze.
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04.01.2010, 09:23
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04.01.2010, 09:31
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Interessant. Ich habe "Schande" im vorletzten Jahr gelesen, als ich gerade in SA war und ich finde es wirklich großartig.
Es hat natürlich einen stark allegorischen Charakter und blickt m.E. kritisch auf seine männliche Hauptfigur - ein Sympathieträger ist der nun wirklich nicht.
typisch? Natürlich nimmt der Roman die Perspektive eines Weißen ein. Coetzee ist weiß, alles andere wäre mehr als seltsam. Aber er setzt sich doch sehr (selbst-)kritisch mit der Rolle der Weißen auseinander, gerade in der Art, wieder Professor sich diese Studentin "nimmt" und auch noch selbstgerecht keinerleih Schuld anerkennen mag.Beim Lesen hab ich oft gedacht "das ist ein typischer Roman eines Weißen in Afrika". Hatte für mich einen schalen Beigeschmack, das GanzeGeändert von Leeremick (04.01.2010 um 09:52 Uhr)
asa nisi masa
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04.01.2010, 16:29Inaktiver User
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Gestern Abend angefangen: Der rote Löwe von Mária Szepes.
Ich habe es letzte Woche zufällig beim Stöbern im Hugendubel entdeckt. "Der rote Löwe" bezeichnet lt. Klappentext den "Stein der Weisen", also einen Gegenstand oder ein Medikament ?, das unsterblich macht.
Mich hat als erstes der Titel neugierig gemacht, als zweites dann der Name der Autorin. Ein Stück ungarische Fantasy habe ich noch nie gelesen. Anfangs erfährt man, unter welchen Umständen der Roman geschrieben wurde (in den 1940er Jahren), dass er im sozialistischen Ungarn verboten war und fast alle Exemplare vernichtet wurden, wie es dann dazu kam, dass er in Deutschland veröffentlicht wurde etc.
So etwas erfährt man ja höchst selten. Allein dies war es schon wert, das Buch mitzunehmen.
Was übrigens schon lange niemand getan hat, jedenfalls in "meinem" Hugendubel. Es war noch ein DM-Etikett hinten drauf.
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04.01.2010, 21:46
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Den Weihnachtshund von Daniel Glattauer..
und habe gestern beendet
Der Schatten des Windes
von Carlos Ruiz Zafon
Kurzbeschreibung:
In der Altstadt von Barcelona gibt (oder gab) es einen Friedhof vergessener Bücher. So jedenfalls will es der spanische Autor Carlos Ruiz Zafón, der uns in seinem grandiosen Erstling Der Schatten des Windes an die Hand nimmt und einführt in eine geheimnisvolle, verborgene Erzählwelt -- ebenso, wie im Romandebüt selbst der Held Daniel Sempre von seinem Vater bei der Hand genommen wird. Überhaupt spiegelt sich viel im Schatten des Windes. Denn ebenso heißt auch das Buch, dessen letztes Exemplar Sempre in die Hände fällt. Von nun an lässt ihn die Geschichte und das Schicksal dieses Werks nicht mehr los, zumal noch andere, rätselhafte Gestalten sich für die Ausgabe interessieren.
ein sehr empfehlenswertes buch
Gib mir die Gelassenheit,die Dinge hinzunehmen,die ich nicht ändern kann.Verleihe mir den Mut,die Dinge zu ändern,die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit,das eine vom anderen zu unterscheiden. 
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05.01.2010, 00:48Inaktiver User
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Dem kann ich mir nur anschließen, ich fand "Schande" ebenfalls großartig.
Obwohl ich verstehen kann, dass es Leser gibt, die "Schande" nicht mögen. Der Roman ist nicht unbedingt "schön" im klassischen Sinn, nicht bequem, die Figuren sind keine Sympatieträger, die Sprache wirkt kühl und emotionslos usw.
Aber gerade diese Kargheit und Klarheit bei den Beschreibungen hat mich gestört, bewegt und teilweise erschüttert. Ich fand das schon auch poetisch. Bei mir liegt die Lektüre bereits einige Jahre zurück, aber ich erinnere mich noch gut an diese besondere Atmosphäre. Der Roman hat mich auf jeden Fall beeindruckt.
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05.01.2010, 21:09Inaktiver User
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Naja, "Homo Faber" hat ja auch so eine kühle, nüchterne Sprache. Trotzdem konnte ich mit den Hauptfiguren mehr anfangen. Möglicherweise geht es mir da ähnlich wie Amelie, jedes Buch, das irgendwie nach moralischem Zeigefinger riecht, aber vor allem nach alte-Männer-Problematik, hat es bei mir schwer. (Vielleicht ein persönliches Problem? ;-) Wobei ich das überraschender bei Roth ("Der menschliche Makel") aufgelöst fand und auch feinsinniger - dort geht es ja auch um Rassenprobleme, natürlich in einer anderen Form. Aber die "Lüsternheit" wird natürlicher dargestellt.-
Ich habe gerade die Vergewaltigung hinter mir und frage mich, warum die Tochter nichts davon sagt.
Aus der Studentin am Anfang bin ich auch nicht ganz schlau geworden: halb zog er sie, halb sank sie hin? Und war es nicht letztlich auch eine Unterwerfung, irgendwie, hat sie überhaupt was mit der eigentlichen Thematik zu tun, oder soll das einfach nur illustrieren, wie inhärent dem "white male" Unterwerfungstaktiken sind, dass er sie auch bei seiner eigenen Rasse anwendet? Seltsam unverständlich die ganze Verhandlung an der Uni - das Verhältnis von Lehrkörpern zu Studenten ist ja im deutschen Unisystem eben nicht verboten und recht häufig.
Als Lichtblick, weil nicht frei von Ironie, empfand ich den Auftritt der Frauenrechtsbewegung.Geändert von Inaktiver User (05.01.2010 um 21:20 Uhr)




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