Liebe Lurex,
Es kommt bei mir so an als wäre dein letzter Beitrag gleich richtig gereizt. Das ist doch vollkommen unnötig. Jeder hier im Literaturforum hat so seinen ganz eigenen Geschmack. Ich habe Kunden, die fanden die ganze Trilogie super, anderen hat es nicht gefallen.
Ja und? Bei Büchern wird man sich NIE einig werden. Es kommt doch nicht nur darauf an, was man gerne liest, sondern auch in welcher Lage man sich selbst vielleicht grade befindet, ob man was "lernen" möchte beim Lesen oder einfach nur abschalten, ob man schon voreingenommen an ein Buch rangeht oder ganz offen ist...etc. etc.
Meine Kolleginnen z.B. würden, Nicholas Sparks nichtmal im Leben anrühren und mir davon abraten. Ich mag es aber ab und zu so eine Liebesgeschichte von ihm zu lesen. Und trotzdem habe ich nicht das Gefühl, das sie meine Lieraturvorliebe kritisieren - ich lese auch nicht jeden Roman dervon ihnen als "literarisch" eingestuft wird, vielleicht weil mir z.B. der Stil überhaupt nicht gefällt.
Wenn man nach der Meinung anderer fragt ist es ganz natürlich das man vielleicht auch die Meinung erhält, das einem abgeraten wird.![]()
Viele Grüße,
Zimtfisch, die der Meinung ist, jeder sollte das lesen was ihm gefällt. Hauptsache man liest überhaupt :)
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Ergebnis 11 bis 18 von 18
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11.11.2007, 10:35
AW: Trilogie Wanderhure - Iny Lorentz
That rug really tied the room together. The Big Lebowski
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11.11.2007, 10:57
AW: Trilogie Wanderhure - Iny Lorentz
Zitat von Zimtfisch
bin völlig einer Meinug
Zu den Fragen von Lurex
Ich persönlich habe alle drei Bände der Wanderhure gelesen, waren ganz gut, aber der erste war für mich der beste Band
Gable gefällt mir sehr gut, habe aber erst eines gelesen
Beate Sauer, eines begonnen und abgebrochen
ciao Richie
Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag
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11.11.2007, 16:16
AW: Trilogie Wanderhure - Iny Lorentz
Da hast du mich wohl missverstanden. Ich wollte ja eure ehrlichen Meinungen hören!!! Ich habe ja gepostet, um eine Entscheidungshilfe zu erhalten und die habe ich ja jetzt! Echt, das ist jetzt überhaupt nicht zynisch gemeint! Kann mir schon vorstellen, dass die beiden Fortsetzungen eher von Kommerz geprägt sind, also dem Wunsch, noch möglichst viele davon zu verkaufen. Eines habe ich noch im Schrank, nämlich die Kastellanin und das werde ich auch lesen, aber dann vielleicht nicht mehr weiter. Mit dem Büchergeschmack sehe ich das ganz genauso wie du! Ich kann übrigens Nicholas Sparks überhaupt nicht ab!!
Zitat von Zimtfisch
Viele Grüße
LuMan wird nur dann zum Superheld,
wenn man sich selbst für super hält.
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14.11.2007, 21:14
AW: Trilogie Wanderhure - Iny Lorentz
So die Wanderhure hab ich als Hörbuch,Die Kastellanin und das Vermächtnis der Wanderhure als Buch.Die ganze Triologie ist irgendwie fürn Arsch,die ganze Story dreht sich wie ne Spirale.Und irgendwie wiederholt sich das alles.Vor allen Band 2. und Band 3. gleichen sich wie ein Ei dem anderen, und sprühen grade nur von Ideenlosigkeit und Stagnation.
Nach diesen 3.Exkursionen in die literarische Welt von Iny Lorenz verzichte ich gerne auf weitere literarische Ergüsse von ihr.Denn bei den neueren Sachen und Geschichten wechseln nur grad die Charaktere und deren Namen,aber die Storys gleichen sich im Kern vollkommen.Lol ich sollte Kritikerin werden.
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01.04.2010, 14:50
AW: Trilogie Wanderhure - Iny Lorentz
Ich selber bin in einem kleinen Vorort von Konstanz aufgewachsen und lebe jetzt schon hier seit 20 Jahren. Ich kann leider der Aussage: "als nennenswerten historischen Kontext gab es nur das Konzil in Konstanz" nicht mal im kleinsten zustimmen. Orte wie Allensbach, Radolfzell und Meersbrug, die in "Die Wanderhure" genannte werden, sind mir so bekannt, wie meine eigene Westentasche. Selbst einige der im Buch genannten Nachnamen, sind heute noch weit verbreitete Familiennamen in Konstanz und Umgebung. Orte wie der Ziegelturm, das Schnetztor oder die Rheibrücke, sind jedem Konstanzer sehr gut bekannt. Die Steffanskirche und das Münster stehen auch heute noch! ;) Zwar sind einige Strassennamen nicht mehr existent, aber das einzig und allein das Konstanzer Konziel als "nennenswerter historischen Kontext" gilt; da fühle ich mich als Konstanzerin etwas angegriffen.) und als nennenswerten historischen Kontext gab es nur das Konzil in Konstanz (glaube ich, ich kann mich nicht mehr so genau erinnern).
Ich habe erst heute das zweite Band, die Kastellanien, zu ende gelesen und bin eigentlich sehr begeistert. Im Bücherregal warten auch schon der 3. und 4. Band.
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01.04.2010, 15:01
AW: Trilogie Wanderhure - Iny Lorentz
ich habe alle drei Bände gelesen und muss den Vorschreiberinnen Recht geben, das 1. Buch war das beste. Es hat mich echt ergriffen.
Weitere Bücher von Iny Lorentz werde ich nicht lesen.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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08.04.2010, 20:28
AW: Trilogie Wanderhure - Iny Lorentz
Hallo,
ich glaube, die Schreiberin meinte mit dem 'einzigen nennenswerten historischen Kontext' nicht das Gebäude (das heute landläufig als "Konzil" bekannt ist), sondern die geschichtlichen Vorgänge zur Zeit des Konzils (1414-1417, Konzil hier im Sinn der Versammlung der kirchlichen Würdenträger, die in der Papstwahl im Konzilgebäude endete).
Und diesbezüglich stimme ich ihr vollkommen zu.
Die Wanderhure ist ein unglaublich langweiliges, plattes und dazu noch schlecht geschriebenes Buch!
Ich habe in Konstanz studiert und bekam das Buch von wohlmeinenden Verwandten geschenkt.
War wirklich nichts für mich.
Wenn die Fortsetzungen noch schwächer sein sollen, würde ich sie bestimmt nicht empfehlen.
Einen Denkanstoß möchte ich noch hier lassen (das kann ich mir als Literaturwissenschaftlerin nicht verkneifen, ich bitte um Vergebung
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Die Wanderhure - und jeder andere historische Roman auch - ist Fiktion. Basierend auf mehr oder weniger intensiv recherchierten Details. Mit diesen größeren oder kleineren historischen Schnipseln kann und darf der Autor natürlich frei umgehen. Das muss er sogar, um ein für heutige Leser spannendes Buch zu schaffen, würde ich behaupten.
Und somit ist die Idee, man könne aus historischen Romanen etwas über historische Gegebenheiten lernen, problematisch...
Versteht mich nicht falsch, ob der Autor eingehend recherchiert ist sicher kein Qualitätsmerkmal für Literatur, in keiner Weise!
Aber dem Gedanken, den man sehr oft hört und liest, man könne aus historischen Romanen "erfahren wie es war" sollte man kritisch gegenüber stehen.
Man kann historische Romane lieben und sich in die dort beschriebenen Welten hineinversetzen. Aber vielleicht sollte man sie nicht als vergangene Welten, sondern als erfundene Welten ansehen...
Andererseits: what difference does it make?
In diesem Sinne

Lunete
PS: Iny Lorenz ist keine Autorin, sondern das Pseudonym eines Autorenehepaars (das habe ich irgendwann in einem Verlagskatalog gelesen). Ich habe den Verdacht, dass viele Schwächen ihrer Bücher aus dieser Konstellation herrühren. Schnelle, inhomogene Massenproduktion, irgendwie aus Phrasen und ausgelutschten Metaphern zusammengeklopft... Letzteres ist sicher ein Grund für den durchschlagenden Erfolg: der Text klingt unheimlich vertraut. Dazu noch die reißerische Story mit viel Sex & Crime.
Aber natürlich gibt es auch Autoren, die das ganz allein schaffen
Geändert von lunete (09.04.2010 um 15:16 Uhr)
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08.04.2010, 21:58
AW: Trilogie Wanderhure - Iny Lorentz
Ich habe das Buch "Die Wanderhure" von einer Bekannten mit den Worten "Musst du unbedingt lesen" geborgt bekommen und war schon nach den ersten paar Seiten völlig ernüchtert.
Obwohl ich unheimlich gern historische Romane lese, zu diesem habe ich einfach keinen Zugang gefunden, weder zu den Figuren, noch zur Handlung, ich fand es einfach langweilig.
Meine Bekannte war total enttäscht, dass ich Band zwei und drei nicht haben wollte.
Also, insofern spiegelt die Diskussion hier im Forum meine Erfahrung wieder, die einen mögens, die anderen nicht.
LG Wenonah


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