Ja, das macht mich auch krank.Zitat von Inaktiver User
"Vor dem Abschicken, habe ich die Mail noch einmal gründlich gelesen. " Da krieg ich Herzstolpern.
Und sowas liest man in Lehrerbriefen, sowieso in der Zeitung, in Broschüren. Da kriege ich Selbstzweifel: Wenn alle mir entgegen kommen, bin ich vielleicht doch der Geisterfahrer mit gestörtem Sprachempfinden?
Und bei den nicht-abgetrennten erweiterten Infinitiven muss man immer zweimal lesen, bis man das versteht. Da kann ich mich auch nicht dran gewöhnen.
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25.04.2008, 22:47Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
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25.04.2008, 23:36Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Wenn man die Sick-Bücher liest, fällt einem noch viel mehr auf:
z.B. wie sich im Sprachgebrauch die Redewendung "das macht Sinn" schon breit gemacht hat, die es eigentlich gar nicht gibt.
(Übrigens, Mandelbluete: "wieviele" wird heute "wie viele" geschrieben
, und trotzdem in Form einer Konjunktion als Einleitung eines Nebensatzes ist laut Duden zulässig {Beispiel im Duden: "trotzdem du nicht rechtzeitig eingegriffen hast"})
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26.04.2008, 01:08Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
"Trotzdem du nicht rechtzeitig eingegriffen hast,..." ist inzwischen erlaubt? Gru-se-lig!
Zitat von Inaktiver User
Kürzlich habe ich auch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Feind" gelesen. Manchmal zum Lachen, manchmal möchte man fast weinen. "Ich habe das kommuniziert" finde ich z.B. schrecklich, ebenso "downgeloadet" oder "gedownloadet". An manchen Stellen im Buch habe ich mich auch ein wenig ertappt gefühlt, weil ich festgestellt habe, dass ich leider auch hin und wieder solche falschen Ausdrücke oder auch falsche Präpositionen verwende. Ich arbeite an der Verbesserung...
Wahrscheinlich haben Zeitungsredakteure noch weniger Zeit zum Korrekturlesen als Lektoren in Buchverlagen. Heute hat die Frankfurter Rundschau meiner Ansicht nach einen bösen Klops in einer Titelzeile fabriziert: "Reiche Studenten gehen häufiger ins Ausland wie arme". Es handelt sich um eine dpa-Meldung, und ich weíß nicht, ob dpa oder Rundschau für den Grammatikfehler verantwortlich sind. Wenn allerdings schon überregionale, renommierte Tageszeitungen solche Fehler drucken, tragen sie nicht gerade zur Entwicklung des Sprachgefühls der Leserschaft bei.
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26.04.2008, 01:20Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Wenn ich so etwas lese, schaltet sich neben dem Korinthenkacker- auch noch der Lästermodus ein: Werden im Deutschunterricht demnächst Goethes Glocke und Schillers Faust gelesen?
Zitat von derdrei
Ach nein, es heißt ja dann wohl Goethe's Glocke und Schiller's Faust. *schüttel*
Während meiner Schulzeit hieß es bei solchen Stil- und auch Grammatikfehlern immer: "Geh' zu Aldi, da gibt's diese Woche Deutsch in Dosen!"
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26.04.2008, 10:43Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Ich arbeite in einer Kommission, die sich mit Informationstechnologie beschäftigt. Der Leiter ist aus der Branche, und es schüttelt mich bei jeder Sitzung mehrfach, wenn er redet, denn er hat alle diese Amerikanismen verinnerlicht wie "wir haben das kommuniziert" oder "das macht Sinn (vom Englischen: "That makes sense").
Aber sind wir doch mal ehrlich: wer von uns denkt heute noch drüber nach, wenn er sagt: "Ich habe das realisiert" und meint damit "Ich habe das wahrgenommen", dass "realisieren" im Deutschen ursprünglich die Bedeutung "verwirklichen" hatte und nicht dem englischen "realized" entspricht?
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26.04.2008, 11:09
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Och, Mööööööönsch, nachdem mein Vater in meiner Jugend mal ganz fasziniert von einem Bekannten erzählt hat, der 'sogar Rechtschreibfehler in Büchern fand', war ich immer ganz stolz, wenn ich (begeisterte Leseratte) einen fand
Jetzt macht Ihr mit Eurer Feststellung, dass sich die Fehler häufen, alles kaputt
Wer in diesem Text einen Fehler findet, möge bitte großzügig drüber wegsehen, ich schreibe mit eingebundenen Zeigefinger (gestern in den Pürierstab gelangt.
Schönes WE
Johannisbeerdas Leben ist herrlich!!
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26.04.2008, 12:36Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Zitat von johannisbeer
..die Fehler zu finden , macht auch heute noch manchen stolz, so mein Eindruck..
Gerade die Generation " Bastian Sick " erfreut sich nun an der Suche nach Fehlern..so dass ich mich freute, bei Bastian Sick Fehler zu finden..
Ich wundere mich auch nicht mehr, wenn ich ständig lese :" ich werde krank, wenn ich das höre oder lese.." Krank ? Aha.. : sonst noch irgendwelche Probleme ? Scheinbar nicht..
Sprache lebt..entwickelt sich : manchmal nicht in Richtung " schön " aber was ist schon " schön " ?
Diese Bastian-Sick-genährte- Klugschietermentalität ist in meinen Augen jedenfalls nicht schön..
macht auch keinen Sinn ;-))
Herrlich unfreiwillig komisch sind auch die militanten Kämpfer für die Reinhaltung der deutschen Sprache : krampfig..komisch..
Mein Söhnchen wird mit Fibeln in Janoshsprech unterrichtet : Sprache der 70er-Jahre-Pädagogen : da bekomme ich Bauchweh..und möchte mit Rotstift diesen scheußlichen Umgangssprachenslang mit Beispielen wie "da kriegte sie die Wut " ändern..
Das regt mich wirklich auf.. wenn ich dem Söhnchen erkläre : Also, ich meine, das schreibt man so nicht : " sie wurde wütend " wäre besser... Aber die Lehrerin findet es ja richtig so..grr..
Und morgen wundern sich dann Leute darüber, dass die Kinder so scheußlich schreiben..Geändert von Inaktiver User (26.04.2008 um 12:55 Uhr)
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26.04.2008, 15:46Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Ich gestehe: mich macht es nicht stolz, Fehler zu finden, mich macht es ungläubig und traurig, dass es immer weniger Autoren gibt, die der deutschen Sprache auch im geschriebenen Wort mächtig sind.
Zitat von Inaktiver User
Und mir stellen sich schon die Nackenhaare auf, wenn ich diese typischen seit/seid-Fehler, das/dass-Verwechslungen oder den "Idioten-Apostroph" lesen muss. Das sind Dinge, die zum Grundschul-Repertoire gehören und die es imho gar nicht geben dürfte.
Klar, ich schnuddel auch schon mal im Chat oder einem Forum oder einer Mail was nicht ganz Sauberes hin, aber bei solchen Sachen habe ich leider das Gefühl, dass es die Betreffenden eben nicht besser wissen, und das finde ich schade.
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26.04.2008, 16:20Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
ich weiß ja nicht was Du so liest, aber diesen Eindruck habe ich nicht.. . es gibt noch genug wunderbare Autoren..mich macht es ungläubig und traurig, dass es immer weniger Autoren gibt, die der deutschen Sprache auch im geschriebenen Wort mächtig sind.
Aber es wird viel geschrieben, sehr viele Bücher gedruckt : unfassbar viele..
Sicherlich schreiben manche Autoren nicht korrekt nach Duden, sprechen manche Menschen anders..
Sprache ist lebendig ..
Jeder kann ja seinen Beitrag leisten..
Du erwähnst das seltsame Wort " sauber " das ist es vielleicht was mich stört : diese Denke vom Sauberhalten..
Mir ist Vielfalt und Lebendigkeit lieber..
aber Ausgangsthema waren ja Rechtschreibefehler in Büchern..
Darauf kann man ja reagieren, wenns einen stört : den Verlag anschreiben, wenn die Korrekteure schlampig gearbeitet haben oder gar an ihnen gespart wurde..
Ja, "wenns" darf man schreiben ;-) : ich glaube sogar laut Duden :-)
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26.04.2008, 17:47Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Wen ich schraibe wie ich wil, dan komt dir das vileicht lebendig vor, ich finde es unsauber.
Zitat von Inaktiver User


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