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    Wie schafft man das bloß?

    Hallo,

    ich bin gerade etwas frustriert. Am Dienstag habe ich einige Stunden in einem sehr gut sortierten "Kulturkaufhaus" verbracht - eigentlich wolte ich ein Buchgeschenk für meinen Freund kaufen. Natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt auch in einige Neuerscheinungen zu schauen und ich hätte am liebsten 7-8 Bücher gekauft und sofort angefangen zu lesen. Nur zu Hause wartet ja bereits ein SUB auf mich und ich habe es mir zur Regel gemacht, nichts Neues zu kaufen, wenn es noch viel Ungelesenes gibt
    Leider gehöre ich nicht zu den Menschen, die in jeder Lebenssituation lesen können. Ich lese auch nicht wahnsinnig schnell (außer Krimis vielleicht) - d.h. ich schaffe in der Regel 1-3 Romane pro Monat (Krimis mehr).

    Im Grunde geht es mir mit anderen Dingen ähnlich. Wollte ich alle Filme sehen, die mich interessieren, müßte ich min. 2x pro Woche ins Kino gehen - das schaffe ich auch nur manchmal. Ich gehe auch durchaus gerne ins Theater..
    Und Kultur ist ja nicht alles
    Wie schafft ihr Vielleser das?

    Lee
    asa nisi masa

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    AW: Wie schafft man das bloß?

    Hi Leeremick,

    bloß keinen Neid aufkommen lassen.Es fordert seinen Preis mind. ein Buch in Woche zu lesen.Also ich spreche jetzt von mir...
    Lese so gut wie überall und achte auch oft nicht auf die Zeit.Und wenn das denn bedeutet nur mit einer stunde Schlaf aus zukommen, nun ja...
    Und ich glaube das funktioniert auch nur wenn man keine Kinder hat bzw. sich seine Zeit frei einteilen kann.
    <Ansonsten würde es mir wohl so wie dir gehen.
    Nun endlich, mein virtuelles Büchregal bei lovelybooks unter Nici

    "Ein Buch ist ein Freund, der deine Fähigkeiten aufdeckt, es ist ein Licht in der Finsternis und ein Vergnügen in der Einsamkeit; es gibt, und nimmt nicht."

    Mosche Ibn Esra

  3. Inaktiver User

    AW: Wie schafft man das bloß?

    Das Angebot ist halt überreichlich. Das kann kein Mensch bewältigen, schon rechnerisch nicht. Ich habe selbst oft das Gefühl, dass mir die Welt einfach zu groß ist. Je älter ich werde, desto mehr wird mir bewusst, was ich alles nicht machen kann, obwohl ich gern wollte. Natürlich lesen, aber nicht nur Belletristik. Man könnte sich ja auch zu vielen anderen Themen fortbilden. Da interessiert sich Töchterlein für Wale und ich bemerke, dass ich 43 Jahre lang nicht wusste, dass es Barten- und Zahnwale gibt. Und was ein Pillendreher ist, habe ich auch erst spät gelernt. Ich habe in jedem Zimmer einen SUB ...

    ... aber die Kunst besteht in der Beschränkung. Darin, sich an dem zu erfreuen, was man hat, und es in den Erfahrungsschatz einzubauen. Und nicht auf jeden Zug aufzuspringen, der da vorbei fährt. Es ist sogar gar nicht schlecht, ein bisschen zu warten, bis man sich Neuerscheinungen zuwendet - warten, bis sich herauskristallisiert, was sich lohnt. So vieles verschwindet eh wieder in der Versenkung.

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    AW: Wie schafft man das bloß?

    ich lese eigentlich auch überall. morgens bevor ich aufstehe, beim haare fönen, während mein mann fern sieht, vorm schlafengehen, eigentlich überall, wo es sich ergibt.

    mit neuerscheinungen bin ich auch vorsichtig. bis auf meine lieblingsschriftsteller warte ich erst mal ab, was meine lesefreundinnen zu den büchern sagen oder warte, bis sie als tb erscheinen.
    Leben und leben lassen

  5. Inaktiver User

    AW: Wie schafft man das bloß?

    Mir geht es auch so, dass Bücherkaufen total verlockend für mich ist, z. B. wenn man mitbekommt, dass Autoren, die man gerne liest, wieder etwas Neues veröffentlicht haben, oder wenn man einfach nur in Buchhandlungen stöbert, oder wenn man hier bei BC oder in Zeitschriften Tipps bekommt. Ich habe versucht, nicht mehr zu schnell zu kaufen, weil mich ein zu großer SUB dann nervt und ich es eigentlich am schönsten finde, ein neu gekauftes Buch auch sofort lesen zu können. Noch habe ich es nicht so ganz im Griff, aber ich arbeite daran, nicht mehr zu schnell Bücher dazuzukaufen.

    Und mit Filmen ist es beinahe genauso. Da besitze ich auch einen "SUF"
    Und neuerdings muss ich auch noch immer so viele Filme vom TV aufnehmen und dann brennen.

    Ich nehme mir jedenfalls immer vor, nicht mehr zu schnell zu kaufen und auch nicht mehr so viel am PC zu hängen und die Zeit lieber mehr zum Lesen zu nutzen. Ist aber wirklich nicht so einfach, in die Tat umzusetzen

    LG
    gine

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    AW: Wie schafft man das bloß?

    Nett, dass Ihr hier von einem SUB redet. Bei mir sind es mittlerweile fünf SUB's: zwei im Schlafzimmer, zwei im Bücherregal im Wohnzimmer und einer auf dem Schreibtisch. Das schaffe ich nie!!!! Habe gerade einen nettes Zitat gelesen, wo eine Buchhändlerin durchaus für die "Kulturtapete" plädierte. Das sind die Bücherwände mit den ungelesenen Büchern. Mein Vater und ich sind uns einig: die Bücher sind ein Fluch. An den nächsten Umzug mag ich gar nicht denken. Aber die Bücher eröffnen doch so viele Möglichkeiten: wenn....., dann....
    Und ihr glaubt nicht, auf was für interessante Bücher man stößt, wenn man mal die bei den Eltern abgestellten Bücherkisten plündert. Gerade habe ich "Der kleine Lord" gelesen, ein Buch, das ich als Jugendliche oder Kind geschenkt bekam, mit dem ich überhaupt nix anfangen konnte, und das ich jetzt soooo bezaubernd fand.
    Kino interessiert mich zum Glück fast gar nicht, aber da ist ja noch die Musik. Merkwürdigerweise ist aber der SUCD (der ungehörten CD's) bei mir sehr viel kleiner als der SUB's.
    Wenn man Zeit hat für all diese schönen Dinge, reicht es definitv trotzdem nicht.
    Grüße
    selfmade

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    AW: Wie schafft man das bloß?

    @Selfmade: CDs kann man nebenbei hören, z.B. beim Aufräumen oder Terminkalender-Planen, oder unterwegs im Auto.
    Mit Büchern oder Filmen geht das weniger gut - ich denke, das ist der Hauptgrund für die kleinen SUCDs. Meiner ist auch eher winzig und besteht vorwiegend aus Geschenken, die mich nicht wirklich interessieren.

    Zur Anfangsfrage, wie man das schafft, so viel zu lesen: Es hilft sicherlich, wenn man schnell lesen kann. Und manche Berufe sind sicherlich auch lesekompatibler als andere, einige erfordern ja auch selbst einiges an Lektüre. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann dort lesen, Autofahrer sollten da besser auf Hörbücher umsteigen. Alleinlebende werden es auch leichter haben, Zeit fürs lesen zu reservieren als etwa Eltern mit kleinen Kindern, die ja viel Aufmerksamkeit brauchen.
    Und auch Gernleser können ja noch andere Hobbys haben, so dass dem Lesen wieder Zeit "geraubt" wird.
    Ich habe eine Wassermelone getragen.

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    AW: Wie schafft man das bloß?

    @Asphaltblume
    Bin leider wahnsinnig penibel oder sensibel. Mit nebenher lesen oder hören klappt das bei mir gar nicht. Straßenbahn, Bus und DB sind mir viel zu laut zum Lesen. Da tut's in der Tat schon eher der MP3-Player. Aber ich will und muss konzentriert bei der Sache sein.
    Von daher find ich ein bis drei Romane pro Woche (Leeremick) ziemlich viel. Für meinen letzten 900-Seiten Roman (freilich in Frz.), der gut erzählt und spannend war, habe ich drei Monate gebraucht.
    Am Tag schaffe ich, wenn ich dazu komme und die Muße und den Willen habe, bei einem deutschsprachigen Roman maximal 100 Seiten. Aber diese Muße und diesen Willen habe ich sicherlich nur alle zwei Wochen einmal.
    Grüße
    selfmade

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    AW: Wie schafft man das bloß?

    Zitat Zitat von Leeremick
    ... und ich hätte am liebsten 7-8 Bücher gekauft und sofort angefangen zu lesen. Nur zu Hause wartet ja bereits ein SUB auf mich und ich habe es mir zur Regel gemacht, nichts Neues zu kaufen, wenn es noch viel Ungelesenes gibt


    ...
    Wie schafft ihr Vielleser das?

    Lee
    Mir geht es genauso. Ich habe mir dieselbe Regel auferlegt. Aus reinem Selbstschutz vor dem Frust des Dochnichtlesenkönnens meide ich so gut es geht Buchhandlungen. Gelingt mir aber leider nicht immer... und wenn ich erst mal drin bin, dann gehe ich da auch nicht ohne etwas zu kaufen raus... Eine Freundin von mir schwört auf Hörbücher, die sie auf dem Weg zur Arbeit hört, da sie relativ wenig Zeit mit Lesen verbringen kann. Ich schlafe beim Hören leider ein...

    In Bezug auf interessante Kinofilme tröste ich mich damit, dass ich sie irgendwann als DVD in der Bücherei ausleihen kann, ist zwar keine wirkliche Alternative zu einer Großleinwand und zur Kinoatmosphäre, aber besser als sie nicht zu sehen.

    Man kann während eines Menschenlebens einfach nicht alles an Kultur aufnehmen... *frust*
    Es kommt wie es kommt



    Es ist ein großer Vorteil morgens aufzuwachen!

  10. Inaktiver User

    AW: Wie schafft man das bloß?

    Für mich ist beim Lesen auch nicht Masse gleich Klasse.
    Lieber genieße ich ein wirklich gutes Buch und lese es sehr aufmerksam und langsam und genüsslich, und das kann dann auch schon mal - je nach Dicke des Buches - ein paar Wochen dauern, als dass ich viele schwächere überfliege. Zum Glück habe ich bei der Auswahl meistens ein gutes Händchen, ich kenne meinen eigenen Geschmack ziemlich gut. Und deshalb kommt es bei mir auch vor, dass ich SUB-Bücher, wenn sie mich nach einiger Zeit nicht mehr so sehr interessieren sollten, wie zum Kauf-Zeitpunkt (das kann passieren, wenn sie zu lange da schlummern müssen und sich meine Interessen in der Zeit verlagert haben), relativ leicht wieder aussortieren kann. Für mich ist es immer wichtig, Prioritäten zu setzen. Will ich in der spärlichen Lesezeit endlich ein älteres Buch von X lesen, oder lieber das ganz neue von Y, das ich mir dann doch erst besorgen muss.

    Hörbücher sind bestimmt nicht schlecht, aber mir können sie mein eigenes Lesen eines Buches nicht vollständig ersetzen. Gut, man kann so noch ein wenig nebenher (z.B. bei eintöniger Hausarbeit) mitbekommen, aber meine Lieblingsautoren möchte ich eigentlich durch mein eigenes Lesen selbst entdecken.

    LG
    gine

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