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  1. Avatar von Avocado_Diaboli
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    "Anschlussfehler" in Büchern

    Ich lese gerade hintereinanderweg die "Agatha Raisin"-Krimis von M.C. Beaton und bin derzeit bei Band 4 ("Agatha Raisin und die Tote im Feld").

    Ich finde die Bücher witzig und süffig geschrieben, ohne platt zu sein - genau das Richtige nach Feierabend! Was mich aber zunehmend nervt, ist eigentlich nur eine Kleinigkeit: Es gibt zwei "Anschlussfehler", die in jedem Band wieder passieren.

    Zum einen begegnet sie immer mal wieder einem Bauern aus der Nachbarschaft (in Pub, beim Tierarzt o.ä.). Eine totale Nebenfigur, aber im ersten Band habe ich mir den Namen sofort gemerkt (Jimmy Page), weil es einen Rockmusiker gleichen Namens gibt. Im nächsten Band heißt er plötzlich John Page. Hat der ´nen Bruder, der auch Bauer ist? dachte ich mir. Nein, keine Erklärung. Im nächsten Band heißt er wieder Jimmy, im derzeitigen Band ist er noch nicht aufgetaucht. Wahrscheinlich heißt er da wieder John. Vermutlich hat die Autorin ihn sich in ihren Notizen nur als "J. Page" notiert...

    Zum anderen hat die Protagonistin zwei Katzen. Die erste ist ein Kater, im Laufe der Geschichte gabelt sie eine weitere Katze in London auf. In dem Moment wird gesagt, es sei ein Weibchen. Ui, dachte ich mir, hoffentlich ist einer der beiden kastriert, sonst gibt´s Nachwuchs! Im nächsten Band war plötzlich von "ihren beiden Katern" die Rede. Das wechselt auch immer mal wieder.

    Sowas nervt mich echt, weil man irgendwann schon drauf lauert. Eigentlich sollte man doch davon ausgehen können, dass Schriftsteller ihre Figuren (die regelmäßig + in jedem Band auftauchen) drauf haben, oder?

    Ist euch das auch schon einmal passiert?

    Gruß,
    AD
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud

  2. Avatar von Mambi
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    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Nicht bewusst so, dass ich es störend empfunden hätte.
    Ich gehe aber davon aus, dass solche Fehler weniger durch den Autor als durch wechselnde Übersetzer verursacht werden.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"


  3. Registriert seit
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    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Wenn solche Dinge auffallen, ist wohl die Story etwas dünne.

  4. Avatar von Antje3
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    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Ich hab mal die Krise gekriegt, weil der Autor sich wohl irgendwann überlegt hat, daß seine Protagonisten andere Namen bekommen sollen als ursprünglich.

    Und dann hat man das an einigen Stellen im Buch aber übersehen und nicht abgeändert. Eigentlich gefiel mir das Buch - aber das hat mich so wahnsinnig gemacht, daß es mir den ganzen Spaß am Buch verdorben hat.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..


  5. Registriert seit
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    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Ich gehe aber davon aus, dass solche Fehler weniger durch den Autor als durch wechselnde Übersetzer verursacht werden.
    Zumindest das wechselnde Geschlecht der Katzen im Ausgangsposting kann gut auf unterschiedliche Übersetzer zurückgehen.

    Ich habe einmal in einem Buch aus der "Bruder Cadfael"-Reihe von Ellis Peters, die im England des 12. Jahrhunderts spielt, etwas von Maisfeldern gelesen. Eigentlich wollte ich immer schon einmal nachschauen, wie die Stelle im englischen Original lautet, und ob hier der Übersetzer oder die Autorin geschlampt hat.


  6. Registriert seit
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    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Andersrum finde ich es aber auch schlimm.
    Ich habe vor kurzem mal die Bücher um Inspektor Jury nochmal alle lesen wollen - nach dem vierten Band habe ich es aufgegeben, weil die Figuren so starr beschrieben waren und eigentlich immer dieselben "Drumherums" vorkamen (Jury verliebt sich in eine Hauptverdächtige, die ist natürlich "geheimnisvoll", ein Hund kommt vor und so weiter ...). Früher, als ich die Bücher immer las, kurz nachdem sie veröffentlicht wurden, fiel das nicht so auf, weil die Abstände zwischen den Bänden halt groß waren.
    Schade.

  7. Avatar von Hampelmuse
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    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Mich hat neulich bei Joel Dickers „die Geschichte der Baltimores“ wirklich irritiert, dass es keinen Bezug aufeinander gab bzw. die Grschichten für mich überhaupt nicht ineinander gegriffen haben.

    Wechselnde Namen bei Nebenfiguren sind mir schon aufgefallen, ärgert mich allerdings nicht. Ist halt ein Fehler und passiert.

    Was mich zuletzt geärgert hat (sinngemäß): „als der Hund ihr den Bauch zudrehte erkannte die die Zitzen und verstand dass es eine Hündin war“. Jessas!


  8. Registriert seit
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    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Kein Anschlussfehler, aber: Ich lese höchst ungern englischsprachige Texte in Übersetzung, weil im Übersetzermetier wirklich sehr viele unterwegs sind, die kein vernünftiges Englisch können. Feinheiten, Idiome, aktuelle Sprache "von der Straße" geht leider an vielen vorbei.
    Mein Lieblingsübersetzungsfehler: Er saß zwischen einem Fels und einem harten Platz.

  9. Avatar von TanteB
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    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Mein Lieblingsübersetzungsfehler: Er saß zwischen einem Fels und einem harten Platz. [/

    Das tut weh!
    Was soll das denn heißen?
    Er saß zwischen Baum und Borke? Wählen zwischen Pest und Cholera?
    Sternzeichen Murmeltier, Aszendent Fressack
    Nieder mit low-carb...es lebe die neolithische Revolution!!!

  10. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Nein bei Büchern ist mir das noch nicht aufgefallen .... ich habe von dieser Autorin aber auch erst Band eins gelesen.

    Liest du auf Deutsch oder Englisch? Sprich kann es auch ein Übersetzungsfehler sein?
    Beides spricht jedenfalls dafür, dass der Lektor keinen guten Job gemacht hat.

    Und danke bei der Gelegenheit habe ich herausgefunden, dass diese Krimis auch verfilmt worden sind .... vielleicht gucke ich da mal rein.



    Anektdote am Rande: ein Bekannter von einer Freundin schreibt Regionalkrimis. Er hat die ersten im Eigenverlag herausgebracht und natürlich keinen Lektor gehabt. Sie ist selbst eine sehr akribische, er hingegen eher locker. Aber sie konnte sich beim Lesen am laufenden Band darüber aufregen, dass er ständig Rechtschreib- und Grammatikfehler drin hatte, auch logische Anschlussfehler, falsche Wegbeschreibungen innerhalb der Stadt und einen Hang zu falschen Wortbildern bzw. Wortspielen.
    Die meisten Fehler sind sogar mir aufgefallen.
    Seit dem weiß ich wozu es Lektoren gibt.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
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