Ich würde auch sagen - das sind die berüchtigten Ausnahmen von der Regel - es gibt natürlich den ein oder anderen Autor, der ursprünglich z.B. online veröffentlicht hat (also als selbstverlegtes E-Book, dann vielleicht noch BOD dazugenommen hat zu seinem Angebot) und irgendwann tatsächlich so hohe Nachfrage hatte, daß er bekannt wurde oder ein Verlagsscout auf ihn aufmerksam wurde.
Meines Wissens ist der immer wieder gern zitierte Fall Poppy J. Anderson - ich kenne auch aus dem englischsprachigen Raum ein paar Autoren, die einen soliden Bekanntheitsgrad rein mit unabhängig verlegten E-Books aufgebaut haben und inzwischen auch bei Verlagen unter Vertrag stehen.
Aber das ist so wahrscheinlich wie die Wahrscheinlichkeit, daß ein Prinz eine geschiedene alleinerziehende Mutter heiratet - es kommt vor (siehe Hakon und Mette Marit) - aber die Chance ist 1 zu 1 Million, daß Du diese alleinerziehende Mutter bist....
Aber das darauf zu hoffen, wäre in etwa so, als ob der Prinz alleinerziehenden Müttern vom Sozialamt als mögliche realistische Zukunftsperspektive zur Versorgung vorgegeben würde.
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22.03.2018, 10:23Inaktiver User
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
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22.03.2018, 10:46Inaktiver User
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Ja. Das ist wie Lottospielen. Wenn man Geld übrig hat, kann man es ja dafür verwenden. Wenn man das für sinnvoll hält.
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22.03.2018, 11:24
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Wenn ein Dienstleistungsverlag das macht was er vorgibt dann ist das auch keine Abzocke. Wenn in dem Vertrag steht, dass keine Werbung gemacht wird, dann wird da auch keine Werbung gemacht. Der Autor muss sich dann also selbst darum kümmern. Da kann ich mich danach auch nicht darüber aufregen, dass da niemand Werbung dafür macht. Man bekommt das, was man sich aussucht und das ist es dann.
Genau das ist der Punkt den ich angesprochen habe, wenn jemand ein Buch schreibt dann ist er wohl auch in der Lage sich einige Informationen durchzulesen und dann seine Entscheidung zu treffen. Aus meiner Sicht wird hier niemand abgezockt, man bekommt nur das, was man sich vorher ausgesucht hat.
Und wenn sich ein Verlag über so lange Zeit hält dann muss er ja auch etwas richtig machen. Gerade in der heutigen Zeit, wo überall berichtet wird und überall eine Meinung im Internet zu finden ist, wäre man da schnell weg vom Fenster wenn man nicht das macht, was man zugesichert hat.
An den überzogenen Erwartungen sind ja nicht die Verlage schuld. Wenn man glaubt man wird mit seinen ersten Buch reich und berühmt dann stimmt ja etwas nicht.
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22.03.2018, 14:25
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Das stimmt so überhaupt nicht. Wir haben schon verschiedene Bücher im sog. self-publishing Verfahren veröffentlicht. Die Verlage bieten gute Hilfestellungen (auch bei der Gestaltung des Covers) und man zahlt nichts. Wir haben kein einziges Mal eine Mindestanzahl abnehmen müssen.
e-Books sind sofort herunterladbar, gedruckte Bücher (book on demand) dauern ein paar Tage.
Die Druckergebnisse entsprechen denen anderer Verlage.
Nachteil: man hat keinen Lektor (Lektorin) zur Seite, der/die korrigiert und Tipps gibt. Es wird keine Werbung gemacht.
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22.03.2018, 14:38
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Andy Weir mit "The Martian".
Da müssen schon einige Sachen zusammenkommen. Eine solide Fanbase ist ein Anfang (wie sie z.B. Naomi Novik, Cassandra Claire hatten) -- gerade Genre-Verlage haben durchaus ein Ohr offen für Internetgeraune und gucken dann schon mal rein, ist mein Eindruck.
Und, wie die alte Journalistenregel geht: "Hund beißt Mann" ist keine Nachricht. Wenn es eine Nachricht ist, ist es ungewöhnlich.
Generell ist Lottospielen aussichtsreicher. Es gewinnt fast jede Woche irgend jemand eine Million im Lotto. Von einem Prinzen geheiratet werden oder aus dem nirgendwo "entdeckt" zu werden, passiert seltener als das....** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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22.03.2018, 15:24Inaktiver User
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Problematisch ist nicht die Arbeit des Verlags, sondern die (falschen) Erwartungen, mit denen Geld gemacht wird. Autoren, die solche Dienstleistungen kaufen, erwarten, dass sie Reichweite haben und gelesen werden. Genau das passiert aber regelmäßig nicht, weil ganz wesentliche Elemente, die ein Buch erfolgreich machen, gar nicht angeboten werden.
Es ist ähnlich, als würdest Du eine Versicherung abschließen und im Schadensfall bemerkten, dass sie gar nicht greift. Klar kann der Versicherer dann auch sagen, dass du schön blöd bist, weil du den Vertrag nicht gründlich genug gelesen hast. Und klar würde das auch objektiv stimmen. Fakt ist aber, dass sowohl der Versicherer in diesem Fall, als auch der Verlag mit falschen Erwartungen spielt.
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22.03.2018, 15:29
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22.03.2018, 15:45Inaktiver User
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Schau dir doch einfach mal die Texte auf den Seiten dieser Anbieter an, Hillie:
Viele Autoren sind enttäuscht, wenn sie ihr Werk nach oft jahrelanger Erschaffung einem Verlag anbieten und dieser ablehnt oder gar keine Reaktion zeigt – dies ist leider sehr oft der Fall. Wir sind der Meinung, dass Autoren mit einem guten Manuskript eine faire Chance auf Veröffentlichung erhalten sollen. Unsere Aufgabe ist es, diese Möglichkeit zu schaffen.
Quelle: Novum Verlag
Da wird doch ganz bewusst mit der Vorstellung gespielt, dass die Veröffentlichung die gleichen Chancen bietet, wie die in einem renommierten Verlag. Es fallen ja, wenn man sich in einschlägigen Foren umsieht, auch genügend Autoren darauf rein und bezahlen die Erkenntnis, dass der gewünschte Erfolg ausbleibt, teilweise mit sehr viel Geld.
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22.03.2018, 16:25Inaktiver User
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22.03.2018, 18:44
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Ich habe mit dem Novum Verlag bereits vor Jahren "zusammengearbeitet" und nur negative Erfahrungen gemacht. Dieser Verlag ist nicht seriös, sondern zockt die Autoren ab.
Der Witz ist der: Dieser "Verlag" veröffentlicht tatsächlich den Autor, indem er das Manuskript druckt und mit einer ISBN-Nummer versieht.
Aber - der Autor wird im Gegensatz zu anderen Verlagen weder bekannt noch erhält er jemals seinen "Einsatz" zurück. Er wird abgezockt und landet auch auf keiner Bestsellerliste oder in einer Buchbesprechung.
Von den Büchern erhält er seine Stückzahl, z.B. 20 Stück. Der Rest der Auflage existiert nicht. Wozu auch? Er wird nicht benötigt. Bei Bedarf wird einfach nachgedruckt. Aus die Maus.
Für diesen Autor wäre es wesentlich billiger, bei selfpublishing seiner Eitelkeit zu frönen und sein Buck mit einer ISBN-Nummer versehen zu lassen. Dann erkennt er bei wesentlich weniger Geldeinsatz, dass er weder genügend Leser hat noch dementsprechend gut schreiben kann, dass es für einen Weltbestseller reicht.


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