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03.02.2020, 15:23
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Es wird Zeit für eine neue Signatur
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03.02.2020, 15:28
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Ergänzend zu o.g genannten hab ich gestern festgestellt, dass ich sehr selten offene Enden mag
Marion Brasch, Lieber woanders.....könnte gut sein, aaber ....Es wird Zeit für eine neue Signatur
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04.02.2020, 10:46Inaktiver User
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04.02.2020, 20:49Inaktiver User
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Von "Free food for millionaires" ist mir tatsächlich keine deutsche Übersetzung bekannt.
"Ein einfaches Leben" ist die Übersetzung von Pachinko. Das will ich auch noch lesen.
Ich finde offene Enden auch fürchterlich und komme sogar manchmal veralbert vor.
Da entwirft jemand eine Lebenswelt mit Figuren, Schauplätzen, Ereignissen und Entwicklungen. Man taucht tief ein, ist über Hunderte von Seiten emotional involviert, ist gespannt auf das Ende, und dann wird man plötzlich in der Luft hängen gelassen?
Aus meiner Sicht ist das kein Stilmittel und schon gar nicht "Raum lassen für die Fantasie des Lesers", sondern schlicht Stümperei oder mangelnde Kreativität. Das Ende gehört zum Buch wie Auftaktkapitel und Mittelteil.
Um das Buch über die Frauen mit ihren Liebesthemen werde ich einen Bogen machen.
Danke für die Warnung
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05.02.2020, 16:16
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Offene Enden nerven mich auch meistens. Es gibt einige wenige Bücher, bei denen ich sie passend fand, aber ich kam mir manchmal auch schon regelrecht veräppelt vor.
May you be surrounded by friends and family,
and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.
Leonard Cohen
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
Erich Kästner
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05.02.2020, 18:35
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Vielleicht wird auch manchmal das Ende offen gelassen, damit man noch eine Fortsetzung schreiben kann...?
Ich finde das auch meist unbefriedigend.
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06.02.2020, 17:28Inaktiver User
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Offene Enden mag ich auch gar nicht.
Bei Krien sehe ich allerdings keine offenen Enden.
Für mich waren es Momentaufnahmen von sechs Frauen, so wie sie vielleicht bei einem Event in einer Gruppe zusammenstehen, und man erfährt - im Gegensatz zum RL - von allen die Geschichten, die sie bis zum Status Quo geführt haben.
Das Leben einer 40jährigen sehe ich nicht als etwas, das einer Auflösung bedarf. Da kommt noch eine zweite Lebenshälfte, in der eine Menge passieren kann - für die Betrachtung der 40jährigen von außen (als Leser) muss ich den Blick in die Zukunft aber nicht haben.
Interessant, wie unterschiedlich wir das mal wieder sehen, Blue. Ich sah da nichts in großem Stil Unerlöstes. Die erste Frau hat einen liebevollen Partner gefunden, eine andere ging wieder auf ihren Vater zu. Und dass fünf in keiner glücklichen Partnerschaft waren, erschien mir fast schon repräsentativ.
Ich selbst (21 Jahre in meiner Beziehung) erlebe mich in meinem Alltag dahingehend schon als Ausnahme; die meisten Frauen, die ich kenne, waren/sind in der Lebensmitte nach Trennung wieder oder nicht mehr auf der Suche.
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06.02.2020, 17:58
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
@Galah4, da kann ich jeden Satz von Dir unterschreiben! Deinen Vergleich von der Gruppe, die bei einem Event zusammensteht und man auch dann nicht später erfährt, wie die einzelnen Lebensgeschichten gefiel mir sehr gut!
Ich habe nochmal meine Rezi dazu rausgesucht:
Aufstehen, Krönchen richten, weiter laufen!
Von 5 Frauen-Leben in ihrem 4. Lebensjahrzehnt berichtet Daniela Krien: alle leben in Leipzig und alle hatten schon irgendwann, irgendwie, miteinander Kontakt – manche mehr, manche weniger. Jedes Kapitel ist einer Frau gewidmet: Paula, Judith, Brida, Malika und Jorinde. Jede Frau hat unterschiedliche Vorstellungen von Erfüllung und Glück.
Es geht auch um die Wahlmöglichkeiten, sein Leben nach eigenen Vorstellungen und Wünschen zu gestalten. Aber auch über die Konsequenzen einer solchen Wahl und der Verantwortung. Rückschläge und Enttäuschungen bleiben logischerweise nicht aus!
Und doch sehe ich in jeder Geschichte ein Quäntchen Hoffnung, dass jede dieser Frauen ihren Weg gehen wird, egal was kommt.
Mir hat dieser Episoden-Roman gefallen - regte er doch sehr zum Nachdenken, zum Reflektieren und nicht zuletzt zum Diskutieren ein.
*Giggel* wenn es Dir schon nach 21 Jahren so geht, kannst Du Dir vorstellen, wie exotisch wir nach knapp 46 Jahren wirken , noch dazu, weil wir nicht wegen 'Haus, Hof, Haustier oder den Kindern' zusammenbleiben?
Zitat von Inaktiver User
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06.02.2020, 18:37Inaktiver User
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
@Otegami, schon mehrfach ist mir aufgefallen, dass sich unser Lesegeschmack ähnelt.

Dank Dir habe ich übrigens gerade meinen zweiten Lese-Glücksfall in diesem Jahr beendet.
Auf Deine Empfehlung hin habe ich gelesen:
Amélie Nothomb: Klopf an mein Herz
Hat mir langes Zugfahren diese Woche versüßt!
Vorab: Nothomb-Bücher kann ich nur mit großem Abstand dazwischen lesen, weil mich zu viel Absurdes in zu kurzen Abständen nerven würde.
Bei diesem Roman wurde mir bewusst, was ich an Nothomb so schätze:
Wie sie Menschen beschreibt. Das hat sie z.B. mit Daniela Krien und Stephen King gemeinsam.
Es ist völlig egal, was oder ob überhaupt etwas mit diesen passiert, allein den liebevollen Beschreibungen könnte ich ewig lauschen. Anhand von äußerlich unspektakulär daherkommenden Szenen wird das Wesen eines Protagonisten eingefangen. "Nothomb-Klopper" wie der (ich glaube bei ihr fast schon obligatorische?) Mord oder Totschlag finde ich dabei überflüssig.
Bei diesem Roman gefiel mir auch das Ende besonders gut.
Etwas unrund fand ich die Komposition - den jüngeren Jahren wurde mehr Raum als den späteren gewidmet, was mir leicht schief vorkam.
Aber schön war's!!
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06.02.2020, 22:47
AW: 2. Teil von: Ich lese gerade.....
Krien würde mich nachdem, was Ihr schreibt, jetzt auf jeden Fall interessieren.
Noch eine Rückmeldung an Galah: „Die Mondschwester“ von Riley habe ich letzte Woche fertig gelesen, ich fand es nicht so schlecht, aber die ersten Bände fand ich besser als Mond- und Perlenschwester.
Auf die Sonnenschwester bin ich gespannt, wobei ich bei der Leseprobe spontan dachte, dass ich das angerissene Thema nicht unbedingt brauche.
Jetzt lese ich Grossmann „Kommt ein Pferd in die Bar“, bin schwer reingekommen, aber nach den ersten 40 Seiten entwickelt es langsam einen Sog.
Galah, wie ging es Dir damit?Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist
Intro "Tatsächlich Liebe"



. Dann hatte ich die nächste - und dachte beim Wechsel wieder: Naaaaaaaaaaain, wie gehts weiteeeer?
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