Abgesehen davon, dass es richtig ist, jeder kann schreiben, wo steht das beim Novum Verlag?
Man wählt da ja aus welches Paket man haben will, dementsprechend sieht man ja schon welche Leistungen man bekommt oder nicht.
Was ich an der ganzen Sache nie verstehe ist, wieso man kein Problem damit hat einen Lektor das Geld direkt in die Hand zu drücken aber es einen großen Aufstand gibt wenn das jemand für einen macht?
Es steht ja jedem frei sich selbst um einen Lektor zu kümmern, dann braucht man den nicht mehr buchen, es steht auch jeden frei einen eigenen Grafiker zu engagieren. Es ist ja nicht so, dass man da etwas nehmen muss was man nicht braucht. Jeder muss ich überlegen was er braucht und das kann er dann nehmen.
Auch wenn ich davon nur abraten kann, man muss auch keinen Lektor in Anspruch nehmen. Wenn das Buch dann so veröffentlicht wird, kann man aber nicht den Verlag dafür verantwortlich machen. Da will der Autor ja dann explizit so.
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05.03.2018, 12:18
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
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05.03.2018, 15:32
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Bei einem Verlag, der kein Lektorat macht, hätte ich ernsthafte Bedenken, ob es wirklich ihr Geschäftsmodell ist, Bücher an Leser zu verkaufen. (Wer Spaß dran hat, kann ja mal "Atlanta Nights" googeln.)
Andererseits, man muß ja nicht mit Gewinnabsicht schreiben. Wenn man seinen eigenen Fähigkeiten und denen seiner Alphaleser nicht genug traut, um etwas z.B. ins Internet zu stellen, wo es z.B. die Schwägerin finden und einen für eine funktionalen Analphabeten halten könnte, dann muß man eben einen Korrektor bezahlen.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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09.03.2018, 14:11
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Schau dir an wie viele eBooks es im Internet gibt, die nicht lektoriert oder korrigiert wurden. Da kann ich auch nicht sagen, lass es bleiben oder gar das Selfpublishing anprangern. Wenn es der ausdrückliche Wunsch des Autors ist dann passt man sich dem Wunsche eben an. Ich denke nicht, dass da nicht darauf hingewiesen wird oder gar dazu geraten wird.
D.h. machen tut er es ja, es wird nur von einigen abgelehnt. Ich bin dann der Meinung, da kann dann auch der Verlag nicht wirklich was dafür. Und wenn man nach dem Lektorat nochmal was umschreibt kann der Verlag ja auch nichts dafür.
Du würdest also ein unkorrigiertes Buch veröffentlichen?
Egal jetzt ob im Internet oder gar als gedrucktes Buch, dazu kann man doch niemanden raten.
Ob da dann verwandte oder Freunde die richtigen Ansprechpersonen sind, weiß ich nicht. Nicht jeder hat Germanisten oder Deutschprofessoren in seinem familiären Umfeld. Allen anderen würde ich es nicht zutrauen ein Buch zu korrigieren.
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10.03.2018, 13:10
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Warum sollte es bei dem Verlag kein Lektorat geben? Ich gehe mal davon aus, dass Verlage sowas schon generell anbieten, denn ein komplett unlektoriertes Buch will doch niemand lesen…hier geht es wahrscheinlich eher darum, ob man als Autor ein Lektorat in Anspruch nimmt oder nicht – denn ein Lektorat kostet natürlich auch Zeit, dafür steigert sich die Qualität dadurch um einiges…und ich kann mir auch vorstellen, dass viele Autoren anderer Meinung sind und selbst nochmal Hand anlegen, wo sich wiederum dann erneut Fehler einmischen…da sollte man wohl eher den Profis vertrauen, denn die kennen sich damit viel besser aus und wissen, was gefragt ist etc.
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10.03.2018, 15:36Inaktiver User
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Wen's interessiert: Wie erkennt man einen Verlag, der davon lebt, dass er (Möchtegern)Autoren (und nicht den Buchkäufern) das Geld aus der Tasche zieht.
Aktionsbündnis für faire Verlage
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10.03.2018, 17:45
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Da muß man auch zwischen Verlagen und Diensteleistungsverlagen unterscheiden. Ein Dienstleistungsverlag verlegt ja keine Bücher, sondern verkauft die Dienste, die ein Buchverlag auf eigene Rechnung und eigenes Risiko tut. Zum Beispiel Korrekturlesen.
Generell sollte man, ehe man ein Manuskript an einen Verlag oder Agenten schickt, schon mal einen Betaleser mit gutem Auge für Tippfehler, Copy-paste-Fehler und sonstige Ungenauigkeiten über den Text gehen lassen. Würde man auch bei einem Bewerbungsschreiben machen, und man bewirbt sich ja als Autor beim Verlag. Ob man dafür jetzt allerdings einen Dienstleistungverlag beauftragt (der vermutlich auch nur Honorarkräfte einsetzt), direkt einen Korrektor bezahlt, oder es einem befreundeten Deutschlehrer gibt, dem man dafür eine Lasagne kocht, hängt von individuellem Geschmack und Situation ab.
Das gekaufte Werk in publikationsfähigen Zustand zu bringen, ist die Aufgabe des Verlages und passiert nach seinen Stilrichtlinien, unter seiner Regie, und auf seine Kosten. (Wobei der Autor meist ein Mitspracherecht hat, um grundlegende Mißverständnisse auszuräumen, aber es nicht übertreiben sollte...)** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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13.03.2018, 11:31
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Da geht man aber immer vom Idealfall aus.
Sicher würde jeder zu einem klassischen Verlag gehen wenn man sich es aussuchen könnte. Nichts für die Veröffentlichung bezahlen und dann sogar auch noch Geld dafür bekommen egal wie es läuft. Klingt super, möchte auch jeder haben, spielt es leider nur in sehr seltenen Fällen.
Ist schon ein harter Kampf heutzutage sich gegen so viele andere durchzusetzen, irgendwie muss man da auch die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Und nicht jeder Autor ist in dem Alter bzw. in der Lage mal eben so ein paar Tausend Instagramfollower aufzuweisen.
Ich finde die alternativen Möglichkeiten haben ihre Daseinsberechtigung, man muss sich dann damit beschäftigen und schauen ob die Alternative etwas für einem ist oder man vielleicht doch eine andere Variante sucht oder es gleich ganz sein lässt. Wenn man sich bewusst ist was man da macht, es der Wunsch des Autors ist, dann ist da auch nicht der Verlag schuld.
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13.03.2018, 12:22
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Wildwusel, da hast du recht, es wäre sicher ein Glücksfall, wenn man in seinem Freundes- bzw. Verwandtenkreis jemanden hat, der selbst das Lektorat durchführen könnte. Auch auf die Gefahr hin, die Person zu nerven…ich weiß jetzt auch nicht, ob ein Arzt Lust hat, seine Freunde außerhalb der Praxis zu betreuen…wie auch immer, ansonsten ist man sowieso auf ein Lektorat von Extern angewiesen und man sollte davor die Vor- und Nachteile abwägen. Ich glaube, da sind wir uns aber einig, dass Tippfehler, Grammatikfehler, unklarer Inhalt usw. in einem Buch nichts zu suchen haben. :-) sonst kann man sich ja als Autor auch noch so richtig blamieren…
ZypZyp, ich finde das auch, dass man sich generell mal einen Überblick verschaffen sollte und dann kann man im Anschluss das wählen, was einem am besten gefällt.
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13.03.2018, 13:13
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Man sollte vor allem anderen wissen, was man will. Ich kann in einem entsprechenden Forum mit Gleichgesinnten Holmes/Watson-Slash austauschen bis die Tastatur raucht, da habe ich Spaß, Anerkennung, nette Bekannte und einen schönen Zeitvertreib. Ich kann die Geschichten, die meine Freunde am liebsten hören, ausdrucken, dann haben sie sie schriftlich. Ich kann Kurzgeschichten einem Freund für seins ehrgeiziges aber finanzschwaches Literaturmagazin schenken, dann habe ich die Ehre, man Zeug gedruckt zu sehen. Ich kann publizierter Autor werden wollen (für Ruhm, Ehre, Mammon, was auch immer)... dann muß ich jemanden finden, der mein Buch verlegt, und eben nicht nur hochlädt.
Ich kann natürlich auch alles gleichzeitig machen.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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16.03.2018, 09:38
AW: Dienstleistungsverlage – was ist das und hat wer Erfahrungen?
Was Autoren wollen und wo sie mit ihrer Geschichte und auch mit ihren zukünftigen Arbeiten hin wollen, das wissen nur sie. Dementsprechend können auch nur sie wirklich entscheiden welchen Weg sie einschlagen wollen und was für sie in Frage kommen würde.
Wichtig ist dabei, dass man sich vorher informiert. Meiner Meinung nach beeinflusst das ja auch dann die Richtung wo es hingehen soll. Wenn man ein mündiger Bürger ist und sich Informationen geholt hat dann traue ich jeden zu es selbst zu entscheiden.
Was auch immer einem Spaß macht soll er oder sie doch machen, ob das letztlich ich auch so machen würde steht auf einem anderen Blatt.
Daher gibt es genug Möglichkeiten, man muss nur die finden, die zu einem passt.


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