Hallo !
Ich bin ein großer Fan zeitgenössischer amerikanischer Literatur, habe alles von Philip Roth gelesen, fast alles von Richard Powers, mag auch Frantzen, Eugenides.... nur von T.C.Boyle hatte ich bisher noch nichts gelesen. Jetzt habe ich mir aufs Geratewohl "Drop City" gekauft und bin sehr angetan. Werde mir mehr von ihm besorgen, daher meine Frage an alle T.C.Boyle-Fans: welchen Roman könnt Ihr besonders empfehlen ? Und warum hat er Euch gefallen ?
Bin gespannt....
viele Grüße
Songbird
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Ergebnis 1 bis 10 von 14
Thema: T.C. Boyle
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22.03.2008, 17:00
T.C. Boyle
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22.03.2008, 18:41
AW: T.C. Boyle
Bis jetzt habe ich gelesen:
Wassermusik Mungo Park
World's End
Der Samurai von Savannah
Willkommen in Wellville John Harvey Kellog
América
Riven Rock Katharine McCormick
Ein Freund der Erde
Demnächst wird gelesen (liegt hier schon)
Talk Talk
Besonders gut haben mir Riven Rock und Willkommen in Wellville gefallen. Er schreibt teilweise über Leute, die es wirklich gegeben hat.
Nicht gefallen hat mir der Samurai von Savanna. Ich fand es langweilig. Und Wassermusik - Afrika interessiert mich nicht beim Lesen.
Er schreibt überhaupt nicht "pc". Herrlich locker.
Der Text beginnt, und man ist sofort "drin". Kein langes Rumdrucksen.Geändert von Sentenza (24.03.2008 um 12:31 Uhr)
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26.03.2008, 14:33
AW: T.C. Boyle
Danke für die Tipps
Habe "Drop City" mittlerweile fast zu Ende gelesen und eins steht fest, auch die nächste Lektüre wird wieder von T.C.Boyle sein; wahrscheinlich "América".
Ich mag seinen Erzählstil und seine desillusionierte Weltsicht, und auch, dass er so gar nicht "pc" ist, wie Du schon geschrieben hast.
viele Grüße
Songbird
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26.03.2008, 14:37Inaktiver User
AW: T.C. Boyle
dr. sex ist absolut großartig.
es ist unglaublich, wie er mittels der (fiktiven) biographie eines mitarbeiters dieser fünfziger-jahre-sex-ikone mckinsey den sex-stil von 'schneller lauter besser' und 'wenn alles kann, muss auch alles' entlarvt.
für mich der beste boyle seit langem.
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26.03.2008, 15:00
AW: T.C. Boyle
Genau das ist es, was ich an den Büchern liebe. Ich hab Riven Rock als erstes gekriegt, dann hatte ich Blut geleckt, und die andern mussten her.
Zitat von Songbird
Dr. Sex, das ist wohl an mir vorbei gegangen. Ich muss mich mal drum kümmern, dass das hier an Land kommt.
América fand ich total traurig.
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26.03.2008, 16:11
AW: T.C. Boyle
"Dr. Sex" hatte ich in der Buchhandlung auch schon in der Hand. Am besten kaufe ich beim nächsten Besuch gleich beide Romane
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28.04.2008, 09:21
AW: T.C. Boyle
So, gestern hab ich Dr. Sex zu Ende gelesen. Das letzte Drittel fand ich richtig unangenehm, quälend, aber wahrscheinlich ist genau das vom Autor beabsichtigt: die mechanische, endlose Wiederholung des Ewiggleichen (die Interwievs, die Filmaufnahmen) hat mich zum Schluss nur noch gelangweilt. Toll finde ich die Darstellung des Dr. Kinsey - anfangs wirkte er auf mich wie ein sympathischer Freigeist einerseits und ernsthafter Wissenschaftler andererseits - zum Schluss hin fand ich ihn nur noch egozentrisch, obsessiv, rücksichtslos und verbohrt.... das hat Boyle überzeugend hinbekommen.
viele Grüße
Songbird
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28.04.2008, 10:42
AW: T.C. Boyle
Ich hab das Buch noch nicht, aber ich werd's bestimmt mit Interesse lesen.
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26.11.2009, 10:46
AW: T.C. Boyle
Hallo,
ich habe mal die Forensuche bemüht und bin hier gelandet...ich habe mir letzte Woche nämlich erstmals ein Buch von T. C. Boyle gekauft, als ich ratlos vor dem Bücherregal in der Buchhandlung stand und ich mir mal wieder einen TB gönnen wollte.
Gegriffen haben ich dann schließlich nach "Grün ist die Hoffnung" DTV. Ich schwankte zwischen "World's End", "Der Samurai von Savannah" und "Grün ist die Hoffnung".
Ich muss sagen, die ersten paar Seiten war ich ziemlich erschlagen von seiner Sprache; er kann ja anscheinend nicht nur schreiben "er zwinkerte" sondern schmückt alles sehr aus, sodass fast die Handlung dazwischen schon verlorengeht.
Ich hab mich weiter "durchgequält" und gewöhnt; ich glaube, jetzt ist es ein "nicht-mehr-weglege-Buch". Ich werde wohl auf jeden Fall mehr von ihm lesen.
das trifft es! Wie ich in einer Buchkritik im Netz gefunden habe.viel Humor, außergewöhnlicher Fabulierlust und Freude an ausgefallenen Details
BimGeändert von B-i-m (26.11.2009 um 10:51 Uhr)
"The fate of animals is of greater importance to me
than the fear of appearing ridiculous;
it is indissolubly connected with the fate of men."
~ Emile Zola
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30.11.2009, 20:40
AW: T.C. Boyle
Hi Bim
du hast eindeutig die richtige Auswahl für den Anfang getroffen. "Grün ist die Hoffnung" ist ein super Einstieg in Boyles Welt. Ich hatte damals mit "Drop City" angefangen und ich bin mit angehaltenem Atem durch das Buch.
"Grün ist die Hoffnung" war bis jetzt das einzige Buch, das ich mit runtergeklapptem Kiefer zu Ende gelesen habe und nach der letzten Seite echt verdattert da sass.
Erzähl doch mal wenn du fertig bist.
Erstaunlicher Weise hatte ich "Riven Rock" nur angefanen und musste es wie "Wilkommen in Welville" nach einem Drittel erstmal weglegen. Aber die Zeit für diese Bücher wird kommen.
Am meisten geschockt und runtergezogen hat mich auch "America" - aber hey...so ist es nunmal! Aber es ist schön zu lesen das er ohne Bitterkeit und mahnenden Zeigefinger die Realität und Kontroverse des Lebens zwischen dem "Tortilla-Vorhang" (USA/Mexiko) beschreibt.
Fataler Weise leidet "Wolrds End" gerade ein bischen unter meinem Hörbuch-Flash.
Noch angenehme Lesestunden
drops
****eine Frau die ewig ein Auge zudrückt, wird eines Tages damit zielen****


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