Self-Publishing ist was anderes als Abzock-Verlage. Self-Publishing ist die sehr kostengünstige Alternative dazu. Ich kann dir solche Verlage nennen, kann sie aber hier nicht aufführen, weil sofort eine Abmahnung käme, die für die Bri und für mich sehr teuer und unangenehm wäre.
Antworten
Ergebnis 51 bis 60 von 76
-
22.03.2018, 19:12Inaktiver User
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
-
27.03.2018, 18:20
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Es sagt ja niemand, dass man gleich alles aufgeben muss, um ein Buch zu schreiben…meistens macht man das doch eh nebenbei und umso schöner, wenn daraus noch ein Erfolg wird.
Chryseis, wann hattest du denn mit diesem Verlag was zu tun bzw. hast du auch ein Buch dort veröffentlicht?
Beim Selfpublishing müsste man allerdings auch Ahnung haben, wie man an die ganze Veröffentlichung rangeht. Sonst kommt man da ja auch nicht wirklich weit, denke ich mir…
-
30.03.2018, 06:36
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Ich habe vor über 20 Jahren dort im Rahmen einer Anthologie veröffentlicht, die Seiten im Buch bezahlt und sollte nach dem Verkauf der gesamten Auflage das erste Geld erhalten. Das geschah bis heute nicht. Auch eine zweite und dritte Auflage, die mir angepriesen worden sind, gab es niemals.
Deshalb: Hände weg von diesem Verlag!
-
30.03.2018, 12:33Inaktiver User
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Das wird daran liegen, dass die erste Auflage vermutlich gar nicht verkauft wurde. Niemand kennt solche Verlage, in Buchhandlungen ist nur selten etwas davon zu sehen, Werbung findet ebenfalls nicht statt, also wer sollte sowas kaufen?
-
05.04.2018, 16:04
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
An den Erwartungen ist aber nicht der Verlag schuld. Wenn sich jemand einbildet er hätte den nächsten Harry Potter geschrieben, dann ist das nicht vom Verlag eingeredet worden.
Wenn ich eine Versicherung gegen Hochwasser abschließe dann kann ich aber nicht erwarten, dass ich im Brandfall auch etwas von der Versicherung bekomme. So ist es eben hier auch, ich entscheide mich für Werbung, dann bekomme ich Werbung. Ich nehme kein Lektorat, dann bekomme ich es auch nicht.
Bekannt wirst du auch nicht von alleine, da muss deine Geschichte auch dementsprechend gut sein oder du hast eine Marketingfirma hinter dir, die allen einredet das Buch sei gut. Siehe fast alle Bücher eines C-Promis. Die kaufen dann zig Bücher vorab auf damit man auf irgendeiner Bestsellerliste aufscheint.
Willst du dir deine 1000 Bücher auf den Dachboden stellen?
Da ist es doch klüger erst dann welche zu drucken wenn man sie gekauft hat.
Kostengünstig deshalb weil beim Selfpublishing jeder auf Lektorat und alles andere verzichtet. Dementsprechend schauen dann auch die Bücher aus und versauern genauso. Wer will schon ein Buch lesen, wo es von Fehlern nur so wimmelt.
Wenn es niemand lesen will, wer soll es dann kaufen?
Man bekommt die Bücher des Novum Verlags sehr wohl in Buchhandlungen, auch per Amazon werden dort die Bücher verkauft.
Werbung wird dann für ein Buch gemacht wenn man dies auch so ausgewählt hat.
Ich denke die meisten haben hier eine falsche Vorstellung von Abzocke. Abgezockt wird man dann, wenn man für etwas bezahlt hat und es nicht bekommt. Sprich man bestellt etwas im Internet, zahlt brav seine Rechnung dafür und es kommt nicht. Man erhält also keine Gegenleistung für sein eingebrachtes Geld. Das ist Abzocke.
Wenn sich meine zu hohen Erwartungen, die ich selbst habe und mir niemand einredet, warum auch immer nicht erfüllen, dann hat das nichts mit Abzocke zu tun. Man kann ja gerne Kritik einbringen, dabei sollte man aber bei den Fakten bleiben.
Mir kann es ja im Grunde egal sein, ich habe nur etwas dagegen wenn man etwas kritisiert und es das eigentlich so gar nicht gibt. Im Nachhinein will man sich dann wahrscheinlich nicht eingestehen, meine Geschichte war schlecht, ich habe keine Werbung gemacht, ich war bei keiner einzigen Lesung für mein Buch, ich habe im Internet nichts zu meinem Buch geschrieben,.... Na dann muss es eben der Verlag gewesen sein, an mir lag es sicher nicht.
-
05.04.2018, 19:37Inaktiver User
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Doch. Du schickst dein drittklassiges Manuskript zur Einschätzung ein und dein Manuskript wird - tadaa - für brillant befunden.
Bezahl-Verlage: Die schonsten Seiten des Schwachsinns - SPIEGEL ONLINE
Das Ganze ist ein fieser Gag. Hinter dem Pseudonym Beutlich verbirgt sich ein Trio von Literaten, das die Verlage hereinlegen will. Die drei Schriftsteller Tom Liehr, 46, aus Berlin, Michael "Kaelo" Janßen, 52, aus Dortmund und der Dresdner Michael Höfler, 38, allesamt Mitglieder der Internet-Poetengruppe "42erAutoren", haben sich "neun Seiten Stuss ausgedacht" (Liehr) und verschickt. Sie wollen die Zuschussverlage auf die Probe stellen. Und sie wollen den Nachweis führen, dass diesen Verlagen, die von Autoren Tausende und Abertausende Euro für den Druck von Büchern verlangen, die Qualität von Texten ziemlich gleichgültig ist - trotz ihres oft vollmundig formulierten literarischen Anspruchs.
Stuss macht Arbeit. "Es ist extrem schwer, schlecht zu schreiben", sagt Liehr. Der Versuch der drei Autoren aber gelingt vorzüglich. Die Textprobe, die Michael "Kaelo" Janßen jetzt auf YouTube verliest, ist an Banalität, Fehlerhaftigkeit, Naivität und mangelhafter Ausdrucksfähigkeit kaum zu überbieten.
...
Nun existieren neun Seiten Wortmüll und 842 unzusammenhängendes Zeugs. Und alle Verlage loben Beutlichs Blödsinn in höchsten Tönen.
...
Der R.G. Fischer-Verlag schreibt über Beutlichs Blödsinn, dass der "uns ganz ausgezeichnet gefällt". Zwar bedürfe der Text "einer intensiven Lektoratskorrektur", heißt es aus dem Verlag. Aufgrund eines "sehr positiven internen Lektoratsgutachtens, das Ihr Thema als insgesamt hochinteressant und gut bearbeitet beurteilt", habe die Lektoratskonferenz "einstimmig dafür votiert, Ihrem Werk einen Platz in unserem Programm einzuräumen".
...
Beim österreichischen Novum-Verlag bedauert Cheflektorin Sandra Jusinger das Vertragsangebot an Beutlich. Ihr Verlag hätte bemerken müssen, dass dessen Manuskript "für eine Veröffentlichung nicht geeignet ist".
Ich nehme kein Lektorat, dann bekomme ich es auch nicht.Du kannst also beim Verlag gegen enormes Geld und als Selfpublisher gratis aufs Lektorat verzichten. Wobei deine Aussage nicht zutrifft. Mittlerweile lassen viele Selfpublisher lektorieren und ihre Bücher laufen gut.Kostengünstig deshalb weil beim Selfpublishing jeder auf Lektorat und alles andere verzichtet.
Das geht beim Selfpublishing genauso.Man bekommt die Bücher des Novum Verlags sehr wohl in Buchhandlungen, auch per Amazon werden dort die Bücher verkauft.
Nur dass Nichtwerbung beim Bezahlverlag teuer und beim Selfpublisher gratis ist.Werbung wird dann für ein Buch gemacht wenn man dies auch so ausgewählt hat.
Wenn man dir einredet, dein Müll wäre literarisch hochwertig , dann wird der Verbraucher sehr wohl getäuscht.Ich denke die meisten haben hier eine falsche Vorstellung von Abzocke. Abgezockt wird man dann, wenn man für etwas bezahlt hat und es nicht bekommt.
-
05.04.2018, 22:49
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Wenn das Manuskript Müll ist, wird ein Verlag es nicht annehmen und lektorieren, drucken und bewerben. Verlag kommt von vorlegen, d.h. in Vorleistung zu gehen. Der Verlag geht das Risiko ein, das Manuskript eine noch unbekannten Autoren zu drucken und es zu bewerben. Da finanziert ein C-Promi mein Buch mit - das ist die Risikoabwägung des Verlages.
Geld muss immer vom Verlag zum Autor fließen, niemals anders herum.
Der Verlag muss daran interessiert sein, mehr als 3000 Bücher zu verkaufen. Denn erst dann ist er in der Gewinnzone. Also wird er nur die Manuskripte annehmen, die ihm als gewinnbringend erscheinen und die er mit etwas Werbung gut verkauft und die für eine zweite oder dritte Auflage gut erscheinen.
Der Novum-Verlag macht keine Werbung und ein Bruchteil seiner Bücher sind in wenigen Buchhandlungen vorrätig. Warum sollte er denn auch Bücher verkaufen?
Die Autoren haben doch im Vorfeld den Druck der Belegexemplare, die Verlagsangestellten und die Steuer bezahlt. Sie erhalten kein Geld mehr, obwohl im Verlagsvertrag steht, dass Werbung für das Buch gemacht wird. Aber leider, leider hat sich das Buch nicht so gut verkauft, wie ursprünglich angenommen....
-
05.04.2018, 23:21
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Letztlich geht's in den meisten Fällen darum, will ich Geld für mein Manuskript kriegen oder zahlen?
Natürlich gibt's immer mehr Leute, die Geld von einem nehmen würden als einem Geld zu geben.
Wenn man erst mal nicht damit rechnet, daß jemand einem Geld für die Arbeit geben wird, gibt es immer noch mehr oder weniger kostspielige Wege, das zu ändern. Vor allem sollte man zusehen, daß man die Rechte an seiner Arbeit behält! Nur falls man doch den nächsten "The Martian" geschrieben hat.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
-
06.04.2018, 06:44Inaktiver User
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Na ja, die Rechte an seiner Arbeit kann ein Autor kaum behalten, denn ohne Einräumung eines Nutzungsrechts kann der Verlag ja nichts veröffentlichen.
Manche Nutzungsrechte sollte man dem Verlag gegenüber komplett, aber zeitlich begrenzt einräumen, bei manchen die Möglichkeit vereinbaren, sie zurückzuholen, manche sollte man sinnvollerweise gar nicht einräumen und bei manchen sollte man daran denken, dass sie weiterlaufen, auch wenn der Vertrag mit dem Verlag bereits beendet ist.
Auch bei der Zusammenarbeit mit einem seriösen Verlag empfiehlt es sich, einen Anwalt über den Entwurf gucken zu lassen, der sich auf Urheber- und Medienrecht spezialisiert hat. Kostet zwar wieder Geld, aber das ist an dieser Stelle auch sinnvoll investiert.
-
06.04.2018, 07:05Inaktiver User



Zitieren