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    AW: Bricom-Lesekreis liest Rebecca/Daphne Du Maurier

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hallo lieber lesekreis!


    Das fällt tatsächlich schon auf den allerersten seiten, insbesondere in ihrem umgang mit mrs hopper, auf! Man merkt sehr schnell, dass das buch in einer früheren zeit spielt, denn frauen heutzutage verhalten sich nicht so "unterwürfig", abegsehen davon existiert m.e. der beruf der gesellschafterin ja auch gar nicht mehr.
    Würde gern mehr über den hintergrund der protagonistin erfahren, berüfrchte aber, dass das, da es auf den ersten seiten ausgespart wurde, auch später nicht mehr folgen wird...
    Maxim finde ich jetzt schon sehr interessant!
    LG,
    K.
    Ja, liebe Konstantina, da hast Du vollkommen recht. heute würde sich kaum jemand so unterbuttern lassen. Aber zu der Zeit, in der dieser Roman spielt, waren die Hierarchien eben völlig anders.
    Zu Deinem Wunsch, etwas mehr über die Protagonistin zu erfahren, kann ich zwar nicht direkt etwas beisteuern, aber ich kann dir sehr die Biographie über Daphne empfehlen. Margaret Forster: Daphne du Maurier. Ein Leben. Dieses Buch habe ich (da ich Biographien mit großem Interesse lese) gefressen. Es läßt dann auch Rückschlüsse auf ihrer Romane zu.

    Mit der Vermutung, daß über den Hintergrund der zukünftigen Mrs de Winters im folgenden Teil nicht viel herauskommt, liegst Du richtig. Und natürlich ist Maxim ein Ideal. Seufz.
    LG
    lu.lu

  2. Inaktiver User

    AW: Bricom-Lesekreis liest Rebecca/Daphne Du Maurier

    hallo zusammen!

    ich habe nun einige kapitel gelesen und mein erster eindruck:
    das buch fängt sehr mysteriös an, macht neugierig auf die dinge, die vorher geschahen.
    die traum-sequenz zu beginn hat mir sehr gut gefallen. ein romantisch-melancholischer beginn. alles klingt sehr geheimnisvoll.

    ich bin gespannt wie es weiter geht....


    lieben gruß

    kazza

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    AW: Bricom-Lesekreis liest Rebecca/Daphne Du Maurier

    Zitat Zitat von lu.lu
    Sie ist Böswilligkeiten gnadenlos ausgeliefert und besitzt nicht das geringste Selbstwertgefühl, kann sich also nicht verteidigen oder sogar kontern. Man erinnert sich vielleicht an seine eigene (Jugend)Zeit, in der man auch noch nicht gefestigt war und kann sich gut in die "Heldin" hineinversetzen.
    Oh ja, das kann ich bestätigen. Winde mich bei den Peinlichkeiten der Mrs. Hopper und möchte am Liebsten mit der Erzählerin weglaufen....
    Bislang bin ich auch nur bis zum dritten Kapitel gekommen, aber morgen ist ja frei, da kann ich dann die anderen auch noch gut schaffen. zumal es sich auch schön liest, finde ich! Gute Auswahl!!!
    Das Leben ist wie eine Flasche Ketchup: Erst kommt lange nichts und dann alles auf einmal!

  4. Inaktiver User

    AW: Bricom-Lesekreis liest Rebecca/Daphne Du Maurier

    ich bin bald durch mit den sieben kapiteln und ich kann nur sagen: das ist wirklich eine sehr gute wahl gewesen (zu laborschnecke winke ) ich liebe die erzählweise von daphne du maurier !

    der roman entfaltet einen sehr eigentümlichen sog auf mich und ich genieße jeden absatz und diese wunderbare sprache und das einfühlungsvermögen, mit dem die unsicherheit der protagonistin beschrieben ist.


    danke! an den lesekreis für diese gute wahl!

  5. User Info Menu

    AW: Bricom-Lesekreis liest Rebecca/Daphne Du Maurier

    Hallo ihr fleißigen Leser,

    ich schreib einfach mal nieder, was mir am Ende des 1. Teiles so durch den Kopf ging:

    - der Reiz von Manderley, worin liegt er wirklich? Die geographische Lage? Die Flora? Was bezaubert alle Menschen so?
    - es wird von einen kleinen Hotel geschrieben, in dem die beiden jetzt sind. Wo genau liegt es? Es heißt, sie sind durch die Hölle gegangen - was könnte passiert sein? Warum wollen sie keine Bekannten treffen, die in größeren Hotels wohnen könnten?
    - und was ist diese Haushälterin denn für eine Person? Sollte sie nicht der neuen Herrin mit Respekt begenen? So erscheint sie mir nicht. Eine komische Frau. Welche Rolle sie wohl noch spielen wird?

    Ich denke Maxim hat sich in das Mädchen verliebt, da sie halt so schutzbedürftig ankommt. So unbedarft und darin reizend. Es wird spannend, was für eine Figur Rebecca ist, welch Reiz sie ausübte...

    Ich konnte es nicht lassen und habe weiter gelesen (und mir zu jeden Abschnitt meine Gedanken notiert), ich weiß mittlerweile schon mehr.

    Bin gespannt auf eure Meinungen.

    Gruß laaran
    Ein gutes Gedächtnis ist ein Fluch, der einem Segen ähnlich sieht.

    Harold Pinter

  6. Inaktiver User

    AW: Bricom-Lesekreis liest Rebecca/Daphne Du Maurier

    Zitat Zitat von laaran

    Ich denke Maxim hat sich in das Mädchen verliebt, da sie halt so schutzbedürftig ankommt. So unbedarft und darin reizend. Es wird spannend, was für eine Figur Rebecca ist, welch Reiz sie ausübte...

    Ich konnte es nicht lassen und habe weiter gelesen (und mir zu jeden Abschnitt meine Gedanken notiert), ich weiß mittlerweile schon mehr.

    Bin gespannt auf eure Meinungen.

    Gruß laaran

    hallo laaran

    also:

    eine frage,die mich die ganze zeit bewegt (und nicht nur mich, auch die protagonistin ):

    liebt maxim sie?


    erwähnt wird es nicht, er äußert sich nicht. er heiratet das mädchen lediglich sehr schnell.


    lg,
    kazza


    ps: ich habe auch weitergelesen! und die idee mit den notizen ist gut, werd ich auch so machen!

  7. Inaktiver User

    AW: Bricom-Lesekreis liest Rebecca/Daphne Du Maurier

    Mir ist immer nicht ganz klar geworden, warum Maxims Erläuterungen gegenüber Mrs Van Hopper so ein kleiner "Stich" gegen sie gewesen sein soll. Beim ersten Treffen der beiden, als Mrs. van Hopper ihn nach Manderlay fragt, berichtet er ihr von König Ethelred "dem Unfertigen", der tatsächlich diesen Namen auf Manderlay verliehen bekommen habe, weil er immer zu spät zum Essen erschienen sei.

    Ehrenpreis

  8. User Info Menu

    AW: Bricom-Lesekreis liest Rebecca/Daphne Du Maurier

    [QUOTE=laaran]Hallo ihr fleißigen Leser,

    ich schreib einfach mal nieder, was mir am Ende des 1. Teiles so durch den Kopf ging:

    - der Reiz von Manderley, worin liegt er wirklich? Die geographische Lage? Die Flora? Was bezaubert alle Menschen so?
    - es wird von einen kleinen Hotel geschrieben, in dem die beiden jetzt sind. Wo genau liegt es? Es heißt, sie sind durch die Hölle gegangen - was könnte passiert sein? Warum wollen sie keine Bekannten treffen, die in größeren Hotels wohnen könnten?
    - und was ist diese Haushälterin denn für eine Person? Sollte sie nicht der neuen Herrin mit Respekt begenen? So erscheint sie mir nicht. Eine komische Frau. Welche Rolle sie wohl noch spielen wird?
    _____________

    Diese Fragen werden wohl alle im nachfolgenden Teil beantwortet. Also abwarten. Was die Menschen an Manderley bezaubert, wird eigentlich nicht wieter ausgeführt, es ist vielleicht der Name, die Schönheit des Anwesens und die tragische Geschichte - die ja noch kommt.
    ______________

    Ich denke Maxim hat sich in das Mädchen verliebt, da sie halt so schutzbedürftig ankommt. So unbedarft und darin reizend. Es wird spannend, was für eine Figur Rebecca ist, welch Reiz sie ausübte...

    Ich konnte es nicht lassen und habe weiter gelesen (und mir zu jeden Abschnitt meine Gedanken notiert), ich weiß mittlerweile schon mehr.
    _______________

    Der Tip ist gut. Ich lese dieses Buch ja zum wiederholten Male, aber jedesmal lese ich etwas heraus, was ich vorher noch nicht so registriert habe. Das liegt wohl auch daran, daß ich (viel) älter geworden bin und einen anderen Blickwinkel auf das Geschehen bekommen habe. Aber toll finde ich das Buch immer wieder und kann mit der unheldenhaften Heldin mitfühlen und ihre Gedankenwelt gut verstehen.!

    Auf die Frage von Kazza:
    Ob Maxim sie liebt, wird eigentlich von ihm nicht erwähnt, das setzt man einfach voraus. Aber zumindest hat er sie sehr gern, aus gutem Grund! Aber diesen Grund muß Ihr Euch alle erst "erlesen". Viel Spaß dabei.

    LG lu.lu

  9. User Info Menu

    AW: Bricom-Lesekreis liest Rebecca/Daphne Du Maurier

    Zitat Zitat von lu.lu
    Auf die Frage von Kazza:
    Ob Maxim sie liebt, wird eigentlich von ihm nicht erwähnt, das setzt man einfach voraus. Aber zumindest hat er sie sehr gern, aus gutem Grund! Aber diesen Grund muß Ihr Euch alle erst "erlesen". Viel Spaß dabei.
    Meine Vermutung ist ja fast, dass sie so anders als Rebecca ist, dass es ihm leicht fällt, sein Leben neu zu beginnen, ohne die Trauer. Dass er ihre gesellschaft schätzt, merkt man ja an der Stelle, in der sie im Auto sitzen und er ungeduldig mit ihrer Unsicherheit wird und ihr sagt, dass er ihre Gesellschaft sehr schätzt.
    Er nennt sie ja auch "Vertraute des Herzens", was ja erst ihre Übersetzung für den Beruf "Gesellschafterin" ist.

    Meine anderen Gedanken werden bestimmt auch beim Weiterlesen gelöst:

    -Warum der Umzug in den Ostflügel, der zwar heller und näher den Rosengärten ist, mit denen er frühe Kindheitserinnerungen an seine Mutter verbindet- der Westflügel aber die größeren Räume hat und dem Meer näher ist.

    -Wird das Verhältnis zu Mrs. Danvers so schwierig bleiben- wie wird es mit dem restlichen Personal?
    Wird es ihre Unsicherheit vergrößern, dass sie einen schwierigen Start hat?

    - Wird das Fehlen der ersten Seite mit der Widmung in dem Gedichtband bemerkt- hat das Folgen- welche?

    @Ehrenpreis
    Das ist mir auch nicht klar. Wenn Du bei Wikipedia "Ethelred" eingibst, dann kommt auch "Der Unfertige" in dem Eintrag vor- aber der Name hat natürlich einen ganz anderen Grund.
    Different spellings of this king’s name which are most commonly to be found in modern texts are 'Ethelred', and 'Aethelred', the latter being closer to the original Old English form Æþelræd. However ‘Ethelred’ is perhaps most familiar to the modern eye, and so is used here. His nickname ‘the Unready’ derives from Old English unræd, meaning 'without counsel', 'ill-advised' or 'indecisive'. This can be seen as a pun on his name, Æþelræd, which may be understood to mean 'noble counsel', thus giving rise to a likely understanding of 'Noble counsel, No counsel'. However, this nickname is first recorded in the 1180s, and it is strongly to be doubted that it has any implications for how the king was seen by his contemporaries or near contemporaries.[1]
    Möglicherweise ist es ein "Stich" gegen Mrs van Hopper, weil sie ja Amerikanerin ist (habe ich das richtig verstanden, dass sie nach New York zurück geht?) und sich ganz als Kennerin dessen ausgibt, was die Regenten Englands betrifft. Ethelred regierte um 1000 nach Christi- es ist unwahrscheinlich, dass sie diesen Namen jemals vorher gehört hat. Und dann erzählt er ihr ein Märchen zu seinem Beinamen.
    Das Leben ist wie eine Flasche Ketchup: Erst kommt lange nichts und dann alles auf einmal!

  10. Inaktiver User

    AW: Bricom-Lesekreis liest Rebecca/Daphne Du Maurier

    Hallo lieber lesekreis!
    Zunächst mal: Schön, dass das buch euch gefällt gefällt, nachdem ich es hier so hartnäckig beworben habe
    Mir gefällt es auch ausnehmend gut und ich bin auch schon etwas über die 7 kapitel hinaus.
    Und froh, dass die unsäglich unkultivierte mrs van hopper aus der handlung verschwunden ist (sie drückt ihre zigaretten in der butter aus - iihh!)!

    Über folgende punkte habe ich auch nachgedacht:
    - es wird von einen kleinen Hotel geschrieben, in dem die beiden jetzt sind. Wo genau liegt es?
    Ich spekuliere, dass es eine mittelmeerinsel ist. Irgendwo - hab´das buch gerade nicht präsent - wird erwähnt, dass sie sich auf einer insel befinden, und auch, dass es immerzu heiß ist.

    - der Reiz von Manderley, worin liegt er wirklich? Die geographische Lage? Die Flora? Was bezaubert alle Menschen so?
    Ich denke, die faszination liegt im zusammenspiel von benannten faktoren. Ich denke auch, dass rebecca als "herrin" ihren teil dazu beigetragen hat sowie die größe und imposanz des anwesens. Interessant und die ausstrahlung des ortes vermittelnd finde ich die beschreibungen der "lebendigen" Natur. Als die ich-erzählerin zum ersten mal nach manderley kommt, schildert sie die wuchernden, rot blühenden rhododendren an der wegstrecke, die ihr aufgrund ihrer üppigkeit bedrohlich erscheinen. Auch an anderen stellen wird die natur als überwältigend dargestellt.

    Die ich-erzählerin finde ich zunehmend sympathisch. In dem langen inneren monolog am anfang wird angedeutet, dass sie im verlaufe der handlung reifen wird, sie guckt auf sich selbst als naives, unbeholfenes mädchen zurück, was annehmen lässt, dass sie am ende eine andere sein dürfte.
    Schade auch, dass ihr aussehen so wenig beschrieben wird. Aber immerhin erfährt der leser über ihre optik noch mehr als über maxims.
    Wie stellt ihr sie euch vor?
    Ich denke sie mir klein, zart, mit hellbraunem, dünnem haar. Nachweislich ist sie ja auch bescheiden gekleidet und ein sehr unauffälliger typ. Nehme aber an, dass sie ein hübsches gesicht hat.

    Und hierzu:
    liebt maxim sie?
    Ich denke wohl, auch wenn er es nicht sagt. Es wird ja in diesem teil zwischen den beiden überhaupt wenig privates kommuniziert, sie lernen sich kennen. Dennoch hat sie ja bereits nach dem ersten essen mit ihm das gefühl, dass er ihr ungemein vertraut ist. Und das scheint er auch zu haben, sonst würde er nicht so hartnäckig ihre gesellschaft suchen. Ich meine auch, dass es für ihn von großer bedeutung ist, dass sie so schutzbedürftig, unbeholfen und einfach "lieb" ist. Das tut ihm gut.

    Liebe grüße von
    K.

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