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    AW: ich bin dann mal weg

    [QUOTE=SongbirdMich hat an dem Buch extrem gestört, dass Spanien und seine Bewohner kaum vorkommen. Dabei werden 800 Kilometer dieses faszinierenden Landes durchwandert, und der Jakobsweg ist nicht zuletzt aufgrund der Bewohner, denen man auf der Strecke begegnet, so einmalig. Auch die Landschaften sind unglaublich und prägen die Wanderung.
    Und davon habe ich nichts oder kaum etwas lesen können.
    Ich war einfach enttäuscht von dem Buch. Hab aber vielleicht zuviel erwartet.[/QUOTE]

    Naja, aber erstens nimmt das ja auch jeder anders wahr. Und zweitens ist nicht jeder ein begnadeter Landschaftsschilderer. Ich z.B. wäre darin eine totale Niete, mir fehlt einfach das angemessene Vokabular, das merke ich immer beim Reisetagebuchschreiben.

    Ich denke der Fokus bei Kerkeling lag eher auf den eigenen inneren Erlebnissen, soweit er sie denn mitteilen wollte (und er schreibt ja ganz klar, dass einiges nicht gesagt werden kann) und auf den Erlebnissen mit den Menschen am Wegesrand, vornehmlich den Mitpilgern. Das finde ich auch legitim. Wenn man selbst den Weg anders erlebt hat und in der Beschreibung andere Schwerpunkte setzen würde, dann heißt das ja nix anderes, als dass jeder Jeck anders ist.

    Ich denke halt auch, dass das Buch nur einen kleinen Teil dessen umfasst, was dem Verfasser während der Wanderung an Eindrücken und Erlebnissen begegnet ist. Ich glaube nicht, dass man aus dem Mangel an Landschaftsschilderungen zwangsläufig schließen muss, dass ihm die Natur am Allerwertesten vorbei gegangen ist. Und selbst wenn, so what? Ist dann eben bloß eine andere Wahnehmung und wäre mir in ihrer Ehrlichkeit immer noch lieber als ein reflexhaftes "was für eine traumhafte Landschaft", das nicht ehrlich empfunden ist.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: ich bin dann mal weg

    Malina, die Landschaft ist ja gar nicht traumhaft. Die kastilische Meseta z.B. ist karg und öde, staubtrocken, es ist brüllend heiss.... eine echte physische und psychische Herausforderung, sie zu durchwandern. Ich habe doch keine schwelgerischen Naturbeschreibungen erwartet !! Aber immerhin ist der gute Kerkeling in Spanien unterwegs, und die Spanier und ihr Land kommen eben so gut wie nicht vor. Das darf mich schon stören.... auch wenn es ihm um seine inneren Erlebnisse ging, was ich ja verstehe.... die waren mir aber zu banal und oberflächlich.

    @sigi: nein, ich kenne kein anderes Buch... P. Coelho hat eins geschrieben und den Jakobsweg so wohl auch für Brasilianer populär gemacht (sagten mir pilgernde Brasilianer damals), aber ich fand das Buch so furchtbar, dass ich es nach 30 Seiten aufgegeben habe.
    Wenn Du allerdings Spanisch kannst.... da gäbe es schon eine Menge.

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