Wildwusel, stimmt, man sollte natürlich schon die Richtung kennen, die man am liebsten einschlagen möchte. Alles zusammen wird dann wahrscheinlich doch ein wenig zu viel – am besten Schritt für Schritt. Aber das kommt wohl auch immer auf die Person darauf an.
ZypZyp, ich stimme dir da auch zu. Wenn man ein festes Ziel hat, dann ist es auch einfacher, dieses zu verfolgen und umzusetzen. Autor zu sein, klingt auf jeden Fall nach einer spannenden Tätigkeit. Und Hut ab für all jene, die sich da dran wagen.
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Ergebnis 31 bis 40 von 76
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20.03.2018, 16:46
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
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20.03.2018, 21:19
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20.03.2018, 21:47Inaktiver User
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
...und lebe dann von HartzIV. Ich glaube, hier herrschen völlig falsche Vorstellungen darüber, was man als Autor an einem Buch verdienen kann.
Als Beispiel:
Buch, das in einem renommierter Verlag veröffentlicht wird. Arbeitszeit: 1 Jahr, sämtliche Kosten (Lektorat, Werbung etc.) werden durch den Verlag getragen.
Das Autorenhonorar für ein Jahr Arbeit entspricht dem, was der Autor in seinem Hauptberuf innerhalb von 1,5 Wochen verdient. Der zusätzliche Anteil an jedem verkauften Buch liegt im Centbereich (und nein, das ist kein schlechter Vertrag).
Es gibt eine Menge guter Grunde dafür, ein Buch zu schreiben. Geld zu verdienen zählt sicherlich nicht dazu.
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20.03.2018, 21:59
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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20.03.2018, 22:01Inaktiver User
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Habe ich schon verstanden. Aber das man sich das mit drei Buchverträgen in der Tasche überhaupt leisten kann, wage ich doch ganz stark zu bezweifeln.

Edit:
Das Lektorat kümmert sich ja nicht nur um Rechtschreibung, Grammatik und die Formatierung. Letzteres erledigt ein Korrektorat deutlich preiswerter.
Viel wichtiger sind die inhaltliche und stilistische Korrektur und die Anpassung des Textes mit Blick auf die Zielgruppe, die ein Buch erst richtig "rund" machen und die Fehler aufdecken, die der Autor entweder mangels Erfahrung, oder weil er zu tief in der Materie steckt, gar nicht sieht.
Die Zusammenarbeit mit dem Lektor ist auch keine einmalige Arbeit, sondern eine gemeinsame Weiterentwicklung des Buches. Das Manuskript geht immer wieder zwischen Lektor und Autor hin und her, wird kommentiert, überarbeitet und angepasst, bis es irgendwann fertig ist. Diese Phase dauert u.U. genauso lange wie das Schreiben des Buches selbst.
Alleine wegen dieses Zeitaufwandes ist das Lektorat ziemlich teuer. Und ein guter, erfahrener Lektor, der das Buch durch seine Arbeit erfolgreicher macht, hat natürlich auch seinen Preis.
Dienstleistungsverlage übernehmen häufig Satz/Vorbereitung zum Druck und den Druck selbst.
Lektorat, Korrektorat, Gestaltung des Umschlags, Erstellen des Textes für die Buchrückseite, Versand und Vertrieb sind dann kostenpflichtige Zusatzleistungen.
Die Chance, auf diesem Weg in den Buchhandel zu kommen, ist ohne Verlag allerdings eher gering. Ebenso entfällt die komplette Werbung und das Risiko für Fehldrucke bleibt beim Autoren hängen.
Es gibt viele Blogs, Foren, Self- Publishing und Dienstleistungsverlage, die damit werben, dass ein Autor ohne Verlag deutlich mehr verdient. Es stimmt schon, dass beim Autoren, der über einen Verlag veröffentlicht, nur Centbeträge hängen bleiben, während er auf anderem Wege mehrere Euronen pro Buch einstreichen kann.
Vergessen wird dabei aber, dass die Werbung und Listung im Buchhandel so völlig fehlt, die Qualität in den seltensten Fällen vergleichbar ist und damit insgesamt deutlich weniger verkauft wird.Geändert von Inaktiver User (21.03.2018 um 06:54 Uhr)
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21.03.2018, 13:25
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Ja, ich.
Der Novum Verlag hält sich echt gut auf dem Markt der Dienstleister - vor 25 Jahren war er schon unseriös als Verlag unterwegs.
Dieser "Verlag" funktioniert wie folgt: Pro Seite zahlt der Autor Euro x. Dann wird das Buch gesetzt und gedruckt und die bezahlten Bücher ausgeliefert. Den Rest der Gelder streicht der Verlag ein und gut ist es. Werbung wird nicht gemacht, die Auflage von 1000 Stück ist nur auf dem Papier zu lesen und an einer zweiten Auflage ist der Verlag nicht interessiert - er hat sein Geld ja bereits bekommen.
Ein Verlag zahlt der Autor Geld für das Manuskript. Alles andere ist unseriös, Abzocker und Vortäuschung.
Erstens gibt es genügend Menschen, die in der Zeitung anbieten, gegen Geld zu lektorieren. Die kann man für die Jubiläumsschrift Osterhasenverein engagieren. Meistens gibt es einen anderen Weg: Die Festschrift bei einem örtlichen Verlag drucken und binden zu lassen und vorher einem Mitglied zum Korrekturlesen zu geben. Das reicht für diese Art von Sachen vollkommen aus. Eine ISBN ist überflüssig, weil es nur eine begrenzte Anzahl von Festschriften gibt und geben soll.
Für die Erinnerungen von Tante Erna reicht eine Selfublishing Druckerei aus. Da wird das Büchlein gedruckt, wenn es verlangt wird - auch in geringen Stückzahlen. Das ist der Vorteil dieser Druckereien. Eine ISBN ist hier auch überflüssig. Korrektur liest Neffe Florian, der Tante Erna auch bei der Druckvorlage hilft.
Zum Verlag gibt es eigentlich nur die Alternative Selfpublishing. Ein Dienstleister ist keine Alternative, sondern Abzocke.
Ein Lektor achtet nicht nur auf die Grammatik und die Rechtschreibung und Zeichensetzung, sondern auch auf Formulierungen und die inhaltlichen Widersprüche. Es ist mehr als nur einfaches Lesen.
Wenn man sicher gehen will, dass das eigene Buch gut wird, dann kann man für die ersten zehn Seiten einen Lektor bezahlen. Das reicht, damit dieser einen Eindruck hat.
Wer nur Dienstleister in Anspruch nimmt, wundert sich, dass er a) viel Geld verbrät b) keine Weiterentwicklung sieht und c) von Verlagen abgelehnt wird. Denn ein Verlag möchte einen unverbrannten Autor haben, der bei Kritik an seiner Schreibweise arbeitet (mit dem Lektor zusammen), und sich nicht nur aufgrund von Eitelkeiten um jeden Presi gedruck sehen will. So einen Autoren kann kein Verlag verkaufen.
Stimmt.
Es gibt nur ganz, ganz wenige Autoren, die aufgrund eines blogs oder einer selfublishing Seite von einem Verlag genommen worden sind - selbst mit Werbung und ISBN-Nummer.
Wen es interessiert:
Von meinem angeblich so hohen Autorenhonorar des Novum-Verlages habe ich in den letzten 25 Jahren keine müde Mark, keinen Cent erhalten.
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21.03.2018, 14:54Inaktiver User
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21.03.2018, 17:15Inaktiver User
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Das war vielleicht unglücklich formuliert.
Ich habe gemeint, dass Blogs für Autoren und die self publishing- Seiten selbst damit werben, dass Autoren ohne Verlag deutlich mehr verdienen.
Ich kenne einige Autoren, aber keinen, der es auf dem Weg über Blogs oder SP geschafft hat, einen seriösen Verlag zu finden. Entweder lief es über die Einsendung eines Manuskripts (was ziemlich frustrierend sein kann), oder der Verlag ist auf den Autoren zugekommen und hat angefragt. Letzteres war bei 3 Bekannten und bei mir selbst der Fall.
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21.03.2018, 17:33
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21.03.2018, 17:54Inaktiver User


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