+ Antworten
Seite 2 von 6 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 53

  1. Registriert seit
    09.10.2018
    Beiträge
    3.547

    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Zitat Zitat von TanteB Beitrag anzeigen
    Mein Lieblingsübersetzungsfehler: Er saß zwischen einem Fels und einem harten Platz.

    Das tut weh!
    Was soll das denn heißen?
    Er saß zwischen Baum und Borke? Wählen zwischen Pest und Cholera?
    Ja, so was in der Richtung.

  2. Avatar von TanteB
    Registriert seit
    27.03.2015
    Beiträge
    632

    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Danke!
    Sternzeichen Murmeltier, Aszendent Fressack
    Nieder mit low-carb...es lebe die neolithische Revolution!!!

  3. Avatar von Kitty_Snicket
    Registriert seit
    10.11.2018
    Beiträge
    1.760

    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Seit dem weiß ich wozu es Lektoren gibt.
    Die leisten überhaupt einiges, bevor ein Buch vorm Leser liegt. Nicht nur Rechtschreibung und Flüchtigkeitsfehler, auch viel Stilistisches. Ich hab da mal ein Vergleichsphoto gesehen, Stephen Kings "1408", links eine Seite vom Manuskript im Originaltext mit Annotationen, rechts dann das veröffentlichte Ergebnis - wirklich interessant. Kann ich leider im Netz nicht finden, ich glaube, das war in "On Writing"?

    Advocado_Diaboli - übrigens nutze ich jetzt mal die Gelegenheit, um dir zu deinem genialen Nick zu gratulieren - ich habe beim ersten Mal schallend gelacht, seitdem werd ich immer nur hungrig beim Lesen :
    Die Fehler sind ja wirklich seltsam. Man sollte meinen, Autoren kennen ihr selbsterschaffenes Universum. Als erstes dachte ich an ein Kollektiv von Ghostwritern, das gibt es vermutlich bei manchen Reihen, aber Beaton ist ja eine echte Person (und aus Glasgow, wie nett). Hoffentlich steckt nicht Demenz oder so dahinter, wäre mein zweiter Gedanke. (Bei Iris Murdoch haben Wissenschaftler sogar aufzeigen können, wie Alzheimer ihren Schreibstil beeinflusst hat.)
    Ansonsten: Fehler passieren. Aber dass es eben beim Korrekturlesen niemandem aufgefallen ist ...?
    Whatever happened until now only served to deliver this moment.

  4. Avatar von Avocado_Diaboli
    Registriert seit
    01.06.2017
    Beiträge
    2.254

    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Liest du auf Deutsch oder Englisch? Sprich kann es auch ein Übersetzungsfehler sein?
    Auf Deutsch, Übersetzungsfehler sind daher sicher möglich. Dank der Onleihe-App der Bibliotheken (kann ich übrigens jedem nur empfehlen!) kann ich mir einen Band gleichzeitig als Hörbuch, downgeloadetes Buch zum auf dem Smartphone lesen und als Papierbuch ausleihen. Ich wechsle zwischen Hörbuch und klassischer Papierform.

    Ich warte derzeit, dass ich die 1. Staffel der Verfilmung bei der Bibliothek ausleihen kann. Filme runterladen geht zumindest bei meiner Bücherei noch nicht. Aber ich habe eine Vorschau davon gesehen. Agatha sieht ganz anders aus als im Buch...
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud

  5. Avatar von Avocado_Diaboli
    Registriert seit
    01.06.2017
    Beiträge
    2.254

    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Zitat Zitat von Kitty_Snicket Beitrag anzeigen
    Advocado_Diaboli - übrigens nutze ich jetzt mal die Gelegenheit, um dir zu deinem genialen Nick zu gratulieren - ich habe beim ersten Mal schallend gelacht, seitdem werd ich immer nur hungrig beim Lesen
    Du bist ja süß, danke!
    Sorry das mit dem Hunger. Aber du weißt ja: Avocados sind gesund!
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud

  6. Avatar von Hillie
    Registriert seit
    16.06.2004
    Beiträge
    31.773

    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Seit dem weiß ich wozu es Lektoren gibt.
    Und wenn es die eigene Frau wäre!
    Neugierde ist der Kompass meines Lebens

  7. Avatar von Antje3
    Registriert seit
    04.05.2002
    Beiträge
    13.282

    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Es kann an vielen Ursachen liegen. Beispiel: Diana Gabaldons Bücher wurden ursprünglich von einem Übersetzer-Team übersetzt - und zudem gekürzt (im übrigen das entgegen der vertraglichen Vereinbarungen!). Da liegt natürlich eine große Gefahr drin.

    Später hat sie dann eine Übersetzerin (Barbara Schnell - und da ist der Name auch noch Programm). Die bekommt schon im "Werden" des Buches Teile des Manuskripts - so ist Deutschland bei der Veröffentlichung der Bücher zeitgleich mit dem englischen Original bzw. war sogar schon mal früher dran.

    Weiterer Vorteil - die Übersetzerin steckt in den Büchern drin - über die gesamte Reihe - und achtet tatsächlich auch auf Details und überprüft es auf Inkonsistenz.

    Diana Gabaldon wollte immer, daß ihre ersten Bücher auch nochmal ungekürzt und von ihrer Stammübersetzerin herausgegeben werden. Ich nehme mal an, das war ein entscheidender Grund für einen Verlagswechsel nach Jahrzehnten - Blanvalet hat da wohl gemauert (es wurde nie veröffentlicht, warum - aber Knaur hat wohl das Zugeständnis gemacht.... in meinen Augen großer Fehler von Blanvalet).

    Die Sache mit dem Namenswechsel - na ja - manchmal schießt ein Autor vielleicht übers Ziel bei der Namenswahl der "Helden" hinaus - und wenn dann angeraten wird, den etwas zu ändern, flutscht halt mal was durch. Ich vermute, das macht gerade ein Autor ohne großen Verlag per "alles markieren, ersetze durch" - und wenn da im Namen mal ein Tippfehler oder Buchstabendreher ist, klappt das halt nicht...

    Mich ärgert es auch, wenn ein Autor leicht überprüfbare Fakten falsch schreibt. Gerade eben in einem englischen Buch kam das Wort Pfeffernüsse vor.

    Es wurde im Buch dann PFEFFERNÜESSE geschrieben - also mit Umlaut und dann noch mit e.
    Das hätte ja ein Tippfehler sein können.
    Aber dann buchstabierte die "Heldin" das Wort - ebenfalls mit dem e und erklärte, daß es eben ein "german cookie" sei.

    Seufz - wenn man schon dieses exotische Wort verwenden möchte und es kursiv druckt - dann sollte es richtig sein.

    Oder wenn in Romanen Leute einfach so in die USA reisen und dann da bleiben.... wer jemals mit den Worten "Visum" und "Overstay" zu tun hatte und "Arbeitserlaubnis" etc - den ärgert sowas.

    Wenn ich ein "Setting" für mein Buch wähle, das abseits meines persönlichen Alltags ist, dann muß ich das als Autor recherchieren - und nicht einfach so schreiben, wie ich glaube, daß es schon paßt.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  8. Moderation
    Registriert seit
    20.08.2010
    Beiträge
    34.207

    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Zitat Zitat von Petra-Silie Beitrag anzeigen
    Ich habe einmal in einem Buch aus der "Bruder Cadfael"-Reihe von Ellis Peters, die im England des 12. Jahrhunderts spielt, etwas von Maisfeldern gelesen. Eigentlich wollte ich immer schon einmal nachschauen, wie die Stelle im englischen Original lautet, und ob hier der Übersetzer oder die Autorin geschlampt hat.
    "corn", wenn ich mich richtig erinnere. Britisch für "Getreide", amerikanisch für "Mais".

    So eine Sammlung von Übersetzungsfehlern hab ich auch...

    Inkonsistenzen sehe ich vor allem als Zeichen eines unzuverlässigen Erzählers, weil die meisten Serienschreiber, die ich lese, bestenfalls eingeschränkt zuverlässige Erzähler präsentieren. (Die wissen schon, warum.) Ich bin aber auch gut darin, Inkonsistenzen wegzuerklären, und als Hinweise auf die Sichtweise des Charakters oder die Konstruktion der Welt zu sehen. (Oh, der Protagonist hat schon wieder andere Katzen. Wohnt der an der Bundesstraße? Ist der so hartgesotten, daß er da kein Wort drüber verliert?)

    *Echte* Inkonsistenzen machen mich dann natürlich fertig, weil sie das Buch unheimlich kompliziert machen! Wenn ich einen Fehler oder Irrtum als solchen erkenne, verliere ich ihn aus dem Blickfeld, damit er nicht mehr nervt. (Deswegen fällt mir gerade auch keiner ein.)

    In einer langen Serie in allen den Überblick zu behalten ist allerdings eine nahezu übermenschliche Leistung von Autor+Hearusgeberteam. Auch wenn Lektor, Verlag (Stilbuch...), oder Übersetzer wechselt, können seltsame Sachen geschehen...
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  9. Registriert seit
    09.10.2018
    Beiträge
    3.547

    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen
    Mich ärgert es auch, wenn ein Autor leicht überprüfbare Fakten falsch schreibt. Gerade eben in einem englischen Buch kam das Wort Pfeffernüsse vor.
    O ja! Ich war früher ein großer Fan von Bill Bryson, bis ich mal etwas von ihm über Deutschland gelesen habe ...

  10. Avatar von Hampelmuse
    Registriert seit
    24.09.2013
    Beiträge
    737

    AW: "Anschlussfehler" in Büchern

    Zitat Zitat von Kitty_Snicket Beitrag anzeigen
    Die Fehler sind ja wirklich seltsam. Man sollte meinen, Autoren kennen ihr selbsterschaffenes Universum.
    Ich kann mir das schon vorstellen. Ich schreibe selbst (Fach-) texte und kein Flüchtigkeitsfehler ist zu blöd um ihn zu machen, bzw. ich rechne immer damit, und die aufzuspüren ist ein fester Bestandteil. Gerade wenn man einen Text nicht von vorne nach hinten schreibt, ihn überarbeitet, Stellen verändert, weiterentwickelt, das Ganze über eine Zeit geht...

    Ich denke auch ein Lektor liest vielleicht nicht das ganze fertige Buch, sondern hängt an manchen Stellen, macht da mehrere Überarbeitungszyklen mit- immer wieder ähnlichen Text- und hat andere schon fertig.
    Möglicherweise wechselt der auch mal, gerade bei mehreren Bänden?
    Also, vorstellen kann ich mir das schon ohne es übermäßig schlampig zu finden

    Ich hab mal von Isabel Abedi gelesen, in einem ihrer Bücher -vermutlich Lucian- hat die Schwester der Hauptfigur gleich 3 verschiedene (ähnliche) Namen. Sie meinte, richtig sei Fridoline und Fritzi und Frederike sei ihr aus Versehen reingerutscht (es waren andere Namen, die „richtigen“ weiß ich nicht mehr)
    Es würde bei der nächsten Auflage korrigiert.
    Als Lektor würde mich das bestimmt ärgern, als Leser nicht so.

    Einer meiner Anti-Fehler ist “der Kupfergeschmack von Blut”.
    Durch Fehler wird man klug, drum ist einer nicht genug.

+ Antworten
Seite 2 von 6 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •