Antworten
Seite 13 von 13 ErsteErste ... 3111213
Ergebnis 121 bis 129 von 129
  1. Inaktiver User

    AW: Lieblingssätze oder bedeutsame Zitate aus Büchern

    Ich hab dich lieb bis zum Mond", sagte der kleine Hase und machte die Augen zu. "Oh, das ist weit", sagte der große Hase. "Das ist sehr, sehr weit."

    Der große Hase legte den kleinen Hasen in sein Blätterbett, beugte sich über ihn und gab ihm einen Gutenachtkuß. Dann kuschelte sich der große Hase an den kleinen Hasen und flüsterte lächelnd:

    "Bis zum Mond.............. und wieder zurück haben WIR uns lieb!"
    Aus dem Kinderbuch "Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab"

  2. User Info Menu

    AW: Lieblingssätze oder bedeutsame Zitate aus Büchern

    Sentimentalität wird im allgemeinen als weltfremd und schwach angesehen. Wer seine Betroffenheit über die Bedingungen ausdrückt unter denen unsere Nutztiere leben, wird oft als sentimental bezeichnet. Es lohnt sich, einen Schritt zurück zutreten und sich zu fragen, wer hier sentimental und wer hier realistisch ist.
    Wenn man wissen will, wie Nutztiere behandelt werden, konfrontiert man sich selbst, oder weicht man ihnen dann aus ? Ist das Argument, Mitgefühl solle einen höheren Stellenwert haben als ein billiger Burger, ein Ausdruck von Gefühl und Triebgesteuertheit oder eine Auseinandersetzung mit der Realität und unseren Moralvorstellungen ?
    Zwei Freunde bestellen Mittagessen. Einer sagt "ich habe Lust auf einen Burger" und bestellt sich einen. Der andere sagt "ich habe Lust auf einen Burger, denkt aber daran, dass es Dinge gibt, die ihm wichtiger sind als seine Gelüste und bestellt etwas anderes. Wer ist da der Gefühlmensch ?



    Grausamkeit hängt davon ab, was man unter Grausamkeit versteht und inwieweit man sich gegen sie zu entscheiden vermag. oder sich entscheidet, sie zu ignorieren.

    Aus dem Buch "Tiere essen" von J.Foer, was ich momentan lese.
    Wie wenig ist am Ende der Lebensbahn daran gelegen, was wir erlebten, und wie unendlich viel, was wir daraus machten.

    @Wilhelm von Humboldt

  3. User Info Menu

    AW: Lieblingssätze oder bedeutsame Zitate aus Büchern

    Alltag in Japan - Mitsue de LaTrobe / Inga Streb

    ....Das "Sprungbrett-Erdbeben" im Tokai-Gebiet glaubt man mit Sicherheit einige Tage im voraus ansagen zu können, und seit 1978 gibt es bereits einen Plan, wie und wann diese Warnung dann auch bekanntgegeben werden soll. ....


    Veröffentlicht wird die Warnung vom Premierminister, der sich zu diesem Zeitpunkt schon in seiner zweiten offiziellen Residenz außerhalb Tokyos befindet. Die Schutz- und Vorbereitungsmaßnamen werden anlaufen, und dann heißt es warten. Und hier liegt das Problem.
    Einmal im Jahr wird der Ernstfall geübt - das Warten kann man leider nicht üben.

    Eine amtliche Erhebung über das zu erwartende Verhalten stellte fest, daß, zumindest im Tokai-Gebiet die Frauen um 20 und über 40 Jahre durch hysterische Angst die öffentliche Sicherheit gefährden und eine Panik bewirken könnten.

    In einer mittleren Stadt südwestlich von Tokyo machte man andere Erfahrungen. Durch ein Mißverständnis war in der ganzen Stadt Erdbebenalarm gegeben worden. Doch die befürchteten Reaktionen blieben aus, und als man nach Ursachen forschte, stellte sich heraus, daß nur 20 Prozent die Lautsprecherdurchsagen verstanden hatten und davon nur weitere 20 Prozent sie auch geglaubt hatten.

    Lautsprecherdurchsagen gehören hier so zum Tagesablauf, daß einem unbefangenen Bürger eher deren Nichtvorhandensein auffällt. Zu den Anti-Panik-Maßnahmen gehört auch die Installierung eines Lautsprechers pro 250 Quadratmeter. Die offizielle Warnung des Premierministers würde aber sowieso von Radio und Fernsehen übertragen werden, und für den, der den Bildschirm nicht dauernd eingeschaltet hält, gibt es Geräte, die den Apparat im Falle einer Erdbebenwarnung automatisch einschalten.

    Warnungen vor den TSUNAMIS , den Flutwellen, werden pro forma bei allen stärkeren Beben entlang der Pazifikküste ausgegeben, obwohl die genaue Beziehung zwischen Erdbeben und Flutwelle noch nicht restlos erforscht ist. Im Mai 1983 erschütterte ein Beben mit der Größe 7,7 auf der Richter-Skala die nordöstliche Küstenregion mit der Stadt Akita als Zentrum und forderte hauptsächlich durch die darauf folgende TSUNAMI 102 Todesopfer. Bis zu 14 Metern hoch waren die Wellen in einigen Gegenden....

    Jeder Bericht über die Erdbebengefahr richtet sich viel stärker auf die Zukunft, die Befürchtungen und Hoffnungen als auf die Gegenwart oder die Vergangenheit. Bis jetzt ist ja noch alles - toi toi toi - relativ gut gegangen.

    Die japanische Bezeichnung für Erdbeben ist JISHIN, das große Erdbeben heißt DAI-JISHIN. Diese Benennung bezieht sich nicht nur auf die objektiv gemessenen Werte der Bebenstärke, sondern auch auf die subjektiv empfundene Gewalt des Bebens und der Schäden, die in seinem Gefolge entstanden sind.

    In Japan wird nicht die in den meisten westlichen Länder übliche, nach oben offene sogenannte Richter-Skala benutzt, die die Stärke des Bebens in einem Zentrum mißt....

    Die japanische Skala kennt von Null (nicht fühlbar) bis Sieben (heftige Erschütterung) acht Einteilungen und mißt die Stärke nicht nur im Epizentrum, sondern an verschiedenen Stellen.


    IX. Kapitel - Von Taifunen und anderen Katastrophen, Taifune, Erdbeben...

    Seite 213 bis 232 (1985)

  4. User Info Menu

    AW: Lieblingssätze oder bedeutsame Zitate aus Büchern

    Ich bin ganz verrückt nach dieser Frau, es ist, als wäre sie von Kopp bis Fuß mit Leim eingeschmiert.
    Wenn ich sie berühre, hänge ich fest. Schlimmer als ein Magnet.
    Vielleicht ist das Liebe, diese Anziehung.


    Zuneigung ist etwas, was im Verborgenen wächst. Sie schlägt einfach Wurzeln und wuchert dann schlimmer als Quecken. Wenn es erst mal so weit ist, ist alles zu spät: Das Herz kann man schließlich nicht mit Unkrautfrei behandeln, um die Zärtlichkeit darin auszurotten.



    Das Labyrinth der Wörter von Marie - Sabine Roger
    Wie wenig ist am Ende der Lebensbahn daran gelegen, was wir erlebten, und wie unendlich viel, was wir daraus machten.

    @Wilhelm von Humboldt

  5. User Info Menu

    AW: Lieblingssätze oder bedeutsame Zitate aus Büchern

    So jung und sanftmütig sie auch war, hätte sie immerhin der gleichgütligen Kälte ihres Vaters stadnzuhalten vermöcht, die auch nicht durch ein freundliches Wort, einen freundlichen Blick der Schwster gemildert wurde; doch es konnte nicht ausbleiben, dass Lady Russell, der sie seit jeher in Liebe und Vertrauen anhing, bei einer solchen Überzeugungskraft und liebevollen Eindringlichkeit ihrer Vorstellungen schließlich die Oberhand gewann. Sie lie0 sich zu dem Glauben überreden, die Verlobung wäre etwas Unrechtes: ein unbedachter, unpassender Schritt, der kaum zu etwas führen konnte und dies auch gar nicht verdiente. Allein, es war nnicht nur selbsüchtige Klugheit, was sie zur Auflösung des Verlöbnisses bestimmte. Hätte sie nicht geglaucht, dabei noch stärker an sein Wohl gedacht zu haben als an das ihige, dann hätte sie kaum von ihm lassen können. Die ÜBerzeugung, dass sie hauptsächlich um seinetwillen einsichtig und opferbereit hndelte,, gereichte ihr zum grö0ten Trost bei dem Schmerz einer Trennung, eines endgltigen Auseindergehens; und es bedurfte auch allen Trostes, denn sie mußte dazu noch quälende Vorwürfe erdulden von ihm, dem völlig Unüberzeugten, Unnachgiebigen,k der sich durch einen derart erzwungenen Verzicht in seinen Gefühlen verletzt sah. Er hatte daraufhin England verlassen.
    Aus " Anne Elliot" von Jane Austen
    Raumgreifend und sehr tiefsinnig die Auflösung der Verlobung von Anne Elliot und Frederick Wenthwort erklärt.

    Aber ich liebe auch Passagen aus dem Brief den Frederick Wentworth an Anne Elliot schreibt:

    Ungerecht mag ich gewesen, schwach und wankelmütig, aber niemals unbeständig. Ich weihe mich Dir von neuen mit einem Herzen, dass noch stärker für Dich schlät als vor achteinhalb Jahren, als Du es beinah brachst.

  6. Inaktiver User

    AW: Lieblingssätze oder bedeutsame Zitate aus Büchern

    "Offen gesagt, eine wichtige und grundlegende Regel hat sich schon etabliert:ICH BIN HIER DER BOSS."
    aus:

    Simon Brett:"Wie ich meinen Eltern den letzten Nerv raubte" Kapitel: Erster Monat, erster Tag. (also gleich nach der Geburt des kleinen "Lieblings"

    Ich muss sagen als Mama: Wohl wahr, wohl wahr...

  7. Inaktiver User

    AW: Lieblingssätze oder bedeutsame Zitate aus Büchern

    "Ach, Hanne! Dabei kommt es doch nur darauf an, sisch selbst zu erkennen und zu begreifen und sich nicht vorzumachen. Und die anderen zu lieben. Statt dessen ist es umgekehrt, statt dessen wollen wir die Menschen, die wir lieben sollten, verstehen, und lieben tun wir uns selber, gehn behutsam mit uns um, vermeiden hinter unsere wahren Beweggründe zu kommen."
    Christine Brückner: Die Zeit danach

  8. User Info Menu

    AW: Lieblingssätze oder bedeutsame Zitate aus Büchern

    Hallo!

    Durch googlen hab ich diesen Thread gefunden und habe soviele schöne Zitate und Textstellen gefunden, dass ich euch auch gerne etwas zurückgeben möchte:


    Sie blickte wieder in ihr Notizbuch, zitternd vor Erregung. Jeden Augenblick würden sich ihre Hände in Tauben verwandeln und davonflattern.
    (Richard Powers - Das Echo der Erinnerung)


    Liebe Grüße!

  9. User Info Menu

    AW: Lieblingssätze oder bedeutsame Zitate aus Büchern

    Was war da los? Aus der Aphasie-Station drang, gerade als die Rede des Präsidenten übertragen wurde, lautes Gelächter, und dabei waren doch alle so gespannt darauf gewesen...

    Die natürliche Sprache besteht Worten und Sprechakten - man drückt die Bedeutung dessen, was man sagen will, mit dem ganzen Körper aus. Menschen, die an Aphasie leiden, greifen diese Hinweise auf und verstehen das Gesagte, auch wenn die Worte für sie unverständlich bleiben. Das Verständnis für die Ausdruckskraft wird bei Aphasiepatienten oft übernatürlich verstärkt.

    Folglich waren es die Mimik, die schauspielerischen Übertreibungen, die aufgesetzten Gesten und vor allem der falsche Tonfall, die falsche Satzmelodie des Redners, die diesen sprachlosen aber ungeheuer sensiblen Patienten heuchlerisch erschienen. Auf solche (für sie) höchst offenkundigen, ja grotesken Widersinnigkeiten und Ungereimtheiten reagierten sie, die sich nicht durch Worte täuschen ließen, weil sie durch Worte nicht getäuscht werden konnten.

    Darum lachten sie über die Ansprache des Präsidenten.

    Oliver Sacks: Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte.

Antworten
Seite 13 von 13 ErsteErste ... 3111213

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •