Ich hatte gestern in einem Jo Nesboe Buch vom Ullstein Verlag anstatt eines "Problems" ein "Poblem"Auch nett. Wenn ich nur wüsste, was das ist
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17.03.2008, 10:30
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
"Mitleid ist keine Basis"
"Geht nicht nach Lust, geht nach Notwendigkeit!" - Shankar-
-Das Leben ist schön und teuer! Man kann es auch ein bischen billiger haben, aber dann isses nicht mehr ganz so schön!-
„Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist besser,
in einem Taxi zu weinen als in der Straßenbahn.“
Marcel Reich- Ranicki
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19.03.2008, 14:42Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Ich habe das Gefühl, dass die Fehler in den letzten Jahren noch zugenommen haben. In einem Buch war es so schlimm, dass ich irgendwann einen Stift nahm und anfing, das Buch nachzulektorieren. Ich habe das Gefühl, dass immer mehr Bücher auf den Markt geworfen werden und dass für ein richtiges Lektorat keine Zeit mehr bleibt. Probleme scheint auch die neue Rechtschreibung zu verursachen. Wie Lesen da noch hinsichtlich Sprache bilden soll, wird wohl eine Frage bleiben...
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07.04.2008, 12:43Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Violet,
Zitat von Inaktiver User
meine Zustimmung; ich habe auch den Eindruck, dass die Fehlerquote in Büchern in den letzten Jahren drastisch zugenommen hat. Ob bei dem einen Verlag mehr Fehler in Büchern zu finden sind als bei dem anderen, kann ich gar nicht sagen.
Neben Rechtschreib- und Grammatikfehlern ärgern mich besonders Kommafehler. In dieser Hinsicht habe ich auch den Korinthenkackermodus eingeschaltet.
Es kommt nach meinem Eindruck immer mehr in Mode, einen Komparativ durch Komma abzutrennen, Beispiel:
"Er war bei Ballspielen viel begabter, als sein jüngerer Bruder."
So etwas tut mir richtig weh. Auch Adverbialkonstruktionen werden zunehmend mit einem Komma abgetrennt, obwohl sie kein Verb enthalten und damit auch kein Nebensatz sind. Schrecklich!
Vom erweiterten Infinitv mit zu will ich erst gar nicht reden: Nach meiner Kenntnis ist das Komma seit der Rechtschreibreform bei derartigen Konstruktionen nicht mehr zwingend vorgeschrieben; es wird nur noch empfohlen. Ich bin jedoch der Meinung, dass korrekt gesetzte Satzzeichen gerade im Deutschen die Lesbarkeit deutlich erhöhen.
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07.04.2008, 13:17Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Zitat von Inaktiver User
absolute zustimmung!
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07.04.2008, 13:34
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Ist auch eine Kostenfrage. Die Preisentwicklung im Buchbereich geht ja eher nach unten als nach oben. Teure Bücher kauft kein Mensch. Dass die aber nicht nur gedruckt, sondern auch bearbeitet werden müssen, interessiert die Kunden nicht. Zwischen teuren Lizenzgebühren und niedrigen Ladenpreisen ein Buch mit einem Autor sowohl zu entwickeln als auch letztendlich zu lektorieren und zu korrigieren (was ein Unterschied ist), ist vielfach nicht mehr drin und nicht mehr gefragt. Hauptsache billig, das Buch. Wenn die Rechtschreibprüfung in Word den Fehler nicht gefunden hat, reicht das doch häufig.
Zitat von Inaktiver User
Der Crew gewidmet:
„Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“
Bernhard von Chartres
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07.04.2008, 14:04Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Wenn ich nicht irre, so ist der Beruf des Korrektors wohl fast ausgestorben..seine Aufgaben übernimmt heute wohl der Lektor und/ oder das Rechtschreibeprüfprogramm..
Lektoren haben eine andere Ausbildung als der Korrektor-- sind manchmal Geisteswissenschaftler: Historiker, Soziologen oder Philosophen..
und deren überqualifizierter Blick ;-) übersieht wohl auch mal öfter so etwas Profanes wie Rechtschreibefehler :-)
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07.04.2008, 17:05Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
An bestimmten Verlagen könnte ich den Fehlerteufel jetzt auch nicht festmachen.
Zitat von Inaktiver User
Aber: in einem Exemplar fehlten mir auch mal Seiten. Das habe ich dann direkt wieder zurück in die Buchhandlung gebracht. Wurde auch problemlos umgetauscht. Es dauerte allerdings ein bisschen, bis wir ein vollständiges Exemplar gefunden hatten.
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07.04.2008, 21:54
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Letztens hab' ich im Buchhandel ein Buch mit einem Klappentext, der zu einem ganz anderen Buch gehört, gesehen. Peinlich. Und dann wollten die für dieses 200 Seiten-Teil 20€ haben.
*nochmaldeneigenenBeitragaufFehlerkorrekturles*
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16.04.2008, 14:25
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Hallo,
schlimm ist das Ganze meiner Meinung nach deshalb, weil unsere Sprache und unser Verhältnis zur Sprache hauptsächlich durch Geschriebenes geprägt werden.
Liest man nur oft genug grammatikalische Fehler (z.B. "trotzdem" zur Einleitung eines Nebensatzes, oder das berühmte "diesen Jahres"), dann wird es für einen irgendwann einmal nicht mehr falsch klingen.
Und wenn Fehler in gedruckten Texten als lässlich angesehen werden, wird man irgendwann auch selbst schlampiger mit Rechtsschreibung etc. umgehen.
Ich selbst habe vor einigen Jahern einen Ratgeber geschrieben und war mit der Arbeit des Lektorats im Verlag mehr als unzufrieden: die Druckfahnen wiesen noch jede Menge Fehler auf (wieviele davon ich dann noch übersehen habe, will ich gar nicht wissen).
Mandelblüte
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16.04.2008, 15:05Inaktiver User
AW: Rechtschreibfehler in Büchern
Ich kann das alle nur bestätigen, mir fällt es in der letzten Zeit auch vermehrt auf.
Ich denke das liegt daran, das die Verlagen Kosten schäuen, und auch fehlende Zeit ein Faktor ist.


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