Ja, das finde ich auch.Zitat von Inaktiver User
Der Spiegel hat auch öfter Sonderausgaben zu bestimmten Themen, nennt sich "Spiegel special". "Spiegel special"-Hefte erscheinen mehrmals im Jahr und decken viele Wissensgebiete ab, von Neurologie bis Geschichte.
In der Reihe "GEO spezial" gibt es sehr interessante Reiseberichte, gespickt mit Karten und wunderbaren Fotoreportagen.
Ich habe mir neulich vor einer langen Zugfahrt das Spiegel special-Heft "Preussen - der kriegerische Reformstaat" geholt. Fand ich recht gut; unterschiedliche Epochen und Persönlichkeiten sind in drei- bis vierseitigen Artikeln abgehandelt.
Einziges Manko: Mir fehlt eine Übersichtsseite, auf der die Herrscher chronologisch mit Ehepartnern und Kindern abgebildet sind. Bei jedem Herrscher hätte auch stehen sollen, welche Namen er im Laufe seines Lebens getragen hat. Beispiel: Friedrich Wilhelm I., König in Preußen ist gleichzeitig Friedrich Wilhelm II., Kurfürst von Brandenburg UND als "Soldatenkönig" bekannt. Bei den vielen Friedrichs, Wilhelms und Friedrich Wilhelms in der preußischen Geschichte kommt man leicht durcheinander.
Das Problem des fehlenden Zeitstrahls bzw. der fehlenden "Ahnentafel" hat man aber bei manchen Geschichtsbüchern auch.
Trotzdem: Solche Spezialhefte sind eine gute Sache, um einen leicht verdaulichen, portionsweisen Einstieg in ein bestimmtes Thema zu finden.
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Thema: Bücher die bilden
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17.10.2007, 17:53Inaktiver User
AW: Bücher die bilden
Geändert von Inaktiver User (17.10.2007 um 20:23 Uhr)
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23.10.2007, 23:23Inaktiver User
AW: Bücher die bilden
Kappa, aber das ist dann die didaktische Übung, und nur so merkt man sich dann auch etwas: den Stammbaum nach vollendeter Lektüre des Preußen-Hefts selbst erstellen.
Ehrenpreis
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25.10.2007, 10:49Inaktiver User
AW: Bücher die bilden
Ernst P. Fischer hat eine Menge interessanter Bücher geschrieben. In letzter Zeit gelesen habe ich:
"Einstein, Hawking, Singh und Co. Bücher, die man kennen muß. Es steht immer etwas zum Buch, zum Autor und zum Text etwas dabei. Am Schluß gibt er eine persönliche Meinung über die wissenschaftliche Qualifikation des Autors, die Lesbarkeit und den Bucherfolg ab. Das Problem bei diesem Buch ist, dass man dann einen Haufen Bücher hat, die man dann selber lesen möchte :-))).
Das andere Buch war: "Aristoteles und Co", Eine kleine Geschichte der Wissenschaft in Porträts von der Antike bis ins 19 Jhd.
Ernst P.Fischer ist übrigens Professor für Geschichte der Naturwissenschaften in Konstanz. Er hat bei Max Delbrück (Mitbegründer der modernen Molekularbiologie und Genetik und Nobelpreisträger zusammen mit Hershey und Luria) promoviert.
Gruß Dea1
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26.10.2007, 19:39
AW: Bücher die bilden
Hallo Talker,
ich habe den Eindruck, dass Du Dich schwer damit tust, Bücher zu lesen. Dann probier es doch mal mit Magazinen. Warum nicht die Brigitte? Die bildet auf allen möglichen Gebieten. Man kann mitreden über Mode, Filme, Bücher, Reisen, selbst wenn man nicht alles Wort für Wort liest.
Ich glaube, kein Mensch kann sich dazu zwingen, Bücher über Themen zu lesen, die ihn nicht wirklich interessieren oder die nichts mit seinem Leben zu tun haben. Fang lieber klein an.
Zu Eco: Ich habe nur "der Name der Rose" gelesen, fand es spannend, aber mit einigen Längen, bei denen ich mich zwingen musste, am Ball zu bleiben. Ich glaube, die anderen Romane von ihm sind noch schwerer zu lesen.
Was auch bildet, ist Wer wird Millionär auf RTL oder Pilawas Quiz in der ARD. Dazu gibt es auch Spiele (online und zu kaufen). Die Kunst ist nur, sich die Antworten zu merken.... Da hapert es bei mir auch manchmal gewaltig.
Mach Dir keinen Stress und zwing Dich zu nichts. Das Leben ist zu kurz um es mit Dingen zuzubringen, die Dir widerstreben.Ich bleibe auf dem Teppich meiner Möglichkeiten und hoffe, dass er fliegen kann.
Ralf Hoburg
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27.10.2007, 09:00Inaktiver User
AW: Bücher die bilden
Dieses Wissen aus "Wer wird Millionär" ist vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen. Deshalb kann man sich da nur wenig merken. Man merkt sich nur Zusammenhänge, wenn man die Personen oder Zustände schon kennt, nur diesen einen Aspekt nicht. Das kann man sich das merken.
An sich finde ich das mit den Zeitschriften auch nicht schlecht. Nur würde ich nicht gerade die Brigitte als gut Informationsquelle nennen. Da fallen mit bessere ein z.B. Geo, National Geographic, Bild der Wissenschaft oder auch in Gottes Namen auf einfachem Niveau die PM-Magazine. Brigitte ist ja eher ein Unterhaltungsblatt.
Gruß Dea1
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27.10.2007, 18:11Inaktiver User
AW: Bücher die bilden
Ich liebe Bücher. Das Problem ist, dass ich zu schnell lese und Dinge, die mich nicht wirklich interessieren einfach überlese.
Zitat von canislupa
Ich habe im Gegenteil früher (holde Studenzeit) die Bibliotheken von A bis Z nach den etablierten Autoren abgearbeitet und das sehr gerne!
Nur leider ist davon wenig hängen geblieben.
Ich boykottiere die Umberto Eco Bücher, weil es stimmt, dass man sich nicht zu allem zwingen muss, nur weil Intelektuelle Eco als Pflichtlektüre ansehen.
Ich finde, dass hier schon einige gute Tipps kamen und ich finde gar nichts dabei- auch mal Bücher für 10jährige in Betracht zu ziehen. Zeitschriften- ist auch ein guter Tipp- aber bei den Preisen hat man schon zur Hälfte ein Was ist Was-Buch bezahlt und das ist gebunden.
Ich lese gerade eine Biografie über George Sand. Das finde ich interessant, weil sie natürlich eine starke Frauenfigur ist.
Vielleicht muss ich einige Dinge einfach pauken, weil es mir wirklich völlig schnuppe ist, wieviele Einwohner München hat und wo das nun auf den Punkt genau liegt.
Deshalb finde ich den Tipp mit Trivial Dingens (da verliessen sie mich schon wieder, die grauen Zellen) ganz nett.
Und sollte ich Alzheimer haben, was ich jetzt nicht ironisch oder witzig meine, bleibt mir ja eh nichts anderes übrig, als die grauen Zellen ständig zu fordern.
Sollte ich das abklären (Alzheimer)? Wenn ja bei welchem Arzt?
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30.10.2007, 16:26
AW: Bücher die bilden
Was ich ganz toll fand: Noah's Flood: The New Scientific Discoveries About The Event That Changed History von William Ryan & Walter Pitman. Heisst glaube ich "Sintflut. Ein Rätsel wird entschlüsselt" in Deutsch. In dem Buch hast du alles von Geologie, Klimatologie, Entschluesselung der Gilgameschrollen und ganz viel Geschichte, spannend und einfach verstaendlich geschrieben ist es auch noch.
Und fuer Fortgeschrittene: Fermat's Enigma: The Epic Quest to Solve the World's Greatest Mathematical Puzzle von John Lynch, Simon Singh. Auf Deutsch "Fermats letzter Satz. Die abenteuerliche Geschichte eines mathematischen Rätsels" Dieses Buch geht dem Thema nach ueber hoehrere Mathemaik, aber im Grunde ist dieses eine wahre Geschichte ueber den wissenschaftlichen Ehrgeiz, ein grosses Raetsel zu loesen*, ueber erste Erfolge, gefolgt von einem ganz grossen Misserfolg um dann doch noch zur richtigen Loesung zu gelangen, mit ganz viel persoenlichem Drama dazwischen. Lustig und unterhaltsam geschrieben ist das Buch auch noch. Ausserdem geben die Autoren selber zu dass sie von der angewendeten Mathemathik nichts verstehen und dass es wohl nur 3 Menschen gibt die diese wirklich begreifen.
Carolly
* Ferman, ein Mathematiker aus dem 17ten Jahrhunder hatte gefunden, dass a^n+b^n=c^n keine Loesung hat groesser als n=2. Allerdings erwaehnte er das nur am Rande eines Buches mit dem Kommentar: sind zu viele Formeln, ihr muesst mir also einfach glauben.
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31.10.2007, 11:41
AW: Bücher die bilden
Mich interessiert (nach den vielen nützlichen Hinweisen) jetzt mal, warum du überhaupt meinst, Dinge pauken zu müssen?
Zitat von Inaktiver User
Willst du an einer Quizsendung teilnehmen???
Ich lese oder informiere mich, wenn mich ein Thema interessiert.
In vielen Bereichen bin ich deswegen womöglich "gebildeter" als der Durchschnitt. Ich lasse mich durchaus auch von Zeitschriften oder (seltener) Büchern, die nicht meinem persönlich bevorzugten Themenkreis angehören, zum Lesen verleiten - wenn ich merke, dass da Themen sind, die mich doch ansprechen und über die ich gern mehr erfahren möchte... Aber es gibt auch etliche Dinge, von denen ich wenig oder keine Ahnung habe.
In Gesprächen über mir fremde Themen höre ich dann einfach eher zu. Direkt angesprochen, sage ich "da kenne ich mich nicht aus" und lasse mir gerne etwas erklären.
Irgendwelche Daten und Fakten zu pauken, um immer und überall mitreden zu können, davon halte ich nichts.
Aber vielleicht gibt es ja noch andere Motive... wäre interessant zu hören...
Gruß
wmfreundin


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